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FE: DS Virgin erobert Podiumsplatz in Mexico

2016/2017 FIA Formula E Championship. Mexico City ePrix, Autodromo Hermanos Rodríguez, Mexico City, Mexico. Saturday 1 April 2017. Photo: Zak Mauger/LAT/Formula E

In einem intensiven, spannenden ePrix auf der Rennstrecke Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko kletterte DS Virgin Racing, dank des Podiumsplatzes von Sam Bird und dem sechsten Rang von Jose Maria Lopez, auf den dritten Platz der Fahrerwertung. Das positive Ergebnis stellt das große Potenzial des DSV-02 unter Beweis.

Der ePrix wurde von Höhen und Tiefen geprägt. Nach enttäuschenden Ergebnissen im freien Training hoffte DS Virgin Racing auf mehr Grip im Qualifying. Das Team konnte sich hierfür auf das neue Setup und die guten Leistungen seiner Fahrer verlassen. Jose Maria Lopez startete von Position zwei, Sam Bird von fünf.

Das Rennen begann mit einer Kollision in der zweiten Runde. Nicolas Prost, Stephane Sarrazin und Lucas di Grassi mussten in die Box. Beide Fahrer von DS Virgin Racing hielten ihre Positionen. Lopez attackierte als Erster. Er ergriff die Chance nach den technischen Problemen von Oliver Turvey und übernahm die Führung hinter dem Safety-Car. Anschließend gelang es Lopez, den Abstand zu seinen Kontrahenten zu vergrößern.
Di Grassi und Jerome d’Ambrosio wechselten die Strategie. Durch einen erneuten Einsatz des Safety-Car übernahmen sie Position eins und zwei. Nach dem Monocoque-Wechsel fuhr Jose María Lopez als Dritter mit 20 Prozent mehr Energie als die beiden Konkurrenten vor ihm. Nach der ersten Rennhälfte schienen zwei Podiumsplätze für DS Virgin Racing in greifbarer Nähe. Bei einem Überholmanöver drehte sich Lopez jedoch.

Gleichzeitig lieferten sich Sam Bird und Jean-Eric Vergne ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bird überholte d’Ambrosio in der 44. Runde und eroberte den dritten Podiumsplatz. Ein letzter Unfall kamLopez zugute. Einige Kontrahenten mussten aufgeben und der Argentinier überquerte die Ziellinie als Sechster.

Stimmen:
Sam Bird: „Das Team hat fantastische Arbeit geleistet. Nachdem wir uns im freien Training nicht durchsetzen konnten, sind der dritte und der sechste Platz ein hervorragendes Ergebnis.“

Jose Maria Lopez: „Ich hatte heute einen ausgezeichneten Rennwagen. In der ersten Rennhälfte war ich schneller als die Konkurrenz und konnte meinen Vorsprung ausbauen. Zum ersten Mal in der Saison war ich dem Sieg nahe. Ich habe gespürt, dass ich Jérôme d’Ambrosio schnell überholen musste. Womöglich habe ich dies nicht an der richtige Stelle versucht. Sam und ich haben dennoch bewiesen, dass wir das Potenzial haben, Rennen zu gewinnen.“

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: „Ich freue mich über die gute Leistung des Teams, bin aber überzeugt, dass wir zwei Podiumsplätze hätten erzielen können. Unsere Boxencrew hat richtig gehandelt, wir hatten eine gute Strategie und unsere Fahrer waren leistungsfähig. Wir blicken voller Zuversicht auf das kommende Rennen in Monaco.“

Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance:
„In der Teamwertung machen wir einen Sprung nach vorn. In der ersten Rennhälfte hat Jose Maria López gezeigt, dass unser Rennwagen schnell ist. Trotz eines anschließenden Manöverfehlers freuen wir uns, dass unser DSV-02 den Abstand zu den Kontrahenten vergrößern kann und dabei weniger Energie verbraucht.“

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FE: DS Virgin Racing will in Mexiko punkten

