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FE: Nelson Piquet jr:“Mexico ein besonderes Rennen“

Nelson Piquet Jr - NextEV NIO Formula E Team_(c)NextEV

Der Formel-E-Champion aus der Premierensaison Nelson Piquet jr kommt immer besser in Schwung. Während in der abgelaufenen Saison es ein Jahr zum Vergessen für den Ex-Champion war, erzielte der Brasilianer zuletzt in Buenos Aires mit Platz fünf sein bestes Saison-Ergebnis. Schon beim Auftakt in Hongkong ließ Piquet jr mit der Super Pole aufhorchen und belegt aktuell im Gesamtklassement Platz neun. Im Interview vor dem Mexico ePrix spricht der NextEV-Pilot über seine Ziele für das Rennen, welche Streckenabschnitte er besonders mag und welchen Einfluß die mexikanischen Fans auf seine Leistung haben.

Welche Hoffnungen hast du für das Mexico-Rennen?

Piquet: „Es ist immer ein wenig schwierig genau zu wissen, wie es sein wird. Wie jedes Rennwochenende rechnen wir damit, dass es ein gutes wird. Jedes Rennwochenende ist eine Herausforderung, aber wir glauben, wenn alles past und wir in perfektes Rennen haben, können wir an die Top Drei anklopfen und versuchen, unser erstes Podiumsergebnis seit Saison eins zu erzielen.“

Welche Sektionen des Kurses magst du besonders oder sind sehr herausfordernd?

Piquet:: „Es gibt viele Bremspunkte in den Kurven wie die zweite oder die letzte Schikane. Wir versuchen Energie zu rekuperieren, diese Sektoren machen es allerdings ein bisschen schwierig. Der beste Abschnitt ist das Stadion vollgepackt mit den Zuschauern und du kannst die jubelnde Menschenmenge während des Rennens hören.“

Was glaubst du wird das aktuelle Auto unter Rennbedingen auf dem Kurs in Mexico leisten?

Piquet: „Es ist nicht so einfach auf dieser Strecke zu überholen. Wenn wir ein gutes Auto haben, sollte es machbar sein. Wenn die Strecke wegen der Temperature ein wenig leichter zu fahren ist, wird es ein wenig leichter für alle, lassen wir uns überraschen.“

Die mexikanischen Fans sind begeisterte Motorsportfans, wieviel beeinflußt dich das und deine Leistung im Rennen?

Piquet: „Es ist immer großartig, begeisterte Fans zu haben und die Formel E ist wirklich gut in Mexico im letzten Jahr aufgenommen worden. Für die Fans war es unglaublich. Nur in einem Formel-E-Boliden kannst du die Masse hören wenn sie jubeln. Daher ist es ein besonderes Rennen.“

Wie fokussierst du dich auf die Meisterschaft und was machst du während der ePrix?

Piquet: „Die Rennen waren im ersten Saisondrittel ziemlich weit verstreut, aber das beeinflußt meinen Fokus nicht. Ich kann es kaum erwarten im Auto in Mexico zu sitzen. Dann übersiedeln wir nach Europa, da sind die Rennpausen kürzer. Seit Buenos Aires ist es für mich ein ziemlich anstrengender Monat gewesen. Ich habe Testfahren im Hinblick auf die Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) unternommen, wo ich auch dieses Jahr antrete. Dann habe ich mehrere Simulatortests mit NextEV Nio im Hinblick auf den Mexico ePrix absolviert.“


FE: Venturi mit modifizierten Getriebe und Dillmann in Mexico

Tom Dillmann(c)Venturi

Die Formel-E-Meisterschaft macht erneut Station in Südamerika. Zum vierten Rennen der Saison am 1. April reist das Venturi GP Formel-E-Team nach Mexiko. Inmitten der Hauptstadt Mexiko Stadt liegt die traditionsreiche Rennstrecke ‚Autodromo Hermanos Rodriguez’, auf der die beiden Stammfahrer des monegassischen Teams, Stephane Sarrazin und Maro Engel, erstmals mit einem abgeänderten Getriebe in ihren Elektro-Formelfahrzeugen an den Start gehen werden.

Technische Veränderungen während der laufenden Saison werden in der Formel E sanktioniert, so dass Sarrazin und Engel in der Startaufstellung für das Rennen jeweils um zehn Positionen zurückversetzt werden. „Das überarbeitete Getriebe sollte uns bereits in Mexiko mehr Zuverlässigkeit gegenüber dem bisher eingesetzten bringen“, sagt Gildo Pallanca Pastor, Teameigner von Venturi GP. „Die Rückversetzung um zehn Positionen in der Startaufstellung ist hart“, ergänzt Sarrazin, der trotzdem zuversichtlich ist: „Wir haben derartige Situationen in der Vergangenheit gemeistert und werden das auch in Mexiko schaffen.“

Die Rennstrecke in Mexiko Stadt hat Kultcharakter. Der 1959 eröffnete Kurs im Osten der Neun-Millionen-Metropole war von 1963 bis 1970, 1986 bis 1992 sowie 2015 und 2016 Austragungsort des Großen Preises von Mexiko der Formel 1. In die Siegerlisten haben sich Jim Clark und Graham Hill genauso eingetragen wie Alain Prost und Ayrton Senna. Die Formel E debütierte 2016 auf dem ‚Autodromo Hermanos Rodriguez’, zu dessen Besonderheit ein 1,6 Kilometer langer Ovalkurs zählt. Die Formel E nutzt eine 2,1 Kilometer lange Variante mit Infield.

