Mahindra Racing: Große Erwartungen von Heidfeld und Rosenqvist

mahindra-nick-heidfeld (c)Mahindra

Mahindra Racing kommt mit großen Erwartungen zum Formel-E-Saisonauftakt nach Hongkong. Grund: der neue M3Electro-Antrieb hat bei den offiziellen Testfahrten in Donington seine Feuertaufe mit Bravour bestanden, läuft wie am Schnürchen und scheint sehr zuverlässig zu funktionieren.

Im Team gibt es ebenfalls Veränderungen. Nick Heidfeld verlängerte beim indischen Rennstall und bekommt mit Felix Rosenqvist einen neuen Teamkollegen, der Bruno Senna ablöst. „Ich bin sehr glücklich darüber, wie die Testsessions vor Saisonbeginn mit dem neuen M3Electro gelaufen sind“, sagt Heidfeld zuversichtlich. „Der neue Mahindra-Antrieb hat einige, großartige Veränderungen erhalten. Das Paket für Saison drei sah schon Ende letzter Saison sehr vielversprechend aus. Wir haben eine Menge Testkilometer abgespult, einerseits bei geheimen Testfahrten und andererseits bei den gemeinsamen Testsessions in Donington. In den Rennen werden wir viel engere Kurven und mehr wellige Strecken befahren. Die Städte, in denen die Formel E Station macht, ist der Garant für eine spannende Meisterschaft und für den Piloten ist es eine große Herausforderung. Hongkong wird nicht anders sein. Ich freue mich sehr, dass es endlich losgeht und hoffentlich bringen wir Mahindra Racing ein weiteres Stück nach vorne“, blickt der Mönchengladbacher dem Saisonstart erwartungsvoll entgegen.

Über 4.100 Kilometer prüften Heidfeld und Rosenqvist den neu entwickelten M3Electro auf Herz und Nieren. Bei geheimen Testfahrten in Spanien legte das Mahindra-Duo mehr als 2.200 Test-Kilometer zurück. Dazu kamen weitere 1.900 Kilometer in Donington.

Der Mahindra-Bolide ist definitiv leichter als das Gefährt aus der Vorsaison. Neben der Zuverlässigkeit stimmten auch die Rundenzeiten der beiden Mahindra-Piloten, die waren immer im Spitzenfeld zu finden waren. Doch was die Zeiten tatsächlich wert sind, erfahren wir jetzt spätestens in Hongkong. Dort müssen definitiv alle Teams die Hosen heruntergelassen.

Während Heidfeld im Mahindra-Team seine zweite Saison in Angriff nimmt, kommt mit Felix Rosenqvist ein Newcomer zu Mahindra. Rosenqvist gilt als Tausendsassa, der 24-Jährige schlug in der DTM für Mercedes ein wie eine Bombe. Bei seinem Renndebüt (Rosenqvist ersetzte Estenban Occon, der in die Formel 1 wechselte) in Moskau fuhr der Schwede gleich in die Top Ten und konnte seine hervorragende Leistung zuletzt in Budapest mit Platz acht als bester Mercedes-Pilot erneut unter Beweis stellen. Rosenqvist ist Formel-3-Meister von 2015, und amtierender Macau-GP-Sieger. Mercedes-AMG DTM-Teamchef Ulrich Fritz bestätigt das große Talent des blonden Schweden. „Wenn das Material passt, glaube ich schon, dass Felix vorne mitfahren kann. Felix hat einen mega-Einstand in der DTM hingelegt. Er hat eine tolle Ausbildung, großes Potential und Talent“, lobt ihn Fritz in den höchsten Tönen.

Rosenqvist selbst kann seine Formel-E-Premiere schon gar nicht mehr erwarten. „Ich fühle mich sehr gut vorbereitet für Hongkong und der Herausforderung für die Formel-E-Straßenrennkurse gewachsen“, sagt Rosenqvist selbstbewusst. „Der M3Electro ist für mich als Fahrer sehr interessant, die Serie sehr interaktiv und beinhaltet ein technisches Element, das in keiner anderen Rennserie zu finden ist. Es wird ein schwierige Lernkurve für mich, das straffe Eintagesformat und den daraus resultierenden Druck zu meistern. Es ist aber genau so ein Wettkampf, den ich so liebe. Unsere Testfahren verliefen sehr vielversprechend, der M3Electro war ziemlich zuverlässig. Verglichen mit den anderen Teams scheint unser Antrieb sehr konkurrenzfähig zu sein. Der Härtetest wird aber erst beim Rennen kommen. Mal sehen, was passiert. Ich bin jedenfalls schon sehr aufgeregt, dass es losgeht“, fiebert Rosenqvist seiner Formel-E-Premiere entgegen.

Mahindra Teamchef Dilbagh Gill strotzt vor Selbstvertrauen. „Mahindra steht heute da, wo wir zu Saisonbeginn sein wollten. Ich glaube, dass wir seit dem Einstieg in der Formel E am besten vorbereitet in die neue Saison starten. Unser Rookie Felix hat sich im Team schon sehr gut eingelebt und Nick hat wesentlich für die Entwicklung des neuen Antriebs beigetragen. Das erste Rennen in Hongkong ist eine ganz neue Location und eine Herausforderung für unser Team. Wir sind sehr zufrieden damit, dass die Vorbereitungen uns in so einer starken Position für die neue Saison bringen“, so Gill.

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