Schlagwort-Archive: Daniel Abt

FE: Audi verzichtet auf Berufung gegen Hongkong-Entscheidung

Allan McNish,Formula E, Hong Kong E-Prix 2017 (c)Audi

Jetzt also doch nicht. Audi hat sich entschieden, keine Berufung gegen die Disqualifikation von Daniel Abt in Hongkong einzulegen. Der Deutsche hatte am Sonntag das Rennen der Formel E gewonnen, wurde aber nachträglich aus der Wertung genommen, weil es Abweichungen bei Teilenummern im technischen Wagenpass gegeben hatte. Damit verliert Abt seinen ersten Formel-E-Sieg.

„Wir haben uns die Zeit genommen, um alle Dokumente und Abläufe genau zu prüfen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Wir hatten durch den Formfehler im Wagenpass keinerlei Vorteil, alle Teile entsprachen zu jeder Zeit vollständig der Homologation und dem Technischen Reglement. Dennoch akzeptieren wir die Entscheidung der FIA und erkennen die Regularien rund um den technischen Wagenpass an. Unser Team hat einen kleinen Fehler mit großen Folgen gemacht, zu dem wir stehen und der Daniel um seinen hochverdienten Sieg gebracht hat. Dafür können wir uns nur entschuldigen. Ich bin mir sicher, wir sehen ihn schon bald wieder auf dem Podium.“

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FE: Audi legt Protest gegen Disqualifikation von Abt ein

Motorsportchef Dieter Gass,Formula E, Hong Kong E Prix 2017c)Audi weiterlesen


FE: Sieger Daniel Abt nachträglich disqualifiziert, Rosenqvist erbt Sieg beim Hongkong ePrix

 

Daniel_Abt_Berlin_2015 (c)Erich Hirsch

Update:

Oh Mann ist das bitter. Daniel Abt, der Sieger vom 2.Lauf in Hongkong, wurde wenige Stunden nach seinem ersten Formel-E-Sieg nachträglich disqualifiziert. Die Rennleitung entschied nach der technischen Abnahme seines Boliden, den Audi-Piloten wegen Unregelmäßigkeiten auf den Strichcode-Stickern auf Inverter und Motor vom E-Prix auszuschließen. Felix Rosenqvist erbt dadurch den Rennsieg, Sam Bird übernimmt die Führung in der Meisterschaft.

 

Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) hat es endlich geschafft. An seinem Geburtstag feierte der Kemptener seinen ersten Formel-E-Sieg. Das schönste Geburtstagsgeschenk sicherlich für den 25-Jährigen, der damit einen gelungen Einstand als Audi-Werkspilot am Wochenende hinlegte. Hinter Abt landeten Pole-Setter Felix Rosenqvist (Mahindra) und Edoardo Mortara (Venturi) auf die Plätze. Vierter wurde Mitch Evans (Jaguar) vor Jean Eric Vergne . weiterlesen


FE: Schwieriger Saisonstart für Audi in der Formel E

Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt (c)Audi

Für das neue Audi-Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler war die Premiere in Hongkong ein schwieriges Unterfangen. Daniel Abt belegte beim Saisonauftakt der Formel E in Hongkong im ersten Rennen den fünften Platz. Titelverteidiger Lucas di Grassi blieb nach einer Kollision mit Sébastien Buemi am Samstag ohne Punkte.

Die neuen Audi e-tron FE04 des Teams Audi Sport ABT Schaeffler hinterließen von Anfang an einen starken Eindruck, doch das Glück war am Samstag nicht auf der Seite der beiden AudiPiloten. Eine Rote Flagge in ihrer Qualifying-Gruppe sorgte dafür, dass sich Daniel Abt und Lucas di Grassi mit den Startplätzen vier und sechs zufriedengeben mussten. weiterlesen


FE: Audi feiert Formel-E-Premiere

FIA Formula E, race 1 Hongkong(c)Audi

Zum ersten Mal startet Audi am Wochenende (2./3. Dezember) als Werksteam mit einem vollelektrischen Rennauto im Motorsport. Die beiden Rennen in Hongkong bilden den Auftakt zur neuen Saison der Formel E, in der sich Audi als erster deutscher Automobilhersteller engagiert. Für das Team Audi Sport ABT Schaeffler sitzen Daniel Abt und Champion Lucas di Grassi am Steuer der Audi e-tron FE04.