„Ich freue mich auf das bevorstehende Rennwochenende“, sagt Engel. „Die Mexikaner gelten als sehr enthusiastisches Publikum – tolle Stimmung ist fast schon garantiert.“ Die Pause seit dem dritten Lauf in Buenos Aires (Argentinien) am 18. Februar verbrachten Team und Fahrer produktiv. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, uns noch besser auf das Fahrzeug einzustellen“, sagt Engel. „ Ich denke, wir haben durch unsere Performance im Allgemeinen gute Chancen, die Rückversetzung im Rennen zu kompensieren. Wir wollen punkten.“

Aufgrund einer Terminüberschneidung mit dem offiziellen Vorsaisontest der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC), reist eine Reihe von Formel-E-Piloten, darunter Stephane Sarrazin, verspätet in Mexiko an. Den sogenannten Shakedown am Freitag – eine Trainingssitzung – absolviert daher Tom Dillmann. Der Franzose ist amtierender Champion der Formel V8 3.5 und Ersatzfahrer von Venturi GP in Mexiko. „Wir sind froh, dass Tom uns beim Shakedown aushelfen wird“, sagt Marc Gindorf, Teilhaber des Venturi GP Rennstalls. „Er verfügt über viel Erfahrung im Formelrennsport und wird uns in Abwesenheit von Stephane wichtige Daten liefern.“


DTM: Neues Format mit zwei gleichwertigen Rennen pro Wochenende

Der Countdown zur DTM-Saison 2017 läuft: In weniger als 40 Tagen startet die DTM mit einem angepassten Format in die Saison. Das neue sportliche Reglement sieht zwei gleich lange Rennen pro Veranstaltungswochenende mit jeweils einem vorgeschriebenen Boxenstopp vor – nur zwei Gründe, warum sich die Fans der Serie in diesem Jahr auf noch mehr DTM-Action freuen können. In Kombination mit den technischen Neuerungen – die neuen Boliden von Audi, BMW und Mercedes-AMG Motorsport haben über 500 PS Leistung, weniger Abtrieb und sind damit anspruchsvoller zu fahren – stehen die Zeichen auf Vollgas für eine spannende und abwechslungsreiche DTM 2017.

Zwei gleichwertige Rennen pro Wochenende

Jeder der 18 Wertungsläufe führt in der bevorstehenden Saison über die Distanz von 55 Minuten plus eine Runde. Somit verlängert sich die Renndauer eines Wochenendes gegenüber dem Vorjahr um zehn Minuten. „Das neue Format fordert Teams und Fahrer stärker als bisher zu abwechslungsreichen Strategien und perfekter sportlicher Leistung. Den Zuschauern soll die DTM dadurch an beiden Tagen des Rennwochenende mehr spektakuläre Rennen und Unterhaltung bieten“, sagt ITR-Vorstand Florian Zitzlsperger.

Zudem wird der Einsatz von Heizdecken verboten, wodurch die Fahrer ihre Reifen sowohl beim Start als auch nach dem Boxenstopp erst auf die optimale Temperatur bringen müssen. Champion Marco Wittmann freut sich über diese Neuerungen: „Die Boxenstopps mit Reifenwechsel in beiden Rennen bringen in Verbindung mit den neuen Reifen von Hankook und dem Verbot von Reifenheizdecken deutlich mehr taktische Möglichkeiten und werden hoffentlich für mehr Überholmanöver auf der Strecke sorgen. Für unsere Fans und für uns Fahrer bedeuten diese Änderungen ein deutliches Plus an Action auf der Strecke.“ Die Anzahl der Slick-Reifen ist pro Rennwochenende auf acht Sätze limitiert und mit dem neuen Rennformat wurden auch die Regeln für die Boxenstopps deutlich vereinfacht. In diesem Jahr gibt es keine Vorschrift mehr, wann die vier Reifen bei einem Stopp gewechselt werden müssen – der Boxenstopp kann nach der ersten und muss vor der letzten Rennrunde absolviert werden, was den Teams viele taktische Möglichkeiten eröffnet.

Teams bei den Boxenstopps deutlich mehr gefordert

Die Boxenstopps erhalten in der kommenden Saison einen höheren Stellenwert: Die Teams müssen die Reifenwechsel während der Rennen mit deutlich weniger Personal als bisher durchführen und dürfen dabei lediglich zwei Schlagschrauber einsetzen – je einer pro Fahrzeugseite. Pro Auto sind nur noch acht Mechaniker bei einem Boxenstopp zugelassen. Die Standzeit der Autos wird sich dadurch zwangsläufig verlängern und jeder einzelne Mechaniker bekommt zusätzliche Aufgaben und somit mehr Verantwortung als bisher.

