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Nico Rosberg vom ADAC in München ausgezeichnet

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Glanzvoller Schlusspunkt einer erfolgreichen Motorsportsaison: Bei der ADAC SportGala 2016 ehrte der Automobilclub in seiner Zentrale in München am Samstagabend vor rund 400 geladenen Gästen die erfolgreichsten Motorsportler des Jahres 2016. Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg wurde als ADAC Motorsportler des Jahres ausgezeichnet, während Motorsport-Legende Walter Röhrl für sein Lebenswerk geehrt wurde. SPORT1 zeigt die Höhepunkte der ADAC SportGala 2016 am Sonntag. 25. Dezember ab 17.00 Uhr.

„Die Motorsportsaison 2016 war mit zahlreichen Siegen und Weltmeistertiteln für deutsche Fahrer und Hersteller so erfolgreich wie selten zuvor“, zog ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk Bilanz. „Ich freue mich bei der ADAC SportGala gemeinsam mit Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier und Sportwagen-Weltmeister Marc Lieb auf diese Erfolge zurückzublicken. Ebenso möchte ich mich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern bedanken – ohne die unsere zahlreichen Motorsportveranstaltungen nicht durchführbar wären. Sie sind das Herz des Motorsports und Teil der DNA des Clubs“.

Im Mittelpunkt der ADAC SportGala stand Rosberg, der als ADAC Motorsportler des Jahres aus den Händen von ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk den großen Christophorus aus Nymphenburger Porzellan erhielt. „Diese Auszeichnung ist toller Abschluss eines für mich perfekten Jahres“, sagte der Formel-1-Weltmeister. „Ich bin sehr stolz über diese Auszeichnung, mit der vor mir bereits zahlreiche namhafte Rennfahrer geehrt wurden. Meine Anfänge lagen in der Formel BMW ADAC. Es war damals mein erstes Jahr im Formelsport, an diese Zeit habe ich schöne Erinnerungen und dafür bin ich sehr dankbar.“

Als ADAC Junior Motorsportler des Jahres 2016 wurde Maximilian Günther ausgezeichnet. Der in den vergangenen vier Jahren von der ADAC Stiftung Sport geförderte Nachwuchsrennfahrer belegte 2016 Rang zwei in der FIA Formel-3-Europameisterschaft. In den Jahren 2013 und 2014 wurde er Zweiter im ADAC Formel Masters, der Vorgängerserie der ADAC Formel 4.

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Eine besondere Ehre wurde Walter Röhrl zuteil. Der ehemalige Rallye-Pilot wurde für sein Lebenswerk mit einem Ehren-Christophorus ausgezeichnet. Der Ehrenpreis wurde in der mehr als 30-Jährigen Geschichte der ADAC SportGala erst zum dritten Mal vergeben. „Die Leistung von Walter Röhrl für den deutschen Motorsport ist bis heute unübertroffen“, würdigte Tomczyk.

Auch die Sieger der ADAC Master-Serien wurden am Samstag geehrt: Connor de Phillippi/Christopher Mies (ADAC GT Masters-Fahrerwertung), Remo Lips (ADAC GT Masters-Trophywertung), Joey Mawson (ADAC Formel 4), Max Stilz (ADAC Motorboot Masters), Dennis Ullrich (ADAC MX Masters) und Hermann Gaßner/Katrin Thannhäuser (ADAC Rallye Masters).

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Durch den Abend führte TV-Moderatorin Julia Josten, der frei empfangbare TV-Sender SKY Sport News HD sendete live vom „gelben Teppich“. Das abwechslungsreiche Programm endete mit einem Auftritt der Band VoXXclub. Unter den Gästen waren unter anderem DTM-Fahrer Lucas Auer, der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger, Wolfgang Dürheimer, President und CEO Bentley und Bugatti sowie Generalbevollmächtigter Volkswagen Konzern Motorsport, der ehemalige Mercedes-Benz-Motorsportdirektor Norbert Haug, ADAC Formel 4-Vizechampion Mick Schumacher, der ADAC Klassik-Referent und ehemalige BMW-Motorsportdirektor Prof. Dr. Mario Theissen, Ex-DTM-Champion Martin Tomczyk, der scheidende Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich und sein Nachfolger Dieter Gass, Porsche-Motorsportdirektor Dr. Frank-Steffen Walliser, zahlreiche frühere Preisträger, ADAC Präsident Dr. August Markl, die ADAC-Präsidiumsmitglieder Kurt Heinen und Jens Kuhfuß sowie die ADAC-Geschäftsführer Mahbod Asgari, Lars Soutschka und Oliver Weissenberger.

Hier eine kleine Bildergalerie:


ADAC: Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg Stargast auf der ADAC SportGala 2016 in München

nico-rosberg_formel_1_weltmeister(c)ADAC Motorsportpresse

Bei der ADAC SportGala am Samstag, 17. Dezember, ehrt der Automobilclub die besten Motorsportler der Saison 2016, allen voran Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, den ADAC-Motorsportler des Jahres.  „Ich fühle mich sehr geehrt, da diesen Preis schon viele bedeutende Namen des deutschen Motorsports erhalten haben“, so Nico Rosberg. „Ich durfte diese Saison schon einige Mal ganz oben auf dem Podium in der Formel 1 stehen, ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich dies größten Teils meinem Team zu verdanken habe. Denn ohne diesen Silberpfeil wären Rennsiege nicht möglich. Meinem Team gehört der Preis genauso“, so der Formel-1-Weltmeister Rosberg.

Daneben steht eine deutsche Motorsport-Legende im Mittelpunkt: Der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl erhalt einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Der ADAC zeichnet den 69-jährigen Walter Röhrl für sein Lebenswerk aus. Im Rahmen der ADAC SportGala verleiht der Automobilclub dem zweifachen Rallye-Weltmeister einen Ehrenpreis. Die Rallye-Legende erhält den Ehren-Christophorus aus Nymphenburger Porzellan. Röhrl ist der erfolgreichste deutsche Rallye-Fahrer und feierte auch auf der Rundstrecke zahlreiche Erfolge. Er gewann 1980 und 1982 die Rallye-Weltmeisterschaft. Anlässlich seines ersten WM-Titels 1980 wurde Röhrl vom ADAC als Motorsportler des Jahres ausgewählt und war der erste Preisträger dieser Auszeichnung. Nach seiner aktiven Karriere setzte er sich als Stiftungsrat der ADAC Stiftung Sport für die Nachwuchsförderung ein. Als Botschafter unterstützte Röhrl im Jahr 2001 die erfolgreiche Bewerbung der ADAC Rallye Deutschland zum WM-Lauf.

