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FE: DS Virgin erobert erste Punkte in Marrakesch

sam-bird_ds-virgin(c)DS Virgin

Beim zweiten Rennen der Formel E in Marrakesch eroberte DS-Virgin-Racing einen verdienten Podiumsplatz. An einem ereignisreichen Tag und einem Start aus der ersten Reihe überquerte Sam Bird die Ziellinie als Zweiter.

Nach eindrucksvollen freien Trainingsläufen auf rutschiger Piste in den Straßen von Marrakesch erzielte Bird die viertbeste Zeit im ersten Teil des Qualifying. Durch seine hervorragenden Leistung in der Super-Pole fuhr der 29-jährige Brite auf den dritten Startplatz und rückte aufgrund der Strafversetzung von Sébastien Buemi in die erste Startreihe auf.

José María López musste sich nach einem schwierigen Vormittag mit der dreizehnten Startposition begnügen. Ohne entsprechende Rundenzeiten vor dem Qualifying verpasste er den Einstieg in die Super-Pole. „Diesen Startplatz in meinem zweiten Rennen will ich nutzen, um Erfahrung mit dem Fahrzeug und in der Meisterschaft zu sammeln“, so der Argentinier vor der Startaufstellung.

Beim Start behauptete Felix Rosenqvist den ersten Platz vor Sam Bird. Nach zehn Runden stieg die Spannung: Jean-Eric Vergne überholte Bird und die ersten zwei Fahrer kamen eine Runde vor Bird und Buemi in die Box. Somit konnten diese beiden Piloten auf eine größere Energiereserve beim zweiten Boxenstopp zurückgreifen. weiterlesen

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FE: Mahindra rast knapp am Sieg vorbei

nick-heidfeld-in-marrakesch (c)Mahindra
Der indische Rennstall Mahindra Racing raste beim Marrakesch ePrix haarscharf am Sieg vorbei. Lediglich sechs Runden fehlten Felix Rosenqvist für die große Sensation. Am Ende feierte Rookie Rosenqvist Platz drei wie einen Sieg. Es war die bereits zweite Podiumsplatzierung von Mahindra in dieser noch jungen Saison.

Teamkollege Nick Heidfeld eroberte mit Platz zehn wichtige Punkte für die Meisterschaft. In der Teammeisterschaft schloss der indische Rennstall zum Zweitplatzierten Abt-Team nach Punkten auf.

Dank eines etwas besseren Energiemanagements fing Titelverteidiger Sebastien Buemi (edams-Renault) den jungen Mahindra-Piloten noch ab, der 27 Runden lang in beeindruckender Manier den ersten ePrix auf dem afrikanischen Kontinent anführte. Virgin-Pilot Sam Bird hatte gegen Rennende ebenfalls noch mehr Energiespeicher zur Verfügung, die den Briten vorbei an Rosenqvist auf Platz zwei spülte. weiterlesen


FE: Schnellste Runde und dennoch Rückschlag für das Dragon-Team

loic-duval_dragon-visa-fastest-lap-award(c)Dragon

Der US-Rennstall Faraday Future Dragon Racing konnte beim Marrakesch ePrix keine entscheidenden Akzente setzen. Rang 13 für Jerome d’Ambrosio bzw. Rang 18 für Teamkollege Loic Duval sind nicht die Ergebnisse, die sich das Team von Eigner Jay Penske wünscht. Nach Platz sieben für d’Ambrosio beim Auftaktrennen in Hongkong, bedeutete der afrikanische ePrix einen Rückschlag für die Dragon-Mannschaft.

Immerhin betrieb Duval Schadensbegrenzung für das Dragon-Team in Marrakesch, denn der Franzose rettete mit der schnellsten Rennrunde kurz vor Rennende wenigstens einen Punkt.

Im Qualifying lief nicht viel zusammen für beiden Dragon-Piloten. D’Ambrosio schaffte es nur auf Startposition 17, zwei Plätze dahinter reihte sich Duval ein. Eigentlich überraschend, denn in den beiden freien Trainingssessions platzierten sich beide Dragon-Piloten im Spitzenfeld. D’Ambrosio konnte sich im ersten freien Training auf Platz fünf behaupten, Duval erzielte in der zweiten Trainingssession Platz sechs.

