Schlagwort-Archive: Lucas di Grassi

FE: Schwieriger Saisonstart für Audi in der Formel E

Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt (c)Audi

Für das neue Audi-Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler war die Premiere in Hongkong ein schwieriges Unterfangen. Daniel Abt belegte beim Saisonauftakt der Formel E in Hongkong im ersten Rennen den fünften Platz. Titelverteidiger Lucas di Grassi blieb nach einer Kollision mit Sébastien Buemi am Samstag ohne Punkte.

Die neuen Audi e-tron FE04 des Teams Audi Sport ABT Schaeffler hinterließen von Anfang an einen starken Eindruck, doch das Glück war am Samstag nicht auf der Seite der beiden AudiPiloten. Eine Rote Flagge in ihrer Qualifying-Gruppe sorgte dafür, dass sich Daniel Abt und Lucas di Grassi mit den Startplätzen vier und sechs zufriedengeben mussten. weiterlesen

Advertisements

FE: Formel E gründet neues Gremium mit Prost, di Grassi & Co

Alejandro Ajag, CEO Formel E (c)Formel E

Die Formel E bastelt weiter an ihrer Zukunft. Kurz vor dem Saisonauftakt am kommenden Wochenende in Hongkong gab die Elektrorennserie die Gründung des Global Advisory Board mit prominenter Unterstützung bekannt.

Christiana Figueres aus Costa Rica , die Architektin des Klimaabkommen von Paris und Ex-Formel1-Champion Alain Prost leiten das neu gegründete Global Advisory Board. Unterstützung erfährt das Gremium von Formel-E-Boss Alejandro Agag, Formel-E-Champion Lucas di Grassi, SINA-Chef Charles Chao aus China, Jaguar Land Rover CMO Gerd Mauser, Ex-McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh und dem stellvertretenden Marketingleiter der Schweizer Privatbank Julius Baer (Gründungsmitglied der Formel E) Marco Parroni  als Mitglied.

Das Global Advisory Board wurde ins Leben gerufen, um die Elektrorennserie hinsichtlich Nachhaltigkeit, Medien und Wirtschaft voranzutreiben. Die Formel E dient als Schlüsselfigur zur weltweiten Verbreitung von Elektrofahrzeugen und ihrer Auswirkungen auf die Reduzierung von Emissionen.

Alain Prost, viermaliger Formel-1-Weltmeister und Co-Gründer und Teamchef von Renault e.dams, sagte: „Ich bin stolz, ein Teil dieser wachsenden Bewegung mit der Formel E zu sein und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Christiana beim Global Advisory Board. Ich war von Anfang an bei der Formel E dabei und habe aus erster Hand gesehen, wie sie gewachsen ist und sich entwickelt hat. Und das nicht nur als Meisterschaft, sondern auch mit dem Einfluss auf die Straßenautoindustrie. Ich freue mich darauf, eng mit den anderen Mitgliedern zusammenzuarbeiten und die Formel E in ihrer Führungsposition als Teil der elektrischen Revolution zu unterstützen. „

Serienboss Agag zeigt sich sehr erfreut über das neue Gremium. „Die Formel E ist mehr als nur ein Rennen, es ist eine Plattform, um Wandel zu inspirieren – eine Veränderung hinsichtlich Wahrnehmung, Haltung und Verhalten. Es ist mir eine Ehre, dass Namen wie Christiana und Alain die Leitung des neuen Global Advisory Board übernehmen, zusammen mit einer starken Mischung aus Namen in den Bereichen Medien, Marketing, Wirtschaft, Sport und Nachhaltigkeit. Ich möchte mich für ihre Teilnahme bedanken und wir hoffen, bei der Auswahl der langfristigen Ausrichtung unseres Sports auf ihre Expertise zurückgreifen zu können.“

 


FE: Audi feiert Formel-E-Premiere

FIA Formula E, race 1 Hongkong(c)Audi

Zum ersten Mal startet Audi am Wochenende (2./3. Dezember) als Werksteam mit einem vollelektrischen Rennauto im Motorsport. Die beiden Rennen in Hongkong bilden den Auftakt zur neuen Saison der Formel E, in der sich Audi als erster deutscher Automobilhersteller engagiert. Für das Team Audi Sport ABT Schaeffler sitzen Daniel Abt und Champion Lucas di Grassi am Steuer der Audi e-tron FE04.