„Walter Röhrl ist einer der erfolgreichsten Motorsportler Deutschlands. Er ist bis heute eine der am meisten respektierten Persönlichkeiten im Sport und sich stets selbst treu geblieben“, würdigt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Für den Sport ist er ein großartiger Botschafter und hat uns über viele Jahre in der Nachwuchsförderung der ADAC Stiftung Sport unterstützt. Der deutsche Motorsport hat Röhrl viel zu verdanken. Daher freut es mich besonders, dass der ADAC Sportausschuss diese nur sehr selten vergebene Auszeichnung einstimmig beschlossen hat.“

walter-roehrl (c)ADAC Motorsportpresse

„Ich freue mich sehr über den außergewöhnlichen und besonderen Preis des ADAC“, sagt Walter Röhrl. „Der ADAC setzt sich seit vielen Jahren mit hohem Engagement für den Rallyesport ein, ob auf nationaler oder internationaler Ebene mit unserem deutschen WM-Lauf oder in der Nachwuchsförderung. Ich habe den ADAC dabei stets gerne unterstützt und freue mich daher besonders über diese nur selten verliehene Auszeichnung.“

In der mehr als 30-jährigen Geschichte der ADAC SportGala wurde der Ehren-Christophorus bisher erst zwei Mal verliehen, 2006 an den ehemaligen Schweizer Rennstallbesitzer Peter Sauber und 2013 an den ehemaligen Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug. Der ADAC ehrt jährlich den ADAC Motorsportler des Jahres mit dem großen Christophorus aus Nymphenburger Porzellan. Der ADAC Junior-Motorsportler des Jahres erhält ein kleines Pendant. In diesem Jahr werden Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und Maximilian Günther, Zweiter in der FIA Formel-3-Europameisterschaft, mit den Preisen auf der ADAC SportGala ausgezeichnet.

Zu den zahlreichen Persönlichkeiten auf der ADAC SportGala 2016 in der ADAC-Zentrale zählen auch prominente Laudatoren wie der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger, der frühere Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug und der vierfache Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier. Neben den Champions aus den ADAC Masters-Serien und dem Formel-3-Vizeeuropameister Maximilian Günther, dem ADAC Junior Motorsportler des Jahres 2016, zählen am Samstagabend unter anderem ADAC Formel 4-Vizemeister Mick Schumacher, DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck, die Sportwagenweltmeister Marc Lieb und Timo Bernhard von Porsche sowie die DTM-Piloten Lucas Auer (Mercedes) und Martin Tomczyk (BMW) zu den Gästen.

Der frei empfangbare TV-Sender Sky Sport News HD berichtet ab 18 Uhr vom „gelben Teppich“. Die Ehrung von Nico Rosberg und Walter Röhrl wird am Samstagabend ab 21.40 Uhr im Livestream unter www.adac.de/motorsport zu sehen sein. Die Highlights der ADAC SportGala fasst SPORT1 am Sonntag, 25. Dezember, ab 19 Uhr in einer Reportage zusammen.


Mattias Ekström und EKS gewinnen Teamtitel in der Rallycross-WM

Mattias Ekström und EKS (c)Audi

Mattias Ekström und sein privates Rallycross-Team EKS sind Teamweltmeister in der FIA-Rallycross-WM. Nachdem der Schwede beim vorletzten Lauf der Saison vorzeitig den Fahrertitel gewonnen hatte, triumphierte EKS beim Saisonfinale im argentinischen Rosario.

„Mir fehlen die Worte – und das kommt selten vor“, sagte Ekström am Ende eines dramatischen Wochenendes in Argentinien. „Dieser Titel bedeutet dem Team und mir extrem viel. Er zeigt, dass wir alle zusammen fantastische Arbeit geleistet haben – nicht nur in diesem Jahr. Als wir vor drei Jahren mit EKS angefangen haben, gab es gar nichts. Jetzt sind wir Fahrer- und Teamweltmeister und viele Momente werde ich immer in Erinnerung behalten.“

Angeführt von Ekström und seinem Teamkollegen Toomas ‚Topi‘ Heikkinen, feierte das Team den Titel in Rosario ausgelassen. „Wir haben das Maximum rausgeholt und uns auch gegen die Werksteams von Peugeot und Ford durchgesetzt“, sagte der Schwede. „Ganz sicher wird die Rallycross-WM 2017 noch härter. Die Konkurrenz schläft nicht, aber ich liebe Herausforderungen und ich würde gerne versuchen, die beiden Titel zu verteidigen.“

EKS war mit 17 Punkten Vorsprung auf das Team Peugeot Hansen ins Saisonfinale gestartet. Dort überschlugen sich zunächst die Ereignisse: Nach sintflutartigen Regenfällen musste ein Vorlauf von Samstag auf Sonntag verschoben werden. Ekström und Heikkinen ließen sich von den Wetterkapriolen aber nicht beeindrucken und beendeten die Vorläufe auf den Rängen drei und neun. Damit sicherten sie sich genug Punkte, um sich gegen die Konkurrenz um den neunmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb durchzusetzen und den Titel bereits vor den Finalläufen zu feiern. Nach einem dramatischen Halbfinale fuhr Heikkinen im Finale auf Rang drei und bejubelte sein drittes Podium in diesem Jahr. Ekström wurde beim Saisonabschluss Fünfter. In der Gesamtwertung betrug der Vorsprung am Ende 35 Zähler.

Eine reife Leistung zeigte auch Ekströms Audi-DTM-Kollege Timo Scheider. Scheider, der bereits sporadisch Rennen zur Rallycross-WM bestritt, wurde im Seat Ibiza von Muennich Motorsport Vierter. weiterlesen


WEC: Audi verabschiedet sich eindrucksvoll mit Doppelsieg aus der WEC

Di Grassi,Duval, Javis,Audi (c)Audi

Sag beim Abschied ganz laut Servus: Audi gelang beim letzten Einsatz seiner Le-Mans-Prototypen ein eindrucksvoller Doppelsieg in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Nach der Pole-Position im Qualifying fuhr der Diesel-Hybridsportwagen Audi R18 zu einem Start-Ziel-Sieg bei den 6 Stunden von Bahrain, zudem drehte Lucas di Grassi die schnellste Rennrunde. Damit hat Audi die Vize-Weltmeistertitel in der Marken- und der Fahrerwertung eingefahren.

