Formel E: Mercedes-Boss Wolff im Interview: „Keine Entwicklungsrolle für Engel & Rosenqvist“

Mercedes-Boss_Toto_Wolff (c)Helmut Ulrich

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Mercedes hat sich kürzlich die Option gesichert, 2018 als Werksteam in die Formel E einzusteigen. Motorsportchef Toto Wolff hat uns daraufhin beim DTM-Finale in Hockenheim einen Einblick gegeben, weshalb sich die Stuttgarter für die Elektrorennserie so brennend interessieren. Im Interview verrät der 44-jährige gebürtige Wiener, ob seine Schützlinge Maro Engel und Felix Rosenqvist eine Entwicklungsrolle bei Mercedes einnehmen könnten und warum der Österreicher über einem Wiener ePrix nicht abgeneigt wäre.

Vor zehn Monaten haben Sie bei „Stars & Cars“ in Stuttgart beim Thema Formel E noch abgewunken, heute interessiert sich Mercedes brennend für die Formel E. Weshalb dieses Umdenken?

Es war nicht einmal ein Umdenken. Ich wollte quasi einen Startschuss geben, dass wir uns die Formel E ernsthaft anschauen. Es ist ein Start-up, eine neue Serie und etwas, das wir noch nicht so auf dem Radar hatten. Jetzt sehen wir es uns ganz offiziell an, um zu entscheiden, ob es für uns etwas ist oder nicht.

Was gab für Sie den Ausschlag, „Ja“ zur Formel E zu sagen?

Wir haben noch nicht „Ja“ gesagt, wir haben eine Option. Wir überlegen, ob wir es machen oder nicht. Die Serie hat sich positiv entwickelt. Die Elektrifizierung auf der Straße wird stattfinden. Sie findet auch schon bei uns auf der Rennstrecke statt, nämlich in der Formel 1. Ein großer Teil des Antriebs ist elektrisch und gibt uns auch einen Wettbewerbsvorteil. Ob eine voll elektrische Serie Relevanz hat oder nicht, bleibt abzuwarten. Aber ich beobachte es mit Interesse.

Mit Maro Engel und Felix Rosenqvist fahren schon zwei Mercedes-Werksfahrer in der Formel E für die Teams Venturi und Mahindra. Holt sich Mercedes mit den beiden Piloten schon jetzt erste Erfahrungswerte für den möglichen Einstieg 2018/19?

Nein, das hat überhaupt nichts damit zu tun. Beide Fahrer sind bei unabhängigen Teams. Ich begrüße das Engagement der beiden sehr, denn je mehr sie fahren, umso besser ist es auch für uns. Es ist aber für uns keine Art Entwicklungsrolle.

Was sagen Sie zu den Locations der Formel E?

Es sind tolle Stadtrennen in Großstädten. Es ist ein richtiges Event und ein anderes Format, als wir es aus der Formel 1 kennen. Insofern ist es etwas anderes, und das ist auch gut so.

Würden Sie einen ePrix in Wien begrüßen?

Ja, absolut, Wien wäre super. Für mich als Wiener wäre das eine großartige Geschichte. Das ist aber nicht meine Entscheidung, sondern die des Promoters.

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