Mit der ungünstigen Ausgangsposition vom Qualifying war das Rennen aber schon gegessen. Duval hatte nach dem Start ein wenig Pech, als der Franzose im Getümmel einen kleineren Lackaustausch hatte. Dennoch gelang es dem 34-Jährigen kurz danach, den Anschluss wieder zu den Vorderleuten zu finden. D’Ambrosio hatte ein unauffälliges Rennen, in Runde 17 von 33 kamen beide zum obligatorischen Fahrzeugwechsel, der problemlos über die Bühne ging. Duval ereilt jedoch ein weiterer nicht geplanter Boxenstopp. Probleme an der Elektronik, die zeitweise auftraten und zwangen den Franzosen, erneut die Box aufzusuchen.

Jetzt ging die Dragon-Mannschaft aufs Ganze, behob den Fehler und stimmte Duvals Arbeitsgerät auf maximalen Anpressdruck ab. Mit Erfolg, denn in der Schlussrunde gelang ihm eine Fabelzeit. Duval entriss Andretti-Pilot Antonio Felix da Costa doch noch den einen Punkt, den der Portugiese bis dahin die Bestzeit innehatte. „Heute demonstrierte ich mit der schnellsten Rennrunde das Potential unseres Formel-E-Autos zusammen mit unserem technischen Partner Faraday Future“, sagte Duval. „Darüber freue ich mich sehr“, ergänzte der Franzose.

Für den zweimaligen ePrix-Gewinner d’Ambrosio gab es nicht viel zu erben. Der Belgier hing im Mittelfeld fest, am Ende musste sich der 30-Jährige mit Platz 13 zufriedengeben. „Wir hatten heute im Freien Training einen guten Start, aber das Qualifying brachte nicht die Resultate, die wir uns gewünscht haben“, so d’Ambrosio. „Aber wir können als Team weitere Fortschritte machen und arbeiten daran, bessere Ergebnisse in der laufenden Saison zu erzielen“, fügte der Belgier hinzu.


FE: BMW & Andretti gehen in Marrakesch leer aus

robin-frijns-in-marrakesch (c)BMW

Das Team von MS Amlin Andretti und BMW hatten einen viel versprechenden Start beim Marrakesh ePrix in Marokko, wurde am Ende aber nicht mit Punkten belohnt. Beim zweiten Saisonlauf der Formel E belegte Robin Frijns den elften Rang. BMW Werksfahrer António Félix da Costa musste das Rennen vorzeitig aufgeben, nachdem am ersten seiner beiden ATEC-002 Systemprobleme aufgetreten waren.

Das Qualifying:

Die beiden MS Amlin Andretti Piloten gingen nebeneinander aus der fünften Startreihe ins Rennen. Frijns hatte das Qualifying in der vierten Gruppe bestritten und sich mit einer Zeit von 1:21.912 Minuten den neunten Startplatz gesichert. Félix da Costa kam in der ersten Gruppe mit einer Zeit von 1:22.073 Minuten auf den zehnten Rang.

Das Rennen:

Der Marrakesh ePrix, die erste Veranstaltung der Formel E in Afrika, verlief für die beiden Piloten nicht unbedingt nach Plan. Nach dem Start fuhren die beiden dicht beieinander, ehe Félix da Costa seinen Teamkollegen überholte und damit Rang neun übernahm. Der Portugiese teilte sich die verfügbare Energie klug ein, zeigte eine starke Vorstellung und nahm die Top-6 ins Visier. Die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis waren jedoch dahin, als Félix da Costa auf der Strecke stehen blieb. Er konnte sein Fahrzeug zwar nach einer gewissen Zeit neu starten, doch das Team musste ihn bereits in der zwölften von insgesamt 33 Runden zum Fahrzeugwechsel an die Box rufen. Nach einem so frühen Stopp rückte eine Zielankunft in den Bereich des Unmöglichen, denn der Marrakesh ePrix war das bisher längste Rennen in der Geschichte der Formel E. Das neue Ziel von Félix da Costa lautete daher, sich den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde zu sichern. Doch in dieser Wertung wurde er kurz vor Rennende noch durch einen Konkurrenten von der Spitze verdrängt.

Frijns verpasste die Punkteränge nur knapp. Nachdem er hinter seinen Teamkollegen zurückgefallen war, musste er in Runde fünf auch Lucas di Grassi sowie Nick Heidfeld passieren lassen und fuhr danach auf Position zwölf. Nach seinem Boxenstopp in Runde 18 nahm Frijns das Rennen auf derselben Position wieder auf. Er verbesserte sich im weiteren Rennverlauf auf Rang elf, den er bis ins Ziel hielt. Der Sieg ging an Sébastien Buemi.

