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DTM: Hersteller präsentieren ihre Fahrzeuge beim Super-GT-Saisonfinale auf dem „Twin Ring Motegi“

motegi-jpn-dtm-meets (c)BMW

Vier Wochen nach dem Finale der DTM-Saison 2017 in Hockenheim war der BMW M4 DTM an diesem Wochenende im Fernen Osten unterwegs: Die drei in der DTM engagierten Hersteller begeisterten die zahlreichen Fans beim Saisonfinale der Japanese Super GT Championship in Motegi und präsentierten die Tourenwagenserie dort den japanischen Zuschauern und Teams. Dies war ein Gegenbesuch der DTM, nach dem die Super-GT-Hersteller bereits beim Finale in Hockenheim zu Gast gewesen waren. Für Audi drehte Loic Duval die Runden, bei Mercedes saß Maro Engel am Steuer.

BMW Motorsport war mit dem BMW Driving Experience M4 DTM vor Ort. Eingesetzt wurde das Fahrzeug vom BMW Team RBM, am Steuer saß BMW DTM-Fahrer Augusto Farfus. Die DTM war prominent ins Wochenend-Programm der Super GT Championship eingebunden: Am Freitag gingen die Fahrzeuge für eine exklusive halbstündige Session auf die Strecke, am Samstag und Sonntag gab es zudem gemeinsame Ausfahrten mit der Super GT. Zudem nahmen die DTM-Autos vor dem Rennen am Sonntag an der Paraderunde teil, die in der japanischen Meisterschaft traditionell direkt vor dem Start erfolgt.

„Es war ein fantastisches Wochenende, und wir wurden von den japanischen Organisatoren, Teams und Fans sehr herzlich willkommen geheißen“, sagte Farfus. „Ich kenne Japan bereits aus meiner Zeit in der Tourenwagen-WM und habe auch in der Super GT Championship selbst schon Rennen bestritten, jeweils zusammen mit Jörg Müller im BMW M6 GT3 vom BMW Team Studie. Ich liebe Japan, die Fans hier sind einfach großartig und etwas ganz Besonderes. Deshalb hat es mir riesigen Spaß gemacht, in Motegi mit dem BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen und den japanischen Zuschauern und den Teams die DTM näher vorzustellen.“

Die Fans an der Strecke bekamen auch die Möglichkeit, sich den BMW M4 DTM aus nächster Nähe anzusehen: in einem eigens für die DTM errichteten Zelt im Fahrerlager sowie während der „Pitwalks“ am Samstag und Sonntag direkt in der Boxengasse. Abgerundet wurde das Programm durch mehrere Autogrammstunden, bei denen Farfus als einer der Publikumslieblinge für unzählige Selfies zur Verfügung stand. Auch die Super-GT-Teams zeigten großes Interesse an den Besuchern aus Europa und tauschten sich intensiv mit den DTM-Gästen aus.

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FE: Tom Blomqvist ergattert letztes freies Cockpit im Andretti-Team

Tom Blomqvist, Andretti (c)BMW

Auf der offiziellen FIA-Nennliste, die seit heute komplett ist, lautet die Fahrerpaarung beim US-Team Andretti: Tom Blomqvist und Antonio Felix da Costa. MS&AD Andretti hat mit der Verpflichtung von Blomqvist das letzte freie vakante Cockpit in der Formel E vergeben. Der britische BMW-Werkspilot wird an der Seite von Felix da Costa für den US-Rennstall an den Start gehen. 

Beide Piloten fuhren bereits gemeinsam für BMW in der DTM und kennen sich daher bestens. Blomqvist stieg beim Münchner Hersteller in die DTM 2015 ein und feierte in seiner Rookiesaison seinen bisher einzigen DTM-Sieg in Oschersleben. Platz sechs war seine bisher beste DTM-Gesamtplatzierung im Jahr 2016. In der abgelaufenen Saison kam der Brite nicht über Position 17 hinaus. Ob Blomqvist sein Engagement für BMW in der DTM fortsetzen wird, steht noch nicht fest, da der bayerische Autohersteller erst im Dezember sein DTM-Starterfeld bekanntgibt. Im Formelsport machte sich der neue Andretti-Pilot 2014 einen Namen, als er den Vizetitel in der Formel 3 errang.

