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FE: Hans-Jürgen Abt: „Wir können kleine Nadelstiche setzen“

Hans Juergen Abt,FIA Formula E, Test Donington (c)ABT

Mit dem ersten Saisonsieg in der Formel E haben sich Lucas di Grassi und ABT Schaeffler Audi Sport wieder einen kleinen Schritt zurück in den Titelkampf gebracht. Im Interview spricht Teamchef Hans-Jürgen Abt über das dramatische Rennen in Mexiko, die Kräfteverhältnisse in der Elektro-Rennserie und seine Vorfreude auf die Rennen in Europa.

Wie haben Sie das Formel-E-Rennen in Mexiko erlebt?

„Als eines der spannendsten überhaupt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade in den letzten Runden noch irgendjemand ruhig geblieben ist. Der Mexiko ePrix hat ein kleines Stück Formel-E-Geschichte geschrieben. Ich bin stolz, dass wir mit unserem Team einen Teil dazu beigetragen haben.

Wie konnte Lucas di Grassi vom 15. Startplatz und mit einem zusätzlichen Stopp dieses Rennen gewinnen?

„Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir mit einer guten Strategie nach vorn fahren – denken Sie zum Beispiel an Hongkong, wo Lucas vom 19. Startplatz aufs Podium gefahren ist. Aber in Mexiko haben Rennfahrer und Team ihr Meisterstück abgeliefert: die Mannschaft in der Box, weil sie den Mut zu einer äußerst riskanten Strategie hatte. Die Mechaniker, weil sie bei dem außerplanmäßigen Stopp cool geblieben sind. Und Lucas di Grassi, weil er top konzentriert, fehlerfrei und mit voller Kontrolle über den Energieverbrauch seine Runden gedreht hat.“

Wäre sein Teamkollege Daniel Abt von der Pole-Position, die er nachträglich verloren hat, auch ein Kandidat für den Sieg gewesen?

„Selbstverständlich. Nicht nur mir und dem ganzen Team, auch den Fans tut es leid für Daniel. Er hat im Qualifying einmal mehr eine Wahnsinnsleistung gebracht, seinen Teamkollegen zum dritten Mal im vierten Rennen geschlagen. Im Rennen hat er elf Positionen gutgemacht und mit Platz sieben Punkte geholt. Ich weiß, er mag es nicht mehr hören, aber: Der Knoten wird platzen und bald steht er ganz oben auf dem Podium.“

Das erste Drittel der Saison ist absolviert. Wie schätzen Sie die Kräfteverhältnisse in der Formel E ein?

„Genau so, wie es viele vor der Saison prognostiziert haben: Das Feld ist viel enger zusammengerückt, viele Teams haben sich enorm gesteigert, statt drei oder vier gibt es jetzt in jedem Rennen mindestens ein Dutzend Kandidaten für den Sieg. Wie erwartet ist die Werksmannschaft von Renault das Team, das es zu schlagen gilt. Aber wir sehen: Wenn wir hart arbeiten, niemals aufgeben und noch dazu ein bisschen Glück haben, dann können wir kleine Nadelstiche setzen. Wenn eine Chance kommt, wollen wir sie nutzen.“

Nach Gastspielen in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika kommt die Formel E im Mai nach Europa. Wie groß ist die Vorfreude?

„Riesig – und nicht nur bei uns, sondern auch bei vielen Fans, Medien und Partnern. Mit dem Rennen in Monaco nimmt die Formel E endlich richtig Fahrt auf, wir fahren dann vier Rennen innerhalb von vier Wochen. Ich bin mir sicher, dass die Serie dann noch mehr Interesse auf sich ziehen wird – nicht zuletzt, weil die TV-Übertragungen dann nachmittags laufen. Mit dem Wechsel von Eurosport zu DMAX erreichen wir außerdem viele neue Zuschauer.“

Einer der Höhepunkte sind die beiden Heimrennen in Berlin am 10. und 11. Juni. Wie gefällt Ihnen das neue Streckenlayout in Tempelhof?

„Ich bin überzeugt davon, dass die Fans in Berlin ein Mega-Event erleben werden. Die erste Reaktion unserer Fahrer auf das neue Layout ist durchweg positiv, das werden spannende Rennen mit vielen Überholmanövern und reichlich Action. Auch für die Fans ist das Areal in Tempelhof ideal: Sie erleben das ganze Programm der Formel E auf engstem Raum vor einer beeindruckenden Kulisse – und hoffentlich einen starken Auftritt des deutschen Teams.“

Parallel zu den aktuellen Rennen laufen schon die Vorbereitungen für die nächste Saison. Was ist der aktuelle Stand?

