WEC: Audi erobert in Mexiko dritte Pole-Position

Audis Pole-Setter in Mexico,WEC (c)Audi

Silverstone, Nürburgring, Mexiko-Stadt: Mit der dritten Trainingsbestzeit in diesem Jahr ist Audi die bislang beste Marke in den Zeittrainings der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Erstmals in dieser Saison startet der Audi R18 mit der Startnummer 8 von der vordersten Position in das 6-Stunden-Rennen.

Die beiden Porsche 919 Hybrid starten aus den Reihen eins und zwei zum fünften Lauf der WEC. Die aktuellen Tabellenführer Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb  nehmen das Sechsstundenrennen am Samstag vom zweiten Startplatz in Angriff. Die amtierenden Weltmeister Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber sind als Vierte qualifiziert.

Am Freitag erlebte die WEC ein spannungsgeladenes Qualifying und damit den Vorgeschmack auf ein packendes Rennen: Lucas di Grassi und Loic Duval sicherten sich im Kampf um Platz eins einen Vorsprung von gerade 42 Tausendstelsekunden. „Es hat sich ausgezahlt, mit vollem Elan in die zweite Saisonhälfte zu starten“, sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Unsere Jungs haben sich eine gute Ausgangsbasis für das Rennen verschafft und sich heute auch um einen Punkt in der Tabelle verbessert. In den Trainings hat der Audi R18 auch über die Distanz seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Im Rennen wird es darauf ankommen, auf der engen Strecke niemanden zu berühren. Audi ist am Samstag auf jeden Fall in der Lage, um den Sieg zu kämpfen.“

Lucas di Grassi freute sich über seine erste Pole-Position mit Audi. „Ich hatte eine freie Strecke und konnte alles aus dem Auto herausholen“, sagte der Brasilianer. „Unseren Startplatz verdanken wir einer starken Leistung der gesamten Mannschaft.“ Loic Duval ergänzte: „Das Ergebnis zeigt, wie gut Lucas, Oliver Jarvis und ich als Team inzwischen zusammengewachsen sind. Lucas hat mit seiner Super-Zeit die Grundlage für unsere Startposition gelegt.“ In der WEC zählt der Durchschnitt der jeweils schnellsten Runde von zwei Fahrern für die Startaufstellung.

Porsche LMP1-Fahrzeuge (c)Porsche

Mark Webber (Porsche), Vierter im Qualifying sagte: „Das Team hat über Nacht super gearbeitet und unser Auto noch weiter verbessert. Im Qualifying haben wir alles gegeben, aber die Session lief nicht ganz optimal. Glückwunsch an Audi zur starken Leistung. Wie immer im Langstreckensport: Die Poleposition ist nur ein Prozent in diesem Spiel, das Rennen geht über sechs Stunden.“

Audis Schwesterauto mit der Nummer 7, das in Silverstone und am Nürburgring von Platz eins ins Rennen ging, musste sich um 0,281 Sekunden geschlagen geben und startet von Rang drei. André Lotterer gelang in seinem Anlauf die schnellste Runde aller Fahrer mit seiner Zeit von 1.24,763 Minuten. „Ich bin zufrieden, auch wenn ich im ersten Sektor noch ein bisschen besser hätte sein können. Ich habe danach noch einen Anlauf unternommen, mich aber nicht mehr verbessert.“

Teamkollege Marcel Fässler fand nach eigener Aussage auf der 4,304 Kilometer langen Strecke keinen idealen Rhythmus. „Meine erste Runde bin ich so angegangen, dass ich das Auto nicht überfahren habe, doch die Zeit war viel zu schlecht. Also wollte ich nachlegen, habe dabei aber leider kleine Fehler gemacht“, so der Schweizer.

Beide Audi R18 waren die einzigen Rennwagen im Feld, deren schnellste Rundenzeiten besser waren als 1.25 Minuten. Am Samstag wartet eine große Herausforderung auf die Teams. Das Autódromo Hermanos Rodríguez liegt auf fast 2.300 Meter Höhe. Die Luft ist viel dünner als auf Meeresspiegelniveau. Audi hat den R18 technisch angepasst, während die Fahrer im Verlauf von sechs Rennstunden körperlich stark gefordert sind. Nachdem Benoît Tréluyer auf einen Start verzichtet, um seine Fitness nach einem Fahrradunfall voll wiederzuerlangen, treten Fässler und Lotterer zu zweit an. Im Schwesterauto teilen sich wie gewohnt die drei Audi-Piloten di Grassi/Duval/Jarvis die Arbeit.

Zufrieden gibt sich auch Porsches Teamchef Andreas Seidl: „Das war knapp! Was für ein enger Kampf zwischen uns und den Audi, Glückwunsch zur Poleposition. Wir stehen mit unseren Autos in den ersten beiden Startreihen und haben somit sehr gute Ausgangspositionen für das Rennen. Wir glauben, dass wir mit der Arbeit, die wir hier in den vergangenen beiden Tagen geleistet haben, ein gutes Rennauto für morgen haben und freuen uns auf einen spannenden WM-Lauf. Der Schlüssel wird sein, wie gut man hier in den engen Passagen durch den Verkehr kommt.“

Das Rennen beginnt um 13.30 Uhr Ortszeit (20.30 Uhr MESZ). Eurosport überträgt die 6 Stunden von Mexiko in voller Länge auf seiner Website in Deutschland live und kostenfrei. Am Sonntag, 4. September, zeigt der in Deutschland frei empfangbare TV-Sender Eurosport 1 von 9:30 bis 10:45 Uhr MESZ eine Zusammenfassung.

Ergebnis Qualifying:

  • 1. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) 1.25,069 Min.
  • 2. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) 1.25,111 Min.
  • 3. Fässler/Lotterer (Audi R18) 1.25,350 Min.
  • 4. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 1.25,400 Min.
  • 5. Buemi/Nakajima (Toyota) 1.25,960 Min.
  • 6. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) 1.26,183 Min.
  • 7. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) 1.29,909 Min.
  • 8. Kaffer/Trummer/Webb (CLM-AER) 1.31,674 Min.
  • 9. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) 1.35,485 Min.
  • 10. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine-Nissan) 1.35,819 Min.
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