„Die vergangenen Wochen waren für die ganze Mannschaft intensiv und aufregend“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Auf dem Programm standen die akribische Vorbereitung der vier Rennautos, Computersimulationen der verschiedensten Strategien und Situationen, Feinschliff bei allen Abläufen, die perfekte Vorbereitung der gesamten Ausrüstung, um nur einige Punkte der abgearbeiteten Liste zu nennen. „Jetzt freuen sich alle, dass es endlich an die Rennstrecke und wieder um Punkte und Pokale geht.“

Zum ersten Mal beginnt eine Formel-E-Saison mit zwei Läufen an einem Wochenende, einem sogenannten „Double-Header“: Die Fans erleben Samstag und Sonntag zwei nahezu identische Veranstaltungstage mit Training, Qualifying und Rennen. Inklusive der Zusatzpunkte für Pole-Position und schnellste Rennrunde werden insgesamt 58 Zähler vergeben. „Wir wollen von der ersten Minute an perfekt aufgestellt sein und einen guten Start in die neue Saison erwischen“, sagt Lucas di Grassi. Der Champion freut sich auf Hongkong: „Die Stadt ist großartig, die Fans enthusiastisch – das ganze Event ist ein fantastisches Spektakel.“

Die 1,860 Kilometer lange Rennstrecke führt direkt an der Hafenfront und dem berühmten Riesenrad vorbei. Der temporäre Kurs führt über sonst öffentliche Straßen und hat eine sehr lange Gerade, die eine gute Überholmöglichkeit bietet. Im Anschluss folgt ein technisch anspruchsvoller Part mit vielen engen Kurven. Eine zusätzliche Herausforderung ist die Oberfläche der Strecke: Sie ändert sich im Verlauf von Asphalt zu Beton. Am Samstag werden 43, am Sonntag 45 Runden gefahren.

Audi Race Facts Hong Kong E-Prix 2017(c)Audi

Fahrer Daniel Abt kann den Start kaum erwarten: „Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet – bei Testfahrten auf der Strecke, im Simulator und bei der Vorbereitung mit den Ingenieuren. Natürlich wissen wir erst in Hongkong, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Während sein Teamkollege als amtierender Meister mit der Startnummer eins ins Rennen geht, bleibt Abt bei seiner bewährten Nummer 66. Zusätzliche Motivation für ein gutes Ergebnis: Am Sonntag feiert er seinen 25. Geburtstag.

Bei dem Formel-E-Debüt im Vorjahr erlebte das deutsche Team ein chaotisches Rennen: Sowohl das Rennauto von Daniel Abt als auch das von Lucas di Grassi wurden bereits in der ersten Runde beschädigt. Während Abt sein Auto abstellen musste, kämpfte sich di Grassi vom Ende des Feldes bis auf den zweiten Platz. Möglich war die Aufholjagd dank einer mutigen Strategie seines Teams und ausgefeiltem Energiemanagement.

Start der beiden Rennen in Hongkong ist jeweils um 15 Uhr Ortszeit (8 Uhr MEZ). In Deutschland überträgt Eurosport an beiden Tagen schon ab 7.45 Uhr live.

Zahlen, Daten und Fakten

Datum: 2./3. Dezember 2017
Streckenname: Hong Kong Central Harbourfront Circuit
Streckenlänge: 1,86 Kilometer
Kurven: 10
Topspeed: ca. 200 km/h
Schnellste/Langsamste Kurve: ca. 95/30 km/h
Bisherige Sieger: Sébastien Buemi (2016)
Bestes Resultat Audi Sport ABT Schaeffler: 2. Platz, Lucas di Grassi (2016)
Rundenrekord, Qualifying: Nelson Piquet jr., 1.03,099 Min. (2016)
Rundenrekord, Rennen: Felix Rosenqvist, 1.02,947 Min. (2016)


FE: Champion Lucas di Grassi: Startnummer eins ist Motivation pur

FIA Formula E, 02 Kuala Lumpur (c)ABT

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Rennautos des Teams Audi Sport ABT Schaeffler bereits auf dem Weg nach Hongkong. Dort findet am 2. und 3. Dezember das Auftakt-Rennen der neuen Formel-E-Saison statt. Im Interview spricht der amtierende Champion Lucas di Grassi über seine Erwartungen, über das neue Team und die größte Konkurrenz.

