DTM: Sommerpause vorbei, auf nach Moskau

DTM_in_Russland(c)DTM,ITR

Die Sommerpause ist vorüber – die DTM startet wieder durch. Nahe der russischen Hauptstadt steigt am kommenden Wochenende das sechste Rennwochenende der Saison 2016 auf dem Moscow Raceway. Die moderne Rennstrecke wurde nach den Plänen des Aachener Architekten Hermann Tilke gebaut und im Jahr 2012 eröffnet. Im vierten Jahr in Folge werden die 24 DTM-Piloten auf dem hochmodernen Kurs um Siege und Punkte kämpfen. Die Rennstrecke ist bekannt dafür, dass mit harten Bandagen gekämpft wird und die Zuschauer jede Menge Spektakel zu sehen bekommen. Alle drei Hersteller konnten auf dem Moscow Raceway bereits gewinnen – Audi feierte zwei, BMW und Mercedes-AMG jeweils einen Sieg. Diese Ausgeglichenheit ist zugleich ein Spiegelbild der aktuellen DTM-Saison.

Strecke:

Der 3,931 Kilometer lange Moscow Raceway,der gegen den Uhrzeigersinn verläuft, gehört wegen der vielen Kurven zu den langsameren Strecken in der DTM. Schnellster Abschnitt ist die auf dem Moscow Raceway mit knapp 900 Metern lange Gerade vor Start-und-Ziel, auf der die Fahrzeuge ihre Höchstgeschwindigkeit von knapp 250 Kilometern pro Stunde erreichen.

Der glatte und geschlossene Asphalt des Moscow Raceway erfordert ein optimales Zusammenspiel aus Reifendruck, Fahrzeugabstimmung und Aerodynamik, um die Rennreifen des Serienausrüsters Hankook schnell auf die ideale Arbeitstemperatur zu bringen und das hohes Grip-Niveau voll ausreizen zu können. Allerdings stellen die vielen Kurven und das teilweise winkelige Streckenlayout auch eine besondere Herausforderung für die Fahrer dar.

Audi:
„Der Moscow Raceway ist eine schöne Strecke, zu der wir gerne fahren“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi. „Wir haben dort schon sehr gute Rennen gesehen und ich glaube, den Fahrern macht der Kurs auch viel Spaß.“ In erster Linie dürfte diese Einschätzung auf Mike Rockenfeller zutreffen. Der Audi-Pilot entschied zwei der bisherigen vier Rennen für sich, siegte bei der Premiere und am Sonntag des Vorjahres. Nach einer bislang völlig verkorksten Saison, der DTM-Champion aus dem Jahr 2013 steht nach zehn Rennen mit mageren fünf Punkten da, hofft er nun, in Moskau neues Selbstvertrauen tanken zu können. „So frustrierend die Saison bisher auch verläuft, wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“, so Rockenfeller. Ganz anders ist die Gemütslage bei seinen Markenkollegen Jamie Green und Edoardo Mortara. Green feierte beim bisher letzten Aufeinandertreffen in Zandvoort seinen ersten Saisonsieg, Mortara hat bereits deren zwei auf seinem Konto – als einziger Pilot im gesamten Feld. Beide sammelten bisher fleißig Punkte (Green: 98 Punkte / Mortara 88 Punkte) und sind die ersten Verfolger des Gesamtführenden Marco Wittmann (105 Punkte).

BMW:
BMW-Pilot Wittmann besticht im Jahr 2016 durch seine Konstanz. Lediglich beim Auftaktrennen auf dem Hockenheimring schaffte er es nicht in die Punkte. Ein Sieg in Spielberg, ein zweiter Platz in Zandvoort und drei vierte Plätze stehen nach zehn Rennen zu Buche. Auf dem Moscow Raceway holte er in der Vorsaison mit dem zweiten Rang am Samstag sein bestes Saison-Resultat und schaffte es nur beim DTM-Debüt in Russland nicht in die Punkte. Generell ist die Ausbeute von BMW auf dem anspruchsvollen Kurs ansehnlich: Bruno Spengler feierte dort drei Podiumsplätze, Maxime Martin siegte im Jahr 2014. „Ich hoffe, dass wir unsere gute Performance der vergangenen Jahre auch jetzt wieder zeigen können“, sagt Jens Marquardt, BMW Motorsport Direktor. „Das Gesamtpaket in Moskau gefällt mir grundsätzlich sehr gut. Die Strecke ist toll und die Zuschauer sind sehr interessiert.“

Mercedes:
Weitaus weniger Erfolg in Russland hatte der derzeit beste Mercedes-AMG-Pilot. Robert Wickens schaffte es dort bisher nicht in die Punkte. Der Kanadier reist als Vierter (83 Punkte) der Gesamtwertung an den Moscow Raceway und hofft darauf, den Abstand zur Spitze verkürzen zu können. Mit Paul Di Resta haben die Stuttgarter ein weiteres heißes Eisen im Titelkampf (74 Punkte), doch auch für den Schotten gab es in Russland noch nichts zu holen.

„Im Gegensatz zu den ersten beiden Auftritten in Russland, lief es im vergangenen Jahr für uns doch deutlich besser“, sagt Mercedes-AMG DTM Teamchef Ulrich Fritz. „Ich bin gespannt, wie wir in diesem Jahr dort zurechtkommen. Prognosen sind, gerade mit Blick auf die bisherige Saison, unmöglich.“ Gespannt dürfen Verantwortliche und Fans auch auf die DTM-Premiere von Felix Rosenqvist sein. Der amtierende Formel-3-Europameister übernimmt das Cockpit von Esteban Ocon, der von der DTM in die Formel 1 wechselt.

TV:
Beide Rennen werden wie gewohnt live im Ersten zu sehen sein. Die Übertragung der ARD startet am Samstag um 12:30 Uhr, am Sonntag bereits um 12:10 Uhr MESZ.

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