„Die vergangenen Wochen waren für die ganze Mannschaft intensiv und aufregend“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Auf dem Programm standen die akribische Vorbereitung der vier Rennautos, Computersimulationen der verschiedensten Strategien und Situationen, Feinschliff bei allen Abläufen, die perfekte Vorbereitung der gesamten Ausrüstung, um nur einige Punkte der abgearbeiteten Liste zu nennen. „Jetzt freuen sich alle, dass es endlich an die Rennstrecke und wieder um Punkte und Pokale geht.“

Zum ersten Mal beginnt eine Formel-E-Saison mit zwei Läufen an einem Wochenende, einem sogenannten „Double-Header“: Die Fans erleben Samstag und Sonntag zwei nahezu identische Veranstaltungstage mit Training, Qualifying und Rennen. Inklusive der Zusatzpunkte für Pole-Position und schnellste Rennrunde werden insgesamt 58 Zähler vergeben. „Wir wollen von der ersten Minute an perfekt aufgestellt sein und einen guten Start in die neue Saison erwischen“, sagt Lucas di Grassi. Der Champion freut sich auf Hongkong: „Die Stadt ist großartig, die Fans enthusiastisch – das ganze Event ist ein fantastisches Spektakel.“

Die 1,860 Kilometer lange Rennstrecke führt direkt an der Hafenfront und dem berühmten Riesenrad vorbei. Der temporäre Kurs führt über sonst öffentliche Straßen und hat eine sehr lange Gerade, die eine gute Überholmöglichkeit bietet. Im Anschluss folgt ein technisch anspruchsvoller Part mit vielen engen Kurven. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Oberfläche der Strecke: Sie ändert sich im Verlauf von Asphalt zu Beton. Am Samstag werden 43, am Sonntag 45 Runden gefahren.

Audi Race Facts Hong Kong E-Prix 2017(c)Audi

Fahrer Daniel Abt kann den Start kaum erwarten: „Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet – bei Testfahrten auf der Strecke, im Simulator und bei der Vorbereitung mit den Ingenieuren. Natürlich wissen wir erst in Hongkong, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Während sein Teamkollege als amtierender Meister mit der Startnummer eins ins Rennen geht, bleibt Abt bei seiner bewährten Nummer 66. Zusätzliche Motivation für ein gutes Ergebnis: Am Sonntag feiert er seinen 25. Geburtstag.

Bei dem Formel-E-Debüt im Vorjahr erlebte das deutsche Team ein chaotisches Rennen: Sowohl das Rennauto von Daniel Abt als auch das von Lucas di Grassi wurden bereits in der ersten Runde beschädigt. Während Abt sein Auto abstellen musste, kämpfte sich di Grassi vom Ende des Feldes bis auf den zweiten Platz. Möglich war die Aufholjagd dank einer mutigen Strategie seines Teams und ausgefeiltem Energiemanagement.

Start der beiden Rennen in Hongkong ist jeweils um 15 Uhr Ortszeit (8 Uhr MEZ). In Deutschland überträgt Eurosport an beiden Tagen schon ab 7.45 Uhr live.