Wen sehen Sie in dieser Saison als Favoriten im Titelkampf?
„Das ist in der Formel E schwer zu beantworten – vor dieser Saison ganz besonders. Ich rechne sehr stark mit Renault und Mahindra, gleichzeitig sollten wir auch Virgin, Andretti und Jaguar auf dem Schirm haben. Es gibt mindestens fünf oder sechs Teams, die Rennen gewinnen können. Mit André Lotterer, Edoardo Mortara und Kamui Kobayashi kommen zudem starke Fahrer neu dazu. Vorhersagen sind da fast unmöglich. Sicher ist nur: Es wird die am härtesten umkämpfte Saison in der bisherigen Formel-E-Geschichte.“

Was bedeutet es Ihnen, die Saison mit der Startnummer eins auf dem Auto zu bestreiten?
„Das ist ein gutes Gefühl. Denn es zeigt, dass wir in der vergangenen Saison einen guten Job gemacht und etwas Außergewöhnliches geleistet haben. Punkte gibt es dafür in der neuen Saison zwar nicht, aber es ist Motivation pur, wieder alles für den Erfolg zu geben.“

Jetzt, wo das brasilianische São Paulo im Kalender der Formel E steht, können wir uns die Frage nach Ihrem Lieblingsrennen wahrscheinlich sparen …
„Mit dem Rennen in São Paulo wird für mich ein Traum wahr. Die Stadt ist meine Heimat, meine ganze Familie und meine Freunde werden beim Rennen dabei sein. Trotzdem gibt es auch andere Städte, auf die ich mich sehr freue – Rom und Zürich zum Beispiel. Die Formel E erlebt mit neuen attraktiven Renn-Locations und neuen Herstellern gerade einen echten Boom. Sie ist für mich schon jetzt die zweitrelevanteste Rennserie nach der Formel 1. Sie erfüllt alle Voraussetzungen, um in Zukunft noch weiter zu wachsen.“

In wenigen Tagen geht es nach Hongkong. Wie groß ist die Vorfreude?
„Die Vorfreude auf den Auftakt der neuen Formel-E-Saison ist riesig. Wir haben in den vergangenen Monaten hart dafür gearbeitet, wieder mit einem siegfähigen Auto am Start zu sein. Der Übergang von einem von Audi unterstützten Team hin zu einem vollen Werkeinsatz war spannend und hat reibungslos funktioniert. Jetzt wünschen wir uns ein gutes Wochenende in Hongkong – am liebsten so erfolgreich, wie wir die vergangene Saison beendet haben.“

Wie haben Sie die Sommerpause seit dem Saisonfinale der Formel E verbracht?
„Direkt nach dem Finale Ende Juli gab es eine Menge PR-Termine, die ich aber nicht als Arbeit bezeichnen würde. Es war schön, zu sehen, wie groß das Interesse an der Formel E und unserem Titelgewinn international war. Kurz darauf haben auch schon die Testfahrten begonnen und die Arbeit mit den Ingenieuren sowie im Simulator. Höhepunkte für mich waren vor allem die beiden Rennen, die ich in der Sommerpause für Audi gefahren bin: das Legenden-Rennen im Audi Sport TT Cup in Hockenheim und der Auftritt in Macau beim GT World Cup.“Hilft der Start auf dem Stadtkurs in Macau bei der Vorbereitung auf die Formel E?
„Auto und Strecken sind zwar unterschiedlich, trotzdem schärft jedes Rennen die Sinne und trainiert Körper und Geist eines Rennfahrers. Macau ist speziell und eine tolle Herausforderung im Motorsport. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, dort wieder zu starten – auch wenn wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht hätten.“

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung auf die neue Saison der Formel E?
„Ich bin sehr zufrieden. Verglichen mit den Vorjahren, haben wir uns mit harter Arbeit und großem Einsatz eine gute Ausgangsposition verschafft. Wie viel das im Wettrennen mit der Konkurrenz am Ende wert ist, sehen wir nächste Woche in Hongkong.“