Vier Stunden Tracktime für die DTM-Fahrzeuge

Die DTM-Boliden von Audi, BMW und Mercedes-AMG Motorsport sind nun noch länger auf der Strecke zu sehen: neben den beiden Rennen weiterhin in den Freien Trainings – jeweils über 30 Minuten am Freitag, am Samstag und am Sonntag – sowie in den beiden Qualifyings über je 20 Minuten. In Summe ergibt sich so eine Gesamtfahrzeit von vier Stunden am Rennwochenende.

Die DTM-Saison 2017 startet am Wochenende vom 5. bis 7. Mai traditionell auf dem Hockenheimring in die neue Saison.


FE: BMW i in Mexico: Kluge Strategie entscheidend

Antonio Felix da Costa vor Mexico (c)BMW

Am 1. April geht die FIA Formula E Championship 2016/17 in Mexiko City in ihre nächste Runde. BMW Werksfahrer Antonio Felix da Costa und Robin Frijns sitzen auch beim Mexico City ePrix am Steuer der beiden MS Amlin Andretti ATEC-002. Zum zweiten Mal in Folge ist das ‚Autódromo Hermanos Rodríguez’, ein einzigartiger Stadionkurs, ein Teil des Formel E Kalenders.

Die Herausforderung

Nachdem der Saisonauftakt in Hongkong mit zwei Punkteplatzierungen vielversprechend verlaufen war, hatte das MS Amlin Andretti Team in den Rennen zwei und drei kein Glück. In Marrakesch und Buenos Aires blieb die Mannschaft von Michael Andretti jeweils ohne Meisterschaftszähler. Das Ziel für Mexiko ist damit klar: Punkte. Das Rennen findet auf dem ‚Autódromo Hermanos Rodríguez‘ statt, das sich aus Baseballstadion und Rennstrecke zusammensetzt. Der Kurs verläuft zwischen hohen Tribünen, so entsteht eine unverwechselbare Atmosphäre. Das Layout ähnelt dem jener Streckenvariante, die beim Großen Preis von Mexiko befahren wird. Zudem ist es mit 2.500 Metern die höchstgelegene Strecke im Rennkalender.

Für das MS Amlin Andretti Team werden eine kluge Strategie und ein guter Start seiner Fahrer entscheidend sein, um in diesem Rennen gute Platzierungen erreichen zu können. Spannende Rennen sind in der Formel E garantiert. Sich aus dem Getümmel herauszuhalten und einen sauberen ePrix zu fahren, ist einer der Schlüssel zum Erfolg.

Das Team

MS Amlin Andretti schickt in Saison 3 den ATEC-002 ins Rennen und tritt mit Félix da Costa und Frijns in seinen beiden Fahrzeugen an – Frijns mit der Startnummer 27 und Félix da Costa mit der Startnummer 28. BMW bringt seine Kompetenz unterstützend in das US-amerikanische Team ein, das zum ersten Mal einen eigenen Antriebsstrang verwendet. In den ersten beiden Saisons war die Mannschaft von Andretti mit der Standard-Technologie der Formel E gefahren.

Die Erwartungen

Antonio Felix da Costa:
„Ich freue mich darauf, nach Mexico City zurückzukehren. Es ist eine coole Stadt. Durch das Stadion zu fahren, fühlt sich fantastisch an – das kann man mit nichts vergleichen. Es werden viele Zuschauer vor Ort sein und jede Menge Lärm machen, wirklich wie in einem Fußballstadion. Die Pause nach dem letzten Rennen war lang, hat uns aber gut getan. Das Rennen in Buenos Aires ist enttäuschend verlaufen. Deshalb war es gut, das abzuhaken und als Team entsprechend zu reagieren. Ich denke, das ist uns gut gelungen. Die Hausaufgaben, die wir vor dem Rennen in Mexiko geleistet haben, werden sich auszahlen. Die Strecke könnte uns ganz gut liegen. Es ist ein schwieriger Kurs. Die Höhenlage macht es zudem zur härtesten Strecke der Saison, die Luft ist unheimlich dünn. Wir dürfen uns so wenig Fehler wie möglich erlauben. Dann können wir auch auf Punkte hoffen.“

Robin Frijns: „Im vergangenen Jahr sind wir in Mexico City von Platz 14 gestartet und konnten das Rennen letztlich auf dem fünften Rang beenden. Es ist eine fantastische Strecke, auf der gute Duelle möglich sind. Es fühlt sich immer toll an, dort zu fahren und die vielen Zuschauer vor Ort zu sehen. Wenn man ins Stadion kommt, kann man all die Fans sehen und hören, die gekommen sind, um sich das Rennen anzuschauen. Das Wochenende in Buenos Aires hat uns wichtige Informationen geliefert, und wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet, um das Auto weiter zu verbessern. Unser Ziel ist es, das Rennen mit beiden Autos in den Punkten zu beenden und an die Leistungen aus Hongkong anzuknüpfen.“