Den WM-Fahrertitel sicherten sich das Porsche-Trio Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb. Die diesjährigen Le-Mans-Sieger kamen im Finale der WEC als Sechste ins Ziel und verteidigten damit ihre Führung in der Tabelle. „Le Mans und der WM-Titel – das war ein unglaubliches Jahr, das werde ich nie vergessen“, sagte Neel Jani. „Es gibt nichts Besseres, als beides in einer Saison zu gewinnen. Es war zwar mühsam nach Le Mans, aber wir haben es geschafft und das ist alles, was zählt“, freute sich der Schweizer über den Titelgewinn. Das Schwesternauto mit Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber kamen von Startplatz zwei aus mit dem Porsche 919 Hybrid als Dritte ins Ziel.

Audi Sport, seine sechs Piloten und das Audi Sport Team Joest gaben beim Saisonfinale noch einmal alles und waren die großen Gewinner. „Danke an die gesamte Mannschaft für eine tadellose Leistung. Einen schöneren Abschied kann man sich nicht wünschen“, lobte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Unsere Wettbewerber und die FIA WEC haben uns an diesem Rennwochenende mit vielen schönen Gesten einen sehr emotionalen Abschluss bereitet, und wir bedanken uns mit dem bestmöglichen sportlichen Ergebnis für so viele tolle Jahre Rennsport. Ein unvergessliches Wochenende!“

„Es ist ein schönes Gefühl, als Team die Saison mit einem goldenen Ergebnis abzuschließen“, sagte di Grassi. „Wir haben gezeigt, wie wir uns als Fahrermannschaft entwickelt haben, und es ist toll, zwei Mal in diesem Jahr gewonnen zu haben. Natürlich bin ich traurig, dass Audi und die meisten von uns die WEC verlassen, die so eine große Familie ist. Ich werde nicht nur die Rennen, sondern auch die Menschen vermissen. Ich kannte den Langstrecken-Rennsport noch nicht, als ich 2012 zum ersten Mal für Audi fuhr, aber ich habe ihn sehr zu lieben gelernt. Diese Autos und das Adrenalin der Langstreckenrennen werden mir fehlen“, fügte der Brasilianer hinzu.

Lucas di Grassi/Loïc Duval/Oliver Jarvis gingen vom Start weg in Führung. Gegen Ende des ersten Renndrittels holte das Schwesterauto mit der Nummer 7 von Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer deutlich auf und setzte sich zeitweilig an die Spitze, fiel aber wegen Problemen mit einem Schlagschrauber beim Reifenwechsel wieder zurück. Die Nummer 8 ging erneut in Führung und wagte in Runde 104 als einzige Spitzenmannschaft einen Boxenstopp während einer Full-Course-Yellow-Phase. Der Schritt zahlte sich aus, und in Verbindung mit den guten Zeiten einschließlich der schnellsten Rennrunde von Lucas di Grassi verschaffte sich die Nummer 8 einen Vorteil. Auch ein nicht geplanter Stopp in Runde 149, bei dem das Team aufgesammelten Gummiabrieb aus verschiedenen Karosseriepartien entfernen musste, brachte das Trio nicht aus seinem Rhythmus.

So überquerten di Grassi/Duval/Jarvis die Ziellinie nach sechs Stunden mit 16 Sekunden Vorsprung. Damit gelang ihnen der zweite Saisonsieg nach den 6 Stunden von Spa im Mai, zudem erkämpften sie sich Tabellenplatz zwei zurück.

„Es bedeutet uns viel, die letzten Fahrer zu sein, die für Audi ein Rennen mit Le-Mans-Prototypen gewonnen haben“, jubelte Loic Duval. „Wir waren heute absolut wettbewerbsfähig. Als ich im Auto saß, fehlte uns ein bisschen Abtrieb, aber die Mechaniker haben die Karosserie gereinigt und dabei eine Plastiktüte entdeckt, die die Aerodynamik verschlechtert hat. Das ganze Team hat spitze gearbeitet. Es war ein sehr emotionales Wochenende. Meine Gefühle waren noch stärker als beim Titelgewinn 2013. Ich bin glücklich und stolz“, ergänzte der Franzose.

Ihre Teamkollegen Fässler/Lotterer/Tréluyer komplettierten den Doppelsieg und verhalfen Audi so zum besten Ergebnis in dieser Saison. Damit blickt Audi auf eine Sportwagen-Epoche mit einer makellosen Bilanz zurück: Seit 1999 haben die LMP-Rennwagen mit den Vier Ringen 107 von 187 Rennen in Amerika, Europa, Asien und Australien gewonnen. Auch in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC seit 2012 steht Audi für Bestleistungen: 16 Mal standen die Sportwagen der Marke auf der Pole-Position und sie gewannen 17 von 41 Rennen. 23 schnellste Rennrunden komplettieren diese Bilanz. Kein anderer Hersteller war auch nur in einer dieser Kategorien erfolgreicher. Hinzu kommen zwei Fahrer- und zwei Marken-Weltmeistertitel für Audi.

„Wir hatten uns heute in Bahrain das Maximum vorgenommen, und genau das haben wir auch erreicht“, sagte Stefan Dreyer, Leiter LMP von Audi Sport. „Ein riesiges Dankeschön an diese Spitzenmannschaft, an das Audi Sport Team Joest, an unsere Fahrer und an alle, die dies hinter den Kulissen in Neuburg, Neckarsulm und Ingolstadt ermöglicht haben. So emotional und berührend dieser Abschied auch erscheinen mag, so sehr freuen wir uns doch auch über diese sportliche Spitzenleistung mit dem Doppelsieg und den beiden Vize-Weltmeistertiteln. Einen herzlichen Glückwunsch an alle.“

Ergebnis 6h Bahrein:

  • Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) 201 Runden
  • 2. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18) +16,419 Sek.
  • 3. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) +1.17,001 Min.
  • 4. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) –1 Rd.
  • 5. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) –1 Rd.
  • 6. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) –3 Rd.
  • 7. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) –10 Rd.
  • 8. Kaffer/Trummer/Webb (CLM P1/01) –14 Rd.
  • 9. Brundle/Rast/Rusinov (Oreca-Nissan) –17 Rd.
  • 10. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) –17 Rd.