„Der aktuelle Stand ist, dass unsere Ingenieure und Mechaniker in den nächsten Wochen wenig Zeit für ihre Familien haben werden und viel unterwegs sind. Unser Plan bis zum Auftakt der neuen Saison steht, alle Tests auf der Strecke und auf Prüfständen sind geplant. Ende März haben wir in Spanien schon ein paar Kleinigkeiten ausprobieren können. Richtig los geht es dann in den Wochen rund um das Rennen in Berlin. Die Zusammenarbeit zwischen Audi, Schaeffler und ABT funktioniert gut – schön zu sehen, wie alle Seiten an dem gemeinsamen Ziel arbeiten, in der Formel E auch künftig eine gute Rolle zu spielen.“

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FE: Lucas di Grassi triumphiert in Mexico

AUDI SPORT ABT SCHAEFFLER FORMULA E TEAM, Lucas di Grassi (c)ABT

Das Team ABT Schaeffler Audi Sport erlebte beim vierten Lauf der Formel E ein Wechselbad der Gefühle – und ein sensationelles Happy End: Lucas di Grassi holte in einem dramatischen Rennen seinen fünften Sieg und hat sich damit zurück in den Titelkampf gefahren. Teamkollege Daniel Abt zeigte ebenfalls eine beeindruckende Aufholjagd und fuhr auf Platz sieben.

Die knapp 40.000 Fans in Mexiko-Stadt erlebten eines der dramatischsten Rennen in der noch jungen Geschichte der Elektro-Rennserie. Hauptdarsteller: Lucas di Grassi. Dank einer äußerst riskanten Strategie und dem nach eigenen Worten „besten Rennen“ seiner Formel-E-Karriere jubelte der Brasilianer schließlich doch als Sieger vor den begeisterten Fans. Ebenso wichtig: Weil Erzrivale Sébastien Buemi nur einen Zähler holte, ist der Titelkampf bei noch acht ausstehenden Rennen wieder offen.

Lucas di Grassi war nach einem verkorksten Qualifying nur vom 15. Startplatz ins Rennen gegangen und fiel nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde und dem nötigen Wechsel des Heckflügels sogar auf den letzten Platz zurück. Anschließend setzte das Team alles auf eine Karte und holte di Grassi bereits in der 18. von 45 Runden zum Autowechsel an die Box. In den verbleibenden 27 Runden lieferte der Brasilianer sein Meisterstück in Sachen Energiemanagement ab und hielt die mit deutlich mehr Power ausgestattete Konkurrenz bis zur Ziellinie hinter sich.

„Heute haben alle gesehen, was die Formel E ausmacht: Man darf niemals aufgeben, egal wie aussichtslos die Situation auch scheint“, sagt Lucas di Grassi. „Vor allem die Runden nach dem Stopp waren die vielleicht besten meiner Karriere: Ich musste mit meiner Energie haushalten und durfte keinen einzigen Fehler machen. Mein Dank geht an die Mannschaft in der Box, die mutig genug war, diese gewagte Strategie zu riskieren.“

Teamkollege Daniel Abt war der tragische Held des Mexiko ePrix: Mittags hatte der Deutsche in einem spannenden Qualifying seine zweite Pole-Position in der Formel E erobert – und wenig später unverschuldet doch wieder verloren: Die Sportkommissare attestierten einen minimal zu geringen Luftdruck und versetzten den Deutschen ans Ende des Starterfeldes. Von dort kämpfte sich Abt mit einem starken und fehlerfreien Rennen nach vorn, hielt sich aus den meisten Rangeleien heraus und sammelte im Ziel mit Platz sieben wertvolle Punkte. „Von dieser schlechten Ausgangsposition waren Punkte unser Ziel – das haben wir erreicht und damit Schadensbegrenzung betrieben“, sagt Abt. Und fügt lächelnd hinzu: „Aber natürlich ärgert es mich schon ein wenig, denn man hat an Lucas gesehen, was mit ein bisschen mehr Glück möglich gewesen wäre.“


FE: ABT ist bereit für Formel-E-Fiesta in Mexiko

AUDI SPORT ABT SCHAEFFLER FORMULA E TEAM,(c)ABT

Fiesta Mexicana. Stadionatmosphäre, Mega-City, enthusiastische Fans und eine breite Strecke für viele Überholmanöver: Der ePrix im Herzen von Mexiko-Stadt am kommenden Samstag (1. April) ist einer der Höhepunkte im Kalender der Formel E. Das Team ABT Schaeffler Audi Sport liegt mit Lucas di Grassi und Daniel Abt auf dem zweiten Platz in der Team- und Fahrerwertung.