Zahlen, Daten und Fakten

Datum: 2./3. Dezember 2017
Streckenname: Hong Kong Central Harbourfront Circuit
Streckenlänge: 1,86 Kilometer
Kurven: 10
Topspeed: ca. 200 km/h
Schnellste/Langsamste Kurve: ca. 95/30 km/h
Bisherige Sieger: Sébastien Buemi (2016)
Bestes Resultat Audi Sport ABT Schaeffler: 2. Platz, Lucas di Grassi (2016)
Rundenrekord, Qualifying: Nelson Piquet jr., 1.03,099 Min. (2016)
Rundenrekord, Rennen: Felix Rosenqvist, 1.02,947 Min. (2016)


FE: Hans-Jürgen Abt: „Wir können kleine Nadelstiche setzen“

Hans Juergen Abt,FIA Formula E, Test Donington (c)ABT

Mit dem ersten Saisonsieg in der Formel E haben sich Lucas di Grassi und ABT Schaeffler Audi Sport wieder einen kleinen Schritt zurück in den Titelkampf gebracht. Im Interview spricht Teamchef Hans-Jürgen Abt über das dramatische Rennen in Mexiko, die Kräfteverhältnisse in der Elektro-Rennserie und seine Vorfreude auf die Rennen in Europa.

Wie haben Sie das Formel-E-Rennen in Mexiko erlebt?

„Als eines der spannendsten überhaupt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade in den letzten Runden noch irgendjemand ruhig geblieben ist. Der Mexiko ePrix hat ein kleines Stück Formel-E-Geschichte geschrieben. Ich bin stolz, dass wir mit unserem Team einen Teil dazu beigetragen haben.

Wie konnte Lucas di Grassi vom 15. Startplatz und mit einem zusätzlichen Stopp dieses Rennen gewinnen?

„Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir mit einer guten Strategie nach vorn fahren – denken Sie zum Beispiel an Hongkong, wo Lucas vom 19. Startplatz aufs Podium gefahren ist. Aber in Mexiko haben Rennfahrer und Team ihr Meisterstück abgeliefert: die Mannschaft in der Box, weil sie den Mut zu einer äußerst riskanten Strategie hatte. Die Mechaniker, weil sie bei dem außerplanmäßigen Stopp cool geblieben sind. Und Lucas di Grassi, weil er top konzentriert, fehlerfrei und mit voller Kontrolle über den Energieverbrauch seine Runden gedreht hat.“

Wäre sein Teamkollege Daniel Abt von der Pole-Position, die er nachträglich verloren hat, auch ein Kandidat für den Sieg gewesen?

„Selbstverständlich. Nicht nur mir und dem ganzen Team, auch den Fans tut es leid für Daniel. Er hat im Qualifying einmal mehr eine Wahnsinnsleistung gebracht, seinen Teamkollegen zum dritten Mal im vierten Rennen geschlagen. Im Rennen hat er elf Positionen gutgemacht und mit Platz sieben Punkte geholt. Ich weiß, er mag es nicht mehr hören, aber: Der Knoten wird platzen und bald steht er ganz oben auf dem Podium.“

Das erste Drittel der Saison ist absolviert. Wie schätzen Sie die Kräfteverhältnisse in der Formel E ein?

„Genau so, wie es viele vor der Saison prognostiziert haben: Das Feld ist viel enger zusammengerückt, viele Teams haben sich enorm gesteigert, statt drei oder vier gibt es jetzt in jedem Rennen mindestens ein Dutzend Kandidaten für den Sieg. Wie erwartet ist die Werksmannschaft von Renault das Team, das es zu schlagen gilt. Aber wir sehen: Wenn wir hart arbeiten, niemals aufgeben und noch dazu ein bisschen Glück haben, dann können wir kleine Nadelstiche setzen. Wenn eine Chance kommt, wollen wir sie nutzen.“

Nach Gastspielen in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika kommt die Formel E im Mai nach Europa. Wie groß ist die Vorfreude?

„Riesig – und nicht nur bei uns, sondern auch bei vielen Fans, Medien und Partnern. Mit dem Rennen in Monaco nimmt die Formel E endlich richtig Fahrt auf, wir fahren dann vier Rennen innerhalb von vier Wochen. Ich bin mir sicher, dass die Serie dann noch mehr Interesse auf sich ziehen wird – nicht zuletzt, weil die TV-Übertragungen dann nachmittags laufen. Mit dem Wechsel von Eurosport zu DMAX erreichen wir außerdem viele neue Zuschauer.“

Einer der Höhepunkte sind die beiden Heimrennen in Berlin am 10. und 11. Juni. Wie gefällt Ihnen das neue Streckenlayout in Tempelhof?

