DTM: Ekström gewinnt Sonntagsrennen in Budapest, Wittmann auf Titelkurs

Marco Wittmann, BMW (c)Erich Hirsch

Mattias Ekström hat beim 16. DTM-Saisonrennen 2016 auf dem Hungaroring in Ungarn gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Der Schwede, DTM-Champion 2004 und 2007, gewann das Sonntagsrennen souverän vor seinem Audi-Markenkollegen Adrien Tambay. Nach 36 Runden überquerte Ekström 4,350 Sekunden vor dem Franzosen die Ziellinie und feierte seinen ersten Saisonsieg, den 22. seiner DTM-Karriere. „Ich hatte heute ein fantastisches Auto und musste für den Sieg gar nicht hart arbeiten“ erklärte der Schwede im Ziel. „Meistens musste ich in diesem Jahr hart kämpfen – und wurde am Ende nicht belohnt. Das war heute anders.“ weiterlesen


Karrierechance: Porsche Carrera Cup Deutschland

Porsche Cup Deutschland (c)Erich Hirsch

Porsche fahren gehört zu den drei Dingen, die Frau und Mann mal erlebt haben muss. Nicht ohne Grund träumten schon Generationen von Kindern beim Spielen mit der Porsche-Carrera-Bahn davon, später auch einmal hinter dem Steuer eines Porsche 911 zu sitzen. Jetzt können künftige Motorsportler ihren Traum wahr werden lassen.
Im Rahmen des Saisonfinales des Porsche Carrera Cup Deutschland finden erstmalig die „Experience Days – Inside Porsche Carrera Cup Deutschland“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an internationale Motorsportler, die Interesse daran haben, in der Saison 2017 im Porsche Carrera Cup Deutschland an den Start zu gehen. Während des Rennwochenendes sowie am darauffolgenden Montag können Rennfahrer das Markenpokal-Konzept kennenlernen und Fahrpraxis im Porsche 911 GT3 Cup sammeln. Weitere Informationen sowie die Anmeldeformulare können unter der Email-Adresse carrera-cup@porsche.de angefordert werden.

Die Teilnehmer reisen zum Saisonfinale des Porsche Carrera Cup Deutschland (15.-16. Oktober) nach Hockenheim und bekommen am Samstag und Sonntag einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Rennserie. Gemeinsam mit einem Team verbringen sie die Renntage an der Strecke und können sich die Abläufe vor Ort genau anschauen. Am Montag, 17. Oktober, dürfen die Interessenten dann selbst am Steuer des 460 PS starken GT-Renners Platz nehmen und einige Test-Runden drehen. Zudem lernen sie alle Möglichkeiten kennen, die der Markenpokal seinen Teilnehmern zu bieten hat – vom umfangreichen Betreuungsangebot durch die Porsche Organisation, über das Vermarktungspotenzial bis hin zu den Karrierechancen.

Die Teilnahmegebühr für die Experience Days beträgt 1.500 Euro und beinhaltet neben den Einblicken in das Team das gesamte Wochenendprogramm (Informationen, Zugangstickets, Hospitality für den Fahrer und eine Begleitperson) rund 45 Minuten Fahrzeit pro Teilnehmer am Testtag.


DTM: Edoardo Mortara verkürzt mit viertem Saisonsieg Abstand zur DTM-Spitze

Motorsports: DTM race Budapest (c)Hankook

Edoardo Mortara hat in der DTM beim Kampf um die Meisterschaft wertvollen Boden gut gemacht. Der Audi-Pilot gewann am Samstag das erste von zwei Rennen am Hungaroring und liegt damit in der Fahrerwertung nur noch 14 Zähler hinter Spitzenreiter Marco Wittmann (BMW), der Platz sieben belegte. Auf dem neuen Asphalt der kurvenreichen 4,381 Kilometer langen Strecke feierte Mortara seinen insgesamt vierten Saisonsieg.

Der Kampf um die Meisterschaft in der DTM spitzt sich zu. Nach seinem souveränen Start-und-Ziel-Sieg im viertletzten Rennen der Saison 2016 auf dem Hungaroring hat Mortara (Audi) seine Ambitionen auf den DTM-Titel unterstrichen. Der Pole-Setter überquerte am Samstag nach 26 Runden ungefährdet als Erster die Ziellinie und ist mit seinem vierten Saisonsieg bis auf 14 Zähler auf Tabellenführer Marco Wittmann herangekommen.