Verraten Sie uns, was das Team im Vergleich zur vergangenen Saison verbessert hat?
„Der Antriebsstrang, dessen Entwicklung in der Formel E frei ist, ist komplett neu. Außerdem haben wir das Getriebe gewechselt – von drei Gängen hin zu nur noch einem Gang. Mit dem Einstieg von Audi haben wir jetzt noch bessere Möglichkeiten, vor allem was die Arbeit im Simulator betrifft. Das ist gut und notwendig. Ich bin überzeugt: Dadurch wird das Niveau im gesamten Starterfeld noch einmal steigen.“

Sie haben 2016 in Hongkong ein verrücktes Rennen erlebt, bei dem Sie von ganz hinten gestartet und dennoch aufs Podium gefahren sind. Was erwarten Sie dieses Mal vom Saisonauftakt?
„Ich erwarte wieder ein verrücktes Rennen! Die Strecke in Hongkong ist lang, hat ein spannendes Layout und bietet viele Überholmöglichkeiten. Die Fans werden zwei aufregende Rennen sehen, da bin ich mir sicher.“


FE: Benvenuto Formel E, Lucas di Grassi elektrisiert Rom

Lucas di Grassi in Rom (c)Audi

Lucas di Grassi, Audi e-tron FE04

Benvenuto Formula E. Lucas di Grassi und der Audi e-tron FE04 haben Rom elektrisiert: Der amtierende Formel-E-Champion warb zusammen mit den Ex-Formel-E-Meistern Sebastien Buemi (edams-Renault) und Nelson Piquet jr. (Jaguar) sowie dem italienischen Formel-E-Neuling Luca Filippi vom Team NIO bei einer Demofahrt für den Lauf der Elektroserie, der am 14. April 2018 in Italiens Hauptstadt ausgetragen wird. Rom läutet die Europatournee der Elektrorennserie ein. Das Streckenlayout für die Premiere in Rom verspricht ein Rennen vor spektakulärer Kulisse.


FE: Hans-Jürgen Abt: „Wir können kleine Nadelstiche setzen“

Hans Juergen Abt,FIA Formula E, Test Donington (c)ABT

Mit dem ersten Saisonsieg in der Formel E haben sich Lucas di Grassi und ABT Schaeffler Audi Sport wieder einen kleinen Schritt zurück in den Titelkampf gebracht. Im Interview spricht Teamchef Hans-Jürgen Abt über das dramatische Rennen in Mexiko, die Kräfteverhältnisse in der Elektro-Rennserie und seine Vorfreude auf die Rennen in Europa.

Wie haben Sie das Formel-E-Rennen in Mexiko erlebt?

„Als eines der spannendsten überhaupt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade in den letzten Runden noch irgendjemand ruhig geblieben ist. Der Mexiko ePrix hat ein kleines Stück Formel-E-Geschichte geschrieben. Ich bin stolz, dass wir mit unserem Team einen Teil dazu beigetragen haben.

Wie konnte Lucas di Grassi vom 15. Startplatz und mit einem zusätzlichen Stopp dieses Rennen gewinnen?

„Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir mit einer guten Strategie nach vorn fahren – denken Sie zum Beispiel an Hongkong, wo Lucas vom 19. Startplatz aufs Podium gefahren ist. Aber in Mexiko haben Rennfahrer und Team ihr Meisterstück abgeliefert: die Mannschaft in der Box, weil sie den Mut zu einer äußerst riskanten Strategie hatte. Die Mechaniker, weil sie bei dem außerplanmäßigen Stopp cool geblieben sind. Und Lucas di Grassi, weil er top konzentriert, fehlerfrei und mit voller Kontrolle über den Energieverbrauch seine Runden gedreht hat.“

Wäre sein Teamkollege Daniel Abt von der Pole-Position, die er nachträglich verloren hat, auch ein Kandidat für den Sieg gewesen?