Die Stimmen aus Marrakesch:

Robin Frijns: „Der Start war in Ordnung. In der ersten Runde habe ich mich verbremst, so dass mich António überholen konnte. Später lag ich hinter Nick Heidfeld. Ich war ein bisschen schneller als er, und er schien Probleme zu haben. Ich wollte eine Lücke nutzen, er hat sich verteidigt. Beim Bremsen in der Kurve haben meine Vorderräder blockiert, ich habe mich gedreht. Das war einfach Pech, aber das gehört dazu, wenn man etwas riskiert. Wenn es klappt, bist du ein Held, wenn nicht, bist du draußen. Es ist schade, dass wir heute keine Punkte geholt haben, denn Platz acht wäre möglich gewesen. Hoffentlich läuft es im nächsten Rennen besser.“

Antonio Felix da Costa: „Wir hatten einen guten Start ins Rennen, ich konnte mich gleich um eine Position verbessern. Das Auto hat sich gut angefühlt, und das Energiemanagement war super. In den Top-10 hatten wir alle Chancen, noch einige Plätze nach vorn zu kommen. Dann trat aber leider ein technisches Problem am Auto auf. Ich blieb auf der Strecke stehen. Damit war das Rennen gelaufen. Ich bin an die Box gekommen und habe das Auto gewechselt, mit dem Ziel, mir die schnellste Rennrunde zu sichern. Diese hielt ich auch bis kurz vor dem Ende. Dieser Ausgang ist schade, denn das MS Amlin Andretti Team hat seit dem ersten Rennen einen Monat lang hart an der Vorbereitung gearbeitet.“


FE: ABT-Team: „Heute war nicht unser bester Tag“; beide Piloten punkten in Marrakesch

Daniel Abt Marrakesch (c)ABT

Kein Pokal, aber ein starkes Rennen und wertvolle Punkte in der Meisterschaft: Lucas di Grassi und Daniel Abt haben bei der Premiere der Formel E in Afrika die Plätze fünf und sechs geholt. Damit bleibt der Südamerikaner auf Platz zwei der Gesamtwertung härtester Verfolger von Sébastien Buemi (edams-Renault). In der Teamwertung liegt ABT Schaeffler Audi Sport weiter auf Rang zwei hinter der französischen Equippe edams-Renault.

Die Zuschauer erlebten in Marokko das längste Rennen in der noch jungen Geschichte der Elektro-Rennserie – und einen weiteren spannenden Auftritt mit unterschiedlichen Strategien und zahlreichen Überholmanövern. Einer der Hauptdarsteller war erneut di Grassi, der vom zwölften Startplatz mit viel Kampfgeist auf den fünften Platz nach vorn fuhr. Teamkollege Daniel Abt holte mit einem fehlerlosen Rennen über 33 Runden Platz sechs.

„Platz fünf war heute das Maximum. Ich habe das ganze Rennen gekämpft, um die Autos vor mir zu überholen“, sagt der Brasilianer, der zuletzt in Hongkong sogar zwölf Positionen gutgemacht hatte. „Für heute bin ich mit den zehn Punkten zufrieden. Aber wir werden die kleine Winterpause nutzen, um alles genau anzuschauen und in Buenos Aires zurückzuschlagen. Die Situation ist nicht neu: Auch in der vergangenen Saison haben wir uns immer weiter gesteigert. Dafür werden wir jetzt alle Kräfte bündeln.“

Teamkollege Abt kam nur wenige Sekunden hinter seinem Teamkollegen auf dem sechsten Platz ins Ziel und holte damit seine ersten acht Punkte in dieser Saison. „Im Qualifying habe ich mit Platz sechs das Bestmögliche herausgeholt, während mir im Rennen besonders zu Beginn ein wenig die Pace gefehlt hat“, sagt der Deutsche. „Ich freue mich über die Punkte, werde jetzt gemeinsam mit dem Team genau analysieren, woran es uns gefehlt hat und dann greifen wir nach der Weihnachtspause wieder an.“

Nervenstärke bewies einmal mehr die Crew: Zum ersten Mal kamen die beiden Piloten zeitgleich zum Stopp und obligatorischen Autowechsel in die Box. Mit viel Routine und einem kühlen Kopf schickten die Mechaniker ihre Fahrer ohne Zeitverlust zurück auf die Strecke.