 


WEC: Finale Pole-Position für Audi in Bahrain

Duval,di Grassi und Jarvix,Audi (c)Audi

Audi auf Abschiedstournee in der WEC. Und dann ein Glanzstück zum Abschluss: Lucas di Grassi und Oliver Jarvis erreichten zwei persönliche Bestleistungen und sicherten Audi beim letzten Sportwagen-Rennen der Unternehmensgeschichte die bestmögliche Ausgangsposition.

Audi ging aus einem emotionalen Wechselbad der Gefühle am Freitag in Bahrain gestärkt hervor: Der Audi R18 mit der Startnummer 8 sicherte sich beim Finale der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC die beste Startposition, und das, nachdem der Motor direkt vor dem Qualifying aus Sicherheitsgründen gewechselt werden musste. Mit nunmehr sechs Bestzeiten in neun Zeittrainings hat die Premium-Marke diese Statistik in der Saison 2016 klar dominiert.

Lucas di Grassi freute sich mit seiner Rundenzeit von 1.38,828 Minuten über einen neuen Rekord – er war 0,842 Sekunden schneller als Timo Bernhard im Vorjahr und 0,511 schneller als sein schnellster Verfolger an diesem Wochenende – wiederum Timo Bernhard. „Ich bin absolut glücklich. Der Rundenrekord im Qualifying ist eine tolle Sache“, sagte di Grassi. „Mein Teamkollege Oliver Jarvis hat mit seiner guten Rundenzeit die Basis für unser Ergebnis geliefert.“

Für den Briten bedeutet dies eine Premiere: Zum ersten Mal hat Jarvis in seiner Sportwagen-Karriere eine Pole-Position mit Audi herausgefahren. „Der Audi R18 fuhr sich fantastisch, ich konnte alles geben – und das mit einem einzigen Reifensatz“, sagte Jarvis. Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich war glücklich mit der Leistung seiner Mannschaft: „Unser Team hat spitze gearbeitet, den Motorwechsel perfekt bewältigt und unseren Fahrern ein Auto aufgebaut, mit dem sie mehr als zwei Zehntel schneller waren als unser bester Gegner. Danke für diese Mannschaftsleistung.“

Während der schnellste Audi im Durchschnitt der beiden besten Runden einen Vorsprung von 0,264 Sekunden erreichte, fuhr das Schwesterauto mit der Startnummer 7 die viertbeste Zeit. André Lotterer und Marcel Fässler fehlten 0,491 Sekunden auf ihre Teamkollegen. „Ich bin nicht ganz glücklich heute“, sagte der Deutsche. „In beiden Anläufen habe ich jeweils in der ersten Kurve einen Fehler beim Anbremsen gemacht. Für den Samstag aber bin ich zuversichtlich, denn wir haben über die Distanz ein gutes Auto.“

Marcel Fässler, der zusammen mit Lotterer in diesem Jahr drei Pole-Positions herausgefahren hatte, war mit seiner Leistung ebenfalls nicht zufrieden: „Mein Auto fühlte sich gut an, aber ich habe einfach keine perfekte Runde hinbekommen.“

Für Audi war es insgesamt die 81. Pole Position seit dem Beginn des LMP-Programms im Jahr 1999 und die 16. Trainingsbestzeit bei 41 FIA-WEC-Wochenenden seit 2012. „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft zu dieser tollen Abschlussleistung“, sagte Stefan Dreyer, Leiter LMP von Audi Sport. „Wir haben eine gute Grundlage gelegt, um bei unserem letzten LMP-Einsatz noch einmal alles zu zeigen. Vielen Dank an die Mannschaft der Nummer 8 für die Höchstleistung beim Motorwechsel in der Zeit zwischen drittem Freien Training und dem Qualifying. Nach den Trainings sind wir zuversichtlich. Vor uns liegt ein Langstreckenrennen, in dem wir uns mit maximalem Erfolg aus der WEC verabschieden wollen.“

Die 6 Stunden von Bahrain beginnen am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ). Eurosport bietet auf seiner deutschen Website einen kostenlosen Video-Livestream für das gesamte Rennen und zeigt die Schlussphase (17–20 Uhr MEZ) live auf Eurosport 1.
Ergebnis Qualifying:

  • 1. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) 1.39,207 Min.
  • 2. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 1.39,471 Min.
  • 3. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) 1.39,669 Min.
  • 4. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18) 1.39,698 Min.
  • 5. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) 1.40,222 Min.
  • 6. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) 1.40,776 Min.
  • 7. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) 1.45,091 Min.
  • 8. Brundle/Rast/Rusinov (Oreca-Nissan) 1.49,672 Min.
  • 9. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine-Nissan) 1.49,690 Min.
  • 10. Bradley/Lynn/Rao (Oreca-Nissan) 1.50,034 Min.

WEC: Mission Titelverteidigung geglückt, Porsche gewinnt die Hersteller-WM

porsche-sieg-in-shanghai (c)Porsche

Porsche ist erneut Weltmeister. Der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen sicherte sich mit dem innovativen Le-Mans-Prototyp Porsche 919 Hybrid bereits ein Rennen vor Saisonende den Herstellertitel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Die Plätze eins und vier der Fahrertrios Timo Bernhard/Brendon Hartley/Mark Webber und Romain Dumas/Neel Jani/Marc Lieb bescherten Porsche beim Sechsstundenrennen in Shanghai 38 Punkte. Mit nun insgesamt 301 Zählern ist Porsche beim Finale in Bahrain (19. November) uneinholbar für Audi (222) und Toyota (207). Platz zwei und drei ging an Toyota, bester Audi war das Trio Lucas di Grassi/Oliver Jarvis und Loic Duval auf Platz fünf.

 „Es war ein super Rennen für uns. Brendon fuhr einen klasse Start. Wir konnten die Führung halten und dann ausbauen. Ich war als Zweiter im Auto und bin auch einen Doppelstint gefahren. Der Nummer-6-Toyota mit Kamui Kobayashi war sehr stark. Oft war die Verkehrssituation im Rennen entscheidend. Man musste ständig eine Balance finden zwischen aggressivem und defensivem Verhalten beim Überrunden. Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg für unser tolles Trio“, sagte Sieger Timo Bernhard.