„Ich bin überzeugt davon, dass die Fans in Berlin ein Mega-Event erleben werden. Die erste Reaktion unserer Fahrer auf das neue Layout ist durchweg positiv, das werden spannende Rennen mit vielen Überholmanövern und reichlich Action. Auch für die Fans ist das Areal in Tempelhof ideal: Sie erleben das ganze Programm der Formel E auf engstem Raum vor einer beeindruckenden Kulisse – und hoffentlich einen starken Auftritt des deutschen Teams.“

Parallel zu den aktuellen Rennen laufen schon die Vorbereitungen für die nächste Saison. Was ist der aktuelle Stand?

„Der aktuelle Stand ist, dass unsere Ingenieure und Mechaniker in den nächsten Wochen wenig Zeit für ihre Familien haben werden und viel unterwegs sind. Unser Plan bis zum Auftakt der neuen Saison steht, alle Tests auf der Strecke und auf Prüfständen sind geplant. Ende März haben wir in Spanien schon ein paar Kleinigkeiten ausprobieren können. Richtig los geht es dann in den Wochen rund um das Rennen in Berlin. Die Zusammenarbeit zwischen Audi, Schaeffler und ABT funktioniert gut – schön zu sehen, wie alle Seiten an dem gemeinsamen Ziel arbeiten, in der Formel E auch künftig eine gute Rolle zu spielen.“


FE: Lucas di Grassi triumphiert in Mexico

AUDI SPORT ABT SCHAEFFLER FORMULA E TEAM, Lucas di Grassi (c)ABT

Das Team ABT Schaeffler Audi Sport erlebte beim vierten Lauf der Formel E ein Wechselbad der Gefühle – und ein sensationelles Happy End: Lucas di Grassi holte in einem dramatischen Rennen seinen fünften Sieg und hat sich damit zurück in den Titelkampf gefahren. Teamkollege Daniel Abt zeigte ebenfalls eine beeindruckende Aufholjagd und fuhr auf Platz sieben.

Die knapp 40.000 Fans in Mexiko-Stadt erlebten eines der dramatischsten Rennen in der noch jungen Geschichte der Elektro-Rennserie. Hauptdarsteller: Lucas di Grassi. Dank einer äußerst riskanten Strategie und dem nach eigenen Worten „besten Rennen“ seiner Formel-E-Karriere jubelte der Brasilianer schließlich doch als Sieger vor den begeisterten Fans. Ebenso wichtig: Weil Erzrivale Sébastien Buemi nur einen Zähler holte, ist der Titelkampf bei noch acht ausstehenden Rennen wieder offen.

Lucas di Grassi war nach einem verkorksten Qualifying nur vom 15. Startplatz ins Rennen gegangen und fiel nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde und dem nötigen Wechsel des Heckflügels sogar auf den letzten Platz zurück. Anschließend setzte das Team alles auf eine Karte und holte di Grassi bereits in der 18. von 45 Runden zum Autowechsel an die Box. In den verbleibenden 27 Runden lieferte der Brasilianer sein Meisterstück in Sachen Energiemanagement ab und hielt die mit deutlich mehr Power ausgestattete Konkurrenz bis zur Ziellinie hinter sich.

„Heute haben alle gesehen, was die Formel E ausmacht: Man darf niemals aufgeben, egal wie aussichtslos die Situation auch scheint“, sagt Lucas di Grassi. „Vor allem die Runden nach dem Stopp waren die vielleicht besten meiner Karriere: Ich musste mit meiner Energie haushalten und durfte keinen einzigen Fehler machen. Mein Dank geht an die Mannschaft in der Box, die mutig genug war, diese gewagte Strategie zu riskieren.“