 ABT SCHAEFFLER AUDI SPORT FORMULA E TEAM, Hans - Jürgen Abt, Lucas di Grassi(c)AbtIA Formula E, race 2 Marrakesch

„Natürlich sind unsere Fahrer und die ganze Mannschaft sehr verwöhnt. Deshalb brauchte es vielleicht ein paar Stunden, bis auch dieses doppelte Top-Sechs-Resultat als kleiner Erfolg anerkannt wurde“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. In den bisherigen 23 Rennen stand ABT Schaeffler Audi Sport 18 Mal auf dem Podium. „Heute war nicht unser bester Tag, aber wir haben trotzdem nicht den Kopf hängen lassen und unter schwierigen Bedingungen das Beste herausgeholt. Darauf darf jeder im Team stolz sein.“

Nach dem Rennen in Marrakesch geht die Formel E in eine kurze Weihnachtspause und kehrt am 18. Februar 2017 in Buenos Aires auf die Strecke zurück. Die Höhepunkte des ePrix in Marokko sowie weitere Berichte rund um die Formel E gibt es am Dienstag im Magazin auf Eurosport, das um 23:05 Uhr beginnt.


Formel E: Renault e.dams nach Sieg in Punta del Este wieder Tabellenführer

E.dams-Team (c)Renault-Presse

Beim dritten ePrix der Formel E-Weltmeisterschaft 2015/2016 in Uruguay hat der amtierende Teamweltmeister Renault e.dams den zweiten Saisonsieg erzielt. Sebastien Buemi gewann souverän und eroberte damit die Tabellenführung in der Fahrerwertung zurück. Da Nicolas Prost Fünfter wurde, gab es wertvolle Punkte für die Teamwertung. Renault e.dams liegt in der Teamwertung damit ebenfalls auf Rang eins. Seine Übermacht hat Buemi auch am Sonntag beim einzigen offiziellen Testtag der Formel E während der Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In 1:13.218 Minuten setzte der e.dams-Pilot einen neuen inoffiziellen Rundenrekord, der fast anderthalb Sekunden schneller war als die Pole-Position von Jerome d’Ambrosio (Dragon) am Samstag.

Der Rennsamstag in dem Ferienort Punta del Este an der Atlantikküste in Uruguay begann für den Schweizer in Diensten des Werksteams Renault e.dams alles andere als glücklich. Bei einem Unfall im zweiten freien Training beschädigte Buemi seinen Renault Z.E.15 mit der Startnummer 9 erheblich. Das Team reparierte den Elektrorennwagen jedoch rechtzeitig zum Qualifying, Buemi bedankte sich mit der Bestzeit in seiner Qualifying-Gruppe. In der Super Pole – dem finalen Zeitfahren um die Startplätze auf dem engen Straßenkurs entlang der Strandpromenade – folgte der nächste Rückschlag: Buemi beging einen Fehler, verbremste sich und musste sich mit Startplatz fünf zufrieden geben. weiterlesen


Formel E: Di Grassi gewinnt Hitzeschlacht und ist neuer Tabellenführer

FIA Formula E, 02 Kuala Lumpur (c)ABT

Lucas di Grassi

Bravo Lucas di Grassi, bravo Team Abt Schaeffler Audi Sport. Der neue Tabellenführer der FIA Formula E heißt Lucas di Grassi. Der Brasilianer aus dem Team ABT Schaeffler Audi Sport gewann das chaotische Rennen der Elektroserie in Putrajaya (Malaysia) dank perfektem Teamwork souverän. Daniel Abt komplettierte das gute Ergebnis mit Platz sieben, was die Führung für die deutsche Mannschaft in der Teamwertung bedeutet.

Nach der Zieldurchfahrt waren sich Fahrer, Fans und Medien einig: Das Rennen der Formel E in Putrajaya geht als eines der chaotischsten in die noch junge Geschichte der Elektro-Rennserie ein. Immer wieder wechselten die Positionen, spielten sich um Favoriten kleine Dramen ab, rückten unterschiedliche Strategien in den Vordergrund. Den coolsten Kopf bei brutalen Temperaturen von rund 35 Grad Celsius behielten Lucas di Grassi, Daniel Abt und ihr Team ABT Schaeffler Audi Sport.