Zuletzt konnte Blomqvist bei den offiziellen Testfahrten der Elektrorennserie in Valencia die Andretti-Truppe überzeugen und sich daher für ein Cockpit empfehlen. Der 23-Jährige wird mit der Startnummer 27 seine Formel-E-Premiere feiern und beerbt den Niederländer Robin Frijns, der nach zwei Jahren im Andretti-Team seinen Hut nehmen mußte.

 


FE: Felix da Costa erteilt NBA-Stars Lehrstunde

antonio-felix-da-costa-und-basketballlegenden-der-nba(c)BMW/LAT

Für Andretti-Pilot Antonio Felix da Costa stand dieses Wochenende ganz im Zeichen des virtuellen Rennsports. Im Rahmen des Visa Vegas eRace hatte der Portugiese die Gelegenheit, den US-Basketball-Legenden Shaquille O’Neal, Charles Barkley und Kenny Smith eine ganz besondere Lehrstunde zu geben.

Auf der Elektronikmesse Consumer Electronics Show (CES) verriet Felix da Costa den NBA-Stars die wichtigsten Tricks und Kniffe im Umgang mit dem Rennsimulator, der auch beim virtuellen Rennen am Samstag zum Einsatz kam.

Neben dem virtuellen Wettrennen an der Spielekonsole gab es für Felix da Costa ein weiteres Highlight: Gemeinsam mit seinen Formel-E-Kollegen Sam Bird (Virgin) und Mitch Evans (Jaguar) ging es für ihn auf einer Show-Fahrt im Qualcomm BMW i8 Safety Car durch das nächtliche Las Vegas.


FE: Ex-DTM-Pilot Molina zeigt Interesse an Formel E, Champion Wittmann lässt sie noch kalt

miguel-molina_audi_warm_up(c)EHirsch

Miguel Molina zeigt starkes Interesse, in der Formel E anzuheuern. Der 27-jährige Spanier fuhr in der abgelaufenen Saison als Audi-Werkspilot in der DTM, die er mit Platz 13 abschloss. Da die drei Premium-Hersteller (Audi, BMW und Mercedes) aus Kostengründen abspecken, schicken sie für 2017 nur mehr je sechs Piloten ins Starterfeld. Molina ist einer der Leidtragenden, der keinen neuen Vertrag bei den Ingolstädtern mehr erhält und muss sich deswegen nach Alternativen umsehen. „Es gibt einige verschiedene Möglichkeiten“, sagte Molina dem Fachmagazin ‚Motorsport.com‘. „Wir müssen analysieren, welche Rennserie und welcher Rennwagen am besten zu meinem Fahrstil passen. Es ist noch zu früh, eine Entscheidung zu fällen“, ergänzte der Ex-DTM-Pilot.

Molina gewann in seiner siebenjährigen DTM-Ära „nur“ drei Rennen, zwei davon in der abgelaufenen Saison. Im Abt-Team fühlte sich Molina zwar wohl, konnte aber sein Talent nie richtig unter Beweis stellen. Der Spanier hat daher die Formel E auf dem Radar. „Die Formel E könnte eine Option sein“, sagte der Spanier weiter. Allerdings befindet sich die Elektrorennserie bereits mitten im ersten Drittel der Meisterschaft und mögliche Fahrerwechsel sind aktuell nicht geplant. Das weiß auch Molina. „Die Meisterschaft ist bereits voll im Gange. Es wird schwierig, noch in dieser Saison den Einstieg zu schaffen, ausgeschlossen ist es aber nicht“, macht sich Molina Mut.

Sein Optimismus beruht auf die Tatsache, dass er schon vor Saisonbeginn mit Formel-E-Teams als möglicher Pilot im Gespräch war. „Ich hatte Optionen, dort schon diese Saison zu fahren. Ich hatte aber einen Vertrag bei Audi und konnte einen solchen radikalen Wechsel nicht machen. Es bleibt eine Option, aber nicht für dieses Jahr“, so Molina.