Sam Bild und Jose maria Lopez_(c)DS Virgin

Trotz des zweiten Platzes von Sam Bird in Marrakesch spiegelt der Saisonbeginn noch nicht die wahren Fähigkeiten von DS Virgin Racing wider. Nachdem Sam Bird in Hongkong Siegchancen hatte und beide DS Virgin Racing Piloten in den freien Trainings in Buenos Aires Bestzeiten setzten, will das Team in Mexiko-Stadt Punkte einfahren. Dabei zählt der Rennstall auf die Leistungsfähigkeit seines Rennwagens DSV-02 und seiner Fahrer.

Der ePrix von Mexiko findet auf der 2,094 Kilometer langen, 17 Kurven umfassenden Rennstrecke Autódromo Hermanos Rodríguez statt. Insgesamt sind 45 Runden zu absolvieren. Mit 2.500 Metern über dem Meeresspiegel handelt es sich um die höchstgelegene Rennstrecke der Saison und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h zugleich um die zweitschnellste.

In der vergangenen Saison erreichte Sam Bird den sechsten Rang mit lediglich drei Sekunden Rückstand auf einen Podiumsplatz. „Trotz eines schwierigen Laufs in Buenos Aires fahre ich voller Zuversicht nach Mexiko“, erklärt Sam Bird. „Ich glaube an das Team und an unser Auto. Wenn es uns gelingt, eine gute Startposition zu erobern, ist das Podium in Reichweite.“

José María López wird nach Testfahrten in der Langstrecken-Meisterschaft (WEC) erst am Samstagmorgen in Mexiko ankommen. Test- und Entwicklungsfahrer Alex Lynn wird deshalb am Freitag das Steuer des DSV-02 übernehmen. Während des Rennens steht der Brite als Ersatzfahrer zur Verfügung.

„Es ist eine Herausforderung, erst am Morgen des Rennens anzukommen. Ich habe mich aber intensiv an unserem Rennsimulator auf den ePrix von Mexiko vorbereitet“, so José María López. „In Buenos Aires habe ich nach einem hart umkämpften Rennen einen Punkt eingefahren und fühle mich in dem Rennwagen immer wohler.“ In Mexiko-Stadt will der Argentinier sein Potenzial voll ausschöpfen.

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: „Das gesamte DS Virgin Racing Team kann es kaum erwarten, nach Mexiko zurückzukehren. Die Mexikaner begeistern sich sehr für den Motorsport. Es war also nicht überraschend, dass so viele Zuschauer den ersten ePrix von Mexiko in 2016 verfolgt haben. In diesem Jahr rechnen wir mit ähnlich vielen Fans. Ihnen möchten wir einen Grund zum Jubeln bieten. Wir werden alles dafür tun, dass unsere beiden Fahrer wettbewerbsfähig sind und um die vorderen Plätze mitfahren.“


FE: Virgin mit beeindruckender Aufholjagd von Jose Maria Lopez

Jose Maria Lopez DS Virgin (c)Virgin

DS Virgin Racing ging mit hohen Erwartungen in das dritte Rennen der Saison. Sam Bird gewann im Vorjahr in Buenos Aires, während der dreifache WTCC-Weltmeister Jose Maria Lopez einziger Argentinier im Starterfeld und somit Publikumsliebling war.

Schon in den Trainingseinheiten bewies das Team seine Wettbewerbsfähigkeit: Lopez stellte die Bestzeit im ersten Training auf, während Bird die Bestzeit im zweiten freien Training setzte. Die sich ändernden Gripverhältnisse verhinderten allerdings, dass Bird es in die Super Pole schaffte. Der Brite musste sich mit dem zehnten Platz im Qualifying begnügen. Nachdem er eine Mauer touchiert hatte, startete Lopez vom achtzehnten Platz.

Beim Erlöschen der Ampeln begannen die beiden DS-Virgin-Racing-Piloten ihre Aufholjagd. Bird machte direkt zu Beginn einen Platz gut, ebenso wie Lopez, der in der zweiten Runde allerdings in einen Unfall verwickelt war.

