FE: Andre Lotterer: Habe die Tragweite der Formel E nicht erkannt

Andre Lotterer,Porsche (c)Porsche

Der Deutsche Andre Lotterer zählt zu den fünf Rookies, die beim Saisonstart in Hongkong in knapp zwei Wochen ihre Formel-E-Premiere feiern. Dabei hat der 36-jährige Techeetah-Neuzugang mit der Elektrorennserie bei ihrer Premiere vor drei Jahren nicht viel anfangen können. „Anfangs habe ich natürlich wie jeder andere die Tragweite nicht erkannt“, gibt Lotterer im Gespräch mit ‚motorsport.com‘ offen zu. Das hat sich schlagartig geändert und Lotterer verrät sogar, dass er unbedingt ein Cockpit bei Techeetah haben wollte. „Alles hat sich geändert. Der Motorsport hat sich verändert. Die Welt ändert sich stetig, der Formel E gehört die Zukunft “, so Lotterer.

Als der gebürtige Duisburger noch für Audi in der LMP1 bei der WEC fuhr, stattete Lotterer der Formel E beim Saisonfinale in London 2015 einen Besuch ab. Was Lotterer dort sah, beeindruckte ihn wenig. Die Formel E käme für ihn nicht in Frage, er winkte dankend ab. Zu viel Politik und Philosophie sei seiner Meinung nach im Spiel gewesen.

Der Deutsche wechselte nach dem WEC-Ausstieg von Audi Ende 2016 zum Schwesterkonzern Porsche, wo er weiterhin in der LMP1-Klasse unterwegs war. Am vergangenen Sonntag gab Lotterer beim 6h-Stundenrennen in Bahrein seine Abschiedsvorstellung. An der Seite von Neel Jani, der beim US-Rennstall Dragon in der Formel E andockt, machte sich der Deutsche an seinem 36.Geburtstag mit Platz drei sein schönstes Abschiedsgeschenk. Jetzt schlägt Lotterer mit der Formel E ein neues Kapitel auf. „Ich war wirklich in der komfortablen Lage zuerst bei Audi, dann bei Porsche anzudocken“, sagt Lotterer. „Es waren schlechthin die Traumjobs im Motorsport. Ich hätte es wirklich nie für möglich gehalten, diese aufzugeben“, fügt der Deutsche hinzu. weiterlesen

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FE: Vorverkauf für den Berlin ePrix 2018 gestartet

Zuschauer feiern Sieger Buemi in Berlin (c)EHirsch

Die deutschen Motorsportfans der Formel E können ab sofort Tickets für den deutschen ePrix in Berlin am 19.Mai 2018 erwerben. Die Formel E hat den offiziellen Vorverkauf für das einzige Gastspiel in Deutschland gestartet. Ideal für Fans, die auf der Suche nach einem persönlichen Weihnachtsgeschenk für den Gabentisch sind. Und wer schnell ist, spart bei den vergünstigten „Early-Bird“-Tickets noch bis zum 31.12.2017 20% auf jede Ticketkategorie.

Die teuersten Plätze auf den Tribünen kosten 49 € (39,20 Euro während des „Early-Bird“-Angebots), die günstigsten Tickets gibt es schon ab 5 € (4 Euro während des „Early-Bird“-Angebots). Limitiert ist der Ticketkauf auf maximal acht Tickets pro Person. Hier geht’s online zu den Vorverkauftickets:

Für Rollstuhlfahrer bietet der Veranstalter Plätze an. Die Kosten hierfür betragen genauso viel wie reguläre Plätze. Begleitpersonen dürfen kostenlos aufs Gelände.

Wer hautnah in die Boxengasse eintauchen möchte, kann die sogenannten Pit Walk-Tickets zusätzlich erwerben. Kostenpunkt 20 € (16 Euro während des „Early-Bird“-Angebots), Kinder bis 15 Jahre zahlen 10 € (8 Euro während des „Early-Bird“-Angebots).