Sébastien Buemi und sein Renault-Werksteam sind in der Formel E derzeit die Kombination, die es zu schlagen gilt. Erster Verfolger im internationalen Feld ist das deutsche Team ABT Schaeffler Audi Sport mit seinen beiden Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi. 19 Mal stand das deutsch-brasilianische Duo in den bisher 25 ausgetragenen Rennen auf dem Podium. Für das Gastspiel in Mexiko ist das Ziel deshalb klar: perfekt aussortiert anreisen, angreifen, den kleinsten Fehler ausnutzen.

Der 2,093 Kilometer lange Kurs liegt im Herzen von Mexiko-Stadt und nutzt einen Teil des Autódromo Hermanos Rodríguez, auf dem auch die Formel 1 startet. Besonders beeindruckend ist der Abschnitt zwischen den Tribünen, die für eine stadionähnliche Atmosphäre sorgen. Anders als die Formel 1 führt der Kurs der Formel E nicht nur durch dieses Stadion, sondern schlängelt sich vor den Tribünen entlang. Auch die Podiumszeremonie findet auf einer Bühne vor den im Vorjahr fast voll besetzten Tribünen statt – ein emotionales Highlight für Fans und Rennfahrer gleichermaßen.

Tests, akribische Analyse der gesammelten Daten, Optimierung der Software, Arbeit an der perfekten Abstimmung, Vorbereitung der Piloten im Simulator – auch während der Saison überlässt ABT Schaeffler Audi Sport nichts dem Zufall. „Nur wenn wir perfekt aussortiert in den Renntag starten, haben wir eine Chance auf Pokale und Champagner“, sagt Daniel Abt. Ebenso wie sein Teamkollege freut sich der Deutsche besonders auf die einmalige Atmosphäre in Mexiko.

„Unser Ziel bleibt auch für das Rennen in Mexiko unverändert: Wir wollen um das Podium und bestenfalls um den Sieg kämpfen“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Im Vorjahr hat Lucas das Rennen souverän gewonnen, den Pokal aber anschließend wegen unseres Fehlers verloren – auch deshalb haben wir mit Mexiko noch eine Rechnung offen. Leicht wird es nicht, denn in dieser Saison gibt es in der Formel E gleich mehr als ein Dutzend Kandidaten für den obersten Platz auf dem Podium.“

In der Formel E werden Training, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden ausgetragen. Start ist um 16 Uhr Ortszeit (Mitternacht deutscher Zeit). Das Rennen in Mexiko führt über 45 Runden und wird live auf Eurosport ab 00:00 Uhr von Samstag auf Sonntag übertragen. Am Dienstag, 4. April, zeigt der Sender ab 22:00 Uhr ein einstündiges Magazin zur Formel E.


FE: Lucas di Grassi: „Gutes Wochenende für uns“

lucas-di-grassi-mit-pokal(c)Audi

Audi-Werksfahrer Lucas di Grassi hat mit einem dritten Platz in Buenos Aires seinen zweiten Tabellenrang in der Formel E behauptet. Teamkollege Daniel Abt glänzte im dritten Saisonrennen der rein elektrisch betriebenen Formel-Rennserie mit einer Aufholjagd von Startplatz 16 auf Rang sieben.

Lucas di Grassi gab dem Team ABT Schaeffler Audi Sport schon im Zeittraining einen Grund zum Jubeln: Zum ersten Mal fuhr der Brasilianer in der Formel E auf den besten Startplatz und sicherte sich damit drei Extrapunkte. Im Rennen lief es bei knapp 30 Grad im Schatten zunächst nicht nach Wunsch: Di Grassi kämpfte mit starkem Übersteuern und fiel auf Rang fünf zurück. Nach dem Fahrzeugwechsel bei Halbzeit konnte der Brasilianer wieder attackieren und sich den dritten Platz auf dem Podium holen.

Audi-Werksfahrer Loïc Duval fuhr im Team von Dragon Racing auf Rang sechs. Daniel Abt musste sich nach einem Mauerkontakt im Zeittraining mit Startplatz 16 begnügen. Mit einem starken Rennen und einer guten Strategie des Teams kämpfte sich der junge Deutsche noch auf Rang sieben nach vorn und sicherte so wichtige Punkte für die Teamwertung.