Die Strecke

Austragungsort des Mexico ePrix ist das Autódromo Hermanos Rodríguez, das nach den berühmten Rennfahrerbrüdern Pedro und Ricardo benannt wurde. Dabei handelt es sich um die einzige permanente Rennstrecke im Rennkalender der Formel E. Der Streckenverlauf umfasst zwei lange Haarnadelkurven, die ein Oval bilden, sowie zahlreiche Kurven innerhalb des Hauptkurses. Anders als andere FIA Meisterschaften fährt die Formel E auch die anspruchsvolle Peraltada-Kurve. Im Bereich der Strecke befindet sich ein Baseballstadion, ehemaliges Heimstadion der 16-maligen mexikanischen Champions „Diablos Rojos del Mexico“, das Fahrern und Zuschauern eine einzigartige Atmosphäre bietet und zahlreichen Fans in den einzelnen Kurven rund um das Infield Platz bietet. Mit 2.500 Metern über dem Meeresspiegel ist es zudem die höchste Strecke im Rennkalender.


FE: DS Virgin Racing will in Mexiko punkten

Sam Bild und Jose maria Lopez_(c)DS Virgin

Trotz des zweiten Platzes von Sam Bird in Marrakesch spiegelt der Saisonbeginn noch nicht die wahren Fähigkeiten von DS Virgin Racing wider. Nachdem Sam Bird in Hongkong Siegchancen hatte und beide DS Virgin Racing Piloten in den freien Trainings in Buenos Aires Bestzeiten setzten, will das Team in Mexiko-Stadt Punkte einfahren. Dabei zählt der Rennstall auf die Leistungsfähigkeit seines Rennwagens DSV-02 und seiner Fahrer.

Der ePrix von Mexiko findet auf der 2,094 Kilometer langen, 17 Kurven umfassenden Rennstrecke Autódromo Hermanos Rodríguez statt. Insgesamt sind 45 Runden zu absolvieren. Mit 2.500 Metern über dem Meeresspiegel handelt es sich um die höchstgelegene Rennstrecke der Saison und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h zugleich um die zweitschnellste.

In der vergangenen Saison erreichte Sam Bird den sechsten Rang mit lediglich drei Sekunden Rückstand auf einen Podiumsplatz. „Trotz eines schwierigen Laufs in Buenos Aires fahre ich voller Zuversicht nach Mexiko“, erklärt Sam Bird. „Ich glaube an das Team und an unser Auto. Wenn es uns gelingt, eine gute Startposition zu erobern, ist das Podium in Reichweite.“

José María López wird nach Testfahrten in der Langstrecken-Meisterschaft (WEC) erst am Samstagmorgen in Mexiko ankommen. Test- und Entwicklungsfahrer Alex Lynn wird deshalb am Freitag das Steuer des DSV-02 übernehmen. Während des Rennens steht der Brite als Ersatzfahrer zur Verfügung.

„Es ist eine Herausforderung, erst am Morgen des Rennens anzukommen. Ich habe mich aber intensiv an unserem Rennsimulator auf den ePrix von Mexiko vorbereitet“, so José María López. „In Buenos Aires habe ich nach einem hart umkämpften Rennen einen Punkt eingefahren und fühle mich in dem Rennwagen immer wohler.“ In Mexiko-Stadt will der Argentinier sein Potenzial voll ausschöpfen.

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: „Das gesamte DS Virgin Racing Team kann es kaum erwarten, nach Mexiko zurückzukehren. Die Mexikaner begeistern sich sehr für den Motorsport. Es war also nicht überraschend, dass so viele Zuschauer den ersten ePrix von Mexiko in 2016 verfolgt haben. In diesem Jahr rechnen wir mit ähnlich vielen Fans. Ihnen möchten wir einen Grund zum Jubeln bieten. Wir werden alles dafür tun, dass unsere beiden Fahrer wettbewerbsfähig sind und um die vorderen Plätze mitfahren.“


FE: Große Vorfreude beim Venturi-Team um Sarrazin und Engel auf Buenos Aires

stephane-sarrazin_venturi(c)Venturi
Am kommenden Wochenende startet die Formel-E-Meisterschaft in die dritte Runde. Nach den beiden ersten Rennen im Herbst vergangenen Jahres macht die innovative Elektro-Rennserie Station in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Für das Venturi GP Formel-E-Team gehen auf dem 2,48 Kilometer langen Startkurs der Franzose Stephane Sarrazin und der Deutsche Maro Engel ins Rennen.