Porsche feierte den sechsten Saisonsieg und die erfolgreiche Verteidigung des Herstellertitels in Shanghai. Den vorletzten von neun Läufen zur WEC gewannen das Trio Bernhard, Hartley und Webber von der Poleposition aus. Die schnellste Rennrunde auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit fuhr Hartley in 1.45,935 Minuten.

Andreas Seidl, Porsche-Teamchef: „Es fühlt sich großartig an, für Porsche erneut den Weltmeistertitel für Hersteller geholt zu haben. Das ist der Leistung von jedem einzelnen Teammitglied zu verdanken – zuhause in Weissach und hier an der Rennstrecke – und natürlich auch unseren Partnern. Der Titel ist das Resultat eines über die ganze Saison schnellen und zuverlässigen Autos und einer starken Team Performance. Hier in Shanghai haben wir die Poleposition geholt, die schnellste Rennrunde verbucht, hatten konstant das schnellste Auto im Feld, die besten Boxenstops, die richtige Strategie und die besten Fahrer im Auto. Wir haben den ersten Titel verdient gewonnen und wollen beim Finale in Bahrain auch noch um einen weiteren Titel kämpfen.“

Fritz Enzinger, Leiter LMP1 bei Porsche, ergänzte: „Dieser große Erfolg war nur durch eine große Teamleistung möglich. Mechaniker, Ingenieure und Fahrer sowie viele weitere Menschen hinter den Kulissen haben hart dafür gekämpft und wurden jetzt zum zweiten Mal nach 2015 dafür belohnt. Das zeigt nicht nur das Potenzial des 919 Hybrid auf, sondern das der kompletten Mannschaft. Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken.“

Toyota bot eine starke Vorstellung, kam mit beiden Boliden auf das Podium. Die Strategie und die Ausdehnung der Stints der Toyota-Piloten sorgten für die beiden Podestplätze. Zu Rennende verzichtete Toyota sogar bei beiden Prototypen auf einen Reifenwechsel. Die eingesparte Zeit wurde am Ende belohnt, das zweite Porsche-Auto wurde hinter sich gelassen.

Für Audi verlief die Abschiedstournee alles andere als zufriedenstellend. Die 6 Stunden von Shanghai entwickelten sich für Audi in diesem Jahr zur Durchhalteprobe. Zunächst zählte die Startnummer 8 von Lucas di Grassi/Loïc Duval/Oliver Jarvis zur Spitze. Doch technische Probleme beim Nachtanken warfen das Audi-Trio weit zurück. Am Ende musste sich die Nummer 8 mit dem fünften Platz begnügen.

Die Startnummer 7 des Audi-Trios Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer lag zunächst auf Platz sechs und rückte zur Rennmitte auf Platz fünf vor. Doch eine Kollision mit dem Audi-Schwesterauto #8 ließen alle Siegchancen platzen. Mit 14 Runden Rückstand nahm Fässler das Rennen als Sechzehnter wieder auf und kämpfte sich bis ins Ziel auf Position sechs vor.

„Diese Rückschläge waren sehr enttäuschend“, bilanzierte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Erfreulich war für uns der starke Einsatz des gesamten Teams und unserer Fahrer. Sie haben nie aufgegeben und sechs Stunden lang für Audi gekämpft. So haben wir 18 Punkte gesammelt und konnten unseren zweiten Tabellenrang verteidigen. Wir können beim Finale noch Vizeweltmeister werden.“

Ergebnis Rennen:

  • 1. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 195 Runden
  • 2. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) +59,785 Sek.
  • 3. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) +1.06,038 Min.
  • 4. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) +1.40,855 Min.
  • 5. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) –3 Rd.
  • 6. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi) – 14 Rd.
  • 7. Kaffer/Trummer/Webb (CLM P1/01) – 14 Rd.
  • 8. Brundle/Rusinov/Stevens (Oreca-Nissan) – 15 Rd.
  • 9. Blomqvist/Gelael/Giovinazzi (Ligier-Nissan) – 16 Rd.
  • 10. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) –16 Rd.

WEC: Erster Matchball für Porsche im Kampf um die Hersteller-WM

Porsche 919 Hybrid (c)Porsche

Am 6. November steht der achte und vorletzte Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2016 auf dem Programm. Im vergangenen Jahr feierte Porsche in Shanghai den vorzeitigen Gewinn der Hersteller-Weltmeisterschaft, und in diesem Jahr ist die Titelverteidigung das Ziel auf dem chinesischen Formel-1-Kurs. Das Porsche Team hat mit den beiden 919 Hybrid bislang fünf Saisonsiege erzielt und führt derzeit im WM-Klassement mit 263 Punkten vor Audi (204) und Toyota (174). Wenn von den derzeit 59 Zählern Vorsprung nach dem Sechsstundenrennen noch 44 übrigbleiben, darf gefeiert werden.

Der seit 2004 von der Formel 1 befahrene Shanghai International Circuit ist 5,451 Kilometer lang. Er hat neun Rechts- und sieben Linkskurven, wobei die bekannte „Schneckenkurve“ zum Beginn der Runde als Doppelrechts zählt. Aus der Vogelperspektive erinnert die Streckenauslegung an das chinesische Schriftzeichen shàng, das mit „aufwärts“ oder „nach oben“ übersetzt wird und auch Teil des Städtenamens Shanghai ist. Die Strecke liegt rund 40 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Das Rennen startet am 6. November um 11:00 Ortszeit (04:00 Uhr in Deutschland).

Audi-Ausstieg:
Den Verlust von Audi als großartigen Wettbewerber ab der WEC Saison 2017 bedauert Porsche ganz außerordentlich. Porsche wird wie geplant die gesamte Saison 2017 in der WEC bestreiten. Schon die aus dem bisherigen Engagement gewonnenen Erkenntnisse und Innovationen für die Serie sind immens. Dies gilt insbesondere für die 24 Stunden von Le Mans.