Nach einem Ausrutscher im Zeittraining inklusive herzhafter Berührung mit der Mauer war di Grassi nur von Platz sechs gestartet. Dank einiger starker Überholmanöver, einem perfekten Boxenstopp und dem optimalen Überblick am Kommandostand feierte der Südamerikaner schließlich seinen zweiten Sieg in der Formel E. „

„Ich bin überglücklich. Das Rennen heute war das beste Beispiel dafür, dass es in der Formel E nicht nur um den reinen Speed, sondern auch um perfektes Teamwork und die optimale Strategie in Sachen Energie und Temperatur geht““, sagte Lucas di Grassi. „“Wir haben alles richtig gemacht und uns deshalb eine anständige Feier verdient. Trotzdem ruhen wir uns nicht aus: Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir wollen noch besser werden, um weiter an der Spitze mitzukämpfen.““

Vielleicht hätten sogar beide Teamkollegen der einzigen deutschen Mannschaft auf dem Podium feiern können: Daniel Abt fuhr von Startplatz zehn nach vorn, ehe ihn ein technisches Problem beim Wechsel der Autos zurückwarf. „“Was für ein verrückter Tag. Das Rennen hat für mich richtig gut begonnen: Ich war nur ein paar Autolängen hinter Lucas und hatte anschließend ein paar gute Zweikämpfe und Überholmanöver. Auch der Stopp hat zunächst perfekt geklappt, aber als ich mit dem zweiten Auto starten wollte, war plötzlich keine Energie da““, berichtet Abt. „“Ich habe gut 20 Sekunden verloren – wenn man die am Ende abzieht, hätte es heute auch für mich Champagner geben können. Die Punkte sind am Ende ein kleiner Trost: Hätte schlimmer kommen können, aber eben auch viel besser.““

Teamchef Hans-Jürgen Abt überließ seinem Sportdirektor Thomas Biermaier die Champagner-Party auf dem Podium und feierte unten mit seinen Ingenieuren und Mechanikern. „“Dieser Sieg heute gehört dem Team. Sie sind in der Hitze von Malaysia cool geblieben und haben bis zur letzten Minute gekämpft, um Lucas’ Auto nach dem Crash im Zeittraining wieder zu reparieren – und er hat sich dann auf seine besondere Art und Weise mit einem starken Rennen bedankt““, sagt Hans-Jürgen Abt. „“Natürlich ist es schade für Daniel, aber für ihn ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er richtig zuschlägt. Wichtig ist für unser Team heute: Der Antriebsstrang, den unser Partner Schaeffler zusammen mit unserem Team entwickelt hat, ist nicht nur schnell, sondern auch extrem zuverlässig. Das sind gute Aussichten für die nächsten Rennen dieser Saison.““

Nach zwei von elf Rennen führt Lucas di Grassi die Fahrerwertung mit 39 Punkten vor Sébastien Buemi (Renault) und Sam Bird (DS Virgin) an. In der Teamwertung liegt ABT Schaeffler Audi Sport vor der Werksmannschaft von Renault ebenfalls auf Platz eins.

Eigentlich schade, dass es jetzt ein wenig dauert bis zum nächsten Rennen: Am 19. Dezember, einen Tag vor dem vierten Advent, startet die Formel E in Punta del Este (Uruguay). Wer  von dem chaotischen Rennen nicht genug sehen kann, Eurosport zeigt die Highlights aus Malaysia noch einmal am Dienstagabend ab 23:05 Uhr.


BMW gewinnt den Herstellertitel, hier die Stimmen

(c)Hirsch

BMW hat im letzten Rennen der DTM-Saison 2015 in Hockenheim den Gewinn des Herstellertitels perfekt gemacht. Maxime Martin, António Félix da Costa, Bruno Spengler und Martin Tomczyk sammelten die nötigen Punkte, um sich gegen die hartnäckige Konkurrenz von Audi durchzusetzen. Tom Blomqvist sicherte sich den inoffiziellen Titel „Rookie des Jahres“.

Hier die Stimmen der Münchner:

Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung:

„Auch in der abgelaufenen Saison hat BMW seine Erfolgsgeschichte in der DTM mit dem Gewinn des Herstellertitels fortgeschrieben. Sieben von zwölf möglichen Titeln seit der Rückkehr in diese Serie im Jahr 2012 sind eine großartige Ausbeute. In jeder Saison ging mindestens ein Titel nach München. Alle Teammitglieder können stolz darauf sein, dass BMW nach 18 Rennen als bester Hersteller ganz oben steht. Es war vor allem beeindruckend zu sehen, wie ausgeglichen sich unser Fahreraufgebot präsentiert hat. Außerdem freut es mich, dass wir bei allem Siegeswillen von unseren Teams einmal mehr auch großen Sportsgeist und Fairplay gesehen haben.“