„In den vergangenen beiden Jahren waren wir in Buenos Aires sehr stark“, sagt Gildo Pallanca Pastor, Teameigner des Venturi GP Formel-E-Teams. „Stephane ist dort 2016 die Bestzeit im Qualifying gefahren und wurde im Rennen schließlich Vierter. An diese Leistung möchten wir selbstverständlich in diesem Jahr anknüpfen.“

Der Grundstein für eine gute Performance beim Rennen in Südamerika wurde in der 13-wöchigen Pause seit dem Rennen in Marrakesch (Marokko) auf technischer Seite gelegt. „Wir haben an vielen kleinen Detailverbesserungen unserer Formel-E-Fahrzeuge gearbeitet“, sagt Franck Baldet, Technischer Leiter des Teams. „Beide Autos in die Top 10 zu bringen ist hier unsere oberste Priorität.“

Während Engel seine Argentinien-Premiere feiert, verfügt Sarrazin dort über einen Erfahrungsvorsprung. „Ich freue mich riesig, dass es nach der langen Pause endlich weitergeht. Unser Fahrzeug war im vergangenen Jahr auf dem sehr anspruchsvollen Stadtkurs entlang des Flusses Río de la Plata verdammt schnell. Daher rechne ich mir für das bevorstehende Rennen ebenfalls ein gutes Ergebnis aus“, sagt er. „Zudem freue ich mich besonders auf das Land Argentinien, von dem ich großer Fan bin. Schließlich gibt es dort das weltbeste Fleisch.“ Nicht nur aus kulinarischer Sicht, ist die Vorfreude auch bei Engel groß. „Ich hoffe, Stephane kann mir ein paar gute Tipps geben, wo ich ein gutes Steak bekomme“, grinst der 31-Jährige. „Über die Rennstrecke habe ich viel gehört und bin jetzt umso gespannter, dort selber zu fahren. Ich bin davon überzeugt, dass die Fans ein fantastisches Rennen erleben werden – ich gebe auf jeden Fall alles.“

Die Fans spielen in der FIA Formel-E-Meisterschaft eine große Rolle, können sie doch mit dem sogenannten FanBoost ihren Lieblingsfahrern eine Extraportion Leistung mit auf den Weg geben. Posts auf Twitter mit den Hashtags #FanBoost und dem dazugehörigen Fahrernamen – also #MaroEngel und #StephaneSarrazin – werden automatisch gezählt und ausgewertet. In der zweiten Rennhälfte stehen dem Fahrer mit den meisten Posts dann für rund 30 Sekunden lang zusätzliche 30 Kilowatt zur Verfügung.

Das Rennen der Formel E wird auf Eurosport live übertragen. Am Samstag, 18. Februar startet die Berichterstattung um 19:45 Uhr deutscher Zeit zur Primetime. Daneben gibt es online nach dem Rennen von Venturi GP Formel E eine rund zehnminütige Zusammenfassung des Rennwochenendes in bewegten Bildern.


FE: Premiere für ABT-Team beim Vegas eRace

Formula E CES Las Vegas(c)ABT

Premiere für Daniel Abt und Lucas di Grassi. Heute gehen die beiden Piloten des Formel-E-Teams ABT Schaeffler Audi Sport zum ersten Mal bei einem virtuellen Rennen an den Start. Das Vegas eRace wird während der weltgrößten Elektronikmesse CES in Las Vegas an Simulatoren ausgetragen. Statt Punkten gibt es Preisgeld: insgesamt eine Million Dollar.

Bildschirm statt Helmvisier und ein Saal im legendären Hotel The Venetian statt einer echten Rennstrecke: Das eRace im Herzen von Las Vegas ist eine absolute Weltpremiere, mit der sich die Formel E einmal mehr auf ungewohntes Terrain vorwagt. Bei dem Showdown am Samstagnachmittag (Start ist um 16:05 Uhr Ortszeit) treffen die 20 Stammpiloten der Formel E auch auf zehn Spiele-Spezialisten, die sich zuvor online qualifiziert hatten. Eine Million Dollar Preisgeld wird ausgeschüttet, der Sieger erhält 200.000.

Angesichts der neuen Herausforderung stapeln di Grassi und Abt erst einmal tief. „Das ist völliges Neuland. Dieser Samstag ist noch schwieriger vorherzusagen als ein echtes Formel-E-Rennen“, sagt der Südamerikaner, der in der aktuellen Gesamtwertung den zweiten Platz belegt. Und auch Daniel Abt, seines Zeichens bekennender PlayStation-Fan und langjähriger Freizeitzocker, gibt zu bedenken: „Die Action am Bildschirm ist völlig anders als auf der Strecke, weil sämtliche physischen Faktoren fehlen. Da werden die Simulator-Cracks sicherlich im Vorteil sein.“

Einer der Cracks ist Patrik Holzmann. Der 22 Jahre alte Deutsche hat sich im Vorfeld als einer der zehn besten Piloten für das eRace qualifiziert und wird als Teamkollege von Abt und di Grassi für das einzige deutsche Team an den Start gehen. „Schon hier dabei zu sein und mich mit den echten Stars messen zu können, ist ein absoluter Höhepunkt“, sagt Holzmann bescheiden, schickt aber trotzdem eine kleine Kampfansage hinterher: „Ich genieße jede Minute und das ganze Flair hier in Vegas – aber natürlich werde ich am Samstag alles geben, um den Jackpot zu knacken.“

Der Modus des eRace ist dem eines echten Formel-E-Rennens nachempfunden: Am Samstag werden hintereinander freies Training, Qualifying, Super Pole und Rennen ausgetragen – inklusive anschließender Ehrung auf dem Podium. Schauplatz sind die Hallen des Hotels The Venetian, die einen Teil der Messe bilden. Mit 3.000 Ausstellern, mehr als 175.000 Fachbesuchern und allein gut 6.000 Medienvertretern ist die CES eine Show der Superlative und bildet mit ihren zahlreichen Innovationen den perfekten Rahmen für die Premiere des virtuellen Rennens der Formel E.