Stehplätze:

Stehplatz-Tickets, die General Admission Tickets, gibt es schon ab 5€ (4€ während des „Early-Bird“ Angebots). Es wird Stehbereiche geben von wo aus du die Rennstrecke sehen kannst oder du verfolgst die Action live auf der Vielzahl von Großbildleinwänden, die über das E-Village vetreilt sind.

Formel E Berlin (c)FIAFormulaE

Tribüne:

Für die, die nach einem bequemen Sitzplatz suchen, gibt es Tickets auf den Tribünen für 49€ (39,20€ während des „Early-Bird“ Angebots). Eine Ermäßigung für Studenten und Senioren über 60 ist erhältlich. Tribünen bieten uneingeschränkte Sicht auf Rennen und Großbildleinwände, welche Livebilder des gesamten Renngeschehens und die aktuellen Platzierungen zeigen.

Kids-go-free Angebot
Für den 2018 E-Prix wurde das „Kids-go-free“ Angebot ausgeweitet und beinhaltet Steh- und Sitzplatztickets. Kinder bis fünf Jahre haben grundsätzlich freien Eintritt, zwischen sechs und 15 Jahren gibt es ein Gratis-Ticket in Kombination mit dem Ticketkauf mindestens einer erwachsenen Begleitperson.

Aktivitäten abseits der Rennstrecke – das Allianz E-Village
Neben der Action auf der Rennstrecke kannst du auch das Allianz E-Village – Formel E`s ganztägiges Festival der Technologie, Unterhaltung und Innovation für Familien und Fans aller Alltergruppen – erkunden. Das Allianz E-Village beinhaltet neben Autogrammstunden eine Vielzahl von Ausstellungen und Aktivitäten, wie zum Beispiel Fahrzeuge mit modernster Elektro- und Hybrid-Technologie in der Drive Zone, die Möglichkeit gegen die Formel E-Fahrer in Gaming Zone anzutreten. Für das leibliche Wohl sorgt die „Taste Zone“ mit einer Auswahl an authentischen Ständen mit lokalen Speisen und Getränken.


FE: Mahindra: Felix Rosenqvist Titelanwärter in der neuen Saison

felix-rosenqvist(c)Mahindra

Die Formel E steht kurz vor dem Startschuss in die vierte Saison. Wenn am 2. und 3.Dezember beim Auftakt in Hongkong die Startampel auf Grün schaltet, zählen der amtierende Champion Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) und sein Erzrivale Sebastien Buemi (edams-Renault) zu den heißesten Titelfavoriten.

Sam Bird ( DS Virgin) und Ex-Formel-1-Pilot Jean-Eric Vergne (Techeetah) gehören ebenfalls in den Kreis der engeren Titelanwärter.  In diese Phalanx möchte aber auch das Team Mahindra einbrechen. Wenn es nach Teamchef Dillbagh Gill geht, soll es sein Pilot Felix Rosenqvist richten. „Innerlich glaubt er, kann er ein Titelanwärter für die Meisterschaft sein, denn er ist darauf vorbereitet“, sagt Gill gegenüber dem Fachportal ‚e-racing365.com‘.

Mit seinem Schützling Rosenqvist kann das indische Team bisher mehr als zufrieden. Der Schwede war in der abgelaufenen Saison der mit Abstand beste Rookie. Ein Sieg beim ersten Rennen in Berlin, drei Pole Positions in Marrakesch, Berlin und Montreal und in der Gesamtwertung auf Platz drei sprechen eine deutliche Sprache für den 26-Jährigen.

Rosenqvist hat sich in der Formel E etabliert, der Durchbruch ist gelungen. Jetzt will der Mahindra-Pilot mehr, der Titel ist im Visier des unerschrockenen Schweden. Dennoch mahnt Gill zur Vorsicht. „Felix war letzte Saison wegen einiger Fehler, die er beispielsweise in Hong Kong und New York machte, sehr aufgebracht. Er sagte uns, diese Fehler müssen ausgemerzt werden, wenn er ein Titelanwärter sein möchte.“  Der indische Teamchef hält große Stücke auf Rosenqvist und zählt ihn  zu den Titelkandidaten. „Er weiß, er kann dort mitmischen, aber er muss sich auf bestimmte Dinge fokussieren wie beispielsweise seine permanenten Bremsfehler in den Rennen. Jeder kennt sein Talent und seine Fähigkeiten, er holt alles aus dem Auto heraus“, so Gill.