Zwei Runden später touchierte Bird mit seinem DSV-02 eine Mauer. Mit einer stark beschädigten Hinterradaufhängung kam er in der fünften Runde in die Box, wo er sofort das Fahrzeug wechselte. Im Anschluss setzte er die Bestzeit, die kurz vor Rennende von Felix Rosenqvist eingestellt wurde. Aufgrund der rutschigen Strecke touchierte er gegen Ende des ePrix erneut eine Mauer.

Lopez drückte seinerseits dem Rennen seinen Stempel auf und ließ einen Kontrahenten nach dem anderen hinter sich. Nick Heidfeld und Daniel Abt mussten sich geschlagen geben, während der Argentinier dank guten Energiemanagements bis zur 20. Runde auf der Strecke bleiben konnte – mit nur noch einem Prozent Batterieladung – als die meisten Teams bereits an der Box waren.

Mit seinem zweiten Fahrzeug nahm Lopez das Rennen an vierzehnter Position wieder auf, um Stephane Sarrazin und Antonio Felix Da Costa zu attackieren. Der Argentinier begeisterte das Publikum mit seinen gelungenen Überholmanövern und konnte in der vorletzten Runde vorbei an Robin Frijns und Mitch Evans in die Top 10 vordringen, die von Sebastien Buemi, Jean-Eric Vergne und Lucas di Grassi dominiert wurde.

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: „Der Tag war nicht leicht für Sam. Bei den ersten Trainingseinheiten hat er seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt. Ein Rennunfall kostete ihn allerdings ein gutes Ergebnis. Ich bin froh, die Fortschritte bei ‚Pechito‘ zu sehen. Er ist ein echter Fighter. Deshalb bin ich sicher, ihn in dieser Saison noch ganz vorne zu sehen. Ich möchte auch DS Performance und unserem Ingenieursteam danken, die die Leistungen unseres Fahrzeugs weit nach vorn gebracht haben. Wenn wir so weiter machen, werden wir bald Erfolge feiern können.“

„Das war ein positives Rennen für ‚Pechito‘ „, ergänzt Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance. „Sein Energiemanagement und sein später Boxenstopp beweisen seinen schnellen Fortschritt in der Formel E – und das in seinem erst dritten Rennen. Auch wenn Sam glücklos war, zeugen seine Rundenzeiten, ebenso wie die von ‚Pechito‘, von der Wettbewerbsfähigkeit unseres DSV- 02.“

Jose Maria Lopez: „Ich bin froh, dass mir vor meinen Fans eine Aufholjagd gelungen ist. Ich habe Vertrauen in mein Energiemanagement gewonnen und ich fühle mich mit jeder Runde, die ich mit dem DSV-02 absolviere, sicherer.“

Sam Bird: „Solche Dinge passieren nun einmal. Ich bin dennoch aufgrund der Geschwindigkeit des Fahrzeugs in den ersten Runden zufrieden. Hoffen wir, dass ich es in Mexiko besser machen kann.“


FE: DS Virgin Racing geht mit Vorjahressieger Bird an den Start

 

Sam Bird DS Virgin (c)DS Virgin

DS Virgin Racing fährt voller Zuversicht nach Südamerika zum ePrix von Buenos Aires am 18. Februar 2017. José María López, einziger Argentinier im Fahrerfeld der Formel E, weiß, dass er das Publikum auf seiner Seite haben wird. Im vergangenen Jahr gewann Teamkollege Sam Bird den ePrix von Buenos Aires nach einem hart umkämpften Rennen. Der Brite will an den zweiten Platz im vorherigen Rennen in Marrakesch anknüpfen.

Nach einer Pause im Rennkalender und der Teilnahme am eRace in Las Vegas Anfang Januar geht die Saison für die Piloten von DS Virgin Racing nun weiter – in einem Land, das für beide von großer Bedeutung ist.