Sie haben in Buenos Aires Ihre erste Pole-Position in der Formel E geholt. Hätten Sie sich da nicht mehr erhofft als Platz drei im Rennen?
Lucas di Grassi: „Ein Podium war das Maximum, das wir erreichen konnten. Wir haben mit dem dritten Platz und der Pole-Position insgesamt 18 Punkte geholt. Es war ohne Frage ein gutes Wochenende für uns, auch wenn wir noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen haben.“

Weshalb konnten Sie die anfängliche Führung nicht verteidigen?
Di Grassi: „Es ist offensichtlich, dass die Autos mit Renault-Antrieb vor und hinter mir schneller waren. Zudem fühlte sich mein erstes Auto recht seltsam an. Ich hatte relativ wenig Grip und viel mehr Übersteuern als erwartet. Ich konnte nicht mehr tun, als bis zum Autowechsel bei Halbzeit zu warten. Das zweite Auto war dann richtig gut, ich konnte Nico (Prost) überholen und auch etwas auf Jev (Jean-Eric Vergne) aufholen. Von Platz fünf noch auf Platz drei nach vorne zu fahren, war top. Mehr war nicht möglich.“

Sie liegen weiter auf dem zweiten Tabellenrang, aber der Abstand zu Tabellenführer Sébastien Buemi ist weiter angewachsen. Was können Sie dagegen tun?
Di Grassi:Auch im vergangenen Jahr war Seb (Buemi) überlegen. Aber er hat Fehler gemacht, die wir ausgenutzt haben. In dieser Saison hat er in den ersten drei Rennen keine Fehler gemacht. Wir werden natürlich weiter versuchen, den Rückstand auf Renault zu reduzieren. Aber in der laufenden Saison sind in der Formel E nur kleine Verbesserungen möglich. Einen großen Schritt kann man nur mit einer neuen Homologation machen – und die gibt es nur von Jahr zu Jahr. Wir arbeiten bereits am neuen Antrieb für Saison vier.“

Was ist bei den nächsten Rennen möglich?
Di Grassi:In Saison drei können wir nur versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Das ist mir bisher mit dem zweiten Platz in Hongkong, Platz fünf in Marrakesch und den 18 Punkten in Buenos Aires ganz gut gelungen. Wir müssen da sein, wenn die anderen Fehler machen. Dann können wir auch Rennen gewinnen.“

Sie haben in Buenos Aires Ihre erste Pole-Position in der Formel E geholt. Haben Sie damit gerechnet?
Di Grassi:Wir versuchen immer, das Maximum herauszuholen. Die Strecke hatte wenig Grip, mir ist eine gute Runde gelungen. Dass es die Pole-Position wurde, war eine schöne Überraschung. Es war toll, das Auto auf die Pole zu stellen.“


FE: Lucas di Grassi feiert Pole und Podium in der Formel E

Lucas di Grassi in Buenos Aires (c)ABT

Der nächste Podiumsplatz von Lucas di Grassi und eine starke Aufholjagd von Daniel Abt bis auf den siebten Platz: Dem Team ABT Schaeffler Audi Sport ist beim Formel-E-Rennen in Buenos Aires ein erfolgreicher Start in das Motorsportjahr 2017 gelungen. Damit bleiben der Südamerikaner und das deutsche Team erste Verfolger von Sebastien Buemi und Renault.

Di Grassi zählt zu den Gewinnern des dritten Saisonlaufs der Formel E in Argentinien: Der Brasilianer holte mittags die erste Pole Position in der Elektro-Rennserie und feierte wenige Stunden später mit Platz drei seinen insgesamt 15. Podiumsplatz im 24. Rennen – Rekord. Teamkollege Abt komplettierte den Erfolg der einzigen deutschen Mannschaft im Feld mit einem starken siebten Platz.

Wie so oft in der Formel E erlebten die Zuschauer an dem 2,480 Kilometer langen Stadtkurs und weltweit vor dem Fernseher actionreiche und spannende 37 Runden mit zahlreichen Überholmanövern. Nachdem Di Grassi den Start gewonnen hatte, wurde er in den folgenden Runden zunächst bis auf den fünften Platz zurückgereicht. Mit einem erneut perfekten Boxenstopp seiner Mannschaft und einem beherzten Überholmanöver erkämpfte sich der Südamerikaner die Champagnerparty auf dem Podium.

„Das war ein sehr gutes Rennen, auch wenn es nach der Pole Position nur der dritte Platz geworden ist“, sagte Lucas di Grassi. „Wir müssen anerkennen, dass wir uns gegenüber den beiden Teams mit Renault-Antrieb noch in der Verfolgerrolle befinden. Das bedeutet nicht, dass wir aufgeben, sondern dass wir noch härter dafür arbeiten werden, die Tabellenführer endlich einmal wieder zu schlagen. Für heute sind wir zufrieden mit den Punkten für Platz drei und die Pole Position und fahren stolz nach Hause.“

Hatte sich di Grassi im freien Training einen Ausrutscher geleistet und seinen Mechanikern damit eine Extraschicht bei gut 30 Grad Außentemperatur beschert, so passierte Teamkollege Abt das gleiche Missgeschick im Qualifying. Auch der Deutsche touchierte mit seinem ABT Schaeffler FE02 die Mauer und kam damit nicht über Startplatz 16 hinaus. Im Rennen behielt Abt dann einen kühlen Kopf, hielt sich aus allen Rangeleien heraus und holte mit Platz sieben und damit neun aufgeholten Positionen wertvolle Punkte. „Ein verrücktes Rennen mit viel Action, einer Menge Spaß und am Ende mit einem guten siebten Platz – ein schöner Lohn für die harte Arbeit der Mechaniker nach dem Unfall im Zeittraining“, sagte Daniel Abt.