Hinter Mortara belegte dessen Markenkollege Jamie Green Rang zwei und hat damit als Dritter der Fahrerwertung ebenfalls noch Chancen auf den Meistertitel. Den letzten Podiumsplatz sicherte sich Miguel Molina, ebenfalls Audi. Spitzenreiter Marco Wittmann betrieb erfolgreich Schadensbegrenzung. Der BMW-Pilot, auf Rang zehn ins Rennen gegangen, riskierte in der ersten Kurve viel, bremste spät und machte so gleich drei Plätze gut. Mit Rang sieben und sechs Punkten war der 26-Jährige gleichzeitig bester BMW-Pilot. Stärkster Fahrer von Mercedes-Benz war Felix Rosenqvist als Achter, sein Markenkollege Robert Wickens hat nach Platz zehn und einem Rückstand von 55 Punkten auf die Spitze kaum noch Titelchancen.

Der Titelkampf in der DTM-Saison 2016 bleibt somit weiter spannend. Erst beim Saisonfinale am Hockenheimring in drei Wochen entscheidet sich endgültig, wer die DTM-Krone erhält. Das zweite DTM-Rennen an diesem Wochenende startet am Sonntag um 15:10 Uhr. Zuvor entscheidet sich im Qualifying ab 12:50 Uhr die Startreihenfolge für das 16. Saisonrennen.


Formel E: Saisonfinale New York-Streckenlayout enthüllt

formel-e-in-new-york (c)FIAformulaE

Ich war noch niemals in New York… Der Evergreen des unvergesslichen Udo Jürgens gilt ab sofort nicht mehr für die Formel E. Die Elektrorennserie wird ihr großes Saisonfinale im Stadtteil Brooklyn im Juli 2017 abhalten. Großer Meilenstein also für die Formel E. Bei einem großen Presseevent direkt im Hafen von New York am Brooklyn Cruise Terminal präsentierte Serienorganisator Alejandro Agag das Streckenlayout für den New York ePrix im kommenden Jahr. Der 1.947 Kilometern lange Kurs umfasst 13 Kurven, gespickt mit schnellen Kurven, einigen Haarnadelkurven, mehreren Geraden und zahlreichen Überholmöglichkeiten.

Anwesend bei der Vorstellung waren der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio, FIA-Präsident Jean Todt und Serienbotschafter Lucas di Grassi (ABT Schaeffler Audi Sport). Die Formel E fährt Mitte Juli 2017 (genauer Termin ist noch nicht fixiert) ein Doppelrennen im Hafen von Brooklyn, wo im Hintergrund das Finanzzentrum Manhattans, die Wall Street und das bekannteste Wahrzeichen der Welt – die Freiheitsstatue schimmert.

Agag gelang damit ein Geniestreich, die Formel E innerhalb von vier Jahren seit der Gründung 2013 im Big Apple zu etablieren. Keine andere Motorsportserie weltweit schaffte es bisher, in New York ein Rennen auszutragen. Vor allem Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone wird mit den Zähnen knirschen, der seit Jahren vergeblich versucht, in New York Fuß zu fassen.

agag-in-new-york (c)FIAformulaE

„In New York City zu fahren, ist für uns ein historischer Moment – nicht nur für die Formel E, sondern für den gesamten Motorsport“, freut sich Agag. „Es hebt die Philosophie der Formel E hervor, elektrischen Rennsport in die großartigsten Städte weltweit zu bringen. Als wir damals angefangen haben, haben wir es uns nicht träumen lassen, eines Tages mit der Formel E in New York, das wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen weltweit hat, zu fahren. Ich möchte allen Beteiligten herzlichst danken. Die Elektroserie werde für „viele weitere Jahre“ im Big Apple bleiben“, versprach der Spanier.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat der Formel-E-Virus offenbar schon infiziert. „New York City ist eine Stadt, wo Technology, Nachhaltigkeit und Handel aufeinderprallen. Wir sind sehr begeistert, neue Heimstätte der Formel E zu sein.“

new-york-fe-streckenlayout (c)FIAformulaE

Begeistert zeigen sich auch die Formel-E-Protagonisten. Serienbotschafter di Grassi schlug in die gleiche Kerbe wie Agag und de Blasio. „Für mich und meine Fahrerkollegen wird ein kleiner Traum wahr, in New York zu fahren“, sagt der Abt-Pilot. „Glückwunsch an die Formel E, die so hart dafür gekämpft hat, diesen Traum wahr werden zu lassen. Wenn ich mir nur vorstelle, aus der Boxengasse die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan zu sehen. Fahrerisch wird New York ein Highlight, die Strecke besteht aus einen Mix aus schnellen Abschnitten, Haarnadelkurven und einem engen Infield direkt am Wasser“, so der Brasilianer.

