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Formel E: e.dams selbst zu sehr unter Druck gesetzt

Renault e.dams-Piloten Prost und Buemi (c)Renault

Für Titelverteidiger Renault e.dams lief der sechste Saisonlauf der Formel-E-Weltmeisterschaft in Long Beach nicht nach Plan. Nicolas Prost kam im Renault Z.E.15 als Elfter ins Ziel, Sebastien Buemi wurde 16. Dennoch verteidigt die Werksmannschaft mit einem Vorsprung von sechs Punkten ihre Führung in der Teamwertung. Der bis dato in der Fahrer-Weltmeisterschaft führende Buemi bremste zu spät für die Haarnadelkurve und krachte Robin Frijns (Andretti) ins Heck. Die daraus resultierenden Beschädigungen an seinem Fahrzeug sowie eine anschließende Durchfahrtsstrafe machten alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung zunichte. Teamkollege Nicolas Prost wurde von der Rennleitung ebenfalls mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. weiterlesen

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Formel E: Rückschlag für DS Virgin in Long Beach

DS Virgin (c)DS Virgin
DS-Virgin-Pilot Sam Bird (siehe Bild) überquerte beim Long Beach ePrix die Ziellinie trotz seiner Pole Position als Sechster, nachdem ihn das Touchieren einer Reifenmauer um seine Siegchancen gebracht hatte.

Nach dem Start behauptete Bird zunächst die Führung gegenüber Lucas di Grassi. In Runde 12 musste er ihn zwar passieren lassen, blieb aber in seinem Windschatten. Nach einem sauberen Fahrzeugwechsel führten sie das enge Duell um die Spitze fort. Dieser Zweikampf fand jedoch in der 23. Runde sein Ende – Bird unterlief ein Fahrfehler, seine Bremsen blockierten und er rutschte in Kurve fünf in eine Reifenmauer. Sein DSV-01 wurde dabei nur leicht beschädigt, Bird verlor aber fünf Plätze und damit jede Chance auf den Sieg.

„Es ist nur schwer zu akzeptieren, dass wir 21 Punkte hätten sammeln können und es stattdessen nur 11 geworden sind. Der zweite Platz war relativ ungefährdet und ich war vor dem Zwischenfall sehr zuversichtlich, auch um den Sieg mitfahren zu können. Das Qualifying hat aber gezeigt, dass wir schnell sind und das ist das Entscheidende“, so Bird.

Nachdem er seine Gruppe im Qualifying dominiert hatte und bei der Superpole die zweitschnellsten Rundenzeit hinlegte, ging Bird zunächst als Zweiter auf die 2,131 Kilometer lange, berühmte Strecke – hinter Antonio Felix da Costa vom Team Aguri. Der Portugiese wurde allerdings aufgrund eines zu niedrigen Reifendrucks ans Ende des Feldes versetzt, was Bird die Pole Position einbrachte. weiterlesen


Formel E: Die Highlights aus Long Beach in Bild und Ton

Der sechste Lauf der Formel E in Long Beach war nichts für schwache Nerven. Lucas di Grassi (Abt Schaeffler Audi Sport) eroberte mit seinem zweiten Saisonerfolg die Tabellenführung in der Fahrermeisterschaft zurück. E.dams-Pilot Sebastien Buemi, der bis dahin souveräne Tabellenführer, strauchelte in der Sonne Kaliforniens und konnte mit der schnellsten Rennrunde wenigstens zwei Punkte mit nach Hause nehmen.

Vor den Augen von Teameigner LeonardoDiCaprio feierte Stephane Sarrazin sein bisher bestes Saisonergebnis mit Platz zwei, dahinter folgte di Grassis Teamkollege Daniel Abt auf Platz drei. Erfolg auch für den zweiten deutschen Piloten im Fahrerfeld, Nick Heidfeld, der im Mahindra-Boliden Platz vier erzielte.

Hier seht ihr nochmals die Highlighst aus Long beach im Video, die besten Bilder sind in der Bildergalerie zu sehen:

Fotocredits: FIAformulaE


Formel E: Abt-Team nach Doppelpodium im Freudentaumel

Abt-Jubel kennt keine Grenzen (c)Abt

California Dreams. Das Team Abt Schaeffler Audi Sport hat vor den Toren Hollywoods den größten Erfolg in seiner noch jungen Formel-E-Geschichte errungen. Lucas di Grassi gewann das Rennen in Long Beach und eroberte damit die Tabellenführung in der Elektro-Rennserie. Teamkollege Daniel Abt komplettierte den Triumph mit einem starken dritten Platz.