(c)Hirsch

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Es ist fantastisch, die DTM-Saison 2015 als Hersteller-Champion abzuschließen. Dieser Titel ist immer ein Beleg dafür, dass die Mannschaftsleistung in einer Saison herausragend gewesen ist. Er gehört jedem bei uns im Team – ganz gleich ob Fahrer, Ingenieur oder Mechaniker – und ist vor allem dem Kampfgeist jedes Einzelnen zu verdanken. Nach einem schwierigen Start haben wir uns im Saisonverlauf steigern können. Wenn sich uns eine Chance auf gute Ergebnisse geboten hat, haben wir diese genutzt, wie etwa bei unserem Siebenfachsieg in Zandvoort. Fünf verschiedene Rennsieger im BMW M4 DTM zeigen zudem, dass wir unser Ziel für 2015, in der Breite konkurrenzfähiger zu werden, erreicht haben. Darauf bin ich sehr stolz. Glückwunsch noch einmal an Pascal Wehrlein und Mercedes zum Fahrertitel. Das Sonntagsrennen war schon wie der Lauf gestern nichts für schwache Nerven. Maxime Martin hatte erneut einen super Start, fiel dann etwas zurück, konnte sich dann aber mit einem tollen Boxenstopp und großartigen Zweikämpfen wieder nach vorn kämpfen. Auch António Félix da Costa, Bruno Spengler und Martin Tomczyk konnten noch in die Punkteränge vorfahren und uns damit genügend Zähler für den Gewinn der Herstellerwertung sichern.“


Maxime Martin (So.: 6. Platz, Sa.: 3. Platz):

„Wir wollten den Herstellertitel unbedingt gewinnen, das haben wir geschafft – fantastisch. Ich hatte einen hervorragenden Start ins Rennen und konnte mich direkt auf Platz drei nach vorn schieben. Leider habe ich die Pace der Audis nicht mitgehen können, aber das spielt nach diesem Mannschaftsergebnis für BMW keine Rolle mehr.“

António Félix da Costa (So.: 7. Platz, Sa.: 11. Platz):

„Heute gab es für uns nur ein Ziel, das war der Gewinn des Herstellertitels – und das haben wir erreicht. Darüber bin ich wirklich glücklich. Nach dem Qualifying wussten wir, dass es ein schwieriger Tag werden würde. Ich hatte einen großartigen Start und eine fantastische erste Runde. Dann fand ich einen guten Rhythmus. Das Auto war im Rennen sehr gut, wir konnten uns im Vergleich zu gestern verbessern. Dafür ein großes Dankeschön an das Team. Ich bin glücklich, dass wir diesen Titel nach München geholt haben. Nach einer schwierigen Saison ist das eine tolle Belohnung.“

Bruno Spengler (So.: 8. Platz, Sa.: 19. Platz):

„Es ist super für uns, diesen Titel gewonnen zu haben. Wir hatten kein leichtes Jahr, konnten aber das Maximum aus unseren Chancen herausholen. Der Herstellertitel ist eine großartige Belohnung für die Mechaniker und alle anderen im Team, die alles dafür gegeben haben, diese schwierige Saison zu einem guten Ende zu bringen. Leider war unsere Performance hier in Hockenheim nicht gut genug, um mir noch die Chance auf einen Podestplatz in der Fahrerwertung zu ermöglichen, aber das kann ich heute sehr gut verschmerzen.“

Martin Tomczyk (So.: 10. Platz, Sa.: 15. Platz):

„Obwohl die Ausgangslage für BMW in der Herstellerwertung nicht schlecht war, war es heute doch noch einmal sehr knapp, weil die Startaufstellung für sehr viel Spannung gesorgt hat. Auch das Rennen war aufregend. Deshalb freue ich mich sehr, mit BMW und mit meinen Teamkollegen den Herstellertitel errungen zu haben. Ich denke, das ist ein toller Abschluss für die doch schwierige Saison, die wir in diesem Jahr hatten. Mit uns hat am Anfang wohl keiner mehr gerechnet, doch jetzt haben wir mit Teamwork und dem Zusammengehörigkeitsgefühl, das man bei BMW einfach hat, die Herstellerkrone gewonnen. Das ist sensationell. Für mich persönlich war es schön, heute einen Punkt mitgenommen zu haben.“

Augusto Farfus (So.: 14. Platz, Sa.: Ausfall):

„Mein Auto wurde schon zu Beginn des Rennens beschädigt. Das hat letztlich meine Chancen auf ein gutes Ergebnis zunichte gemacht. Ich war direkt nach dem Start zwar gut dabei, konnte den Speed der anderen aber nicht mitgehen. Gut, dass wir den Herstellertitel gewonnen haben. Das ist eine schöne Belohnung für das gesamte Team.“