Formel-E-Meister Sebastien Buemi kann es kaum erwarten, im Big Apple seine Runden zu drehen. “New York ist eine der großartigsten Städte weltweit. Ich glaube, es wird ein aufregendes Event, besonders mit dieser Kulisse. Ich gehe davon aus, dass es einer der spektakulärsten Strecken ist, die wir bisher gefahren sind. Die Formel E sprengt Grenzen, mit Hongkong, Paris und Berlin haben wir wirklich den aufregendsten Rennkalender, den der Motorsport je gesehen hat“, ergänzt der Schweizer.


Formel E: Antonio Felix da Costa sagt der DTM ‚Servus‘, Fokus liegt in der Formel E

Freude_bei_Felix da Costa (c)FIAformulaE

Sag beim Abschied leise Servus… Antonio Felix da Costa verläßt die DTM-Bühne. Der DTM-Pilot in Diensten von BMW legt seinen Fokus zukünftig auf die Formel E. Paukenschlag Nummer zwei für das BMW-Schnitzer-Team, denn zuletzt gab der Rosenheimer Martin Tomczyk, Teamkollege von Felix da Costa, seinen Rücktritt zu Saisonende bekannt. Der Schnitzer-Pilot verabschiedet sich zum Saisonende aus der DTM und wird sich fortan zunächst auf sein Engagement in der Formel E mit dem Team MS Amlin Andretti konzentrieren. Felix da Costa bleibt BMW als Werksfahrer erhalten, er wird im GT-Sport der Münchner zum Einsatz kommen. Zudem könnte der bayerische Hersteller künftig ja auch stärker in der Formel E auftauchen.

„Ich bin sehr glücklich, dass ich BMW während der vergangenen drei Saisons in der DTM repräsentieren durfte“, meint Felix da Costa. „Die Serie ist extrem hochkarätig und erfordert von den Fahrern großes Können. Ich habe mich von Beginn an wohl gefühlt und 2014 auf Anhieb eines der besten ersten Qualifyings eines DTM-Rookies absolviert. Ich hatte viele gute Momente in der DTM, vor allem natürlich meinen Sieg und die Pole-Position.“

Die Zukunft des Portugiesen liegt also in der Elektrorennserie, der Formel E. „Ich habe die Zusammenarbeit mit meinen Teamkollegen sehr genossen“, führt Felix da Costa weiter aus. „Allerdings muss man sich voll auf die DTM konzentrieren, um dort dauerhaft erfolgreich zu sein. Daher habe ich mich entschieden, mich auf die Formel E zu fokussieren. Außerdem freue ich mich darauf, Teil eines zukünftigen internationalen Projekts von BMW zu sein, das ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung und sehr froh, auch weiterhin als BMW-Werksfahrer an Bord zu bleiben.“

Der 35-Jährige heuerte für die am 9. Oktober in Hongkong beginnende Formel-E-Saison beim US-Rennstall Andretti an, nachdem er zwei Saisons für das inzwischen aufgelöste Aguri-Team antrat. Ein Sieg in Buenos Aires zählte zum bisher größten Erfolg in seiner Vita. Der Andretti-Pilot  feierte 2014 sein Debüt für BMW Motorsport in der DTM und ging parallel als Test- und Ersatzfahrer für das Formel-1-Team von Red Bull Racing auf die Strecke. Seit der Premierensaison 2014/15 ist Felix da Costa auch in der Formel E unterwegs. Der Pilot aus Cascais absolvierte in der DTM zunächst zehn Rennen für das Team MTEK, ehe er vor der Saison 2015 zu Schnitzer aus Freilassing wechselte, für das er bis heute antritt. Seinen größten Erfolg feierte er am 12. Juli 2015 in Zandvoort. Dort krönte er einen perfekten Rennsonntag mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Zuvor hatte er sich die erste und einzige Pole-Position seiner DTM-Karriere gesichert.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt hält große Stücke auf Felix da Costa. „Die Fans werden Antonio mit Sicherheit vermissen“, sagt Marquardt. „Mit seiner spektakulären Fahrweise hat er in der DTM für Furore gesorgt. Zwar geht die Zeit von Antonio und BMW in der DTM zu Ende, aber wir werden weiterhin gemeinsam unterwegs sein. Darüber bin ich sehr glücklich, denn er ist mit viel Talent ausgestattet und einer der besten Racer, die ich kenne. Immerhin hat er während seiner insgesamt kurzen DTM-Zeit einen Rennsieg geschafft – das können nicht viele von sich behaupten. Ich bin mir sicher, dass er uns und den Fans von BMW Motorsport auch in Zukunft noch sehr viel Freude bereiten wird.“

Es würde mich nicht wundern, wenn sich die Wege von Felix da Costa und BMW in der Formel E in den nächsten Jahren erneut kreuzen.