Dabei setzt Mahindra auch auf die Stärke von Rosenqvists Teamkollegen Nick Heidfeld. Beide Piloten bilden ein sehr starkes Duo und konnten in der abgelaufenen Saison Platz drei in der Teammeisterschaft erringen. Gill geht davon aus, dass seine Schützlinge in der kommenden Saison noch stärker auftrumpfen. „Felix und Nick inspirieren sich gegenseitig und es gibt großen Respekt untereinander“, so Gill. „Sie arbeiten gut zusammen, obwohl sich buchstäblich eine Kluft zwischen ihrer Generation auftut. Ihre ganze Lebenseinstellung ist ziemlich unterschiedlich“, ergänzte Gill.

Große Anerkennung erfährt Rosenqvist von seinem erfahrenen Teamkollegen Heidfeld. „Felix war seit langer Zeit der erste Teamkollege, der mich geschlagen hat – nach Punkten, aber auch nach meinem Gefühl“, sagte der Deutsche im Interview mit ‚Motorsport-Magazin.com‘. „Felix hat einen besseren Job gemacht als ich. So etwas musste ich in meiner Karriere bislang nur selten sagen. Das spornt mich natürlich zusätzlich an. Gleichzeitig ist es toll, so eine Herausforderung zu haben“, gab Heidfeld offen zu.

Beide Fahrer wollen in der kommenden Saison mit dem Team noch weiter nach oben und ziehen an einem Strang. „Felix weiß, wo er nicht so stark ist und schaut sich eine ganze Menge von Nick ab“, so Gill gegenüber ‚e-racing365.com‘. „Nick begann zu verstehen, wie schnell man das Auto am Limit bewegt. Felix hat dies sofort sehr schnell gezeigt“, unterstreicht der indische Teamchef.

Gill gibt offen zu, dass Heidfeld seine Leistungen im Qualifying verbessern muss. Teamkollege Rosenqvist war von 12 Rennen neunmal besser platziert als der Deutsche. Doch die Art und Weise, wie Heidfeld an ein Rennwochenende mit den verschiedenen Sessions herangeht, beeindruckt den Inder sichtlich. „Beispielsweise will er unbedingt sagen, dass er im Freien Training nicht seine volle Leistung abrufen kann. Aber er ist von sich so überzeugt und die Richtung, in die er mit dem Auto arbeitet, verdient Respekt. Ein Fahrer mit solch einer Erfahrung. Er ist sehr clever und sehr überlegt, wie er sich herantastet“, so Gill.

Beste Aussichten also, dass der indische Rennstall in dieser Saison Audi & Co Paroli bietet.


FE: Edoardo Mortara gewinnt Macau GT-Finale

Edo Mortara,Maro Engel (c)Mercedes

Edoardo Mortara hat den Klassiker von Macau gewonnen. Beim GT-Finale feierte der Venturi-Pilot im Mercedes-AMG GT3 einen Start-Ziel-Sieg vor Ex-Andretti-Pilot Robin Frijns, der im Audi R8 LMS unterwegs war. Dritter wurde Mortaras Teamkollege Maro Engel, der ebenfalls einen Mercedes-AMG GT3 pilotierte. Beide Venturi-Piloten auf dem Siegerpodest, was für eine herausragende Leistung.