Teamchef Hans-Jürgen Abt zieht nach dem Comeback der Formel E nach einer gut dreimonatigen Winterpause ein positives Fazit. „Gratulation an Lucas, Daniel und das ganze Team zu dieser geschlossen starken Mannschaftsleistung. Es nicht leicht, nach so einer langen Pause wieder auf den Punkt fit und top konzentriert zu sein – uns ist das heute gut gelungen. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass wir uns auf dem Pokal und den Punkten ausruhen. Wir werden ab Montagmorgen wieder alles dafür tun, um beim nächsten Auftritt der Formel E in Mexiko um den Sieg zu kämpfen.“


FE: Smalltalk aus dem Fahrerlager bei ABT, neuer Sponsor mit KUKA

ABTSchaeffler Audi Sport (c)ABT

Neuer Sponsor für ABT Schaeffler Audi Sport:
Ab sofort startet KUKA mit dem Team ABT Schaeffler Audi Sport in der Formel E. KUKA ist ein globaler Automatisierungskonzern mit Niederlassungen in mehr als 30 Ländern, etwa 12.300 Mitarbeitern und rund 3 Mrd. Euro Umsatz. Die große Stärke von KUKA ist, neben dem hohen Qualitätsanspruch an die eigenen Produkte und der Innovationskraft, die Digitalisierungskompetenz. Das Unternehmen verfügt außerdem über Know-how in unterschiedlichsten Branchen, wie zum Beispiel Automotive, Elektronik, Consumer-Goods, Logistik sowie Luft- und Raumfahrt. Damit bietet KUKA seinen Kunden intelligente und passgenaue Automatisierungslösungen für deren flexible Produktion. „Mit ABT haben wir einen Partner, der innovativ und genau wie wir technologisch sehr anspruchsvoll ist. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt KUKA-CEO Dr. Till Reuter nach der Vereinbarung mit ABT CEO Hans-Jürgen Abt. Optisch wird die Partnerschaft mit dem Logo des Unternehmens auf der Nase des ABT Schaeffler FE02 sowie in der Box deutlich.

Erlebt Buenos Aires das erste Regenrennen der Formel E?
Dunkle Wolken auf den Apps, die das Wetter vorhersagen: Glaubt man den Meteorologen, dann erwartet Teams, Fans und Fahrer das erste Regenrennen der Formel-E-Geschichte. Bisher beschränken sich die Erfahrungen mit nasser Strecke auf einen verregneten Test in Donington (den ersten überhaupt) und dann und wann ein paar Tropfen im Qualifying. „Die größten Herausforderungen bei Regen sind das extrem niedrige Grip-Level, möglicherweise stehendes Wasser auf der Strecke und vielleicht weniger zur Verfügung stehende Energie durch verringerte Rekuperation“, erklärt Franco Chiocchetti, Technischer Direktor des Teams ABT Schaeffler Audi Sport. Außerdem ist die Gefahr von Unfällen und der Einsatz des Safety-Cars bei schwierigen Streckenverhältnissen ungleich wahrscheinlicher.

Daniel Abt begeistert DHL-Mitarbeiter für die Formel E:
Schon am Mittwoch hat Daniel Abt bei einer kleinen Tournee durch Buenos Aires neue Fans für die Formel E gewonnen und bestehende Anhänger begeistert: Der Deutsche besuchte zwei Standorte des Logistikexperten DHL, der sowohl Partner des Teams ABT Schaeffler Audi Sport als auch der Serie ist. „Es war toll zu sehen, wie groß die Begeisterung der Mitarbeiter für die Formel E ist und was für detaillierte Fragen sie stellen“, sagte Abt. „Man merkt wirklich, wie das Thema bei DHL gelebt wird.“


FE: ABT ist bereit für den Re-Start der Formel-E-Saison in Argentinien

Di Grassi und Abt (c)FIAformulaE

Die Formel E kehrt auf die Strecke zurück: Am nächsten Samstag (18. Februar) trägt die Elektro-Rennserie ihren dritten Saisonlauf in Buenos Aires aus. Das deutsche Team ABT Schaeffler Audi Sport reist in der Rolle des Jägers zum Gastspiel in die argentinische Hauptstadt. Das Rennen wird in Deutschland zur besten Sendezeit (19:45 Uhr) von Eurosport live gezeigt.