„Selbstverständlich. Nicht nur mir und dem ganzen Team, auch den Fans tut es leid für Daniel. Er hat im Qualifying einmal mehr eine Wahnsinnsleistung gebracht, seinen Teamkollegen zum dritten Mal im vierten Rennen geschlagen. Im Rennen hat er elf Positionen gutgemacht und mit Platz sieben Punkte geholt. Ich weiß, er mag es nicht mehr hören, aber: Der Knoten wird platzen und bald steht er ganz oben auf dem Podium.“

Das erste Drittel der Saison ist absolviert. Wie schätzen Sie die Kräfteverhältnisse in der Formel E ein?

„Genau so, wie es viele vor der Saison prognostiziert haben: Das Feld ist viel enger zusammengerückt, viele Teams haben sich enorm gesteigert, statt drei oder vier gibt es jetzt in jedem Rennen mindestens ein Dutzend Kandidaten für den Sieg. Wie erwartet ist die Werksmannschaft von Renault das Team, das es zu schlagen gilt. Aber wir sehen: Wenn wir hart arbeiten, niemals aufgeben und noch dazu ein bisschen Glück haben, dann können wir kleine Nadelstiche setzen. Wenn eine Chance kommt, wollen wir sie nutzen.“

Nach Gastspielen in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika kommt die Formel E im Mai nach Europa. Wie groß ist die Vorfreude?

„Riesig – und nicht nur bei uns, sondern auch bei vielen Fans, Medien und Partnern. Mit dem Rennen in Monaco nimmt die Formel E endlich richtig Fahrt auf, wir fahren dann vier Rennen innerhalb von vier Wochen. Ich bin mir sicher, dass die Serie dann noch mehr Interesse auf sich ziehen wird – nicht zuletzt, weil die TV-Übertragungen dann nachmittags laufen. Mit dem Wechsel von Eurosport zu DMAX erreichen wir außerdem viele neue Zuschauer.“

Einer der Höhepunkte sind die beiden Heimrennen in Berlin am 10. und 11. Juni. Wie gefällt Ihnen das neue Streckenlayout in Tempelhof?

„Ich bin überzeugt davon, dass die Fans in Berlin ein Mega-Event erleben werden. Die erste Reaktion unserer Fahrer auf das neue Layout ist durchweg positiv, das werden spannende Rennen mit vielen Überholmanövern und reichlich Action. Auch für die Fans ist das Areal in Tempelhof ideal: Sie erleben das ganze Programm der Formel E auf engstem Raum vor einer beeindruckenden Kulisse – und hoffentlich einen starken Auftritt des deutschen Teams.“

Parallel zu den aktuellen Rennen laufen schon die Vorbereitungen für die nächste Saison. Was ist der aktuelle Stand?

„Der aktuelle Stand ist, dass unsere Ingenieure und Mechaniker in den nächsten Wochen wenig Zeit für ihre Familien haben werden und viel unterwegs sind. Unser Plan bis zum Auftakt der neuen Saison steht, alle Tests auf der Strecke und auf Prüfständen sind geplant. Ende März haben wir in Spanien schon ein paar Kleinigkeiten ausprobieren können. Richtig los geht es dann in den Wochen rund um das Rennen in Berlin. Die Zusammenarbeit zwischen Audi, Schaeffler und ABT funktioniert gut – schön zu sehen, wie alle Seiten an dem gemeinsamen Ziel arbeiten, in der Formel E auch künftig eine gute Rolle zu spielen.“


FE: Lucas di Grassi triumphiert in Mexico

AUDI SPORT ABT SCHAEFFLER FORMULA E TEAM, Lucas di Grassi (c)ABT

Das Team ABT Schaeffler Audi Sport erlebte beim vierten Lauf der Formel E ein Wechselbad der Gefühle – und ein sensationelles Happy End: Lucas di Grassi holte in einem dramatischen Rennen seinen fünften Sieg und hat sich damit zurück in den Titelkampf gefahren. Teamkollege Daniel Abt zeigte ebenfalls eine beeindruckende Aufholjagd und fuhr auf Platz sieben.

