DTM: BMW-Pilot Martin Tomczyk verlässt DTM-Bühne, wechselt in den GT-Sport

 

Martin Tomczyk ©Erich Hirsch

Martin Tomczyk sagt der DTM ‚Servus‘ und wechselt innerhalb von BMW Motorsport in den GT-Sport. Eine große sportliche Ära neigt sich dem Ende – Insgesamt 16 Jahre kämpfte Tomczyk in der DTM um Siege, schnellste Runden und Podiumserfolge. Dabei gelang dem sympathischen Rosenheimer im Jahr 2011 der Titelerfolg, zweifellos der Höhepunkt in seiner Karriere im Deutschen Tourenwagen Masters.

Nach 16 Jahren wird der 34-Jährige zum Saisonende seine erfolgreiche Zeit in der DTM auf eigenen Wunsch hin beenden. Auf dem Nürburgring, in Budapest und auf dem Hockenheimring werden die Fans den Fahrer vom BMW Team Schnitzer damit zum letzten Mal am Steuer seines BMW M4 DTM erleben. Tomczyk bleibt BMW im Motorsport erhalten und wird sich künftig auf Einsätze im internationalen Motorsport konzentrieren.

„Meine Entscheidung ist mir sicherlich nicht leicht gefallen, da ich in den 16 Jahren ein Teil der DTM geworden bin“, sagte Tomczyk. „In dieser Zeit habe ich viele Fahrer kommen und gehen sehen. Jetzt ist es an der Zeit, selbst ‚Servus’ zu sagen und mich gemeinsam mit BMW neuen sportlichen Herausforderungen zu stellen. Ein großer Dank gilt Hans-Jürgen Abt und seinem gesamten Team, wo ich zehn Jahre lang das Handwerkszeug als Profi-Rennfahrer gelernt habe. Auch Dr. Wolfgang Ullrich und Audi haben mir damals den nötigen Rückhalt gegeben,um mich im Motorsport etablieren zu können. Ernst Moser und sein Team Phoenix Racing waren 2011 der Schlüssel, um gemeinsam den DTM-Titel einzufahren. Sicher das Highlight meiner bisherigen Karriere.“

2006_DTM_Martin Tomczyk erster DTM-Sieg (c)Tomczyk

Mit mindestens 28 Podiumsplatzierungen, acht Pole-Position und sieben Siegen beendet Tomczyk zum Saisonende also seine umfassende DTM-Karriere. Die Gründe für seinen freiwilligen Rückzug aus der DTM erklärt der Rosenheimer selbst. „Ab 2012 begann für mich mit BMW dann ein neuer Abschnitt in der DTM. Der Wiedereinstieg und die damit verbundene Aufbauarbeit stellten für mich eine ganz besonders reizvolle Aufgabe dar. Dass wir bereits im ersten Jahr gemeinsam alle DTM-Titel feiern durften, war ebenfalls ein großer Moment. Ich denke, ich habe mich in den letzten Jahren als Rennfahrer weiterentwickelt und nach mittlerweile 16 Jahren in dieser Serie darüber nachgedacht: Passt die DTM noch zu mir? Kann ich dort noch die Ergebnisse erzielen, die meinen eigenen Ansprüchen entsprechen? Ich fühle mich auch im GT-Sport sehr wohl, in dem ich in den letzten Jahren immer wieder unterwegs war. Er hat sich sehr stark professionalisiert und wird dies noch weiter tun.Ich glaube, dass ich mich dort als Fahrer noch mehr weiterentwickeln und einbringen kann. Aus diesem Grund habe ich für mich diese Entscheidung getroffen und Jens Marquardt darüber informiert. Ich freue mich deshalb umso mehr, auch weiterhin mit BMW zusammenarbeiten und neue, gemeinsame Motorsportprojekte erfolgreich in Angriff nehmen zu können.“

Dabei möchte der zweifache Familienvater an seiner erfolgreichen Karrierestatistik weiter arbeiten. Das hat den Oberbayer bereits von Beginn seiner Karriere an ausgezeichnet: besonders akribisches Arbeiten, das ständige Streben nach der Perfektion auf der Rennstrecke und ein Kampfgeist, der sich gerade in schwierigen und anspruchsvollen Momenten seiner DTM-Laufbahn zeigte.

„Eine DTM-Saison ohne Martin Tomczyk ist ohne Zweifel nur sehr schwer vorstellbar“, meint BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Martin hat die Serie so sehr geprägt wie kaum ein anderer Fahrer in der Geschichte. Als er 2012 für unser DTM-Comeback zu BMW Motorsport kam, hat er das gesamte Projekt mit seiner unglaublichen Erfahrung erheblich vorangebracht. Zugleich ist Martin sehr eng mit der BMW-Familie verwachsen und ein Botschafter der Marke geworden. Mit seiner sehr lockeren Art – und das bei maximaler Professionalität – ist er ein Sympathieträger. Umso mehr freue ich mich, dass er langfristig bei uns bleibt und ein wichtiger Teil unseres zukünftigen Motorsportprogramms wird. Tatsache ist aber auch: Die DTM-Fans werden Martin Tomczyk vermissen.“

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