Die Formel E gastiert zum dritten Mal auf dem 2,480 Kilometer langen Kurs im Stadtteil Puerto Madero – so oft wie an keinem anderen Austragungsort. Und doch gibt es bei dem Gastspiel in Südamerika viele Unbekannte: Es ist das erste Rennen nach einer langen Winterpause, die hohen Temperaturen könnten erneut eine Rolle spielen, zahlreiche Taktik- und Strategieoptionen werden den Buenos Aires ePrix bis zuletzt spannend machen.

Die Strecke führt durch das beliebte Szeneviertel Puerto Madero und direkt entlang am Fluss Río de la Plata. Sportlich bietet der Kurs einen Mix aus schnellen Passagen und langsamen Haarnadeln. Die schnellste Kurve wird mit 160 km/h gefahren, am Ende der Start-Ziel-Geraden erreichen die Autos eine Höchstgeschwindigkeit von gut 205 km/h. Es ist der schnellste Kurs im aktuellen Kalender der Formel E.

„Die Zielsetzung ist klar: Wir wollen auch in Buenos Aires um den Sieg fahren und so viele Punkte wie möglich holen“, sagt Lucas di Grassi, der als Tabellenzweiter nach Argentinien kommt. „Der Kurs sollte unserem Auto gut liegen, und auch unsere Ingenieure haben sich in der Winterpause nicht nur ausgeruht, sondern viele Details weiterentwickelt. Buenos Aires ist so etwas wie ein kleines Heimrennen für mich. Ich freue mich also auf viel Unterstützung von Familie, Freunden und natürlich unseren Fans.“

Während der 32 Jahre alte Brasilianer im Vorjahr für seinen dritten Platz zumindest einen kleinen Pokal holte, wartet Teamkollege Daniel Abt noch auf sein erstes Erfolgserlebnis in Buenos Aires. „Im ersten Jahr war ich nah dran am Podium, jetzt greifen wir wieder an“, sagt der Deutsche, mit 24 zweitjüngster Pilot im Feld. „Ich mag den Kurs in Argentinien und bin heiß darauf, endlich wieder im Auto zu sitzen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und vergangene Woche im Simulator noch einmal alles aufgefrischt. Wir sind bereit für den Re-Start der Formel-E-Saison.“

In der Formel E werden Training, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden ausgetragen. Start ist um 16 Uhr Ortszeit (20 Uhr deutscher Zeit). Das Rennen in Puerto Madero führt über 37 Runden und wird zur deutschen Primetime (ab 19:45 Uhr) live auf Eurosport übertragen. Am Dienstag, 21. Februar, zeigt der Sender ab 22 Uhr ein einstündiges Magazin zur Formel E, das von Partner Schaeffler präsentiert wird.


FE: Lucas di Grassi: „Start in neue Ära ist gelungen“

LUCAS DI GRASSI BEIM ERACE (C)AUDI

Das Formel-E-Team ABT Schaeffler Audi Sport ist virtuell in das neue Jahr gestartet: Lucas di Grassi und Daniel Abt haben beim mit insgesamt 1.000.000 Dollar dotierten Vegas eRace am Rennsimulator neue Erfahrungen gesammelt. Während Abt den neunten Platz im 30 Piloten starken Feld belegte, konnte di Grassi wegen eines technischen Defekts nicht im Hauptrennen starten. Trotzdem zieht der Brasilianer im Interview ein positives Fazit und blickt auf die Rückkehr auf die echte Rennstrecke voraus.

Die Formel E hat im Rahmen der Messe CES zum ersten Mal ein virtuelles Rennen am Simulator ausgetragen. Wie hat Ihnen das Vegas eRace gefallen?
Lucas di Grassi: „Es war eine tolle Idee und ein tolles Event. Wir haben mit dem eRace in einer spektakulären Umgebung eine ganz neue Zielgruppe erreicht und bestimmt viele für die Formel E und die Ideen dahinter begeistert. Der Start in diese neue Ära ist gelungen – die Organisation und die Präsentation waren eindrucksvoll. Jetzt müssen wir weiter daran arbeiten, die Abläufe und natürlich die Software weiter zu perfektionieren. Das ist wichtig, denn jeder – egal, ob Profi-Rennfahrer oder Fan – war hier in Las Vegas mit vollem Ehrgeiz dabei.“

Die vorderen Plätze haben die Simulator-erfahrenen Fans belegt, die sich zuvor online qualifiziert hatten, allen voran Bono Huis, der von der Pole-Position zum Sieg gefahren ist – das muss Sie als Profi-Rennfahrer doch ärgern?