Teamkollege Daniel Abt war der tragische Held des Mexiko ePrix: Mittags hatte der Deutsche in einem spannenden Qualifying seine zweite Pole-Position in der Formel E erobert – und wenig später unverschuldet doch wieder verloren: Die Sportkommissare attestierten einen minimal zu geringen Luftdruck und versetzten den Deutschen ans Ende des Starterfeldes. Von dort kämpfte sich Abt mit einem starken und fehlerfreien Rennen nach vorn, hielt sich aus den meisten Rangeleien heraus und sammelte im Ziel mit Platz sieben wertvolle Punkte. „Von dieser schlechten Ausgangsposition waren Punkte unser Ziel – das haben wir erreicht und damit Schadensbegrenzung betrieben“, sagt Abt. Und fügt lächelnd hinzu: „Aber natürlich ärgert es mich schon ein wenig, denn man hat an Lucas gesehen, was mit ein bisschen mehr Glück möglich gewesen wäre.“


FE: ABT ist bereit für Formel-E-Fiesta in Mexiko

AUDI SPORT ABT SCHAEFFLER FORMULA E TEAM,(c)ABT

Fiesta Mexicana. Stadionatmosphäre, Mega-City, enthusiastische Fans und eine breite Strecke für viele Überholmanöver: Der ePrix im Herzen von Mexiko-Stadt am kommenden Samstag (1. April) ist einer der Höhepunkte im Kalender der Formel E. Das Team ABT Schaeffler Audi Sport liegt mit Lucas di Grassi und Daniel Abt auf dem zweiten Platz in der Team- und Fahrerwertung.

Sébastien Buemi und sein Renault-Werksteam sind in der Formel E derzeit die Kombination, die es zu schlagen gilt. Erster Verfolger im internationalen Feld ist das deutsche Team ABT Schaeffler Audi Sport mit seinen beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi. 19 Mal stand das deutsch-brasilianische Duo in den bisher 25 ausgetragenen Rennen auf dem Podium. Für das Gastspiel in Mexiko ist das Ziel deshalb klar: perfekt aussortiert anreisen, angreifen, den kleinsten Fehler ausnutzen.

Der 2,093 Kilometer lange Kurs liegt im Herzen von Mexiko-Stadt und nutzt einen Teil des Autódromo Hermanos Rodríguez, auf dem auch die Formel 1 startet. Besonders beeindruckend ist der Abschnitt zwischen den Tribünen, die für eine stadionähnliche Atmosphäre sorgen. Anders als die Formel 1 führt der Kurs der Formel E nicht nur durch dieses Stadion, sondern schlängelt sich vor den Tribünen entlang. Auch die Podiumszeremonie findet auf einer Bühne vor den im Vorjahr fast voll besetzten Tribünen statt – ein emotionales Highlight für Fans und Rennfahrer gleichermaßen.

Tests, akribische Analyse der gesammelten Daten, Optimierung der Software, Arbeit an der perfekten Abstimmung, Vorbereitung der Piloten im Simulator – auch während der Saison überlässt ABT Schaeffler Audi Sport nichts dem Zufall. „Nur wenn wir perfekt aussortiert in den Renntag starten, haben wir eine Chance auf Pokale und Champagner“, sagt Daniel Abt. Ebenso wie sein Teamkollege freut sich der Deutsche besonders auf die einmalige Atmosphäre in Mexiko.

„Unser Ziel bleibt auch für das Rennen in Mexiko unverändert: Wir wollen um das Podium und bestenfalls um den Sieg kämpfen“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Im Vorjahr hat Lucas das Rennen souverän gewonnen, den Pokal aber anschließend wegen unseres Fehlers verloren – auch deshalb haben wir mit Mexiko noch eine Rechnung offen. Leicht wird es nicht, denn in dieser Saison gibt es in der Formel E gleich mehr als ein Dutzend Kandidaten für den obersten Platz auf dem Podium.“

In der Formel E werden Training, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden ausgetragen. Start ist um 16 Uhr Ortszeit (Mitternacht deutscher Zeit). Das Rennen in Mexiko führt über 45 Runden und wird live auf Eurosport ab 00:00 Uhr von Samstag auf Sonntag übertragen. Am Dienstag, 4. April, zeigt der Sender ab 22:00 Uhr ein einstündiges Magazin zur Formel E.