Als einziger Argentinier im Feld ist José María López der Publikumsliebling: „Viele Journalisten fragen mich, ob ich in Buenos Aires, in meiner Heimat, konkurrenzfähig sein werde. Ich weiß, dass ich ein gutes Team und ein gutes Auto habe. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Rennen stimmen also. Ich kann es kaum erwarten, vor meinen Fans zu fahren.“

Im Vorfeld des ePrix nahm José María López an einer Fahrerparade in der Innenstadt teil. Sie fand am Mittwoch zwischen dem El Teatro Colon und der Legislatura de la Ciudadon statt.

Vor der Presse, die vergangene Woche in die Londoner Zentrale der Virgin Group eingeladen worden war, fügte Sam Bird hinzu: „Das ist ein schönes Rennen für die Fahrer und ein noch schöneres für die Zuschauer. Nach meinem Sieg im vergangenen Jahr werde ich alles daran setzen, den Erfolg in Buenos Aires zu wiederholen.“

Die Streckenführung in Buenos Aires weist einige Besonderheiten auf: Sie ist die schnellste der Formel E-Meisterschaft. Die Spitzengeschwindigkeit vor Kurve eins beträgt 210 km/h. Zudem steht Buenos Aires seit dem ersten Tag im Rennkalender der Formel E-Meisterschaft. Sam Bird eroberte im vergangenen Jahr die Pole Position mit einer Zeit von 1’09’’43. Die Rennstrecke besteht aus fünf Geraden auf einer Länge von 2,48 Kilometern sowie zwölf Kurven und verläuft gegen den Uhrzeigersinn. Alle wichtigen Eigenschaften, die die Formel E auszeichnen, sind vorhanden: Rennstrecke in der Innenstadt, viele Runden und zahlreiche Überholmöglichkeiten.

Alex Lynn, Entwicklungs- und Testfahrer von DS Virgin Racing, wird seinen Teamkollegen in Buenos Aires zur Seite stehen. Er hat mit Sam Bird und José María López bereits während der Tests am Rennsimulator von DS Performance in Satory zusammengearbeitet und sich gemeinsam mit ihnen auf den ePrix in Buenos Aires vorbereitet.

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: „DS Virgin Racing hat vor Buenos Aires seine Akkus voll aufgeladen. In Marrakesch eroberte Sam Bird einen Podiumsplatz in einem Monocoque, das unser Team nur wenige Minuten vor Rennbeginn wieder zusammenbauen musste. Sam Bird gehört zu den besten, erfahrensten Piloten der Formel E. José María López ist noch ein junger Fahrer in dieser Disziplin, zeigt aber großes Potenzial. Ich hoffe, dass er vor seinem Heimpublikum in Buenos Aires sein Können unter Beweis stellen wird.“


FE: DS Virgin erobert erste Punkte in Marrakesch

sam-bird_ds-virgin(c)DS Virgin

Beim zweiten Rennen der Formel E in Marrakesch eroberte DS-Virgin-Racing einen verdienten Podiumsplatz. An einem ereignisreichen Tag und einem Start aus der ersten Reihe überquerte Sam Bird die Ziellinie als Zweiter.

Nach eindrucksvollen freien Trainingsläufen auf rutschiger Piste in den Straßen von Marrakesch erzielte Bird die viertbeste Zeit im ersten Teil des Qualifying. Durch seine hervorragenden Leistung in der Super-Pole fuhr der 29-jährige Brite auf den dritten Startplatz und rückte aufgrund der Strafversetzung von Sébastien Buemi in die erste Startreihe auf.

José María López musste sich nach einem schwierigen Vormittag mit der dreizehnten Startposition begnügen. Ohne entsprechende Rundenzeiten vor dem Qualifying verpasste er den Einstieg in die Super-Pole. „Diesen Startplatz in meinem zweiten Rennen will ich nutzen, um Erfahrung mit dem Fahrzeug und in der Meisterschaft zu sammeln“, so der Argentinier vor der Startaufstellung.