Die knapp 40.000 Fans in Mexiko-Stadt erlebten eines der dramatischsten Rennen in der noch jungen Geschichte der Elektro-Rennserie. Hauptdarsteller: Lucas di Grassi. Dank einer äußerst riskanten Strategie und dem nach eigenen Worten „besten Rennen“ seiner Formel-E-Karriere jubelte der Brasilianer schließlich doch als Sieger vor den begeisterten Fans. Ebenso wichtig: Weil Erzrivale Sébastien Buemi nur einen Zähler holte, ist der Titelkampf bei noch acht ausstehenden Rennen wieder offen.

Lucas di Grassi war nach einem verkorksten Qualifying nur vom 15. Startplatz ins Rennen gegangen und fiel nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde und dem nötigen Wechsel des Heckflügels sogar auf den letzten Platz zurück. Anschließend setzte das Team alles auf eine Karte und holte di Grassi bereits in der 18. von 45 Runden zum Autowechsel an die Box. In den verbleibenden 27 Runden lieferte der Brasilianer sein Meisterstück in Sachen Energiemanagement ab und hielt die mit deutlich mehr Power ausgestattete Konkurrenz bis zur Ziellinie hinter sich.

„Heute haben alle gesehen, was die Formel E ausmacht: Man darf niemals aufgeben, egal wie aussichtslos die Situation auch scheint“, sagt Lucas di Grassi. „Vor allem die Runden nach dem Stopp waren die vielleicht besten meiner Karriere: Ich musste mit meiner Energie haushalten und durfte keinen einzigen Fehler machen. Mein Dank geht an die Mannschaft in der Box, die mutig genug war, diese gewagte Strategie zu riskieren.“

Teamkollege Daniel Abt war der tragische Held des Mexiko ePrix: Mittags hatte der Deutsche in einem spannenden Qualifying seine zweite Pole-Position in der Formel E erobert – und wenig später unverschuldet doch wieder verloren: Die Sportkommissare attestierten einen minimal zu geringen Luftdruck und versetzten den Deutschen ans Ende des Starterfeldes. Von dort kämpfte sich Abt mit einem starken und fehlerfreien Rennen nach vorn, hielt sich aus den meisten Rangeleien heraus und sammelte im Ziel mit Platz sieben wertvolle Punkte. „Von dieser schlechten Ausgangsposition waren Punkte unser Ziel – das haben wir erreicht und damit Schadensbegrenzung betrieben“, sagt Abt. Und fügt lächelnd hinzu: „Aber natürlich ärgert es mich schon ein wenig, denn man hat an Lucas gesehen, was mit ein bisschen mehr Glück möglich gewesen wäre.“


FE: Di Grassi siegt dank Strategie in Mexico

lucas-di-grassi-mit-pokal(c)Audi

In einem packenden 45-Runden-Rennen gewann Lucas di Grassi vom deutschen Abt Schaeffler vor Jean Eric Vergne (Techeetah) und Sam Bird (DS Virgin). Bester Deutscher wurde Daniel Abt als Siebter, Nick Heidfeld (Mahindra) kam auf Platz 12, Maro Engel wurde 17.

Die ‚Schnellste Maus von Mexico‘ vor 40.000 Besuchern war zweifellos di Grassi, der mit einer einmaligen Strategie und einem effizienten Energiemanagement seinen ersten Saisonsieg feierte. Von Startplatz 15 musste der Brasilianer bereits in der Anfangsphase in die Box, um seinen beschädigten Heckflügel zu wechseln. In Runde 18 kam di Grassi erneut in die Box, um auf das zweite Auto umzusteigen. Damit fuhr der Abt-Pilot 27 Runden um die 2,093 Kilometern lange Strecke und wechselte sein Arbeitsgerät sieben Runden früher als die Fahrerkollegen. Zugute kam di Grassi zudem drei Yellow Flag-Phasen, damit konnte kräftig Energie gespart werden.

Di Grassis schärfster Verfolger in der Meisterschaft Sebastien Buemi kam auf einen enttäuschenden 14.Platz. In Runde 35 musste der Schweizer den Notausgang nehmen, als er beim Überholmanöver Bremsprobleme hatte.

Großes Pech hatte Geburtstagskind Oliver Turvey (NextEV NIO), der von der Pole-Position aus bis zu Runde 13 das Feld anführte und wegen Batterieproblemen sein Auto in Führung liegend abstellen musste.