FE: Neues Berliner Streckenlayout veröffentlicht, Tickets verfügbar

Berlin track map_(c)Veranstalter

Ab sofort geht der Kartenvorverkauf für den Berlin ePrix 2017 bei Ticketmaster.de weiter. Mit einer völlig neuen Rennstrecke findet das vollelektrische Motorsport- Event auf dem historischen Flughafen Tempelhof statt. Erstmals fährt die Formel E in der deutschen Hauptstadt ein Doppelrennen, das den Zuschauern am 10. und 11. Juni gleich ein ganzes Rennwochenende voller mit Spannung und Unterhaltung bietet.

Die Runden 7 und 8 der Formel E-Meisterschaft kehren zurück an den Austragungsort der ersten Saison, jedoch auf einem mit Spannung erwarteten, neuen Streckenlayout. Auf der 2,25km langen Strecke auf dem Vorfeld des stillgelegten Flughafens, werden sich – gegen den Uhrzeigersinn – die 20 vollelektrischen Boliden zwei packende Rennen am Samstag- und Sonntagnachmittag liefern. Der neue Berliner Kurs umfasst zehn Kurven, mit der langen Geraden, mehreren Highspeed-Corners und zahlreichen filigranen Ecken zählt Tempelhof zu den wohl anspruchsvollsten im gesamten Rennkalender.

Daniel Abt, Fahrer im Team Abt Schaeffler Audi Sport sagt dazu: „Für uns als deutsches Team mit deutschen Partnern und auch für mich als deutscher Fahrer ist es eine großartige Neuigkeit, dass wir in dieser Saison gleich zwei Heimrennen fahren werden. Es ist kein Geheimnis, dass ich den Track auf der Karl- Marx-Allee im letzten Jahr sehr mochte. Aber jetzt habe ich das neue Streckenlayout für Tempelhof gesehen und kann die beiden Rennen in Berlin kaum erwarten! Die Fans werden von den besonderen Features der Strecke begeistert sein: Vor Ort kommen sie dem Renngeschehen und auch uns Fahrern sehr nahe. Die Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten und verspricht ein richtig spannendes Rennen. Ich freue mich wahnsinnig auf das heimische Publikum – wir werden in Berlin eine riesige ’48-Stunden-Formel E- Party’ für die Fans abfeiern!“

Im Video zeigt euch Daniel Abt den neuen Berliner Formel-E-Kurs:

Tickets verfügbar:

Tribünentickets für einen Renntag sind für 49,- Euro erhältlich, Senioren (60+ Jahre), Schüler und Studenten erhalten eine Ermäßigung von 10,- Euro (39,-€/Ticket). Tribünenkarten für Kinder (6-15 Jahre) kosten mit 24,50 Euro die Hälfte. Das Tribünenticket für beide Renntage kostet 79,- Euro.

Rennen Berlin 2015 (c) Adam Warner/LAT/Formula E

Der allgemeine Zugang zur Strecke und dem Allianz eVillage an einem Renntag kostet für Erwachsene nur 5,- Euro, Kinder erhalten freien Eintritt in Begleitung eines erwachsenen Ticketinhabers.
Einen besonderen Blick hinter die Kulissen können Fans bei einer Führung durch die Boxengasse werfen und den Teams bei ihren letzten Vorbereitungen auf das Rennen zuschauen. Das Ticket für den so genannten Pit Walk kostet 20,- Euro, für Kinder 10,- Euro.

Fans, die bereits im Besitz eines Tickets für das ursprünglich geplante Rennen auf der Karl-Marx- Allee sind, werden von Ticketmaster kontaktiert und erhalten ein tolles Upgrade für den neuen Austragungsort in Tempelhof.