Tom Blomqvist (So.: 17. Platz, Sa.: 7. Platz):

„Glückwunsch an BMW zu diesem Titel. Wir haben das ganze Jahr über hart gekämpft und das Beste aus unseren Chancen gemacht. Ich hatte am Sonntag in der Startphase Pech und musste dann nach einer Kollision eine Durchfahrtsstrafe antreten. Aber zum Glück haben meine Kollegen die nötigen Punkte für den Titelgewinn geholt. Heute ist also ein sehr guter Tag für BMW.“

Timo Glock (So.: 21. Platz, Sa.: 18. Platz):

„Das Schöne am heutigen Tag ist, dass wir die Herstellermeisterschaft gewonnen haben. Damit können wir mehr als zufrieden sein. Doch mein Rennen war wie gestern schon von Anfang an nicht gut. Ich hatte am Start große Probleme mit durchdrehenden Rädern und kam nicht gut weg. Nach der ersten Runde war ich ganz hinten. Dann haben wir mit der Strategie gepokert und sind etwas früher hereingekommen. Allerdings war dann spätestens nach der Strafe, die gegen mich verhängt wurde, nichts mehr möglich.“

Marco Wittmann (Sa 6. Platz, So Ausfall):

„Es ist natürlich schade, eine Saison mit einem Ausfall zu beenden. Doch ich denke, es spiegelt unsere Saison wider, die von vielen Höhen und Tiefen geprägt war. Wir haken das jetzt ab, bereiten uns im Winter gut vor und versuchen, im neuen Jahr stärker wiederzukommen. Doch was heute zählt, ist dass wir mit BMW den Herstellertitel gewonnen haben. Das ist großartig und für uns alle ein Grund zu feiern.“

 


Mercedes-Benz schließt die DTM-Saison 2015 als Fahrer- & Teamchampion ab

(c)Hirsch

Perfekter Saisonabschluss für das Mercedes-AMG DTM Team in Hockenheim: Nach dem Gewinn des Fahrertitels durch Pascal Wehrlein (gooix Mercedes-AMG C 63 DTM) am Samstag sicherte sich das Team gooix/Original-Teile Mercedes-AMG im Saisonfinale am Sonntag den ersten Platz in der Teamwertung der DTM.

Hier die Stimmen zum Rennen:

Paul Di Resta (4. Platz):

„Ich muss mit dem Ergebnis relativ zufrieden sein. Audi war heute eine Klasse für sich. Aber wir haben den Fahrer- und den Teamtitel gewonnen. Ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein. Gute Arbeit, Jungs. Jetzt beginnt die harte Arbeit von vorne. Wir haben die Saison positiv abgeschlossen und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr im Titelkampf ein Wörtchen mitsprechen können. Nun genieße ich die Winterpause und hoffe, dass ich noch ein bisschen stärker zurückkommen kann.“

Gary Paffett (9. Platz):

„Ich hatte einen richtig guten Start von der Pole Position und fuhr bereits auf der ersten Runde einen kleinen Vorsprung heraus. Danach kämpfte ich einfach mit dem Grip. Das Auto rutschte viel herum, weshalb ich die Pace der anderen Jungs nicht mitgehen konnte. Ich glaube, dass wir bei diesen kühlen Temperaturen Probleme hatten, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Diese Saison hatte einige Aufs und Abs und leider ein paar zu viele Abs. Wir hatten das Potential und müssen jetzt versuchen, im nächsten Jahr zurückzukommen und öfter alles auszuschöpfen.“

Daniel Juncadella (12. Platz)

„Das Rennen hat Spaß gemacht. Mein Start war sehr gut. Ich habe schon vor der ersten Kurve drei Plätze gutgemacht. Leider verlief der Rest der ersten Runde nicht gut für mich und ich habe viele Plätze verloren. Danach war meine Pace echt gut und ich bin bis auf Platz zwölf nach vorne gekommen.“

Maximilian Götz (13. Platz):

„Erst einmal ein großes Dankeschön an Mercedes-Benz, MV Agusta und Mücke Motorsport für das tolle Jahr. Es war wirklich ein sehr schönes Rookie-Jahr. Für mich ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin sehr stolz, Teil des Teams sein zu dürfen und habe die Saison sehr genossen. Leider verlief mein Rennen heute nicht ganz optimal. Ich hatte keinen guten Start, auch die erste Runde war nicht so glücklich. Mein Rennspeed war jedoch gut. Ich konnte sehr gut überholen. Insgesamt bin ich mit meinem ersten Jahr in der DTM echt happy.“