Der enge Guia-Stadtkurs liegt Mortara, der bereits zum vierten Mal das GT-Finale für sich entschied. Mortara blickt mit zwei Siegen in der Formel 3 (2009, 2010) und jetzt vier Siegen im GT3-Bereich (2011, 2012, 2013 im Audi ) auf eine sehr beeindruckende Rennhistorie beim Macau Grand Prix zurück. Der Italiener, der für Mercedes in der DTM fährt, gewann sein erstes Rennen für seinen neuen Arbeitgeber und das in beeindruckender Manier. Trotz zwei Safety-Car-Phasen und teilweise feuchter Piste ließ sich der 30-Jährige nicht beirren und behielt am Ende knapp die Nase mit 0,618 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Frijns vorne. Beste Einstimmung also für den neuen Venturi-Piloten, der in zwei Wochen beim Formel-E-Auftakt in Hongkong seine Premiere an der Seite von Engel feiert. Der Deutsche, der sich 2015 im Mercedes SLS AMG GT3 zum Weltmeister krönte, konnte seinen dritten Platz aus dem Vorjahr wiederholen.

Überhaupt war die Formel E prominent in Macau vertreten. Der amtierende Champion Lucas di Grassi im Audi R8 LMS,  Felix Rosenqvist im Ferrari 488 und Tom Blomqvist im  BMW M6 GT3 zählten zum 20-köpfigen Starterfeld. Akzente setzen konnte sie aber nicht.

Di Grassi schied nach einer Berührung der Streckenbegrenzung aus. Mahindra-Pilot Rosenqvist und Blomqvist  verpassten hingegen das Hauptrennen in Macau. Ihre Arbeitsgeräte wurden bei der spektakulären Massen-Karambolage am Samstag so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Einsatz am Sonntag nicht möglich war. 14 von 20 GT-Fahrzeuge waren bei dem Massenunfall im Qualifikationsrennen verwickelt.

Fotocredit: Mercedes

 

 


FE: Wird Felipe Massa das nächste Zugpferd der Formel E?

Felipe Massa (c)Erich Hirsch

(c)Erich Hirsch

Noch-Formel1-Pilot Felipe Massa könnte schon bald in die Formel E wechseln. Wie Serienverantwortlicher Alejandro Agag dem Fachportal ‚e-racing365‘ sagte, feiert der Brasilianer seine Premiere in der Elektrorennserie möglicherweise früher als geplant. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich Agag den 36-Jährigen Massa in der Formel E wünscht und machte sich in der Vergangenheit immer wieder stark für den 268-fachen Grand-Prix-Piloten.

Massa bestreitet noch ein Formel1-Rennen für Williams beim Saisonabschluss nächste Woche in Abu Dhabi, dann ist nach 15 Jahren Formel 1 endgültig Schluss in der Königsklasse.

„Felipe ist ein absoluter Wunschpilot von mir, der ein überaus talentierter Rennfahrer ist. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er in Saison fünf bei uns fährt, aber es liegt nicht in meinen Händen, es liegt an den Teams“, sagt Agag. „Er wäre eine fantastische Bereicherung für die Meisterschaft, für Saison vier ist es vielleicht schon zu spät, da die Formel 1 noch bis Ende November fährt“, ergänzte der spanische Boss der Formel E.

Die Hoffnung auf einen baldigen Einstieg von Massa in die Formel E hat Agag jedoch noch nicht aufgegeben. „Wer weiß, irgendetwas könnte unvermutet passieren und das bereits schon zur kommenden Saison. Wenn die Umstände es erlauben, würden wir ihn bei uns gerne sehen“, so Agag.

Massa selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Formel E eine Option nach seiner Formel1-Karriere sei. Erfahrung hat der elffache Grand-Prix-Gewinner mit der Elektrorennserie bereits gemacht. Im Formel-E-Boliden von Jaguar drehte der Brasilianer seine ersten Runden in Sizilien im Februar 2016 und hatte offenbar viel Spaß daran.

