WEC: Mission Titelverteidigung geglückt, Porsche gewinnt die Hersteller-WM

porsche-sieg-in-shanghai (c)Porsche

Porsche ist erneut Weltmeister. Der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen sicherte sich mit dem innovativen Le-Mans-Prototyp Porsche 919 Hybrid bereits ein Rennen vor Saisonende den Herstellertitel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Die Plätze eins und vier der Fahrertrios Timo Bernhard/Brendon Hartley/Mark Webber und Romain Dumas/Neel Jani/Marc Lieb bescherten Porsche beim Sechsstundenrennen in Shanghai 38 Punkte. Mit nun insgesamt 301 Zählern ist Porsche beim Finale in Bahrain (19. November) uneinholbar für Audi (222) und Toyota (207). Platz zwei und drei ging an Toyota, bester Audi war das Trio Lucas di Grassi/Oliver Jarvis und Loic Duval auf Platz fünf.

 „Es war ein super Rennen für uns. Brendon fuhr einen klasse Start. Wir konnten die Führung halten und dann ausbauen. Ich war als Zweiter im Auto und bin auch einen Doppelstint gefahren. Der Nummer-6-Toyota mit Kamui Kobayashi war sehr stark. Oft war die Verkehrssituation im Rennen entscheidend. Man musste ständig eine Balance finden zwischen aggressivem und defensivem Verhalten beim Überrunden. Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg für unser tolles Trio“, sagte Sieger Timo Bernhard.

Porsche feierte den sechsten Saisonsieg und die erfolgreiche Verteidigung des Herstellertitels in Shanghai. Den vorletzten von neun Läufen zur WEC gewannen das Trio Bernhard, Hartley und Webber von der Poleposition aus. Die schnellste Rennrunde auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit fuhr Hartley in 1.45,935 Minuten.

Andreas Seidl, Porsche-Teamchef: „Es fühlt sich großartig an, für Porsche erneut den Weltmeistertitel für Hersteller geholt zu haben. Das ist der Leistung von jedem einzelnen Teammitglied zu verdanken – zuhause in Weissach und hier an der Rennstrecke – und natürlich auch unseren Partnern. Der Titel ist das Resultat eines über die ganze Saison schnellen und zuverlässigen Autos und einer starken Team Performance. Hier in Shanghai haben wir die Poleposition geholt, die schnellste Rennrunde verbucht, hatten konstant das schnellste Auto im Feld, die besten Boxenstops, die richtige Strategie und die besten Fahrer im Auto. Wir haben den ersten Titel verdient gewonnen und wollen beim Finale in Bahrain auch noch um einen weiteren Titel kämpfen.“

Fritz Enzinger, Leiter LMP1 bei Porsche, ergänzte: „Dieser große Erfolg war nur durch eine große Teamleistung möglich. Mechaniker, Ingenieure und Fahrer sowie viele weitere Menschen hinter den Kulissen haben hart dafür gekämpft und wurden jetzt zum zweiten Mal nach 2015 dafür belohnt. Das zeigt nicht nur das Potenzial des 919 Hybrid auf, sondern das der kompletten Mannschaft. Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken.“

Toyota bot eine starke Vorstellung, kam mit beiden Boliden auf das Podium. Die Strategie und die Ausdehnung der Stints der Toyota-Piloten sorgten für die beiden Podestplätze. Zu Rennende verzichtete Toyota sogar bei beiden Prototypen auf einen Reifenwechsel. Die eingesparte Zeit wurde am Ende belohnt, das zweite Porsche-Auto wurde hinter sich gelassen.

Für Audi verlief die Abschiedstournee alles andere als zufriedenstellend. Die 6 Stunden von Shanghai entwickelten sich für Audi in diesem Jahr zur Durchhalteprobe. Zunächst zählte die Startnummer 8 von Lucas di Grassi/Loïc Duval/Oliver Jarvis zur Spitze. Doch technische Probleme beim Nachtanken warfen das Audi-Trio weit zurück. Am Ende musste sich die Nummer 8 mit dem fünften Platz begnügen.

Die Startnummer 7 des Audi-Trios Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer lag zunächst auf Platz sechs und rückte zur Rennmitte auf Platz fünf vor. Doch eine Kollision mit dem Audi-Schwesterauto #8 ließen alle Siegchancen platzen. Mit 14 Runden Rückstand nahm Fässler das Rennen als Sechzehnter wieder auf und kämpfte sich bis ins Ziel auf Position sechs vor.

„Diese Rückschläge waren sehr enttäuschend“, bilanzierte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Erfreulich war für uns der starke Einsatz des gesamten Teams und unserer Fahrer. Sie haben nie aufgegeben und sechs Stunden lang für Audi gekämpft. So haben wir 18 Punkte gesammelt und konnten unseren zweiten Tabellenrang verteidigen. Wir können beim Finale noch Vizeweltmeister werden.“

Ergebnis Rennen:

  • 1. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 195 Runden
  • 2. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) +59,785 Sek.
  • 3. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) +1.06,038 Min.
  • 4. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) +1.40,855 Min.
  • 5. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) –3 Rd.
  • 6. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi) – 14 Rd.
  • 7. Kaffer/Trummer/Webb (CLM P1/01) – 14 Rd.
  • 8. Brundle/Rusinov/Stevens (Oreca-Nissan) – 15 Rd.
  • 9. Blomqvist/Gelael/Giovinazzi (Ligier-Nissan) – 16 Rd.
  • 10. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) –16 Rd.
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