Daniel Abt lieferte erneut ein gutes Rennen und kam von Startplatz 18 auf Platz sieben. Eine kleine Entschädigung für den Kemptener, der seine Pole-Position wegen zu geringen Reifendrucks an Turvey verlor. Für Heidfeld sah es bis kurz vor Rennende ebenfalls mit einer Top Ten-Platzierung aus, doch ausgerechnet Teamkollege Rosenqvist kollidierte mit dem Mönchengladbacher.

In der Meisterschaft kam di Grassi (71 Punkte) bis auf fünf Punkte an Buemi (76 Punkte) heran. Dritter ist Nicolas Prost mit 46 Punkten.

Ergebnis Mexico 2017(c)FIAformulaE


FE: ABT ist bereit für Formel-E-Fiesta in Mexiko

AUDI SPORT ABT SCHAEFFLER FORMULA E TEAM,(c)ABT

Fiesta Mexicana. Stadionatmosphäre, Mega-City, enthusiastische Fans und eine breite Strecke für viele Überholmanöver: Der ePrix im Herzen von Mexiko-Stadt am kommenden Samstag (1. April) ist einer der Höhepunkte im Kalender der Formel E. Das Team ABT Schaeffler Audi Sport liegt mit Lucas di Grassi und Daniel Abt auf dem zweiten Platz in der Team- und Fahrerwertung.

Sébastien Buemi und sein Renault-Werksteam sind in der Formel E derzeit die Kombination, die es zu schlagen gilt. Erster Verfolger im internationalen Feld ist das deutsche Team ABT Schaeffler Audi Sport mit seinen beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi. 19 Mal stand das deutsch-brasilianische Duo in den bisher 25 ausgetragenen Rennen auf dem Podium. Für das Gastspiel in Mexiko ist das Ziel deshalb klar: perfekt aussortiert anreisen, angreifen, den kleinsten Fehler ausnutzen.

Der 2,093 Kilometer lange Kurs liegt im Herzen von Mexiko-Stadt und nutzt einen Teil des Autódromo Hermanos Rodríguez, auf dem auch die Formel 1 startet. Besonders beeindruckend ist der Abschnitt zwischen den Tribünen, die für eine stadionähnliche Atmosphäre sorgen. Anders als die Formel 1 führt der Kurs der Formel E nicht nur durch dieses Stadion, sondern schlängelt sich vor den Tribünen entlang. Auch die Podiumszeremonie findet auf einer Bühne vor den im Vorjahr fast voll besetzten Tribünen statt – ein emotionales Highlight für Fans und Rennfahrer gleichermaßen.

Tests, akribische Analyse der gesammelten Daten, Optimierung der Software, Arbeit an der perfekten Abstimmung, Vorbereitung der Piloten im Simulator – auch während der Saison überlässt ABT Schaeffler Audi Sport nichts dem Zufall. „Nur wenn wir perfekt aussortiert in den Renntag starten, haben wir eine Chance auf Pokale und Champagner“, sagt Daniel Abt. Ebenso wie sein Teamkollege freut sich der Deutsche besonders auf die einmalige Atmosphäre in Mexiko.

„Unser Ziel bleibt auch für das Rennen in Mexiko unverändert: Wir wollen um das Podium und bestenfalls um den Sieg kämpfen“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Im Vorjahr hat Lucas das Rennen souverän gewonnen, den Pokal aber anschließend wegen unseres Fehlers verloren – auch deshalb haben wir mit Mexiko noch eine Rechnung offen. Leicht wird es nicht, denn in dieser Saison gibt es in der Formel E gleich mehr als ein Dutzend Kandidaten für den obersten Platz auf dem Podium.“

In der Formel E werden Training, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden ausgetragen. Start ist um 16 Uhr Ortszeit (Mitternacht deutscher Zeit). Das Rennen in Mexiko führt über 45 Runden und wird live auf Eurosport ab 00:00 Uhr von Samstag auf Sonntag übertragen. Am Dienstag, 4. April, zeigt der Sender ab 22:00 Uhr ein einstündiges Magazin zur Formel E.