 


FE: Kamui Kobayashi fährt für Andretti in Hongkong

Kamui Kobayashi (c)Andretti

Der Japaner Kamui Kobayashi wird für Andretti den Saisonauftakt in Hongkong am 2. und 3.Dezember bestreiten. Das bestätigt der US-Rennstall heute vormittag in einer Pressemitteilung. Der ehemalige Formel-1-Pilot, der insgesamt 76 Grand Prix in der Königsklasse des Motorsports bestritt, feiert seine Formel-E-Premiere und wird an der Seite von Antonio Felix da Costa für das Team von Michael Andretti an den Start gehen. Laut Nennliste der FIA war der Brite Tom Blomqvist mit der Startnummer 27 für Hongkong vorgesehen, doch der US-Rennstall hat sich anders entschieden. Sehr ärgerlich für BMW-Werkspilot Blomqvist, der sich schon auf seine Formel-E-Premiere freute. Kobayashi ist vorerst nur für die beiden Rennen in Hongkong gesetzt. Ob danach Blomqvist ins Andretti-Cockpit steigt, bleibt offen.

Offenbar spielte das Engagement des japanischen Sponsors MS&AD Insurance eine wesentliche Rolle für die Verpflichtung Kobayashis, die einen japanische Piloten bevorzugen. Der 31-Jährige fährt aktuell in der WEC für Toyota und ist dort Teamkollege von edams-Renault-Pilot Sebastien Buemi. „Zuerst möchte ich mich bei Michael Andretti, dem ganzen Team und MS&AD Insurance für die wunderbare Gelegenheit bedanken, beim Hong Kong ePrix zu starten“, sagt der Japaner. „Andretti isat eine der weltweit bekanntesten Rennsportfamilien und ich bin daher sehr erfreut mein Formel-E-Debüt unter Andretti zu geben. Ich gehe ohne Testmöglichkeit in das bevorstehende Rennwochenende, das die Sache  nicht gerade einfach macht, um ehrlich zu sein.  Das Team unterstützt mich auf allen Fronten, es besteht daher kein Anlaß zur Sorge. Ich freue mich ehrlich auf zwei erfolgreiche Rennen“, fiebert Kobayashi seiner Formel-E-Premiere entgegen.

Teambesitzer Michael Andretti ist ebenfalls angetan von dem Deal: „Wir sind sehr erfreut, beim Saisonauftakt in Hongkong einen Piloten des Kalibers von Kobayashi ins Auto mit der Startnummer 27 zu bekommen. Er bewies bereits in der Formel 1 und der WEC sein Können. Die Formel E ist für ihn folgerichtig der perfekte nächste Schritt. Es ist für uns erfreulich, dass wir einen der beliebtesten japanischen Piloten und eine der größten Unternehmen in Japan, MS&AD Insurance, miteinander vereinen können. Die Leidenschaft der japanischen Fans ist unglaublich und wir gehen schwer davon aus, dass wir das in Hongkong bei seinem Debüt erleben.“

 


FE: Franco Chiocchetti nimmt Abschied von Abt

Franco Chiocchetti (c)Erich Hirsch

Der amtierende Formel-E-Champion Lucas di Grassi muss sich einen neuen Renningenieur suchen. Denn sein bisheriger Ingenieur Franco Chiocchetti verlässt überraschend das Audi Sport ABT Schaeffler Team. Der 43-Jährige hatte mit seiner großen Kompetenz maßgeblichen Anteil am ersten Titelgewinn für di Grassi und dem Abt-Team in der abgelaufenen Saison. Chiochettis Know-How floss in die Entwicklung des Siegerautos ABT Schaeffler FE02 ein, der in Zusammenarbeit mit Schaeffler konstruiert wurde. Di Grassis Renningenieur galt als Schlüsselfigur in der Audi-Mannschaft für die kommende Titelverteidigung.

Chiochetti fungierte zuletzt zwei Jahre lang als Technischer Direktor in der Abt-Mannschaft und betreute parallel di Grassi als Renningenieur. 17 Jahre lang stand der gebürtige Südafrikaner im Dienst bei Abt, viele Jahre in der DTM im Einsatz unter anderem als Fahrzeugingenieur von Tom Kristensen, Timo Scheider und Edoardo Mortara.