Sollte es mit der Formel E nicht klappen, hofft der Ex-Audi-Pilot woanders unterzukommen. „Wir wiegen gerade ab, wo wir letztendlich fahren und ich wettbewerbsfähig bin. Das wird noch etwas Zeit brauchen. Wir sind mit mehreren Rennserien in Verhandlung und ich hoffe, dass es bald eine endgültige Entscheidung gibt“, sagte Molina.

Marco Wittmann, BMW (c)Erich Hirsch

Marco Wittmann:

Während der Ex-Audi-Pilot auf eine Zukunft in der Formel E hofft, kann sich sein ehemaliger DTM-Fahrerkollege Marco Wittmann mit der Elektrorennserie noch nicht anfreunden. „Wenn ich ehrlich bin, bin ich momentan kein großer Fan der Formel E“, gibt der aktuelle DTM-Champion auf ‚Motorsport.com‘ offen zu. „“Ich mag nicht die Formel-E-Autos ohne Sound. Und auch der Top Speed ist nicht gerade berauschend“, ergänzt der 27-jährige Franke seine Ablehnung gegenüber der Elektrorennserie. Allerdings hat Wittmann noch nie ins Lenkrad eines Formel-E-Boliden gegriffen. „Ich habe es noch nie ausprobiert. Vielleicht sollte ich es einmal versuchen und ein Gefühl dafür bekommen, bevor ich mir meine Meinung bilde. Aber momentan bin ich nicht sonderlich daran interessiert“, sagte der junge Bayer.

Dabei hätte Wittmann mit seinem aktuellen Arbeitgeber BMW einen großen Fürsprecher in der Formel E. Der Münchner Automobilhersteller engagiert sich seit dieser Saison vermehrt als technischer Technologiepartner beim US-Rennstall Amlin Andretti Autosport und strebt ab Saison fünf (2018/2019) einen Werkseinsatz mit eigenen BMW-Antrieb an. Immerhin gibt es auch positive Zeichen des zweifachen DTM-Champions für die Formel E. „Die Show drumherum und die Austragungsstädte der Rennen sind wirklich großartig. Es ist etwas Besonderes, in diesen Großstädten Rennen zu fahren. Das gefällt mir schon sehr“, lobt der amtierende DTM-Champion die Formel E.

Die DTM ist aktuell die Heimat des BMW-Piloten. Dort fühlt sich der junge Bayer pudelwohl. Schließlich schaffte es Wittmann als einziger BMW-Pilot seit dem Wiedereinstieg des bayerischen Automobilherstellers in die DTM 2012 zweimal den Titel nach München zu holen. „Ja, ich bin sehr glücklich in der DTM, ich fühle mich dort sehr wohl“, sagte Wittmann. Dennoch weiß auch der Franke, dass das kein Dauerzustand sein muss. „Natürlich müssen wir schauen, was in die Zukunft bringt. Die Formel E könnte in zehn Jahren die Königsklasse sein. Als Fahrer muss man einfach schauen, in welche Richtung sich der Motorsport und man sich selbst bewegt. Nur so kann man wirklich eine Entscheidung treffen, wohin deine Reise führen soll“, fügte Wittmann hinzu. Vielleicht führt ihn die Reise ja in die Formel E.


DTM: BMW-Fahrer-und Team-Lineup für 2017 bekannt, feierlicher Saisonabschluss in München

Saisonabschluss BMW 2016 (c)BMW

Mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm hat BMW am Freitag seinen alljährlichen Saisonabschluss gefeiert. In der neuen Heimat der BMW Group Classic in der Moosacher Straße in München kamen einige der wichtigsten Protagonisten des Jahres zusammen, um einen stimmungsvollen Abend im Kreis der BMW-Motorsport-Familie zu verbringen – und jene Fahrer und Teams auszuzeichnen, die 2016 Geschichten und Geschichte geschrieben hatten.

So gehörte auch Marco Wittmann zu den Preisträgern, der mit seinem zweiten Titelgewinn in der DTM für eines der vielen sportlichen Highlights aus Sicht von BMW Motorsport in der Saison 2016 gesorgt hatte. Nachdem er den „Victory of the Year“ Award aus den Händen von BMW Markenbotschafter und Werksfahrer Alessandro Zanardi erhalten hatte, wurde er selbst zum Glücksbringer – und zeichnete die erfolgreichsten BMW Privatfahrer des Jahres aus.