Di Grassi: „Nein, überhaupt nicht. Uns Profis war schon vorher klar, dass wir es schwer haben werden – schließlich ist der Simulator mehr ein Spiel als ein echtes Rennauto. Die Fans verbringen zu Hause viele Stunden mit der Software und haben damit einen Vorteil, den wir auch mit unserer Rennerfahrung nicht so schnell ausgleichen können. Aber wir lernen schnell und die Technik entwickelt sich weiter – vielleicht sieht es beim nächsten Vergleich schon anders aus.“

Das nächste „echte“ Rennen startet am 18. Februar in Buenos Aires. Wie stehen die Chancen Ihrer Mannschaft in Argentinien?
Di Grassi: „Die Zielsetzung ist die gleiche wie immer: Wir wollen auch in Buenos Aires um den Sieg fahren und so viele Punkte wie möglich holen. Der Kurs sollte unserem Auto gut liegen, und auch unsere Ingenieure haben sich in der kurzen Winterpause nicht nur ausgeruht, sondern viele Details weiterentwickelt. Im Kalender der Formel E ist Buenos Aires so etwas wie ein kleines Heimrennen für mich. Ich freue mich also auf viel Unterstützung von Familie, Freunden und natürlich unseren Fans.“

Wie haben Sie selbst die kurze Weihnachtspause seit dem letzten Rennen in Marrakesch Mitte November verbracht?
Di Grassi: „Mit einem guten Mix aus Urlaub in meiner Heimat Brasilien, Training, Zeit mit Familie und Freunden, aber auch schon der Vorbereitung auf Buenos Aires. Ich freue mich, wenn es wieder auf die Rennstrecke geht und die Saison endlich ein bisschen mehr Fahrt aufnimmt.“

In der Gesamtwertung liegen Sie nach einem zweiten und einem fünften Platz ebenso wie Ihr Team auf der zweiten Position. Was ist in dieser Saison möglich?
Di Grassi: „Wir wollen wieder um den Titel kämpfen. Ob uns dieser Erfolg am Ende gelingt, ist nicht vorherzusagen, weil es von so vielen unberechenbaren Faktoren abhängt. Umso akribischer tun wir alles dafür, um von unserer Seite aus perfekt vorbereitet zu sein. Ich bin der Meinung, ABT Schaeffler Audi Sport hat den Titel verdient, denn jeder arbeitet seit Gründung der Rennserie mit vollem Einsatz dafür.“

Die Formel E befindet sich im ersten Drittel ihrer dritten Saison. Wie beurteilen Sie insgesamt die Entwicklung der Serie?
Di Grassi: „Die Formel E entwickelt sich schneller und besser als jede andere Serie in der Welt. Ich bin überzeugt davon, dass sie schon bald zu den bedeutendsten Kategorien gehört. Wir haben an den Tagen in Las Vegas beispielsweise die ersten Skizzen von dem neuen Auto gesehen, dass ab der fünften Saison zum Einsatz kommen wird – es sieht aggressiv und spektakulär aus. Dazu kommt die neue Generation der Batterie, die den Autowechsel überflüssig machen wird. Herstellern, Fans und Fahrern gefällt die Formel E schon jetzt sehr gut – und das wird sich in der Zukunft bestimmt noch steigern.“


FE: Premiere für ABT-Team beim Vegas eRace

Formula E CES Las Vegas(c)ABT

Premiere für Daniel Abt und Lucas di Grassi. Heute gehen die beiden Piloten des Formel-E-Teams ABT Schaeffler Audi Sport zum ersten Mal bei einem virtuellen Rennen an den Start. Das Vegas eRace wird während der weltgrößten Elektronikmesse CES in Las Vegas an Simulatoren ausgetragen. Statt Punkten gibt es Preisgeld: insgesamt eine Million Dollar.

Bildschirm statt Helmvisier und ein Saal im legendären Hotel The Venetian statt einer echten Rennstrecke: Das eRace im Herzen von Las Vegas ist eine absolute Weltpremiere, mit der sich die Formel E einmal mehr auf ungewohntes Terrain vorwagt. Bei dem Showdown am Samstagnachmittag (Start ist um 16:05 Uhr Ortszeit) treffen die 20 Stammpiloten der Formel E auch auf zehn Spiele-Spezialisten, die sich zuvor online qualifiziert hatten. Eine Million Dollar Preisgeld wird ausgeschüttet, der Sieger erhält 200.000.