Beim Start behauptete Felix Rosenqvist den ersten Platz vor Sam Bird. Nach zehn Runden stieg die Spannung: Jean-Eric Vergne überholte Bird und die ersten zwei Fahrer kamen eine Runde vor Bird und Buemi in die Box. Somit konnten diese beiden Piloten auf eine größere Energiereserve beim zweiten Boxenstopp zurückgreifen. weiterlesen


FE: Buemi siegt in Marrakesch vor Bird, Rosenqvist erobert Platz Drei

sieger-von-marrakesch(c)Eurosport,FIAformulaE

Sebastien Buemi (edams-Renault) bleibt das Maß aller Dinge in der Formel E. Der Titelverteidiger gewann auch den zweiten Saisonlauf in Marrakesch vor Sam Bird (DS Virgin) und Rookie Felix Rosenqvist (Mahindra).

Für das deutsche Team Abt Schaeffler Audi Sport gab es die Plätze Fünf (Lucas di Grassi) und Sechs (Daniel Abt). Nick Heidfeld im Mahindra-Boliden wurde Neunter, Maro Engel (Venturi) kam nach Problemen beim Fahrzeugtausch nicht ins Klassement.

Sensationell schnappte sich Heidfelds Teamkollege Rosenqvist die Pole-Position. Der Schwede dominierte die erste Rennhälfte nach Belieben, sein Vorsprung betrug teilweise über vier Sekunden auf seine Verfolger Bird und Nelson Piquet jr (Next EV). Dahinter kam Buemi immer näher an die Spitze heran. Der Schweizer, der im Qualifying die Zweitschnellste Zeit hinlegte, wurde fünf Plätze nach hinten strafverifiziert, da sein edams-Bolide 3 Kilogramm zu leicht beim Wiegen war. Buemi ging zuerst in Runde 3 spielend an Teamkollege Nico Prost vorbei, vier Runden später musste Abt dran glauben und den Titelverteidiger ziehen lassen. Während Jean-Eric Vergne (Techeetah) mit einem gelungenen Überholmanöver an Piquet jr vorbeiging und Platz drei übernahm, kämpfte Prost den deutschen Abt nieder und schob sich auf Platz Sechs.

In Runde 12 von insgesamt 33 gab es die erste große Aufregung. Amlin-Pilot Antonio Felix da Costa blieb knapp neben der Streckenbegrenzung liegen, eine Yellow Flag Course-Phase war die logische Folge. Bis dahin hielten sich die beiden anderen deutschen Piloten in Schlagdistanz zu den Punkterängen. Heidfeld lag auf Position 10, Engel war auf Platz 12.

An der Spitze änderte sich nach dem obligatorischen Boxenstopp einiges. Rosenqvist musste zwei Runden früher rein, Buemi hatte mehr Energie zur Verfügung und blieb daher länger draußen. Das sollte sich kurze Zeit später für Buemi auszahlen.  Rosenqvist verlor Runde um Runde an Boden auf Buemi. Eine halbe Sekunde pro Sektor war Buemi schneller als der Führende, in Runde 27 ging dann Buemi mit Energieüberschuss an den Schweden vorbei.

Der Schweizer Titelverteidiger fuhr den Sieg sicher nach Hause, dagegen musste Rosenqvist auch Bird kurz vor Rennende vorbeilassen, um mit der Restmenge an Energie überhaupt noch die Zielflagge zu sehen.

Pech dagegen für Engel, der mit Problemen beim Fahrzeugtausch rundenlang nicht mehr aus der Box kam. Erst gegen Rennende fiuhr er den Venturi-Boliden nochmals auf die Strecke, um die schnellste Rrnnrunde hinzulegen. Allerdings erfolglos, denn diese ging an Loic Duval (Faraday Dragon).

