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Test-Termine für neue Formel-E-Fahrzeuggeneration enthüllt

Venturi-Verkleidung(c)Venturi

Die Saison fünf der Formel E wartet mit zahlreichen Neuerungen auf. BMW steigt als Hersteller ein, ZF baut den Antriebsstrang für Venturi, Batterie und Chassis werden ganz neu konzipiert sein und sollen den bisher obligatorischen Fahrzeugwechsel ad acta legen. Seit der Premierensaison der Formel E 2014/15 müssen die Fahrer ihre Arbeitsgeräte während eines Rennens tauschen, da die Batterien noch kein ganzes Rennen durchhalten.

Den Energiespeicher, der die Formel E-Boliden zukünftig mit 54 kWh antreibt, stellt die britische Firma McLaren Applied Technologies her, für das neue Chassis zeichnet Spark Racing Technologies verantwortlich, die schon die aktuellen Chassis entwarfen. Neben leistungsstärkeren Akkus und einer neuen, unverwechselbaren Optik verbessert sich die Leistung und damit die Spitzengeschwindigkeit in der Formel E. 200 kW ist momentan die Höchstleistung, ab der fünften Saison flitzen die Elektroboliden dann mit bis zu 250 kW, rund 340 PS, um die engen Straßenkurse.

Als Termin für erste Testfahrten der neuen Fahrzeuggeneration ist der Oktober 2017 vorgesehen, wie ‚Motorsport.com‘ meldet. Damit müssen sich die zehn Teams länger auf die neuen Boliden zum Testen gedulden als ursprünglich vorgesehen war.

Eigentlich hätte zum 1. Oktober 2017 bereits die Auslieferung der Formel-E-Fahrzeuge an die Teams stattfinden sollen, doch die längere Suche nach einem geeigneten Batteriehersteller verzögerte die Fertigstellung der Fahrzeuge. Jetzt wird der Februar 2018 als erste gemeinsame Testsession aller Teams ins Auge gefasst.

Sechs Monate später, also im August 2018, erfolgt dann die obligatorische Homologation der neuen Fahrzeuggeneration. Gerade rechtzeitig für den Beginn der mit Spannung erwarteten Saison 2018/19.


FE: ZF strebt komplett eigenen Antriebsstrang für Venturi an

Norbert Odendahl, ZF (c)ZF

Das Team Venturi arbeitet seit dem Start der Saison 2016/17 intensiv mit dem deutschen Technologiepartner ZF zusammen. Die Monegassen um Teamdirektor Franck Baldet setzen bereits speziell entwickelte Hochleistungsstoßdämpfer von ZF Race Engineering bei Stepahne Sarrazin und Maro Engel ein.

Die ZF Race Engineering GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der ZF Friedrichshafen AG mit Hauptsitz im unterfränkischen Schweinfurt und beschäftigt derzeit ca. 90 Mitarbeiter. ZF Race Engineering entwickelt, produziert und vertreibt Stoßdämpfer, Kupplungen, Getriebe sowie weitere ZF-Produkte für verschiedenste Anwendungen im Bereich des weltweiten Motorsports. Rennserien wie die Formel 1, die Rallye-WM, die DTM oder die 24h von Le Mans bis hin zur innovativen, rein elektrischen Formel E vertrauen auf die High-Tech-Produkte von ZF.

Beide Unternehmen werden zukünftig auch in anderen Technologie-Bereichen harmonieren. Ziel der langfristig angelegten Partnerschaft ist die Entwicklung eines komplett neuen Antriebsstrangs für Saison fünf, der sowohl den Elektromotor als auch ein Getriebe umfasst.

Norbert Odendahl, Geschäftsführer bei ZF Race Engineering (ZFRE), engagiert sich mit Leidenschaft und Begeisterung für den Motorsport. Eurosport-Kommentator Oliver Sittler hat sich mit dem 45-jährigen Odendahl über die Formel E unterhalten. Dabei nennt der ZF-Verantwortliche die Gründe für den Einstieg bei Venturi, wie die künftige Kooperation mit den Monegassen aussieht, weshalb die Formel E und Pilot Maro Engel ein wichtiger Mosaikstein für ZF bedeutet und wie er die Formel E im Motorsport beurteilt.

Herr Odendahl, wie erfolgt die Unterstützung für das Team Venturi?

Norbert Odendahl: „Wir haben einen Dreistufenplan. In der ersten Stufe erfolgt die Belieferung der Dämpfer. Danach nehmen wir uns die Optimierung des Getriebes vor. In Saison fünf werden wir mit einem eigenen komplett entwickelten Antriebsstrang in die Formel E einsteigen und den Leuten mal zeigen, wo der Hammer hängt.“ weiterlesen