Robert Wickens (18. Platz):

„So wollte ich die Saison nicht beenden. Leider hatte ich in der zweiten Jahreshälfte nicht viel Glück. Alles, was schief gehen konnte, ist auch schief gelaufen. Heute war ein gutes Beispiel dafür. Wir hatten einen guten Start und ich lag in einer guten Position, um vielleicht zu punkten. Aber mein DRS funktionierte nicht, was mir das Rennen sehr erschwerte. Ein paar Runden vor den Boxenstopps hat sich Blomqvist verbremst und ist mir in Kurve sechs ins Heck gefahren. Das hat mein Auto beschädigt und mein Rennen ruiniert. So ein Ende hatte das Team nicht verdient, aber hoffentlich können wir stärker zurückkommen.“

Lucas Auer (19. Platz):<!–

„Mein Start und die erste Runde waren sehr gut. Aber dann bekam ich leider Probleme, die wir noch analysieren müssen. Ich hatte einfach keinen Speed. Jetzt müssen wir herausfinden, woran das gelegen hat.“

(c)Hirsch

Pascal Wehrlein (20. Platz):

„Das Rennen verlief nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber zum Glück hat es am Ende keinen Einfluss mehr auf die Meisterschaft gehabt. Ich habe bis zuletzt versucht, zu pushen und weiter nach vorne zu kommen, aber es war unmöglich. Mein Auto war zu stark beschädigt. Ich möchte mich noch einmal bei meinem Team bedanken, das in diesem Jahr großartig gearbeitet hat. Nach dem Gewinn des Fahrertitels gestern ist die Teammeisterschaft heute die Krönung für diese Saison. Vielen Dank, Jungs!“

Christian Vietoris (ausgefallen):

„Das war leider ein kurzes Finale für mich. Ich glaube, Molina hat sich verbremst und ist mir ins Auto gefahren. Dadurch habe ich die Kontrolle über das Auto verloren und mich in Tambays Auto reingedreht. Das Wochenende hier ist leider eine kleine Zusammenfassung des gesamten Saisonverlaufs für mich. Ich hoffe auf ein besseres 2016.“

(c)Hirsch

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM Teamchef:

„Glückwunsch an das Team gooix/Original-Teile Mercedes-AMG zur gewonnenen Teamwertung. Nach dem Fahrertitel gestern, ein weiterer Grund zu feiern. Auch Paul Di Resta will ich zu einem starken Wochenende mit zwei vierten Plätzen gratulieren. Es war super von Pascal, dass er das Rennen trotz seines schwer beschädigten Autos zu Ende gefahren ist. Aber er wollte im letzten Rennen der Saison nicht aufgeben und das Rennen für die Fans zu Ende fahren.“

 


DTM: Mercedes will Tabellenführung am Nürburgring verteidigen

 

Pascal Wehrlein , Mercedes © Erich hirsch

Tabellenführer Pascal Wehrlein

Das Mercedes-AMG DTM Team führt vor dem vorletzten Rennwochenende der Saison mit Pascal Wehrlein und dem Team gooix/Original-Teile Mercedes-AMG die Fahrer- und die Teamwertung an. Diese gilt es zu behaupten. Ein schweres Unterfangen, denn der Tabellenführer muß im wahrsten Sinne des Wortes mit dem schwersten Auto (1.130 kg) dank der Performance-Gewichte in der Eifel antreten.
Hier die Stimmen der Mercedes-Piloten und des Teamchefs vor dem Nürburgring-Rennen:

Pascal Wehrlein:
„Am vergangenen Wochenende war ich in Singapur beim Formel 1-Rennen. Wenn man die anderen Fahrer auf der Strecke sieht, reizt es einen umso mehr, wieder selbst zu fahren. Daher kann ich es kaum erwarten, wieder am Steuer zu sitzen. Wichtig ist, dass wir ein perfektes Wochenende zusammenbekommen. Dann sind wir sicher in der Lage, um vordere Positionen und auch Siege mitzufahren, was uns unserem großen Ziel einen Schritt näher bringen würde. Aber das wird nicht einfach und vor uns liegt noch viel Arbeit. Die Strecke in der Eifel ist auch eine ganz andere als in Oschersleben. Daher ist es auch schwer vorhersagbar, wer am Wochenende konkurrenzfähig ist. Ich gehe davon aus, dass es ein enger Kampf zwischen allen drei Marken wird.“
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