Für di Grassi gab es am Ende hinter Prost Platz Fünf, in der zweiten Rennhälfte schnappte sich der Brasilianer neben Teamkollege Abt auch noch Vergne. Erfreulich verlief das Rennen für ‚Pechito’ Lopez im zweiten DS-Virgin-Boliden, der mit Platz Zehn seinen ersten Meisterschaftspunkt ergatterte.

In der Meisterschaft führt Buemi nach seinem zweiten Saisonerfolg souverän mit 50 Punkten vor di Grassi (28 Punkte), Prost (24 Punkte) und Rosenqvist, der 19 Punkte auf seinem Konto hat.

Rennergebnis Marrakesch:

Ergebnis_rennen-marrakesch (c)Eurosport,FiaFormulaE


FE: DS Virgin Racing strebt erste Punkte in Marrakesch an

ds-virgin-racing_marrakesch(c)DS Virgin,Dan Bathie

Nach einer ermutigenden Leistung zu Beginn der Formel-E-Meisterschaft 2016/2017 in Hongkong will das britisch-französische Team DS-Virgin-Racing im zweiten Rennen in Marrakesch Punkte einfahren. Für die Premiere der Rennserie auf dem afrikanischen Kontinent baut das Team auf die Leistungsfähigkeit des DSV-02 und seiner Fahrer.

Das Virgin-Team fährt mit großer Entschlossenheit nach Marrakesch. Beim ersten Rennen in Hongkong hatten Jose Maria Lopez und Sam Bird zwar die zweite Startreihe erobert, konnten aber keine Punkte sichern. Das gesamte Team blickt nun auf das zweite Rennen der Saison, das zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet.

Einigen Mitgliedern von DS Virgin ist die marokkanische Streckenführung schon bekannt: „Hier habe ich bereits drei Mal in der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft gewonnen“, so Jose Maria Lopez. „Die Strecke ist ein bisschen eng, aber ein Formel-E-Rennwagen ist nicht so groß wie ein WTCC-Bolide. Es wird ein spannender Wettkampf werden.“

Neben dem Argentinier haben auch einige Ingenieure im Team schon Erfahrungen auf der Rennstrecke von Marrakesch gesammelt und dort Siege gefeiert. Von diesem Vorteil will das Team profitieren. Fahrtests im Simulator haben ergeben, dass die Formel-E-Rennwagen eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h erreichen können; das sind 5 km/h mehr als in der WTCC.

Die Streckenführungen in Marrakesch und in Hongkong unterscheiden sich vollkommen voneinander. In Marrakesch gibt es zwölf Kurven, auf der asiatischen Strecke neun. Zudem misst die marokkanische Strecke 500 Meter mehr. Die längste Rennstrecke der Saison stellt eine weitere Herausforderung dar: Das Team muss die richtige Strategie wählen, um die Batterien zu schonen. In Hongkong hat sich Sam Bird durch eine besonders hohe Energieeffizienz ausgezeichnet und ging vor dem Fahrzeugwechsel einige Runden lang in Führung.

Nicht nur auf der Rennstrecke wird die richtige Strategie eine große Rolle spielen. Der ePrix von Marrakesch findet während der COP 22 statt. Zu dem Klimagipfel versammeln sich die wichtigsten Länder der Welt im Kampf gegen den Klimawandel. Hierzu hält DS Virgin Racing am 10. November 2016 einen Innovationsgipfel an seinem Stand ab, an dem Experten für Elektrofahrzeuge und nachhaltige Technologien teilnehmen werden.

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin: „Wir sind in den Weltraum gefahren, wir sind mit Biotreibstoff geflogen und wir haben als erste eine alleinige Weltumrundung ohne Zwischenstopp absolviert. Virgin ist ein Unternehmen, das die nachhaltige Entwicklung vorantreibt.“

Sportlich gesehen wollen „Pechito“ Lopez und Sam Bird in Marrakesch den ePrix von Hongkong vergessen lassen: „Für mich startet die Meisterschaft jetzt; wir müssen Punkte einfahren“, erklärt Sam Bird. „Das Team will die Gelegenheit ergreifen, ganz vorne mit dabei zu sein“, so Bird.