Der Abschied des begnadeten Ingenieurs erfolgt erst im neuen Jahr, beim Saisonauftakt Anfang Dezember in Hongkong steht Chiochetti der Audi-Werksmannschaft noch zur Verfügung. Neue Pläne von Chiochetti sind bisher nicht bekannt. Der zukünftige Renningenieur von di Grassi steht noch nicht fest, der Posten des Technischen Direktors wird nach einer internen Übergabe neu vergeben.

 


DTM: Hersteller präsentieren ihre Fahrzeuge beim Super-GT-Saisonfinale auf dem „Twin Ring Motegi“

motegi-jpn-dtm-meets (c)BMW

Vier Wochen nach dem Finale der DTM-Saison 2017 in Hockenheim war der BMW M4 DTM an diesem Wochenende im Fernen Osten unterwegs: Die drei in der DTM engagierten Hersteller begeisterten die zahlreichen Fans beim Saisonfinale der Japanese Super GT Championship in Motegi und präsentierten die Tourenwagenserie dort den japanischen Zuschauern und Teams. Dies war ein Gegenbesuch der DTM, nach dem die Super-GT-Hersteller bereits beim Finale in Hockenheim zu Gast gewesen waren. Für Audi drehte Loic Duval die Runden, bei Mercedes saß Maro Engel am Steuer.

BMW Motorsport war mit dem BMW Driving Experience M4 DTM vor Ort. Eingesetzt wurde das Fahrzeug vom BMW Team RBM, am Steuer saß BMW DTM-Fahrer Augusto Farfus. Die DTM war prominent ins Wochenend-Programm der Super GT Championship eingebunden: Am Freitag gingen die Fahrzeuge für eine exklusive halbstündige Session auf die Strecke, am Samstag und Sonntag gab es zudem gemeinsame Ausfahrten mit der Super GT. Zudem nahmen die DTM-Autos vor dem Rennen am Sonntag an der Paraderunde teil, die in der japanischen Meisterschaft traditionell direkt vor dem Start erfolgt.

„Es war ein fantastisches Wochenende, und wir wurden von den japanischen Organisatoren, Teams und Fans sehr herzlich willkommen geheißen“, sagte Farfus. „Ich kenne Japan bereits aus meiner Zeit in der Tourenwagen-WM und habe auch in der Super GT Championship selbst schon Rennen bestritten, jeweils zusammen mit Jörg Müller im BMW M6 GT3 vom BMW Team Studie. Ich liebe Japan, die Fans hier sind einfach großartig und etwas ganz Besonderes. Deshalb hat es mir riesigen Spaß gemacht, in Motegi mit dem BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen und den japanischen Zuschauern und den Teams die DTM näher vorzustellen.“

Die Fans an der Strecke bekamen auch die Möglichkeit, sich den BMW M4 DTM aus nächster Nähe anzusehen: in einem eigens für die DTM errichteten Zelt im Fahrerlager sowie während der „Pitwalks“ am Samstag und Sonntag direkt in der Boxengasse. Abgerundet wurde das Programm durch mehrere Autogrammstunden, bei denen Farfus als einer der Publikumslieblinge für unzählige Selfies zur Verfügung stand. Auch die Super-GT-Teams zeigten großes Interesse an den Besuchern aus Europa und tauschten sich intensiv mit den DTM-Gästen aus.


FE: Sponsoring von Hugo Boss in der Formel E

Mercedes-Boss_Toto_Wolff (c)Helmut Ulrich

(c)Helmut Ulrich

Die Formel E hat der Königsklasse Formel 1 einen prominenten Sponsoringpartner weggeschnappt. Wie das Nachrichtenmagazin ‚Focus‘ meldet, beendet der deutsche Modekonzern Ende des Jahres sein jahrzehntelanges Engagement in der Formel 1 und wechselt stattdessen in die Formel E. „Natürlich ist die Formel 1 die Königsklasse im Rennsport, aber die Formel E ist innovativer und nachhaltiger“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Hugo Boss Mark Langer gegenüber dem Focus.