Party total auf dem Podium in Kalifornien. Mit seinem ersten Doppelpodium in der eineinhalbjährigen Geschichte der Formel E hat das Team Abt Schaeffler Audi Sport eine eindrucksvolle Antwort auf den Rückschlag beim vergangenen Rennen gegeben. Vor drei Wochen in Mexiko hatte di Grassi ebenfalls gewonnen, war aber nachträglich wegen eines zu geringen Gewichts seines Autos aus der Wertung genommen worden. Umso größer war der Jubel nach dem Triumph des brasilianisch-deutschen Duos in den USA.

„Der Erfolg heute war genau die richtige Reaktion nach dem Rennen in Mexiko. Wir haben uns vor dem Wochenende im Team eingeschworen und wollten allen beweisen, dass der Sieg dort kein Zufallstreffer war“, sagte Lucas di Grassi. „Wir sind Racer, gehen ans Limit und geben niemals auf. Jetzt beginnt die heiße Phase der Saison und wir sind motivierter denn je, in der Erfolgsspur zu bleiben. Ich freue mich auch sehr für Daniel. Er ist ein toller Typ und ein starker Fahrer, heute hat er den Lohn dafür bekommen“, ergänzte di Grassi. weiterlesen


Formel E: Di Grassi siegt in Long Beach, Abt Dritter

Lucas di Grassi in Long Beach (c)Abt

Was für ein geiles Rennen. California-Dreams für das Abt-Teams. Der erhoffte Befreiungsschlag für Lucas di Grassi, der sich mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung zurückholte. Zweiter wurde Venturi-Pilot Stephane Sarrazin, der sein bestes Formel-E-Ergebnis feierte vor dem Drittplatzierten Daniel Abt. Der junge Kemptener beendete endlich eine lange Durststrecke und feierte sein bestes Saisonergebnis. Vierter wurde Nick Heidfeld (Mahindra) vor Teamkollege Bruno Senna. Schwarzes Wochenende dagegen für die e.dams-Mannschaft, die mit beiden Fahrern nicht in die Top Ten kam.

„Ich hatte eine Superpace, es war ein Superrennen und es ist ein großartiges Gefühl, wieder ganz oben zu stehen“, strahlte der neue Meisterschaftsführende di Grassi. Der Brasilianer ließ sich auch von einer Safety-Car-Phase in Runde 36 nicht aufhalten, als das Rennen wegen eines Unfalls von Nelson Piquet jr. drei Runden lang neutralisiert wurde. Es gab nur lachende Gesichter beim Abt Schaeffler Audi Sport Team, das mit den Plätzen eins und drei das beste Formel-E-Ergebnis bisher ablieferte. „Ich bin jedem im Team so dankbar. Wir wussten, wir sind stark im Team. Das haben wir heute eindrucksvoll gezeigt.Ich bin heute sehr glücklich“, sagte Abt nach dem Rennen überglücklich. weiterlesen


Formel E: Jan Seyffahrt ersetzt bei Eurosport Timo Scheider für Long Beach

Jan Seyffarth (c)Seyffahrth

Eurosport überträgt wie gewohnt den Long Beach ePrix (1 Uhr MESZ am Sonntagmorgen) für die deutschen Formel-E-Fans. Kommentator Oli Sittler kommentiert den sechsten Lauf der Elektrorennserie. An seiner Seite feiert Jan Seyffarth Premiere als Co-Kommentator. DTM-Pilot Timo Scheider, der bisher mit seinem Fachwissen als Co-Kommentator fungierte, steht wegen eines Langstreckenrennens (VLN) am Nürburgring nicht zur Verfügung.

Seyffarth ist aus dem ADAC GT Masters bekannt, wo er mit Maro Engel im Vorjahr ein Team bildete. „Ich freue mich auf meine Premiere als Experte an der Seite von Oliver Sittler auf dem Kommentatorenplatz. Natürlich werde ich mein Wissen aus dem Motorsport einbringen und die Zuschauer in unsere Welt eintauchen lassen. Gerade eine Serie wie die Formel E zeigt, welches Potential in der Zukunft steckt“, fiebert der 29-Jährige seinem TV-Einsatz entgegen.
Eurosport überträgt bereits ab Sonntag morgen 00:15 Uhr und zeigt zunächst eine Zusammenfassung des Qualifyings und dann das Rennen live.