FE: DS Virgin nach dramatischem Finale auf Platz drei der Meisterschaft

Jean-Eric Vergne_DS_Virgin (c)DS Virgin,Citroen

Nach zehn Rennen auf vier Kontinenten mit vier Pole-Positions und vier Podiumsplatzierungen beendete DS Virgin Racing die Saison in der Formel E auf Platz drei der Teamwertung.

Der zweite Finaltag in London begann mit einer Herausforderung, da das zweite freie Training wegen eines Defekts an den Ladeeinrichtungen der Autos abgesagt wurde. Im trockenen Qualifying belegten die beiden Fahrer des Teams DS Virgin, Jean-Eric Vergne und Sam Bird, die Plätze sieben und acht. Zu Beginn des Rennens erlebten die Zuschauer eine Kollision zwischen den Titelkandidaten Lucas di Grassi und Seebastien Buemi. Ihre Verfolger machten Plätze gut, darunter Bird, der auf Platz vier vorrückte. Als das Safety-Car wieder in die Box fuhr, machte Bird Druck auf Daniel Abt im Kampf um Platz drei. Doch 27 Runden vor Rennende wurde sein Auto langsamer. „Ich habe keine Power“, funkte Bird an die Box. Wenig später musste er mit einem mechanischen Defekt am Gaspedal aufgeben. Eine bittere Enttäuschung für den Briten, der im vergangenen Jahr bei seinem Heimspiel gesiegt hatte.

Beim Boxenstopp profitierte Vergne, der zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Platz lag, von der Arbeit seines Teams. Er fuhr knapp vor Nick Heidfeld (Mahindra) auf die Strecke und sicherte sich zunächst den dritten Rang. Vergne verteidigte seine Position und es sah aus, als würde er zum zweiten Mal an diesem Finalwochenende aufs Podium fahren. Doch kurz vor der Zieldurchfahrt verlangsamte sein Fahrzeug. Durch eine Fehlkalkulation des Energieverbrauchs verlor Vergne seinen Podiumsplatz und beendete das Rennen auf Platz acht.

Die Mannschaft von DS Virgin hatte in der Saison viele Höhen und Tiefen erlebt. Doch mit vier Podiumsplätzen und vier Pole-Positions waren die Mühen der Mannschaft nicht umsonst, wie Teamchef Alex Tai betonte: „Beim letzten Rennen lief es nicht gut für uns. Doch wir haben im Laufe der Saison bewiesen, dass wir zwei fantastisch schnelle und talentierte Piloten haben. Ich möchte außerdem den Ingenieuren und Mechanikern danken, die außergewöhnlich gut gearbeitet haben. Wir wissen, dass unser Auto schnell ist, wie die vier Pole- Positions bewiesen haben. Aber wir müssen dies nun so umsetzen, dass unser Auto beständig Rennsiege feiern kann. Wir sind zuversichtlich, dass wir das im kommenden Jahr schaffen.“

Für Bird war es ein enttäuschendes Ende einer ansonsten erfolgreichen Saison. Bis zum Berlin-ePrix zählte er zu den Meisterschaftskandidaten. „Es ist schade, dass wir den dritten Platz in der Fahrermeisterschaft nicht verteidigen konnten“, sagte er. „Aber die Saison ist jetzt beendet und wenn man uns nach dem Rennen in Peking gesagt hätte, dass wir Dritte in der Teamwertung werden, hätten wir uns darüber gefreut. Es ist eine Verbesserung zur vergangenen Saison. Und jetzt müssen wir weiter Gas geben.“

Vergne war enttäuscht, dass er im letzten Rennen nicht den zweiten Podiumsplatz des Wochenendes erringen konnte. „Es ist wirklich frustrierend, dass wir am Sonntag nicht erneut aufs Podium fahren konnten. Ich habe in der zweiten Rennhälfte viel Druck gemacht. Leider hatte das Team falsch berechnet, wie viel Energie wir noch zur Verfügung hatten, aber solche Dinge passieren im Motorsport. Doch die letzten Rennen waren für mich sehr gut.“ In der neuen Saison wird der Franzose nicht mehr im Schiff von DS Virgin schwimmen. Laut ‚Motorsport.com‘ wechselt Vergne in das neu gegründeten Techeetah-Team an der Seite des Chinesen Qinghua Ma. Dessen Nachfolger im DS Virgin-Team steht noch nicht fest.