Fans erhalten weitere Informationen zu den Ticketpreisen sowie dem Karten-Upgrade über die Homepage von Ticketmaster.de oder per E-Mail an: kundenservice@ticketmaster.de.
Link zum Ticketverkauf des Berlin ePrix 2017: http://info.fiaformulae.com/berlin-eprix


FE: [INTERVIEW 2/2] Daniel Abt: „Fahrerwechsel bei Techeetah verständlich“

Daniel Abt, Abt (c)Abt

Am Sonntag haben wir die erste Hälfte unseres Interviews mit Daniel Abt im Rahmen des jüngten Eurosport-Events veröffentlicht. Im zweiten Teil erzählt uns der deutsche Formel-E-Fahrer, wie beim letzten Lauf in Argentinien eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre, und ob der FanBoost wirklich hilft. Ferner zeigt sich Abt beeindruckt von der Entwicklung seines YouTube-Kanals und seiner Wahl zum Sportler des Jahres in seiner Heimatstadt. Auch verrät er, wie er den Fahrerwechsel beim Team Techeetah (Gutierrez für Ma) einschätzt und was er von Felipe Massa in der Formel E halten würde.

Daniel, du bist in Buenos Aires Siebter geworden. Was wäre drin gewesen, wenn das Qualifying besser gelaufen wäre?

Fakt ist, dass ich dieses Jahr sehr, sehr stark bin auf eine Runde gesehen. Bis zum Zeitpunkt des Unfalls war ich zwei Zehntelsekunden schneller als mein Teamkollege Lucas (di Grassi). Eine bessere Zeit wäre möglich gewesen. Das Auto war sehr gut an diesem Wochenende, es war definitiv unser stärkstes Wochenende, was die reine Performance des Autos angeht. Von daher war es sehr ärgerlich und auch unnötig. Ich habe einen Tick zu viel gewollt. Im Nachhinein zu sagen, was dabei herausgekommen wäre, ist immer schwer und bringt auch nichts. Das Rennen war gut, denn es war wirklich hart, von da hinten (Startplatz 16) loszufahren, weil es in der Anfangsphase immer sehr knifflig ist am Ende des Feldes. Neun Positionen gutzumachen, damit kann ich schon zufrieden sein.

Auch dank FanBoost konntest du Robin Frijns, der dir fest im Nacken saß, hinter dir halten…

Ja, das stimmt. Ich habe mir das Rennen im Nachhinein noch einmal angesehen, und der Zeitpunkt, als ich den FanBoost gezündet habe, war die letzte Möglichkeit. Was oft nicht erklärt wird: Der FanBoost funktioniert nur mit mindestens 50 Prozent Batterie-Ladestand und unter 50 Prozent gibt es nicht mehr die volle Leistung des FanBoost. Das heißt, ich habe darauf gewartet, ob er zum Einsatz kommt und auch etwas bringt. Ich habe zu meinem Ingenieur gesagt, er solle bitte Bescheid geben, wenn die letztmögliche Runde kommt und wo es sinnvoll ist, und dann habe ich ihn halt gezogen, weil ich in dem Fall musste. Aber der FanBoost war nicht zwingend nötig, um Robin hinter mir zu lassen. Er war zwar an mir dran, aber technisch nicht wirklich eine Gefahr für mich.

Aber vermutlich ist es nicht gerade angenehm, wenn drei, vier Kollegen dich jagen, oder?

Nein, das ist absolut nicht angenehm. Was halt in der Formel E anders ist, ist das Thema Energiesparen. Das Problem ist: Man sieht nicht, was die anderen Fahrer gerade machen. Ich muss mit der Box kommunizieren und fragen, welche Strategie die anderen fahren. Oftmals kommt ein Fahrer angeflogen und überholt dich. Dann fragt man sich: Bin ich jetzt viel zu langsam, oder verbraucht der andere Fahrer zu viel Energie? Das war gerade in der Anfangsphase des Buenos Aires ePrix einige Male der Fall. Einige haben mehr Energie verbraucht, und ich hatte das Gefühl, gar nicht so schnell zu sein. Aber mein Energielevel war einfach besser. Ich konnte jeweils die letzten zwei, drei Runden eines Stints unheimlich viel Boden gutmachen, das hat mir ein wenig geholfen.