FE: Lucas di Grassi: „Gutes Wochenende für uns“

lucas-di-grassi-mit-pokal(c)Audi

Audi-Werksfahrer Lucas di Grassi hat mit einem dritten Platz in Buenos Aires seinen zweiten Tabellenrang in der Formel E behauptet. Teamkollege Daniel Abt glänzte im dritten Saisonrennen der rein elektrisch betriebenen Formel-Rennserie mit einer Aufholjagd von Startplatz 16 auf Rang sieben.

Lucas di Grassi gab dem Team ABT Schaeffler Audi Sport schon im Zeittraining einen Grund zum Jubeln: Zum ersten Mal fuhr der Brasilianer in der Formel E auf den besten Startplatz und sicherte sich damit drei Extrapunkte. Im Rennen lief es bei knapp 30 Grad im Schatten zunächst nicht nach Wunsch: Di Grassi kämpfte mit starkem Übersteuern und fiel auf Rang fünf zurück. Nach dem Fahrzeugwechsel bei Halbzeit konnte der Brasilianer wieder attackieren und sich den dritten Platz auf dem Podium holen.

Audi-Werksfahrer Loïc Duval fuhr im Team von Dragon Racing auf Rang sechs. Daniel Abt musste sich nach einem Mauerkontakt im Zeittraining mit Startplatz 16 begnügen. Mit einem starken Rennen und einer guten Strategie des Teams kämpfte sich der junge Deutsche noch auf Rang sieben nach vorn und sicherte so wichtige Punkte für die Teamwertung.

Sie haben in Buenos Aires Ihre erste Pole-Position in der Formel E geholt. Hätten Sie sich da nicht mehr erhofft als Platz drei im Rennen?
Lucas di Grassi: „Ein Podium war das Maximum, das wir erreichen konnten. Wir haben mit dem dritten Platz und der Pole-Position insgesamt 18 Punkte geholt. Es war ohne Frage ein gutes Wochenende für uns, auch wenn wir noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen haben.“

Weshalb konnten Sie die anfängliche Führung nicht verteidigen?
Di Grassi: „Es ist offensichtlich, dass die Autos mit Renault-Antrieb vor und hinter mir schneller waren. Zudem fühlte sich mein erstes Auto recht seltsam an. Ich hatte relativ wenig Grip und viel mehr Übersteuern als erwartet. Ich konnte nicht mehr tun, als bis zum Autowechsel bei Halbzeit zu warten. Das zweite Auto war dann richtig gut, ich konnte Nico (Prost) überholen und auch etwas auf Jev (Jean-Eric Vergne) aufholen. Von Platz fünf noch auf Platz drei nach vorne zu fahren, war top. Mehr war nicht möglich.“

Sie liegen weiter auf dem zweiten Tabellenrang, aber der Abstand zu Tabellenführer Sébastien Buemi ist weiter angewachsen. Was können Sie dagegen tun?
Di Grassi:Auch im vergangenen Jahr war Seb (Buemi) überlegen. Aber er hat Fehler gemacht, die wir ausgenutzt haben. In dieser Saison hat er in den ersten drei Rennen keine Fehler gemacht. Wir werden natürlich weiter versuchen, den Rückstand auf Renault zu reduzieren. Aber in der laufenden Saison sind in der Formel E nur kleine Verbesserungen möglich. Einen großen Schritt kann man nur mit einer neuen Homologation machen – und die gibt es nur von Jahr zu Jahr. Wir arbeiten bereits am neuen Antrieb für Saison vier.“

Was ist bei den nächsten Rennen möglich?
Di Grassi:In Saison drei können wir nur versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Das ist mir bisher mit dem zweiten Platz in Hongkong, Platz fünf in Marrakesch und den 18 Punkten in Buenos Aires ganz gut gelungen. Wir müssen da sein, wenn die anderen Fehler machen. Dann können wir auch Rennen gewinnen.“

Sie haben in Buenos Aires Ihre erste Pole-Position in der Formel E geholt. Haben Sie damit gerechnet?
Di Grassi:Wir versuchen immer, das Maximum herauszuholen. Die Strecke hatte wenig Grip, mir ist eine gute Runde gelungen. Dass es die Pole-Position wurde, war eine schöne Überraschung. Es war toll, das Auto auf die Pole zu stellen.“