Teamdirektor Xavier Mestelan Pinon zog ebenfalls ein positives Saisonfazit: „Wir wissen, dass wir mehr erreichen können. Aber es ist ebenfalls gut, zu sehen, wie stark wir uns verbessert haben. Die Partnerschaft mit Virgin war sehr effektiv. Es ging darum zu verstehen, was beide Parteien anzubieten haben und das Beste aus beiden Welten zu nutzen. Wir müssen uns jetzt auf die neue Saison konzentrieren und ich freue mich wirklich darauf.“


FE: Showdown in London: Di Grassi oder Buemi?

Pressekonferenz Berlin Abt(c)EHirsch
Die Formel E lässt am Wochenende seine zweite Saison mit zwei Rennen in London ausklingen. Der Kurs im Battersea Park, der sich auf der Südseite der Themse gegenüber dem Stadtteil Chelsea befindet, steht zum letzten Mal der Formel E zur Verfügung. Aktivisten haben für eine Verlegung des Saisonfinales in eine andere Gegend der britischen Hauptstadt demonstriert und scheuten auch den Gerichtsweg nicht. In letzter Sekunde lenkten die Organisatoren der Formel E ein mit der Folge, dass sich die Elektrorennserie zukünftig aus dem Battersea Park zurückzieht, alle Folgeschäden beseitigt und einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag an die Parkverwaltung leistet.

Der 2,925 Kilometer lange und mit 17 Kurven gespickte Kurs wurde von dem britischen Architekten Simon Gibbons entworfen und wird 33 Runden lang entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die engen Parkwege bieten wenig Überholmöglichkeiten, wie die Vorjahresrennen eindrucksvoll zeigten. Der Kurs ist zudem sehr wellig, das Auto liegt sehr unruhig auf der Strecke. Das Qualifying nimmt also entscheidenden Einfluss auf die Rennergebnisse. Sollte noch der englische Regen hinzukommen, erhöht sich der Spannungseffekt.

Lucas di Grassi (ABT Schaeffler Audi Sport) gegen Sebastien Buemi (e.dams-Renault) lautet das heiß erwartete Duell um die Krone in der Elektrorennserie. Nach seinem Sieg vor sechs Wochen in Berlin hat Buemi ein winziges Pünktchen Rückstand auf den Führenden di Grassi. Im Vorjahr spielten an gleicher Stelle beide Akteure eine Hauptrolle im Kampf um den Premierentitel, den sich letztendlich Nelson Piquet jr (NextEV TCR) holte. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf Buemi gewann der Brasilianer den vielumjubelten Titel. Buemi gewann zwar das Samstagsrennen im Battersea Park, Platz fünf beim zweiten Rennen reichte nicht mehr für den ganz großen Wurf. Di Grassi belegte die Plätze vier und sechs, am Ende wurde der Abt-Pilot Dritter in der Meisterschaft. weiterlesen


FE: DS Virgin stärkstes Qualiyfing-Team

Sam Bird in Berlin (c)Peugeot Citroen

Nach einer starken Vorstellung von Jean-Eric Vergne beim Formel E-Lauf in Berlin rückte das Team DS Virgin Racing in der Weltmeisterschaft auf den dritten Platz vor. Vergne errang beim Gastspiel in Deutschland die vierte Pole-Position der aktuellen Saison für den DSV-01, damit ist DS Virgin Racing im Qualifying das stärkste Team. weiterlesen