Anschließend hat BMW am Abend die genauen Details seines Fahreraufgebots 2017 präsentiert und die einzelnen Programme in den unterschiedlichsten Disziplinen des Rennsports genauer vorgestellt.

BMW-Team_RBM(c)BMW

In der DTM-Saison 2017 wird BMW nur mehr mit zwei Teams und sechs Fahrern vertreten sein. Zum Einsatz kommt der neue BMW M4 DTM, der aktuell im Rahmen eines umfangreichen Test- und Entwicklungsprogramms auf die 18 Rennen vorbereitet wird. Am Steuer werden sechs altbekannte DTM-erfahrene BMW-Werksfahrer sitzen. Als DTM-Titelverteidiger führt Marco Wittmann das Aufgebot an. Neben ihm werden Tom Blomqvist, Augusto Farfus, Timo Glock, Maxime Martin und Bruno Spengler um Punkte und Siege kämpfen. Insgesamt bringen es die sechs BMW Piloten auf 399 DTM-Starts, 32 Siege und 34 Polepositions. In Spengler (2012) und Wittmann (2014 und 2016) hat BMW zwei DTM-Champions in seinen Reihen. Die drei BMW M4 DTM von Wittmann, Glock und Farfus werden vom BMW Team RMG um Teamchef Stefan Reinhold eingesetzt. Für das BMW Team RBM um Bart Mampaey fahren 2017 Blomqvist, Martin und Spengler.

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt sagt: „Unser Fahreraufgebot gehört auch 2017 wieder zum Allerfeinsten, was die DTM zu bieten hat. Natürlich wird Marco Wittmann als Champion der von allen Gejagte sein. Aber auch unsere weiteren fünf Piloten haben allesamt schon Siege errungen und ihre Klasse in der DTM unter Beweis gestellt. Diese Konstanz im Cockpit wird uns guttun. Denn Erfahrung ist in der DTM einfach extrem wichtig.“


FE: BMW feiert Saisonabschluss, Felix da Costa in Formel E und WEC-Vorbereitung im Einsatz

bmw_da-costa_saisonabschluss(c)BMW

BMW hat am Freitag seinen alljährlichen Saisonabschluss gefeiert. Mit dabei in München war auch Amlin-Pilot Antonio Felix da Costa, der als BMW-Werkspilot für den US-Rennstall MS Amlin Andretti fährt. Der Portugiese wurde nach seinem dreijährigen DTM-Engagement für BMW feierlich verabschiedet (links im Bild). Felix da Costa fokussiert sich 2017 auf die Formel E und kommt als Entwicklungsfahrer für die Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) bei den Münchnern zum Einsatz. Nach der Ankündigung von BMW Ende September, ab 2018 in der WEC anzutreten, steht für BMW in der kommenden Saison ein umfangreiches Test- und Vorbereitungsprogramm im Hinblick auf das folgende Jahr bevor. Als Fahrer sind in dieser Phase neben Martin Tomczyk und Alexander Sims eben auch Antonio Felix da Costa vorgesehen.

Als weiteres Motorsport-Engagement setzt BMW auf die Elektrorennserie und hat bekanntlich im Herbst die Partnerschaft mit dem Andretti-Team offiziell verkündet. Im Verlauf des kommenden Jahres wird der Austausch zwischen dem Team und den Ingenieuren von BMW Motorsport sukzessive intensiviert. Geplant ist ein Werksengagement ab Saison 5 (2018/19). Darüber hinaus ist BMW i als „Official Vehicle Partner“ prominent in der Formel E vertreten und stellt unter anderem das Qualcomm BMW i8 Safety Car.