Angesichts der neuen Herausforderung stapeln di Grassi und Abt erst einmal tief. „Das ist völliges Neuland. Dieser Samstag ist noch schwieriger vorherzusagen als ein echtes Formel-E-Rennen“, sagt der Südamerikaner, der in der aktuellen Gesamtwertung den zweiten Platz belegt. Und auch Daniel Abt, seines Zeichens bekennender PlayStation-Fan und langjähriger Freizeitzocker, gibt zu bedenken: „Die Action am Bildschirm ist völlig anders als auf der Strecke, weil sämtliche physischen Faktoren fehlen. Da werden die Simulator-Cracks sicherlich im Vorteil sein.“

Einer der Cracks ist Patrik Holzmann. Der 22 Jahre alte Deutsche hat sich im Vorfeld als einer der zehn besten Piloten für das eRace qualifiziert und wird als Teamkollege von Abt und di Grassi für das einzige deutsche Team an den Start gehen. „Schon hier dabei zu sein und mich mit den echten Stars messen zu können, ist ein absoluter Höhepunkt“, sagt Holzmann bescheiden, schickt aber trotzdem eine kleine Kampfansage hinterher: „Ich genieße jede Minute und das ganze Flair hier in Vegas – aber natürlich werde ich am Samstag alles geben, um den Jackpot zu knacken.“

Der Modus des eRace ist dem eines echten Formel-E-Rennens nachempfunden: Am Samstag werden hintereinander freies Training, Qualifying, Super Pole und Rennen ausgetragen – inklusive anschließender Ehrung auf dem Podium. Schauplatz sind die Hallen des Hotels The Venetian, die einen Teil der Messe bilden. Mit 3.000 Ausstellern, mehr als 175.000 Fachbesuchern und allein gut 6.000 Medienvertretern ist die CES eine Show der Superlative und bildet mit ihren zahlreichen Innovationen den perfekten Rahmen für die Premiere des virtuellen Rennens der Formel E.

„Das eRace ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Formel E vielen anderen Sportdisziplinen immer wieder einen Schritt voraus ist“, sagt Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Wir betreiben seit mehr als sechs Jahrzehnten Motorsport auf allen Rennstrecken der Welt – aber dieses Event ist für uns eine absolute Premiere. Ich wünsche unseren drei Jungs viel Spaß und natürlich viel Glück – denn ob virtuell oder auf Asphalt: Gewinnen wollen wir immer.“


FE: Lucas di Grassi: ‚Franco ist intelligenter als ich‘

FIA Formula E, race 2 Marrakesch

ABT SCHAEFFLER AUDI SPORT FORMULA E TEAM, Daniel Abt, Lucas di Grassi (c)ABT

Lucas di Grassi zählt im Formel-E-Zirkus zu den absoluten Stars. Der Brasilianer kennt die Szene wie kein anderer, schließlich leistete di Grassi schon im Vorfeld, bevor die Elektroserie am 13. September offiziell startete, Pionierarbeit für die Formel E. Als Entwicklungsfahrer gab der heute 32-Jährige immens viel Input für den Einheitsboliden SRT_01 E, der in der Premierensaison 2014/15 bei allen Teams zum Einsatz kam.

Der Südamerikaner, der in der Formel E für das deutsche Team ABT Schaeffler Audi Sport fährt, ist inzwischen auch Serienbotschafter der Formel E und pilotierte den Elektroboliden bei zahlreichen Fahrevents wie etwa in Las Vegas oder zuletzt in Tokio für Schaeffler. Noch spektakulärer fuhr di Grassi mit dem Formel-E-Rennwagen im Sommer oberhalb des Polarkreises nördlich von Grönland, um auf die Erderwärmung aufmerksam zu machen. In der abgelaufenen Saison verpasste der Brasilianer um Haaresbreite den Formel-E-Titel, den er nunmehr in der dritten Saison ansteuert.

Wir haben den eloquenten Brasilianer zusammen mit Teamkollege Daniel Abt auf der Münchner Messe electronica getroffen, wo er uns am Messestand von Würth Elektronik eiSos ausführlich Rede und Antwort stand.

Im Interview redet di Grassi über seine schärfsten Rivalen im Titelkampf, warum er seinen Renningenieur für intelligenter hält als sich selbst, und wie es zu dem einzigartigen Projekt „Ice Drive“ in Grönland kam. Außerdem verrät er uns seine zukünftigen Pläne für die Zeit nach seiner Motorsportkarriere, und wie das FanBoost-Voting zukünftig erfolgen sollte.

Lucas, welche drei Piloten sind deine größten Konkurrenten im Formel-E-Titelkampf? Zählt Teamkollege Daniel Abt auch dazu?

Ja, Daniel zählt dazu. Ebenso wie Sebastien Buemi und Sam Bird. weiterlesen