DTM: Auf Stadtrundfahrt durch Budapest

green,farfuss,di-resta-in-budapest (C)ITR,DTM

Der Pre-Event zum achten DTM-Wochenende der Saison 2016 in Budapest hat unvergessliche Bilder geliefert. Am Donnerstagmittag donnerten die Boliden von Audi, BMW und Mercedes-AMG durch die Straßen der ungarischen Hauptstadt. Vor der Stadtrundfahrt hatten sich die Protagonisten bereits in der Nähe des Heldenplatzes ihren Fans präsentiert: Jamie Green, Nico Müller (beide Audi), Augusto Farfus, Tom Blomqvist (beide BMW), Maximilian Götz und Paul Di Resta (beide Mercedes-AMG) schrieben unzählige Autogramme und erfüllten gerne die mittlerweile obligatorischen Selfie-Wünsche.

DTM_Budapest (c)ITR,DTM

Alles in allem war der Auftritt in der Innenstadt der Donau-Metropole ein gelungener Start in das Rennwochenende. Auf dem Hungaroring stehen die Rennen 15 und 16 auf dem Programm. Die DTM biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade der Saison 2016 ein.


DTM: Titelkampf spitzt sich zu

Motorsports / DTM 3. race Hungaroring (c)ITR,DTM

Jetzt oder nie – ein Motto, das sich gleich drei Piloten auf dem Hungaroring groß auf die Fahnen schreiben werden. Jamie Green, Robert Wickens und Edoardo Mortara haben in der ungarischen Hauptstadt keine Wahl. Sie müssen alles geben, um den DTM-Spitzenreiter Marco Wittmann auf der Zielgeraden noch abzufangen. Die nächste Gelegenheit dazu haben sie vom 23. bis 25. September, wenn die DTM auf dem Hungaroring in Budapest ihre Saisonrennen 15 und 16 austrägt. Der Vorteil liegt bei Marco Wittmann, denn der DTM-Champion von 2014 hat in Ungarn die Chance, sich vorzeitig den zweiten DTM-Titel seiner Karriere zu sichern – die Konkurrenz wird jedoch alles in die Waagschale werfen, um dies zu verhindern. Den Fans steht ein packendes Motorsport-Wochenende ins Haus, das durch die Auftritte des Audi Sport TT Cups, der Porsche Platinum GT3 Cup Challenge sowie den GT4 Europacup-Piloten im Rahmenprogramm zusätzliche Würze erhält. weiterlesen


Formel E: FanBoost-Voting künftig nur noch via Social Media?

FanBoost_Grid (c)FormulaE

Der FanBoost, ein Alleinstellungsmerkmal der Formel E, könnte zur anstehenden Saison neu ausgerichtet werden. Wie die Website ‚formulaspy.com‘ meldet, erfolgt das Fan-Voting möglicherweise künftig nur noch über sozialen Medien. Fans könnten demnach nur noch auf den Social-Media-Kanälen Twitter und Instagram via Hashtag voten. Die Abstimmung über die offizielle FanBoost-Website der Formel E oder die offizielle App für Smartphone und Tablet (iOS/Android) soll dagegen wegfallen. Bestätigt wurde von offizieller Seite aber noch nichts.

Mit einer völligen Verlagerung auf die sozialen Medien würde der Serienveranstalter auf die heftige Kritik reagieren, die auf das Team um Serienchef Alejandro Agag in der abgelaufenen Saison niederprasselte. Beim Saisonfinale in London gab es offenbar starke Manipulationen. „Wir führen darüber aktuell Gespräche, nur noch soziale Medien zu nutzen. Es würde die Kritiker verstummen lassen“, sagt Agag.

Dabei geht es um mehr Sicherheit für ein faires Voting und darum, die Kontrolle zurückzugewinnen. Eine wichtige Variable in der Rechnung ist allerdings China: „Ich denke, einige Mitarbeiter in meinem Team wollen mehr Kontrolle. Wenn wir aber nach China kommen (Saisonstart am 9. Oktober in Hongkong) und nur die soziale Medien nutzen, wäre das eine echte Herausforderung“, so Agag. Die westlichen sozialen Medien sind in China nur schwer erreichbar.

Zu den schärfsten Kritikern des bisherigen Votings zählt Vizechampion Lucas di Grassi. Der Brasilianer beklagte sich lautstark, dass Teams Bots auf der Formel-E-Website nutzten, um mehr Stimmen für ihre Piloten zu generieren. Beim Saisonfinale in London plädierte der Abt-Pilot daher für die Abschaffung der bisherigen Zählweise und sprach sich für eine reine Abstimmung via Social Media aus. Laut di Grassi wäre damit eine höhere Transparenz gegeben.