„Die ersten Rennen der Formel E seit Bekanntgabe unserer Partnerschaft mit dem MS Amlin Andretti Team haben Lust auf mehr gemacht“, sagte BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt . „Wir freuen uns sehr darauf, wenn die Saison ab Februar 2017 wieder richtig Fahrt aufnimmt. Es geht für uns vor allem darum, im Umfeld der Formel E Erfahrungen zu sammeln. Der enge Austausch mit der Mannschaft von Andretti Formula E ist dabei extrem wertvoll.“


DTM: BMW reduziert Werksaufgebot auf zwei Teams, Schnitzer- und MTEK-Team nehmen Abschied

Schnitzer_BMW(c)BMW

BMW hat heute offiziell seine beiden Teams bekanntgegeben, mit denen die Mission Titelverteidigung in der DTM 2017 in Angriff genommen wird. Nur noch die Teams RBM und RMG gehen für BMW an den Start, beide Teams unterhalten je drei Autos. Überraschend ist das Aus von Schnitzer, das Team um Charly Lamm setzt seinen Fokus für BMW künftig im GT-Sport. Auch das MTEK-Team aus Garching bei München nimmt Abschied aus der DTM, konzentriert sich auf neue Aufgaben für den Münchner Automobilhersteller in der WEC.

Welche sechs Piloten die DTM in Angriff nehmen, darüber ist noch noch keine Entscheidung gefallen. Diese werden am 9. Dezember beim BMW Motorsport-Saisonabschluss in München bekanntgegeben.

In der DTM kämpfen weiterhin das BMW Team RMG und das BMW Team RBM um Punkte und Siege. Beide Teams sind seit dem Comeback der Marke 2012 in dieser Serie vertreten – und das mit großem Erfolg. Die RMG-Mannschaft von Teamchef Stefan Reinhold konnte 2014 den Teamtitel erringen und mit Marco Wittmann zwei Mal – 2014 und 2016 – den Fahrertitel feiern.

Das BMW Team RBM war in der vergangenen Saison als Gesamt-Dritter direkt hinter RMG das zweiterfolgreichste BMW Team in der DTM. 2013 hatte Bart Mampaey mit seiner Crew um den Titel gekämpft und in der Teamwertung Rang zwei belegt. Sowohl RMG als auch RBM sollen in der DTM-Saison 2017 je drei BMW M4 DTM einsetzen.

„Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Teamaufstellung bestens für unsere neuen Aufgaben vorbereitet sind“, sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt zu den Neuerungen. „Für uns stand immer fest, dass wir mit all unseren Teams weiter erfolgreich zusammenarbeiten möchten. Wegen der Änderungen in der DTM mussten wir unsere Strukturen anpassen, gleichzeitig ergaben sich im Rahmen unseres neu geordneten Motorsport-Programms neue Arbeitsfelder und Einsatzgebiete. Darauf ist die neue Struktur nun perfekt zugeschnitten.“

Abschied Schnitzer und MTEK:

Die beiden Schnitzer-DTM-Piloten von 2016 Antonio Felix da Costa und Martin Tomczyk haben bekanntlich vor Saisonende ihren Abschied aus der DTM verkündet, nunmehr sagt auch das Freilassinger Erfolgsteam „Bye,Bye“.

Das Schnitzer-Team kehrt 2017 in den GT-Sport zurück. Dennoch fällt der Abschied aus der DTM für Teamchef Lamm nicht leicht. „Jeder weiß, dass das BMW-Team Schnitzer eine sehr enge Verbindung zum GT-Sport hat – und eine große Leidenschaft für die Langstrecke“, meint Lamm. „Gleichzeitig schwingt natürlich auch Wehmut mit, sich aus der DTM zu verabschieden. Es war in dieser wettbewerbsintensiven Serie eine sehr intensive Zeit mit zahlreichen Herausforderungen, aber ebenso vielen schönen Momenten. Das Highlight war zweifellos der Titelgewinn 2012 gleich in unserem Comeback-Jahr.“

Auf die neuen Herausforderungen angesprochenen, meint Lamm. „Doch jetzt beginnt ein neues Kapitel in unserer langen BMW Historie. Entsprechend motiviert werden wir unsere Aufgaben für das kommende Jahr angehen. Wir freuen uns sehr auf die Rennen mit dem BMW M6 GT3.“ weiterlesen


FE: BMW & Andretti gehen in Marrakesch leer aus

robin-frijns-in-marrakesch (c)BMW

Das Team von MS Amlin Andretti und BMW hatten einen viel versprechenden Start beim Marrakesh ePrix in Marokko, wurde am Ende aber nicht mit Punkten belohnt. Beim zweiten Saisonlauf der Formel E belegte Robin Frijns den elften Rang. BMW Werksfahrer António Félix da Costa musste das Rennen vorzeitig aufgeben, nachdem am ersten seiner beiden ATEC-002 Systemprobleme aufgetreten waren.