„Das eRace ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Formel E vielen anderen Sportdisziplinen immer wieder einen Schritt voraus ist“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Wir betreiben seit mehr als sechs Jahrzehnten Motorsport auf allen Rennstrecken der Welt – aber dieses Event ist für uns eine absolute Premiere. Ich wünsche unseren drei Jungs viel Spaß und natürlich viel Glück – denn ob virtuell oder auf Asphalt: Gewinnen wollen wir immer.“


FE: Visa Vegas eRace: Wer sahnt den höchst dotierten Preistopf ab?

di-grassi-und-abt-am-rennsim (c)EHirsch

Das lange Warten hat ein Ende. Am Samstag, 7.Januar steigt in der Glitzermetropole Las Vegas das Visa Vegas eRace mit dem höchsten Preistopf, der je bei einem Sim-Rennen ausgeschüttet wurde: 1 Million US Dollar.

Die zehn besten Sim-Racer, die sich in vier Qualifikationsrunden beim sogenannten ‚Road to Vegas’ den Weg ins Finale ebneten, treten gegen die 20 aktuellen Formel-E-Piloten an. Organisiert wird das Simrace-Spektakel von der Formel E und dem spanischen Start-Up Unternehmen Cloud Sport. Dabei hat Cloud Sport die Software, die Rennboliden, den Stadtkurs und mehr als 30 Plug-Ins für das eRace entwickelt.

Apropos Stadtkurs: Die virtuelle Rennstrecke in den Straßen von Las Vegas wurde brandneu entworfen. Der Kurs ist noch geheim bis zum großen Finale, laut Veranstalter sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Spielermetropole im Wüstenstaat Nevada mit eingepflegt worden. Alle Rennboliden der Formel E sind vom Start weg einheitlich, alle Teilnehmer erhalten das identische Setup und und die entsprechenden technischen Spezifikationen.

Bei den 30 Plug-Ins gibt es unter anderem wie im echten Rennen offizielle Rennmarschalls, die für die Einhaltung der Regeln sorgen. Dazu gibt es ein Kontrollzentrum für das Rennen, wo die Rennstewards das Rennen genauestens unter die Lupe nehmen. Falls ein Racer gegen die Regeln verstößt, wird unverzüglich eine Strafe ausgesprochen.

Der FanBoost, ein Alleinstellungsmerkmal der Formel E, darf beim eRace natürlich auch nicht fehlen. Die drei der insgesamt 30 Fahrer, die die meisten Stimmen erhalten, dürfen sich über einen Extraschub ihres virtuellen Rennboliden freuen.

erace (c)Zak Mauger/LAT/Formula E

Der Schotte Graham Carroll, der zwei Qualifyingrennen für sich entscheiden konnte und daher als Favorit zählt, die drei Finnen Olli Pahkala, Aleksi Uusi und Greger Huttu, der Kroate Petar Brljak, der Niederländer Bono Huis oder der Deutsche Patrick Holzmann werden Sebastien Buemi & Co nichts schenken, um sich die Siegesprämie von 200.000 US Dollar einzustreichen. Es ist das erste Mal im eSport, dass sich Sim-Racer und professionelle Motorsportrennfahrer in einem virtuellen Rennen gegenüberstehen.

Luis Pachón, CEO von Cloud Sport: „Wettbewerbe wie ‚Road to Vegas’, Visa Vegas eRace oder SEAT Leon Eurocup online zeigen die Professionalisierung des Sim-Racing-Szene, die es vorher noch nie gegeben hat. Das Visa Vegas eRace ist der erste Schritt die Welt von Simracing-Sport zu vereinigen. Diese virtuellen Wettbewerbe helfen unsere Position zu verfestigen und beschreiten neue Wege mit den Empfehlungen des aktuellen eSports.“

Die Protagonisten freuen sich jedenfalls sehr auf das einmalige Spektakel. Im Team von Next EV fährt der kroatische Simracer Petar Brljak. „Als ich in die letzte Kurve des Rennens von London einbog und mir klar wurde, dass reicht für das Finale in Las Vegas, zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich war sofort sehr aufgeregt und konnte wegen des gesammelten Adrenalinschubs nicht einschlafen und zwar vor, während und nach dem Rennen. Es war möglicherweise das wichtigste Rennen, das ich je gefahren bin. Vor einem Jahr konnte man sich so etwas für ein Simracing überhaupt nicht vorstellen. Die Chance nach Las Vegas zu kommen, mit echten Rennfahrern ein Rennen zu bestreiten und dazu ein hohes Preisgeld. Es ist sehr cool, mit dem erfolgreichen Siegerteam NextEV NIO zusammen das eRace zu fahren. Ich bin nur verzückt.“

