WEC: Porsche gewinnt 6h in Austin

porsche-919-in-der-lmp1 (c)Porsche

Im spannenden 6h-Thriller von Austin gewann Porsche das Langstrecken-Rennen von Austin. In der Hitzeschlacht in Texas feierten Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard auf den Porsche 919 ihren dritten Sieg hintereinander. Nach dem Sieg am Nürburgring und zuletzt in Mexico machten Webber& Co mit dem Erfolg in der Hitze von Texas den Hattrick perfekt.

Audi konnte ihre Dominanz nicht in einen Sieg ummünzen und musste sich mit Platz zwei zufriedengeben (Lucas di Grassi/Loic Duval/Oliver Jarvis). Dritter wurde das Werksteam von Toyota (Mike Conway/Kamui Kobayashi/Stephane Sarrazin), damit standen alle drei LMP1-Hersteller auf dem Podium. Lange Zeit sah es so aus, dass Audi die Nase vorn behält, doch in der zweiten Rennhälfte drehte sich das Blatt zugunsten von Porsche. Eine Gelbphase brachte den Umschwung, denn kurz zuvor war die in Führung liegenden Audi-Piloten in der Box. Kein passendes Timing für die Ingolstädter, während Porsche die Gelbphase geschickt zum Boxenstopp nutzte.

„Es war ein schwer verdienter Sieg, hart erkämpft“, sagte ein strahlender Sieger Bernhard, der für Porsche den Schlussstint hinlegte. 23 Sekunden Vorsprung hatten die Titelverteidiger am Ende. „Wir haben ein tolles Team und haben perfekt zurückgeschlagen. Das Auto lief bis zum Schluß perfekt“, ergänzte der Saarländer. 

Audi begann das Wochenende dominant: In allen Trainings lag der Hybrid-Sportwagen R18 vorn, im Zeittraining qualifizierten sich beide Rennwagen des Audi Sport Team Joest für die erste Startreihe. Auch das Rennen begann stark. Bei Außentemperaturen von 36 Grad Celsius bauten die Audi-Piloten einen Vorsprung von fast einer Minute vor den besten Verfolgern auf. Zunächst führte Marcel Fässler und anschließend André Lotterer in der Nummer 7, dann übernahm Lucas di Grassi mit der Nummer 8 die Spitze.

Doch für die starke Vorstellung gab es am Ende mit einem Pokal für Rang zwei nicht den erhofften Lohn. Lange Zeit lag Audis Nummer 8 vorne, doch mehreren Zwischenfällen warfen die Ingolstädter zurück. Immerhin kämpften sie sich wieder bis auf Platz zwei vor.

Seinem Teamkollegen Duval gelang die schnellste Runde des Rennens. In Runde 99 büßte er die Führung ein, als ein elektrisches Problem seinen Audi rund 50 Sekunden lang lahmlegte. Später kam der Franzose eher als geplant zum Boxenstopp, denn seine Getränkezufuhr funktionierte nicht mehr. Als die Rennleitung kurz danach eine Gelbphase ausrief, gewann Porsche bei ihren Boxenstopps die entscheidende Zeit für den Sieg. In der fünften Rennstunde schließlich musste di Grassi kurz nach einem Stopp erneut an die Box, um eine offene Tür schließen zu lassen. Zuverlässigkeit sieht anders aus. Am Schluss wurde es noch einmal knapp  Platz zwei zu behaupten, denn Sarrazin kam mit dem Toyota immer näher ran.

„Es ist kaum zu glauben, wie viel im Lauf von sechs Rennstunden schiefgehen kann“, sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Unsere Fahrer haben eine tolle Vorstellung abgegeben und sich im Audi R18 sehr wohl gefühlt. Wir waren in allen Sessionen schnell, auch im Rennen fuhr niemand schnellere Rundenzeiten als wir. Die Rückschläge haben uns hart getroffen, denn heute war ein Doppelsieg möglich. Da ist Platz zwei nur ein schwacher Trost.“

Bis zur fünften Rennstunde rechneten sich auch das Trio Fässler/Lotterer/Treluyer Chancen auf den Sieg aus. Treluyer lag mit nur 19 Sekunden Rückstand an zweiter Stelle, als ein überrundeter Ford-GT-Pilot den Audi ins Kiesbett drehte. Sechs Runden vergingen, um die Box zu erreichen und die Schäden reparieren zu lassen, am Ende blieb ihnen der undankbare sechste Platz.

In der Markenwertung liegt Audi drei Läufe vor Schluss als Zweiter weiterhin in der Verfolgerposition hinter Porsche. In der Fahrerwertung führen Dumas/Jani/Lieb, dahinter lauern di Grassi/Duval/Jarvis. Die Titelentscheidungen fallen im letzten Saisondrittel, das in vier Wochen auf dem Kurs von Fuji in Japan beginnt.

Ergebnis 6h Austin (USA):

  • 1. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 186 Runden
  • 2. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) +23,641 Sek.
  • 3. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) +26,096 Sek.
  • 4. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) –1 Rd.
  • 5. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) –2 Rd.
  • 6. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18) –6 Rd.
  • 7. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) –12 Rd.
  • 8. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine) –14 Rd.
  • 9. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) –15 Rd.
  • 10. Brundle/Rast/Rusinov (Oreca-Nissan) –15 Rd.
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