Das Qualifying:

Die beiden MS Amlin Andretti Piloten gingen nebeneinander aus der fünften Startreihe ins Rennen. Frijns hatte das Qualifying in der vierten Gruppe bestritten und sich mit einer Zeit von 1:21.912 Minuten den neunten Startplatz gesichert. Félix da Costa kam in der ersten Gruppe mit einer Zeit von 1:22.073 Minuten auf den zehnten Rang.

Das Rennen:

Der Marrakesh ePrix, die erste Veranstaltung der Formel E in Afrika, verlief für die beiden Piloten nicht unbedingt nach Plan. Nach dem Start fuhren die beiden dicht beieinander, ehe Félix da Costa seinen Teamkollegen überholte und damit Rang neun übernahm. Der Portugiese teilte sich die verfügbare Energie klug ein, zeigte eine starke Vorstellung und nahm die Top-6 ins Visier. Die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis waren jedoch dahin, als Félix da Costa auf der Strecke stehen blieb. Er konnte sein Fahrzeug zwar nach einer gewissen Zeit neu starten, doch das Team musste ihn bereits in der zwölften von insgesamt 33 Runden zum Fahrzeugwechsel an die Box rufen. Nach einem so frühen Stopp rückte eine Zielankunft in den Bereich des Unmöglichen, denn der Marrakesh ePrix war das bisher längste Rennen in der Geschichte der Formel E. Das neue Ziel von Félix da Costa lautete daher, sich den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde zu sichern. Doch in dieser Wertung wurde er kurz vor Rennende noch durch einen Konkurrenten von der Spitze verdrängt.

Frijns verpasste die Punkteränge nur knapp. Nachdem er hinter seinen Teamkollegen zurückgefallen war, musste er in Runde fünf auch Lucas di Grassi sowie Nick Heidfeld passieren lassen und fuhr danach auf Position zwölf. Nach seinem Boxenstopp in Runde 18 nahm Frijns das Rennen auf derselben Position wieder auf. Er verbesserte sich im weiteren Rennverlauf auf Rang elf, den er bis ins Ziel hielt. Der Sieg ging an Sébastien Buemi.

Die Stimmen aus Marrakesch:

Robin Frijns: „Der Start war in Ordnung. In der ersten Runde habe ich mich verbremst, so dass mich António überholen konnte. Später lag ich hinter Nick Heidfeld. Ich war ein bisschen schneller als er, und er schien Probleme zu haben. Ich wollte eine Lücke nutzen, er hat sich verteidigt. Beim Bremsen in der Kurve haben meine Vorderräder blockiert, ich habe mich gedreht. Das war einfach Pech, aber das gehört dazu, wenn man etwas riskiert. Wenn es klappt, bist du ein Held, wenn nicht, bist du draußen. Es ist schade, dass wir heute keine Punkte geholt haben, denn Platz acht wäre möglich gewesen. Hoffentlich läuft es im nächsten Rennen besser.“

Antonio Felix da Costa: „Wir hatten einen guten Start ins Rennen, ich konnte mich gleich um eine Position verbessern. Das Auto hat sich gut angefühlt, und das Energiemanagement war super. In den Top-10 hatten wir alle Chancen, noch einige Plätze nach vorn zu kommen. Dann trat aber leider ein technisches Problem am Auto auf. Ich blieb auf der Strecke stehen. Damit war das Rennen gelaufen. Ich bin an die Box gekommen und habe das Auto gewechselt, mit dem Ziel, mir die schnellste Rennrunde zu sichern. Diese hielt ich auch bis kurz vor dem Ende. Dieser Ausgang ist schade, denn das MS Amlin Andretti Team hat seit dem ersten Rennen einen Monat lang hart an der Vorbereitung gearbeitet.“


FE: Andretti und BMW i: „Mit Energie in Marrakesch haushalten“

ms-amlin-andretti_felix-da-costa(c)BMW i

Der zweite Stopp ihrer Welttournee führt die Formel E 2016/17 am 12. November nach Marrakesch. Für BMW-Werksfahrer António Félix da Costa ist es der zweite Auftritt am Steuer des MS Amlin Andretti ATEC-002. Mit ihm wird beim Marrakesh ePrix erneut Robin Frijns für das Team von Michael Andretti an den Start gehen. Das Rennwochenende ist zugleich das Debüt der Formel E in Afrika. Außerdem fällt die Veranstaltung in Marokko mit der Klimakonferenz COP22 der Vereinten Nationen zusammen und eröffnet das Gipfeltreffen.