Für Agag verlief das Voting dagegen absolut sauber: „Ich rege mich nicht wirklich darüber auf, da ich glaube, dass man sich natürlich beklagt, wenn man den FanBoost nicht bekommt. Für mich war es ziemlich fair. Vielleicht gab es ein paar Ungereimtheiten in manchen Dingen, aber insgesamt war es in Ordnung.“

Der Kritik von di Grassi entgegnete der Spanier vehement: „Lucas – einer der Fahrer, die sich beklagt haben -, hat fünfmal das Voting gewonnen und räumte den FanBoost-Award ab. Von daher glaube ich, es war alles okay“, so Agag.

Spätestens beim Saisonauftakt am 9.Oktober in Hongkong wissen wir, wir das FanBoost-Voting abläuft.


WEC: Porsche gewinnt 6h in Austin

porsche-919-in-der-lmp1 (c)Porsche

Im spannenden 6h-Thriller von Austin gewann Porsche das Langstrecken-Rennen von Austin. In der Hitzeschlacht in Texas feierten Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard auf den Porsche 919 ihren dritten Sieg hintereinander. Nach dem Sieg am Nürburgring und zuletzt in Mexico machten Webber& Co mit dem Erfolg in der Hitze von Texas den Hattrick perfekt.

Audi konnte ihre Dominanz nicht in einen Sieg ummünzen und musste sich mit Platz zwei zufriedengeben (Lucas di Grassi/Loic Duval/Oliver Jarvis). Dritter wurde das Werksteam von Toyota (Mike Conway/Kamui Kobayashi/Stephane Sarrazin), damit standen alle drei LMP1-Hersteller auf dem Podium. Lange Zeit sah es so aus, dass Audi die Nase vorn behält, doch in der zweiten Rennhälfte drehte sich das Blatt zugunsten von Porsche. Eine Gelbphase brachte den Umschwung, denn kurz zuvor war die in Führung liegenden Audi-Piloten in der Box. Kein passendes Timing für die Ingolstädter, während Porsche die Gelbphase geschickt zum Boxenstopp nutzte.

„Es war ein schwer verdienter Sieg, hart erkämpft“, sagte ein strahlender Sieger Bernhard, der für Porsche den Schlussstint hinlegte. 23 Sekunden Vorsprung hatten die Titelverteidiger am Ende. „Wir haben ein tolles Team und haben perfekt zurückgeschlagen. Das Auto lief bis zum Schluß perfekt“, ergänzte der Saarländer.  weiterlesen


Erneut Gold für Alessandro Zanardi

zanardi-in-rio(c)BMW

Alessandro Zanardi hat seiner Sammlung von Paracycling-Erfolgen eine weitere Goldmedaille hinzugefügt. Am Freitag gewann der BMW-Ambassador mit dem italienischen Nationalteam die Handbike-Teamstaffel bei den Paralympischen Spielen von Rio de Janeiro. Zanardi und seine Teamkollegen Vittorio Podesta und Luca Mazzone gingen schon früh in Führung und bauten sie kontinuierlich aus. Nach 32 Minuten und 34 Sekunden überquerte Zanardi überschwänglich jubelnd die Ziellinie. Er hatte einen deutlichen Vorsprung von 47 Sekunden auf die Staffel aus den USA, die sich die Silbermedaille sicherte. Dabei ließ sich Zanardi auf seiner letzten Runde auch nicht von einem unerwarteten Hindernis in Form eines Hundes auf der Strecke ablenken. Bronze ging an Belgien.

Für Zanardi war es der krönende Abschluss erfolgreicher Tage in Rio. Drei Rennen in drei Tagen, zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille – so lautet seine beeindruckende Bilanz. Am Mittwoch hatte der 49-Jährige das Einzelzeitfahren in der Handbike-Kategorie H5 gewonnen, am Donnerstag belegte er im Straßenrennen dieser Kategorie den zweiten Rang, und bei seinem letzten Auftritt triumphierte er mit dem Nationalteam in der Teamstaffel. Insgesamt hat Zanardi nun sechs Paralympische Medaillen gewonnen: viermal Gold und zweimal Silber. Vor allem der Gewinn der Silbermedaille am Donnerstag war ein besonderer Tag. Denn vor genau 15 Jahren, am 15. September 2001, verlor Zanardi bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring beide Beine. Er bezeichnet diesen Tag häufig als seinen „zweiten Geburtstag“, weil er diesen schweren Unfall überlebt hat. weiterlesen