Vor allzu großer Euphorie im diesjährigen WM-Titelkampf warnt Fritz Enzinger. Der Leiter LMP1 verweist auf Erfahrungen aus dem Vorjahr: „Beim Finale 2015 in Bahrain ging es um den Fahrertitel, und im Vorfeld wirkte die Aufgabe leicht, mit dem Auto einen vierten Platz zu holen. Am Ende wurde es ein Nerven zerreißender Krimi mit einem fünften Platz, weil wir technische Probleme bekamen. Damals reichte es nur zum Titel, weil das Schwesterauto den Sieg erkämpfte. In einem Sechsstundenrennen kann alles passieren – ob in der ersten Kurve nach dem Start oder auf den letzten Metern wie dieses Jahr in Le Mans. Die zentrale Herausforderung ist und bleibt, problemlos über die Distanz zu kommen.“

2015 wurde das Rennen zu etwa zwei Dritteln auf nasser Strecke ausgetragen. Es siegten Bernhard/Hartley/Webber vor Dumas/Jani/Lieb. Der damals vierte Doppelsieg der Saison für Porsche machte den vorzeitigen Gewinn der Hersteller-Weltmeisterschaft perfekt.

Teamchef Andreas Seidl analysiert: „Tendenziell kommt die Streckenführung in Shanghai der Charakteristik unseres 919 eher entgegen als jene des Fuji Speedway, dem Austragungsort des letzten Rennens. Es kommt aber auf sehr viele Faktoren an, und wir haben in den zurückliegenden beiden Rennen gesehen, dass die Konkurrenz mindestens aufgeschlossen hat. Bei der Startnummer 2 hatten wir sowohl in Austin als auch in Fuji Probleme, weil die Frontpartie sehr viel des herumliegenden Reifenabriebs aufgesammelt hat und dadurch die Fahrzeugbalance nicht stimmte, bis wir die Front getauscht hatten. In Shanghai gilt es, mit unserem bewährten, sehr zuverlässigen 919 Hybrid und einer weiteren fehlerfreien Teamleistung wieder um die Spitzenpositionen zu kämpfen.“

In der Fahrerweltmeisterschaft führt das Porsche-Trio Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb mit 140 Punkten vor dem besten Toyota (117) und den folgenden Audi-Piloten (111,5). Für einen vorzeitigen Titelgewinn müssten Dumas/Jani/Lieb ihren Vorsprung in Shanghai von derzeit 23 auf 26 Zähler ausbauen. Die Crew des Schwester-Porsche, Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber liegt mit 93,5 Punkten an vierter Stelle.

Der in Weissach entwickelte Porsche 919 Hybrid bringt es auf eine Systemleistung von gut 900 PS (662 kW). Sein Verbrennungsmotor ist ein wegweisendes Downsizing-Triebwerk: Als kompakter Zweiliter-Vierzylinder treibt der aufgeladene Benziner die Hinterachse mit knapp 500 PS (368 kW) an. Zwei unterschiedliche Energierückgewinnungssysteme – Bremsenergie von der Vorderachse und Abgasenergie – speisen über eine Lithium-Ionen-Batterie einen Elektromotor, der auf Abruf die Vorderachse mit zusätzlich über 400 PS (294 kW) antreibt.

Stimmen vor dem Rennen:

Timo Bernhard (Startnummer 1): „Die Strecke in Shanghai ist nicht einfach, aber ich fahre gerne dort. Nur die erste Kurve gehört nicht zu meinen Favoriten: Diese schneckenförmige Rechtskurve will einfach nicht aufhören, zieht sich immer weiter zu und ist langsam. Die weitere Runde zeichnet sich vor allem durch sehr unterschiedliche Kurvengeschwindigkeiten aus. Es gibt einige mittelschnelle Kurven und Kombinationen, in denen man das Auto besonders präzise platzieren muss.“

Brendon Hartley: „In Fuji waren wir nah dran an einem weiteren Sieg, haben ihn letztlich aber verpasst. Damit ist es für uns Drei von der Startnummer 1 kaum noch möglich, den Fahrertitel zu verteidigen. Aber wir können unseren Teil dazu beitragen, dass Porsche wieder den Weltmeistertitel für Hersteller holt, und dafür wollen wir wieder siegen. Die Rennstrecke in Shanghai sollte unserem 919 Hybrid durchaus liegen.“

Mark Webber: „Nach dem extrem spannenden Wettkampf in Fuji freue ich mich sehr auf Shanghai, denn da wird es genauso zugehen. Ich denke, der Porsche 919 passt gut zur Streckenführung in Shanghai, und Timo, Brendon und ich fahren auch sehr gerne dort. Unser Ziel ist ganz klar ein weiterer Rennsieg. Die zurückliegenden Läufe haben gezeigt, dass man dafür wirklich absolut alles über die sechs Stunden auf den Punkt bringen muss. Ich weiß, dass wir das können.“

Neel Jani (Startnummer 2): „In Shanghai kamen wir bisher mit dem 919 immer gut zurecht, und wir sollten dort auch dieses Jahr bei der Musik sein. Aber es wird hart. Das Ziel ist klar: Wir müssen für die Fahrer-WM vor unseren direkten Konkurrenten, dem Nummer 6 Toyota und dem Nummer 8 Audi, ins Ziel kommen. Beide werden stark sein. Es geht längst nicht mehr um die klassische Philosophie von Langstreckenrennen. Das Niveau in der WEC ist extrem hoch, wir fahren Sprint von der ersten bis zur letzten Runde. Nach sechs Stunden entscheiden Sekunden über Sieg oder Niederlage. Unsere Ausgangslage ist punktemäßig gut, aber wir müssen auf jedem Stint unser volles Leistungspotenzial abrufen.“


WEC: Wichtiges Rennen für Audi beim 6h von Shanghai

WEC mit Audi in China (c)Audi

Audi steht kurz vor seinem Ausstieg aus der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC vor einem bedeutenden Rennen: Einmal im Jahr starten die LMP-Sportwagen auf dem größten Markt des Unternehmens – in China. Am Sonntag, 6. November, kämpft Audi bei den 6 Stunden von Shanghai um Punkte und Pokale. Es ist das erste Rennen von Audi, nach der offiziellen Bekanntgabe, Ende 2016 aus der WEC auszusteigen.