Die Herausforderung

Beim Saisonauftakt in Hongkong feierte die Partnerschaft von BMW und dem MS Amlin Andretti Team eine erfolgreiche Premiere. Der ePrix in Marokko bietet nun die perfekte Kulisse, um in Sachen Performance einen weiteren Schritt nach vorn zu machen.

Félix da Costa und Frijns belegten in Asien die Plätze fünf und sechs. Der Kurs in Marrakesch weist jedoch wesentliche Unterschiede gegenüber der Strecke in Hongkong auf. Das Rennen in der „Roten Stadt“ wird auf dem mit 2,97 Kilometern längsten Kurs im Kalender ausgetragen und ist gleichzeitig auch eines der schnellsten. Zum ersten Mal findet ein Formel-E-Rennen auf einer Strecke statt, deren Layout bereits in einer anderen Serie befahren wurde. Die FIA World Touring Car Championship (WTCC) hatte ihre Läufe in diesem Jahr auf einem nahezu identischen Kurs ausgetragen.

Der Saisonauftakt der Formel E hat Lust auf mehr gemacht: Auf der Strecke kämpften die Piloten hart, die Fans bekamen ein dramatisches Rennen und einen taktisch geprägten ePrix in Hongkong geboten. Mit einer klugen Strategie und einer guten fahrerischen Leistung werden das MS Amlin Andretti Team und seine beiden Fahrer auch in Marrakesch alles daran setzen, ihr Punktekonto beim Formula E Debüt in Afrika weiter aufzustocken.

Der Ausblick

António Félix da Costa: „Sowohl für die Formel E als auch für mich ist es ein vollkommen neues Land – und gerade diese neuen Herausforderungen machen die Serie so besonders. Die Strecke scheint sehr interessant zu sein, es dürfte ein spannendes Rennen werden. Aufgrund der vielen schnellen Abschnitte muss man mit der Energie genau haushalten. Das wird für die Fahrer und Ingenieure die größte Herausforderung. Wem dies gelingt, der hat gute Chancen, dafür belohnt zu werden. Es wird mit Sicherheit viele Überholmöglichkeiten geben, wir können uns also auf ein tolles Rennen freuen. Es ist schwierig einzuschätzen, wo wir letztendlich landen werden. Die Strecke könnte uns womöglich nicht so gut wie Hongkong liegen, aber natürlich werden wir wie immer versuchen, um den Sieg zu kämpfen.“

Robin Frijns: „Die Strecke in Marrakesch ist die längste im Kalender – und deshalb für jeden Fahrer im Feld eine große Herausforderung, insbesondere mit Blick auf das Energiemanagement. Rückblickend kann man sagen, dass es in Hongkong insgesamt gut für uns gelaufen ist, in der Teamwertung liegen wir auf dem zweiten Rang. Das war also ein guter Auftakt. Warten wir also ab, wie sich das Wochenende entwickelt. Natürlich wollen wir einen ähnlichen Job abliefern wie in Hongkong. Wie gesagt, es wird hart. Aber das gilt für die anderen genauso.“


FE: Marquardt (BMW) & Gass (Audi): Die Stärken & Schwächen der Formel E

Jens Marquardt, BMW-Motorsportchef (c)Erich Hirsch

Der Saisonauftakt der Formel E in Hongkong hinterließ bei BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt und Audis DTM-Leiter Dieter Gass einen bleibenden Eindruck. Beide deutschen Hersteller Audi und BMW engagieren sich mittlerweile stärker in der Elektrorennserie. Die Ingolstädter steigen bekanntlich im kommenden Jahr als Werksteam bei ABT ein. Die Münchner eignen sich das Know-how beim US-Rennstall Andretti an und beabsichtigen, in zwei Jahren als Werksteam dabei zu sein.

