Formel E: Audi steigt als Hersteller ein

FIA Formula E 2016/2017 (c)Audi

Die Motorsport-Meldung des Tages erreicht uns aus Ingolstadt. Audi kommt als erster deutscher Automobilhersteller in die Formel E. Ab der vierten Saison 2017/2018 steigen die Ingolstädter offiziell als Werksmannschaft in die Elektrorennserie ein und kooperieren eng mit Technologie-Partner Schaeffler. Für die am 9. Oktober in Hongkong beginnende neue Saison forciert der Hersteller mit den Vier Ringen ab sofort die Partnerschaft mit dem Team ABT mittels finanzielle und technische Unterstützug.

Sichtbar wird die neue Zusammenarbeit bereits am neuen ABT-Boliden, dem ABT Schaeffler FE02, wo am Heckflügel, an den Flanken und an der Nase das Logo der Ingolstädter prangert. Premiere feiert das neue Design kommende Woche bei den anstehenden Testfahrten vom 05. bis 07. September in Donington.

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich freut sich über das neue Engagement. „Audi nutzt den Motorsport immer konsequent dazu, neue Technologien für den späteren Serieneinsatz zu erproben und weiterzuentwickeln“, so Ullrich. „Mit dem quattro-Antrieb haben wir den Rallyesport revolutioniert und später auch auf der Rundstrecke Maßstäbe gesetzt. Bei den 24 Stunden von Le Mans war Audi der erste Hersteller, dem Siege mit einem TFSI-Motor, einem TDI und einem Hybrid-Rennwagen gelungen sind und der damit Motorsport-Geschichte geschrieben hat. Das wollen wir nun beim rein elektrischen Fahren wiederholen. Die Formel E ist mit ihren Rennen im Herzen von Metropolen eine ideale Bühne dafür, und das Team ABT Schaeffler Audi Sport für uns ein logischer Partner“, ergänzt der 66-jährige Motorsport-Verantwortliche der Ingolstädter.

Lucas di Grassi (c)Audi

Der Einstieg von Audi in die Elektrorennserie kommt nicht von ungefähr, denn mit Lucas di Grassi stellt Audi seit Beginn der Elektrorennserie 2014 einen Werkspiloten aus der WEC für das ABT-Team zur Verfügung. Das Testgelände von Audi in Neuburg nutzte das Kemptener Team intensiv für Entwicklung und Testläufe. Der Brasilianer di Grassi hatte in der Vergangenheit mehrmals betont, dass ein Werkseinsatz von Audi wünschenswert wäre, um längerfristig Renault (e.dams) und DS (Virgin) Paroli bieten zu können.  Mit dem Einstieg von Audi sind neben Renault, DS, Mahindra, Jaguar, NextEV und Faraday Future sieben Hersteller in der rein elektrischen Rennserie involviert.

Dr. Stefan Knirsch, Technik-Vorstand bei Audi, weiß um die Bedeutung der neuen Technologie. „Elektromobilität ist eines der Schlüsselthemen unserer Branche“, so Knirsch.  „Wir wollen uns zum führenden Premiumanbieter auf diesem Gebiet entwickeln. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. Das erste Modell dafür soll ein SUV sein, den wir 2018 präsentieren. Da ist es nur konsequent, dass wir unser Motorsport-Programm anpassen und uns in einer rein elektrischen Rennserie engagieren“, fügt der 50-Jährige hinzu.

 

 

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