Zum Sportlichen: Es wird immer enger, zuletzt in Japan verpasste Audi den Sieg um lediglich 1,439 Sekunden. Nur einmal in der fast fünfjährigen Geschichte der FIA WEC ging ein Rennen noch knapper aus, in dieser Saison war es die bislang engste Rennentscheidung. „Wer in dieser hart umkämpften Serie gewinnen will, darf sich nicht die geringste Schwäche erlauben“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Deshalb setzen wir alles daran, in China noch einen Schritt nach vorn zu machen.“

Der aktuelle Audi R18 ist in der zweiten Saisonhälfte 2016 wettbewerbsfähiger, als es seine Vorgänger auf diesen Kursen gewesen sind. Mit Audi, Porsche und Toyota haben alle drei Hersteller von Hybrid-Sportwagen ihre Siegfähigkeit bewiesen. Nach den 24 Stunden von Le Mans hat sich Audi in den folgenden vier WEC-Läufen konsequent gesteigert: Am Nürburgring verbuchte die Marke mit den Vier Ringen 46 Führungsrunden, das entspricht rund 24 Prozent der Distanz. In Mexiko steigerte Audi diese Rate auf 27 Prozent, in Austin auf 61 Prozent. Zuletzt in Fuji lag der R18 sogar in fast 72 Prozent aller Rennrunden vorn. Insgesamt hat Audi in diesen vier Läufen 1.935 Kilometer lang geführt. Fünf Pole-Positions 2016 und drei schnellste Runden in den vergangenen vier Läufen unterstreichen die Qualitäten von Technik und Fahrern.

Mit ihrem zweiten Platz in Japan haben Lucas di Grassi/Loïc Duval/Oliver Jarvis für das Audi Sport Team Joest den Abstand zur Tabellenspitze um 9 auf 28,5 Punkte verringert. Zugleich hat sich mit Mike Conway/Kamui Kobayashi/Stéphane Sarrazin ein Fahrertrio zwischen die Audi-Piloten und die Spitzenreiter geschoben. „Es wird einen Dreikampf um den Titel geben“, sagt Stefan Dreyer, Leiter LMP von Audi Sport. „Was die Abstände anbelangt, müssen wir allerdings realistisch bleiben. Mathematisch ist noch alles möglich, aber bei 52 noch zu vergebenden Punkten haben die aktuellen Tabellenführer schon einen deutlichen Vorsprung. Wir lassen nichts unversucht, um den Kampf bis zum Schluss offen zu halten.“

Neben di Grassi/Duval/Jarvis greifen auch Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer für Audi an. Das Trio hat im Jahr 2013 den bislang einzigen Sieg von Audi in Shanghai errungen. Der 5,451 Kilometer lange Kurs steht für extreme Formationen: Zwei schneckenförmige Kurven sind einzigartig, zwei lange Geraden verlangen eine gute Höchstgeschwindigkeit. Die übrigen Kurvenradien reichen von drei Kehren, die im ersten Gang gefahren werden, bis zu schnellen Biegungen, die die Fahrer im vierten oder fünften Gang meistern.

Für Audi ist China einschließlich Hongkong der größte Einzelmarkt weltweit. Im vergangenen Jahr hat Audi dort 571.000 Automobile ausgeliefert. In den ersten drei Quartalen 2016 hat die Marke ihre Auslieferungen um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert.

Die 6 Stunden von Shanghai beginnen am Rennsonntag, 6. November, um 11 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ). Eurosport bietet auf seiner deutschen Website einen kostenlosen Video-Livestream für das gesamte Rennen und überträgt die Schlussphase (8.30 bis 10.15 Uhr MEZ) live auf Eurosport 1. Audi informiert seine Fans auf Facebook (AudiSport) und auf Twitter (@audisport).

Tabellenstände nach sieben von neun Läufen:

Fahrerwertung

  • 1. Jani/Lieb/Dumas (Porsche), 140 Punkte
  • 2. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota), 117 Punkte
  • 3. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi), 111,5 Punkte
  • 4. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche), 93,5 Punkte
  • 5. Fässler/Lotterer (Audi), 78 Punkte
  • 6. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion), 60 Punkte
  • 7. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine-Nissan), 46 Punkte
  • 8. Tréluyer (Audi), 44 Punkte

Markenwertung

  • 1. Porsche, 263 Punkte
  • 2. Audi, 204 Punkte
  • 3. Toyota, 174 Punkte

Erster Titel 2016 für Nico Rosberg: ADAC Motorsportler des Jahres

Nico Rosberg (c)EHirsch

Nico Rosberg ist ADAC Motorsportler des Jahres. Im vierten und letzten Wahlgang wählte am Mittwochabend in München eine Jury aus Medien- und ADAC-Vertretern den gebürtigen Wiesbadener einstimmig. Rosberg setzte sich damit gegen den vierfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier durch. „Nico Rosberg hat schon jetzt ein beeindruckendes Motorsportjahr hinter sich. Neun Formel-1-Siege in 18 Rennen sprechen für sich“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Nico zeigt sich in dieser Saison extrem kampfstark und kann auch in schwierigen Situation, insbesondere auch gegen seinen Teamkollegen, bestehen. Ganz gleich, ob er noch Formel-1-Weltmeister wird oder nicht, den Titel als ADAC Motorsportler des Jahres hat er verdient. Wie so viele erfolgreiche Motorsportler, hat Nico seine ersten motorsportlichen Schritte in einer der Nachwuchsserien des ADAC gemacht und die Formel BMW ADAC im Jahr 2002 gewonnen.“

„Ich fühle mich sehr geehrt, da diesen Preis schon viele bedeutende Namen des deutschen Motorsports erhalten haben“, so Nico Rosberg. „Ich durfte diese Saison schon einige Mal ganz oben auf dem Podium in der Formel 1 stehen, ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich dies größten Teils meinem Team zu verdanken habe. Denn ohne diesen Silberpfeil wären Rennsiege nicht möglich. Meinem Team gehört der Preis genauso. Vielen Dank an den ADAC für diese Ehrung, das gibt mir noch mal eine besondere Motivation für den Rest der Saison. Ich hoffe, noch den einen oder anderen Sieg einzufahren.“

Zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres wurde Maximilian Günther gewählt. Die Jury entschied sich ebenfalls im vierten und letzten Wahlgang mit 8:3 Stimmen für den 19-jährigen aus Oberstdorf und gab ihm damit den Vorzug vor Mick Schumacher. Günther belegte in seinem zweiten Jahr in der FIA Formel 3 Europameisterschaft den zweiten Platz. In den Jahren 2013 und 2014 startete er im ADAC Formel Masters, der Vorgängerserie der ADAC Formel 4, und belegte jeweils Rang zwei. „Maximilian Günther hat es mit seinem Talent und Beharrlichkeit in den ADAC Kart Meisterschaften über das ADAC Formel Masters bis zum Formel-3-Vize-Europameister geschafft. Eine starke Leistung, die zeigt, dass unsere Nachwuchsarbeit funktioniert“, so ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Wenn Maximilian weiter so konsequent arbeitet und auch die notwendige Unterstützung aus der Industrie erhält, dann kann sein Weg ganz nach oben führen.“

„Mega, einfach unglaublich, mit dieser Wahl habe ich überhaupt nicht gerechnet. Diese Auszeichnung ist für mich etwas sehr Besonderes. Vielen Dank an die Jury aber auch an den ADAC und die ADAC Stiftung Sport, die mich schon in frühen Jahren unterstützt haben“, sagt Maximilian Günther.