Sowohl Marquardt als auch Gass beobachteten den Saisonstart der Formel E live vor Ort, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim hatten wir die Gelegenheit, beide Verantwortlichen nach ihren Eindrücken zu befragen und zu erfahren wie sie die Serie einschätzen. Außerdem haben wir Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger getroffen, um zu erfahren, was der mittlerweile 57-jährige Tiroler über die Formel E denkt.

Jens Marquardt (BMW-Motorsportdirektor)

„Der Auftakt in Hongkong war wirklich ein tolles Event. Die Szenerie war super – so mitten in der Stadt – und es gab einen tollen Zuspruch von den Leuten. Ich glaube, das Konzept, in der Stadt Elektromobilität emotional darzustellen, ist super aufgegangen und die Marke BMW i war ganz vorne mit dabei.“

Das Konzept der Formel E gefällt dem Münchener Hersteller, der seit Anfang an den Fuhrpark (BMW i8 und BMW i3) der Elektrorennserie stellt. „Wenn die Serie diesem Konzept treu bleibt, ist das ein sehr guter Weg, die Dimensionen, was Sportlichkeit und Motorsport in Richtung E-Mobilität angeht, weiter auszubauen und zu entwickeln. Es ist ganz, ganz wichtig, dass das Konzept in der Stadt bleibt, nämlich bei den Leuten. Das Format mit Musik und Experience-Area für die Leute muss mit allem drum und dran beibehalten werden“, attestiert Marquardt der Formel E ein gutes Zeugnis.

Der 49-Jährige schätzt das Umfeld der Formel E und will damit beim interessierten Publikum punkten. „Wir müssen den Leuten die E-Mobilität ans Herz legen und ihnen zeigen, wie toll, dynamisch und sportlich die E-Mobilität sein kann. Dafür ist die Formel E eine wirklich tolle Plattform.“

Dieter Gass, Audi (c)Audi

Dieter Gass (DTM-Leiter Audi)

Audis DTM-Leiter Gass, der zusammen mit dem ehemaligen WEC-Piloten Allan McNish das Geschehen in Hongkong genauer unter die Lupe nahm, zeigt sich hinsichtlich Marketingstrategie der Formel E angetan: „Die Vermarktung in der Formel E ist ausgezeichnet. Sie war schon in aller Munde, bevor das erste Rennen überhaupt gestartet war. Das war sicherlich ein guter Beginn.“

Allerdings ist sich Gass nicht so sicher, ob die positiven Effekte der Elektrorennserie hierzulande auf die DTM übertragen werden könnten. „Da die Konzepte und die Rennen so unterschiedlich zu anderen Serien sind, ist es ganz schwer, positive Effekte von der einen auf die andere Serie zu übertragen. Als purer Racer, das muss ich ehrlich sagen, tue ich mich noch ein bisschen schwer, da die Konzepte und die Rennen so unterschiedlich sind.“

Dennoch weiß auch Gass, dass es keine Alternative zur E-Mobilität gibt. „Ich sehe auch, die Begeisterung bei den Leuten und bei den Sponsoren ist extrem groß. Die Formel E und die E-Mobilität ist momentan ein Thema, das keinen kalt lässt. Stadtkurses sind geil und das können wir in der DTM in der Form nicht bieten. Wenn man die Sache ganz nüchtern betrachtet, kommt man relativ schnell darauf, dass einige Themen in der Formel E wirklich sehr, sehr gut sind.“

Doch der 53-Jährige gibt auch zu bedenken: „Ein Stadtrennen logistisch zu bewältigen, kostet einen Haufen Geld. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, alle anderen Serien können das nicht, und das ist fantastisch. Aber sie haben keinen Platz, um viele Tribünen für die Zuschauer aufzustellen. Das bedeutet, die Serie hat Probleme sich zu refinanzieren und sie kann kein Rahmenprogramm aufstellen. Es geht nicht einfach, einen Porsche-Carrera-Cup ins Rahmenprogramm zu stellen. Daher entstehen unter dem Tag große Lücken zwischen der einen und der nächsten Aktion auf der Strecke, selbst wenn es für die Arbeitenden dort sehr, sehr komprimiert ist. Das sind halt Themen, die sind nicht so einfach zu lösen.“