Der Modekonzern sponserte über viele,viele Jahre das britische McLaren-Team, seit 2015 unterstützt das schwäbische Unternehmen das Mercedes-Formel1-Team (links im Bild Mercedes-Boss Toto Wolff). Offenbar bietet die Elektrorennserie mit dem Einstieg weiterer deutscher Hersteller wie Audi,BMW, Mercedes und Porsche dem Modekonzern eine zukunftsträchtigere Plattform. „Der Antrieb, die Rennen in den Großstädten, das gefällt einem jüngeren Publikum und eröffnet neue Möglichkeiten“, nennt Langer die Gründe für den Wechsel.


Monetäre Gründe seien daher nicht verantwortlich für den Ausstieg aus der Formel 1 gewesen, betonte der Manager. „Aber nach vielen Jahren in der Formel 1, eigentlich seit Jochen Mass in den Siebzigern, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, what?s the next thing? Was kommt als Nächstes?“, so Langer. Nicht nur mehr Hersteller schielen inzwischen in Richtung Formel E, auch für finanzkräftige Unternehmen wird die junge Rennserie zu einer lukrativen Werbeplattform.

FE: Eurosport erweitert sein TV-und Streaming-Angebot

Daniel Abt bei Eurosport(c)Eurosport Motorsport Launch

Eurosport hat kürzlich seine Partnerschaft mit der Formel E für drei weitere Jahre verlängert und wird in Saison vier alle 14 Rennen live übertragen. Der Sportsender weitet sein TV-und Streaming-Angebot kontinuierlich aus. Gute Nachrichten also für die deutschen Fans, die im Free-TV auf Eurosport1 und im kostenpflichtigen Eurosport Player alle Rennen live sehen können.

Wer den umfassenden ePrix mit Shakedown, freien Training, Qualifying und das Rennen live verfolgen möchte, muß auf den kostenpflichtigen Eurosport Player zurückgreifen. Neu im TV-Programm von Eurosport sind die Qualifyings, die live oder zeitversetzt auf Eurosport1 oder Eurosport2 gezeigt werden.

Der Münchner Sender möchte hierzulande den Bekanntheitsgrad der Elektrorennserie weiter steigern. Daher gibt es am Dienstag vor jedem ePrix-Wochenende ganz neu eine Vorschau auf das bevorstehende Rennen. Los gehts erstmals am 29.November ab 21:00 Uhr. Doch damit nicht genug. Dienstags nach jedem Rennen strahlt Eurosport wie bisher alle Highlights des Wochenendes in einer einstündigen Zusammenfassung aus. Wer immer noch nicht genug Formel E bekommen kann, darf sich auf Video on Demand freuen. Dort können alle Sessions und die Vor-und Nachberichte der Magazinsendungen abgerufen werden.

Hinter den Mikros bei Eurosport sitzen nach wie vor Kommentator Oliver Sittler und Co-Kommentator Jan Seyffahrth, die bereits in der letzten Saison die deutschen Fans begleiteten.

Der Startschuß für die vierte Formel-E-Saison fällt am 2. Dezember in Hongkong, wo es das erste von insgesamt drei Doppelrennen in der Saison mit je einem Rennen am Samstag und Sonntag gibt. Eurosport1 zeigt das Qualifying zeitversetzt ab 07.00 Uhr früh, das Rennen wird live ab 07.45 Uhr, also 15 Minuten vor Rennbeginn, übertragen.

Hongkong ePrix 2017 auf Eurosport1 im Free-TV:

Dienstag, 29. November 2017
21:00 Uhr – Formel-E-Vorberichterstattung auf das Rennen

Samstag, 2. Dezember 2017
7:00 Uhr – Qualifikation (Aufzeichnung)

7:45 Uhr – 1. Rennen (live)

Sonntag, 3. Dezember 2017
7:00 Uhr – Qualifikation (Aufzeichnung)

7:45 Uhr – 2. Rennen (live)

Dienstag, 5. Dezember 2017
23:30 Uhr – Alle Highlights der beiden Rennen im Formel-E-Magazin