Die Jury zur Wahl des ADAC Motorsportler des Jahres und ADAC Junior Motorsportler des Jahres bestand aus: Bianca Garloff (Chefredakteurin Auto Bild Motorsport), Jürgen Kemmner (Stuttgarter Zeitung), Christian Nimmervoll (Chefredakteur Motorsport-Total.com), Michael Ohr (Leiter Zentralabteilung HR Sport), Marion Rott (Motorsport-Magazin.com) sowie den ADAC-Vertretern Jürgen Fabry (Referent für Automobile), Dieter Junge (Referent für Motorräder), Manfred Rückle (Referent für Motorboote) und dem Gastgeber ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Die Ehrung der ADAC Motorsportler des Jahres findet am 17. Dezember 2016 im Rahmen der ADAC SportGala in der ADAC-Zentrale in München statt. Rosberg erhält den großen Christophorus aus Nymphenburger Porzellan, Günther ein kleines Pendant.

Der ADAC Motorsportler des Jahres wird seit 1980 für herausragende Leistungen im Motorsport vergeben. Die Liste der Gewinner beginnt mit den Rallye-Weltmeistern Walter Röhrl/Christian Geistdörfer. Auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, DTM-Rekordchampion Bernd Schneider sowie der fünfmalige Motorradweltmeister Anton Mang und der Sieger der 24h von Le Mans, Nico Hülkenberg erhielten bereits die Auszeichnung. Der Titel ADAC Junior-Motorsportler des Jahres wurde erstmals 1990 verliehen.
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Unter Strom: Frentzen testet Tesla Model S für Electric GT Championship

heinz-harald-frenzen-im-tesla_(c)Electric GT

Der ehemalige Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen kehrte vor Kurzem ins Renngeschehen zurück, um das neuen Tesla Model S zu testen. Der Deutsche absolvierte mehrere Runden am Circuit Paul Ricard in Süden Frankreichs und gab dem Tesla-Team Feedback zum Auto, das nächstes Jahr in der Electric GT Championship an den Start gehen wird.

Frentzen begann seine höchst erfolgreiche Motorsport-Karriere beim Mercedes-Juniorenteam in der World Sportscar Championship. Bald darauf schaffte er den Sprung in die Königsklasse und holte als Formel-1-Pilot zwei Pole-Positions, drei Siege und 18 Podestplätze. 1997 wurde er mit dem Team Williams Zweiter in der WM-Gesamtwertung, 1999 Dritter als Fahrer für den Rennstall Jordan. 2003 beendete er seine Formel-1-Karriere und wechselte zu Audi in die DTM. Frentzen hat übrigens einen berühmten Verwandten im Elektrorennsport. Der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld, Schwager von Frentzen, geht in der vollelektrischen Formel-E-Serie für den indischen Rennstall Mahindra an den Start.

Die EGT Championship, die erste emissionsfreie GT-Rennserie der Welt, testete vor Kurzem am Circuit Paul Ricard in Le Castellet die eigens für die Serie angefertigten Pirelli-Reifen, als Frentzen die Verantwortlichen kontaktierte.

Im Laufe des Tages wurden insgesamt 40 Runden absolviert, davon 7 Runden mit Frentzen am Steuer. Der Deutsche zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung und den Ambitionen der EGT Championship, die er voll und ganz unterstützt.

„Ich besitze schon seit Jahren ein Tesla-Auto. Umso mehr hat es mich also gefreut, einen der ersten Rennboliden dieser Marke fahren zu dürfen“, so Frentzen. „Das war eine tolle Gelegenheit, um das große Potenzial von E-Racing-Autos hautnah zu erleben. Mark [Gemmell, Geschäftsführer der EGT Championship] und sein EGT-Team sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.“

Durch die Tests in Südfrankreich konnten die Organisatoren der Serie viel über die neuen Reifen sowie über das Fahrverhalten des Autos erfahren. Nach seinen Runden gab auch Frentzen detailliertes Feedback.

„Wir haben uns sehr über den Besuch von Heinz-Harald gefreut“, so Mark Gemmell, der Geschäftsführer der Electric GT Championship während der Präsentation des Rennautos bei der Messe ‚Sportel TV‘ in Monaco. „Natürlich ist er ein überragender Rennfahrer. Aber darüber hinaus ist er auch ein Tesla-Fan und besitzt selbst zwei Tesla-Autos. Ich erzählte ihm ein wenig von der Championship und wir konnten eine Testfahrt für den Nachmittag organisieren. Er gab uns danach ganz wichtiges Feedback zum Auto.“

Die Electric GT Championship beginnt im Jahr 2017. Zu den bereits bestätigten Fixstartern im so genannten „Drivers’ Selection Club“ zählen u. a. Stefan Wilson, Vittoria Piria, Dani Clos und Lellani Münter.

Zur Info:

Die Electric GT Championship ist eine neue Motorsportserie mit dem Ziel, die nachhaltige Mobilität zu fördern. Die Serie wurde am 9. März 2016 erstmals vorgestellt. Das erste Rennen soll ein Jahr später stattfinden. Als Rennauto für die erste Saison wurde der Tesla S P85+ ausgewählt. Im ersten Jahr der der Electric GT Championship werden sich 10 Teams und 20 Fahrer in 7 Rennen messen. An den Rennwochenenden wird es ein 20-minütiges Training, ein 30-minütiges Qualifying sowie zwei Rennen à je 60 km geben. Eines der Rennen findet am Tag statt, das andere bei Einbruch der Dunkelheit. Bei zahlreichen Rahmenveranstaltungen während des Wochenendes werden auch neue Technologien und Innovationen gezeigt. Fans können die Rennen live auf Periscope, Twitch und YouTube streamen und über soziale Medien mit den Rennteams in Kontakt treten.