Brljaks Teamkollege Oliver Turvey fiebert dem Trip in die Glitzermetropole ebenfalls entgegen. „Ich bin wirklich aufgeregt für das eRace nach Las Vegas zu kommen. Es ist das erste Mal in der Rennsportgeschichte und es wird zwischen den Piloten wirklich sehr herausfordernd. Ich bin zum allerersten Mal in Las Vegas und ich glaube es wird ein unterhaltsames Event. Ich bin wie immer zuversichtlich und ich glaube, ich habe viel Erfahrung in der Simulatortätigkeit. Daher hoffe ich dort sehr wettbewerbsfähig zu sein.“

Früh aufstehen heißt es für die hartgesottenen deutschsprachigen Formel-E-Fans, die sich des eRace aus Las Vegas nicht entgehen lassen wollen.
Eurosport bietet zwar diesmal keine Liveübertragung aus Las Vegas an, auf der offiziellen Formel-E-Webseite gibt es aber einen Livestream. Das Qualifikationsrennen, das über 14 Runden geht, startet unserer Zeit am Sonntag 8.Januar) früh um 00:25 Uhr, das große Finale mit 28 Runden beginnt um 01.05 Uhr.

Viva Las Vegas Baby:


Formel E: Vorschau auf Marrakesch ePrix

marrakesch(c)FIAFORMULAE

Auf zu neuen Ufern. Der Marrakesch ePrix steht vor der Tür. Zum ersten Mal wird ein Formel-E-Rennen auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen. Marrakesch, dass auch die ‚Perle des Südens’ oder die ‚Rote Stadt’ genannt wird, liegt im Süd Osten von Marokko und zählt knapp 1 Millionen Einwohner.

Die Stadt:

Marrakesch ist eine Stadt mit langer Geschichte, deren Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, gleichzeitig aber auch ein zukunftsorientierter und lebendiger Ort. Die Ausrichtung des Klimagipfels COP22 ist ein starkes Signal dafür. In den vergangenen Jahren war Marrakesch bereits Austragungsort für diverse Tourenwagen-Rennen und ist seit 2009 regelmäßiger Gastgeber für FIA Meisterschaften in Afrika. Der FIA WTCC Lauf 2009 war das erste große Motorsport-Event in Marokko seit dem Grand Prix 1958 in Casablanca. Das zukunftsweisende, vollelektronische Konzept der Formel E trifft in Marrakesch auf eine verblüffende kulturelle Mischung aus historischer Architektur und geschichtsträchtiger Kulisse. Nach Asien, Europa, Nord- und Südamerika folgt in Afrika nun der fünfte Kontinent, auf dem ein Formel E Rennen ausgetragen wird.

kurs-marrakesch(c)FIAformulaW
Die Strecke:
Das Rennen in Marokko wird auf demselben Streckenverlauf ausgetragen, der in diesem Jahr bereits im Rahmen der FIA WTCC zu sehen war. Der nicht-öffentliche Teil der Strecke wurde von Hermann Tilke (DE) entworfen. Es ist der erste Kurs dieser Art, auf dem ein Formel E Event stattfindet. Mit drei schnellen Geraden und einer schnellen Rechtskurve direkt nach der ersten engen Kurve ist die Strecke deutlich schneller als die meisten anderen Kurse im Rennkalender. Zudem handelt es sich mit 2,97 Kilometern Gesamtlänge um den längsten Kurs der Saison. Der Circuit International Automobile Moulay El Hassan besitzt zwölf Kurven. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn. Das Streckenlayout umfasst quasi jede Art von Kurve, das verspricht viel Action auf der Strecke und zahlreiche Überholmöglichkeiten.

Das erste Afrika-Gastspiel der Formel E hat sogar noch eine größere Bedeutung, da die Elektrorennserie offizieller Partner der COP22 sind. Die 22. Ausgabe der Conference of Parties to the United Nations Framework Convention on Climate Change (COP) begann gestern in Marrakesch und läuft noch bis 18. November. Die politische Zusammenkunft baut auf der bahnbrechenden Pariser Klimakonferenz aus dem Vorjahr auf (COP21) und soll die Weichen für eine grünere Zukunft stellen. US-Präsident Barack Obama und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sind aktuell beim Klimagipfel vor Ort. Ob sie das Formel-E-Rennen besuchen, ist nicht bekannt.

Einer der Favoriten beim Marrakesch ePrix dürfte Virgin-Neuling Jose Maria Lopez sein. „Ich bin schon in den letzten drei Jahren mit der WTCC in Marrakesch gefahren. Wie auf allen Stadtkursen wird es ein anspruchsvolles Rennen. Ich bin an große Tourenwagen gewöhnt, mit dem Formel-E-Auto dürfte sich die Strecke also deutlich breiter anfühlen.“

Mit Ausnahme von DS-Virgin-Pilot Jose Maria Lopez betreten alle Piloten Neuland in Marokko. Kleiner Vorteil für den Argentinier, der die Besonderheiten des Kurses aus dem Effeff kennt.