Du hast nun zweimal hintereinander den FanBoost gewonnen, hilft dir dabei auch dein eigener YouTube-Kanal?

Ich hoffe es. Ich gebe da wirklich Gas und nehme das sehr ernst. Der Kanal ist neben dem Rennfahren ein sehr wichtiges Projekt. Ich versuche dabei, den Leuten die Person Daniel Abt auf verschiedenste Art und Weise näherzubringen, aber auch den Motorsport. Ich versuche, die Formel E anders zu zeigen und dem Publikum bekannter zu machen. Wenn im Gegenzug die Leute Fans werden und dann auch für mich abstimmen, ist das eine sehr, sehr schöne Sache. Ich machen den Kanal aber nicht nur wegen des FanBoost, sondern weil ich Lust darauf habe. Es bereitet mir sehr viel Freude. Das Feedback, das ich bekomme, ist gigantisch. Was da in einem Jahr entstanden ist, ist für mich Motivation genug, da mit Vollgas weiterzumachen.

Daniel_Abt_Berlin_2015 (c)Erich Hirsch

Macht es dich stolz, „Sportler des Jahres“ in deiner Heimatstadt Kempten geworden zu sein?

Ja, das war eine sehr, sehr große Ehre für mich. Ehrlicherweise war das für mich überraschend, muss ich sagen. Damit habe ich gar nicht gerechnet, als es bekannt wurde. Es macht mich natürlich sehr stolz. Kempten ist eine Kleinstadt, hat aber einige sehr gute Sportler, zahlreiche Vereine und viele Personen, die sich in den verschiedensten Sportarten engagieren. So eine Auszeichnung bedeutet mir viel und macht mich schon sehr stolz.

Wie findest du die Entscheidung, die Formel-E-Übertragung von Eurosport zu DMAX zu verlegen?

Grundsätzlich kann ich das sehr schwer beurteilen, da ich selbst kein klassischer Zuschauer bin und die Rennen nie anschauen kann (lacht). Ich glaube, es ist wichtig, dass man den Sendeplatzwechsel richtig kommuniziert, sodass die Leute auch davon wissen. Ich glaube, es ist generell wichtig, dass man fernsehtechnisch mehr für die Formel E macht. Ich bin fest davon überzeugt, dass da Luft nach oben ist. Man muss es den Leuten schmackhaft machen und gewisse Dinge näher erklären. Man sollte nicht nur die Rennen zeigen.

Ab dem Mexiko-Rennen nächstes Wochenende ersetzt Esteban Gutierrez den bisherigen Piloten Ma Qing Hua bei Techeetah. Richtige Entscheidung?

Ja, ich finde es gut. So nett der Kollege auch ist, aber Ma ist nicht auf dem Niveau der anderen Piloten gefahren. Gutierrez hat damit sofort ein starkes Auto, und er ist ein Fahrer, der sehr gut ist und einen großen Namen hat. Er kommt jetzt zu seinem Heimrennen nach Mexiko. Ich glaube, das bringt schon etwas. Ich möchte dem Ma nichts absprechen, aber aus Teamsicht ist der Wechsel verständlich. Für Gutierrez ist die Formel E ein guter Schachzug.

Massa war lange als Fahrer für die Formel E im Gespräch. Würde er der Serie guttun?

Grundsätzlich ist es gut, einen Fahrer mit hoher Bekanntheit zu bekommen. Im Endeffekt ist es seine eigene Entscheidung, ob er Formel E fahren möchte oder nicht. In erster Linie muss es für Massa stimmen. Mir oder den anderen Fahrern brächte die Verpflichtung Massas in der Formel E nichts. Wir haben schon viele ehemalige F1-Fahrer, es ist aber auch wichtig, dass der Nachwuchs ebenso zum Zug kommt. Die Serie sollte nicht nur aus Ex-Formel-1-Fahrern bestehen. Man sollte den jungen Fahrern zeigen, dass sie auch in der Formel E Karriere machen können und nicht nur die Ex-F1-Piloten. Die gesunde Mischung macht’s.