In Long Beach greift die Formel E auf den bekannten amerikanischen Sportkommentator Bob Varsha zurück, der gemeinsam mit Dario Franchitti das Rennen auf den englischsprachigen Hauptkanälen kommentiert. Varsha, der die Formel E für die USA beim US-Sportsender Fox Sports moderiert, ersetzt Jack Nicholls, der seinerseits das Formel-1-Rennen aus Bahrein für das britische Fernsehen kommentiert. „Es ist mir eine Ehre, Jack zu ersetzen und mit seinen Kollegen Dario Franchitti und Nicki Shields zusammenzuarbeiten“, freut sich Varsha.


Formel E: Abt-Smalltalk aus dem Fahrerlager von Long Beach

Lucas di Grassi, Daniel Abt in Long Beach (c)Abt

Die Formel E ist zu Gast in Kalifornien: Morgen (2. April, Rennen um 16 Uhr Ortszeit, 1 Uhr MESZ in der Nacht auf Sonntag) startet die Elektro-Rennserie in Long Beach vor den Toren Hollywoods. Schon bevor die Autos das erste Mal auf die Strecke gehen, ist rund um das Team Abt Schaeffler Audi Sport eine Menge los.

Daniel Abt unterwegs auf der Suche nach Walen:
Daniel Abt hat sich mit einer Bootstour auf die Renntage in Long Beach eingestimmt. Gemeinsam mit seinem Fahrerkollegen Jérôme D’Ambrosio ging der Deutsche vor dem Redondo Beach auf die Suche nach Walen, allerdings mit wenig Erfolg. Außer zwei kleinen Exemplaren und einigen Robben ließen sich keine Tiere blicken. Seine Erlebnisse hat Daniel Abt in einen Vlog zusammengestellt, u.a. wie der Youngster beim Joggen mit Teamkollege Lucas di Grassi den berühmten Hollywood-Schriftzug nicht findet.

Abt Schaeffler FE02 besteht Crashtest:

Während das Team sich in Long Beach auf den ePrix am Samstag vorbereitet, hat die nächste Generation des Elektroautos einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft absolviert: Der ABT Schaeffler FE02, wie das Auto in der dritten Saison heißen wird, hat unter Aufsicht der FIA den obligatorischen Crashtest bestanden. Nächste Schritte: intensive Tests auf dem Prüfstand und die offizielle Homologation Ende Mai. weiterlesen


Formel E: Vergne hat Podestplatz im Visier

Jean-Eric Vergne (c)Citroenpresse

Für Jean-Eric Vergne lief die erste Saisonhälfte bei seinem neuen Arbeitgeber DS Virgin nicht nach Wunsch. Lediglich ein siebter Platz beim ePrix in Punta del Este war die bisher magere Ausbeute des Franzosen. Bei allen restlichen Rennen landete der Ex-Formel-1-Pilot außerhalb der Top Ten. Enttäuschend, wenn man bedenkt, dass Vergne vor Saisonbeginn noch zum engeren Favoritenkreis auf den Titel zählte. Am Arbeitsgerät, dem Virgin Racing Engineering DSV-01 mit Doppelmotor, kann es allein nicht liegen. Teamkollege Sam Bird ist der beste Beweis dafür, der Brite gewann bereits ein Rennen (Buenos Aires) und erzielte in Putrajaya mit Platz zwei einen weiteren Podestplatz.

In Long Beach könnte Vergne auf die Erfolgsspur zurückkehren. Im Vorjahr feierte der Franzose dort mit Platz zwei sein bisher bestes Formel-E-Resultat. Damals griff der 25-Jährige noch ins Lenkrad von Andretti. Zuletzt gab es für Vergne in Mexico-City nichts zu erben, der DS-Virgin-Pilot musste mit Platz 16 vorliebnehmen. Dennoch schielt der 25-Jährige mit einem Auge auf einen Podestsplatz in Kalifornien. „Ich weiß, ich kann auf diesen Kurs schnell fahren“, so der Franzose. „Im Vorjahr war Long Beach großartig für mich. Obwohl einige Veränderungen an der Strecke durchgeführt wurden, gibt es noch starke Parallelen zu damals. Im Qualifying war ich in Mexico gut unterwegs und genau das möchte ich in Long Beach wiederholen. Ich möchte einen Podestplatz“, fügt Vergne hinzu. Über mangelnde Unterstützung der Fans kann sich Vergne nicht beklagen. Dreimal konnte er den FanBoost bereits gewinnen, ohne davon entscheidend zu profitieren. weiterlesen


Formel E: Venturi mit neuen Technischen Direktor Mazzola

Luigi Mazzola (c)Venturi

Das Venturi-Team hat eine neue Personalie. Der frühere Ferrari-Test-Teamleiter Luigi Mazzola zieht ab sofort die Fäden im monegassischen Formel-E-Team. Wie ‚Current-e.com‘ berichtet, verpflichtete Teameigner Gildo Pastor den 54-jährigen Italiener. Zusammen mit Teamchef Franck Baldet soll der erfahrene Mazzola das Venturi-Team in die Zukunft führen.

Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Überführung in ein voll entwickeltes Rennteam und die Weiterentwicklung des Antriebsstrangs für Saison drei. In Long Beach wird Mazzola erstmals seine neue Rolle bei Venturi ausüben.

Mazzola startete seine Karriere bei Ferrari 1988 und feierte mit den ‚Roten‘ 14 Titel in der Formel 1. 1990 arbeitete der Italiener als Renningenieur mit Alain Prost zusammen. „Prost war dreifacher Weltmeister und hatte seinen neuen, sehr jungen Renningenieur“, sagt Mazzola rückblickend. „Ich hatte überhaupt keine Rennerfahrung. Nach ein paar Monaten, kam er zu mir und sagte, ich verstehe, was du machst. Wir machen gemeinsame Sache“, fügt der Italiener hinzu.

Über Prost findet Mazzola nur lobende Worte: „Er kann ein Auto in allen Situationen einschätzen. Er kann mechanische und aerodynamische Probleme erkennen. Prost ist phänomenal. Er war Lehrer, Freund und Führungsposition in einem und sehr, sehr bescheiden. Er behandelte mich nicht als Kind, er behandelte mich auf Augenhöhe. Ich muss ihm sehr dankbar sein.“ weiterlesen


Formel E: Vorschau Long Beach ePrix

Long Beach 2015 (c)FIAformulaE

Am kommenden Wochenende steht der Long Beach ePrix auf dem Programm. Mit dem sechsten Lauf im US-Bundesstaat Kalifornien wird die zweite Saisonhälfte der Formel E eingeläutet. Nach dem grandiosen Erfolg bei der Mexico-Premiere vor knapp drei Wochen läuft momentan alles nach Plan für das e.dams-Team.

Zur Strecke:
Long Beach befindet sich im Süden Kaliforniens, circa 30 Kilometer entfernt von Los Angeles. Die Stadt gehört zu einer der größten Städte an der Westküste Amerikas. Der Wassersport wie Kite-Surfen oder Kajakfahren wird dort ganz großgeschrieben. Kein Wunder, bei einer Länge von 20 Kilometer Sandstrand. Disneyland zieht jedes Jahr immer noch sehr viele Touristen an. Seit 1975 werden in dem Hafen-Vorort von Los Angeles Rennen gefahren.

Im Vorjahr gab es mit Miami und Long Beach gleich zwei ePrix auf US-Terrain, dieses Jahr macht der Formel-E-Zirkus nur in Long Beach Halt. Der Kurs selbst ist 2,131 Kilometer lang und gespickt mit sieben Kurven.  41 Runden werden wie schon 2015 auf den Stadtkurs von Long Beach gefahren.  Im Vorjahr feierte Nelson Piquet jr. (NextEV) dort seinen ersten Formel-E-Sieg, der dem Brasilianer den Grundstein zur Formel-E-Meisterschaft ebnete. Jean-Eric Vergne, damals noch im Andretti-Boliden unterwegs, wurde Zweiter, Abt-Pilot Lucas di Grassi landetet auf Platz drei. Bemerkungswert zu diesem Zeitpunkt war die Tatsache, dass es mit Sieger Piquet jr. den sechsten unterschiedlichen Gewinner im sechsten Rennen gab.

Track Long Beach (c)FIAformulaE

Der Kurs in Long Beach hat eine Streckenlänge von 2,1 Kilometer und umfasst sieben Kurven. Für Vorjahressieger Piquet jr. zählen Kurve eins  und fünf zu den besten Überholmöglichkeiten, die enge Haarnadelkurve bei Turn sieben gibt den Piloten eine weitere Möglichkeit zum Passieren.

Das Vorjahr weckt schöne Erinnerungen bei di Grassis Teamkollegen Daniel Abt. Dort feierte der junge Kemptener seine bisher einzige Pole-Position in seiner Formel-E-Karriere. Auf Platz drei liegend im Rennen verhinderte eine Durchfahrtsstrafe wegen Überschreitung der Energiemenge einen Podiumsplatz für den Deutschen.
Nick Heidfeld, damals noch bei Venturi unter Vertrag, belegte Platz elf. 2016 werden die Karten neu gemischt. weiterlesen