Als Sieganwärter zählen die üblichen Verdächtigen wie Sebastian Buemi, der den Saisonauftakt in Hongkong gewann, Lucas di Grassi (Abt Schaeffler Audi Sport), aber auch die beiden Virgin-Piloten Lopez und Sam Bird zählen zum erweiterten Kreis. Auch Nelson Piquet jr, der das erste Qualifying der neuen Saison für sich entschied, könnte mit einer ähnlich guten Leistung die Favoriten ärgern.

Aus deutscher Sicht können zumindest Nick Heidfeld (Mahindra) und Maro Engel (Venturi) zuversichtlich nach Afrika reisen, denn sowohl Heidfeld (Platz Drei) als auch Engel (Platz Neun) konnten in Hongkong voll überzeugen. „Der Kurs ist teilweise eine permanente Rennstrecke, trotzdem gibt es zahlreiche enge Mauern wie auf allen Stadtkursen. Die Chance auf eine Full-Course-Yellow-Phase oder das Safety-Car ist groß“, so Heidfeld. „Das Layout verspricht eine Menge Lift-and-Coast, das Energiemanagement wird ein großes Thema werden. Dies wird mein erstes Rennen in Afrika, daher freue ich mich darauf.“
Lediglich Daniel Abt konnte nach seinem Ausfall keine Punkte aus Asien mitnehmen und wird umso mehr alles daransetzen, in Marrakesch Boden gutzumachen.

Den zweiten Saisonlauf zeigt Eurosport im Free-TV live ab 16:45 Uhr. Moderator Oliver Sittler bekommt Unterstützung von Experte Jan Seyffahrt.


FE: ABT-Team feiert in Marrakesch Premiere auf dem afrikanischen Kontinent

abt-schaeffler-audi-sport-team (c)ABT

Zum ersten Mal startet die Formel E auf dem afrikanischen Kontinent: Am Samstag (12. November) trägt die Elektro-Rennserie ihren zweiten Saisonlauf in Marrakesch aus. Perfekte Kombination: Während das Team ABT Schaeffler Audi Sport mit seinen Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi um Pokale fährt, treffen sich nebenan Staatsoberhäupter aus aller Welt zur UN-Klimakonferenz „COP22“.

Von Startplatz 19 aufs Podium, Dramatik bis zur letzten Runde, kleine Tragödien und Triumphe innerhalb weniger Stunden: Der Saisonauftakt der Formel E vor gut vier Wochen in Hongkong war nichts für schwache Nerven. Und endete mit einer Champagner-Party von Lucas di Grassi auf dem Podium. Jetzt geht es in die nächste Runde: Schauplatz am Samstag in Marrakesch ist der mit 2,971 Kilometern längste Kurs der Saison.

„Ich freue mich auf Marrakesch und kann versprechen, dass wir wieder angreifen werden“, sagt Lucas di Grassi. Sein Durchmarsch von Startplatz 19 auf den zweiten Rang in Hongkong war die größte Aufholjagd in der noch jungen Geschichte der Formel E. „Gut zu wissen, dass wir mit optimalem Energiemanagement und einer perfekten Strategie des Teams auch schwierige Situationen noch drehen können.“ Für den zweiten Auftritt der Serie fühlt er sich gut vorbereitet: „Mein Team und unsere Partner ruhen sich niemals aus. Sie arbeiten auch zwischen den Rennen unermüdlich und verbessern immer wieder noch so kleine Details, die entscheiden können.“

Teamkollege Daniel Abt reist ebenfalls optimistisch auf den afrikanischen Kontinent. „Es ist mein erstes Rennen in Afrika und wie immer bin ich schon gespannt auf die Umgebung und die Atmosphäre.“ Während viele Konkurrenten in Hongkong in einem chaotischen Zeittraining strauchelten, behielt der mit 23 Jahren zweitjüngste Fahrer im Feld die Nerven und qualifizierte sich für die vierte Startreihe. Eine unverschuldete Kollision verhinderte ein Top-Ergebnis. „Aber wir wissen, dass wir das Zeug haben, um ganz vorn mitzufahren. Das ist für Marrakesch mein Ziel: ein nächstes gutes Qualifying und dann ein sauberes Rennen ohne Zwischenfälle.“

Die Formel E ist offizielles Partnerevent der UN-Klimakonferenz „COP22“, die zeitgleich in Marrakesch stattfindet. Teilnehmer sollen unter anderem US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel sein. „Ein Rennen im Rahmen dieser Veranstaltung ist ein weiterer Meilenstein für die Formel E“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Die ganze Welt blickt in diesen Tagen auf Marrakesch – das ist für uns noch eine zusätzliche Motivation, die Serie und unser Team mit einem guten Ergebnis zu präsentieren.“

Wie immer werden in der Formel E Training, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden ausgetragen. Start ist um 16 Uhr Ortszeit (17 Uhr deutscher Zeit). Das Rennen auf dem Circuit International Automobile Moulay El Hassan, der auch von der Tourenwagen-WM genutzt wird, führt über 33 Runden und wird live auf Eurosport übertragen.