Formel E: „Mit jedem Kilometer fühle ich mich wohler“, Maro Engel im Interview

Maro_Engel_Venturi(c)Venturi

Mercedes-Werkspilot Maro Engel ist es gelungen, in die Formel E einzusteigen. Der 30-Jährige wurde vom Team  Venturi für Saison drei verpflichtet und wird neuer Teamkollege von Stephane Sarrazin. Neben Daniel Abt (ABT Schaeffler Audi Sport) und Nick Heidfeld (Mahindra) betritt der dritte Deutsche Pilot die große Bühne des Formel-E-Zirkus, der in der neuen Saison an den Start geht. Im Interview spricht der Neuzugang über den Überraschungscoup mit Venturi und die Saisonvorbereitung, die Formel E und hofft, dass ihn die zahlreichen Deutschen Formel-E-Fans kräftig unterstützen.

Maro, willkommen in der Formel E! Für uns alle war der Deal eine große Überraschung – Wann genau kam Venturi auf dich zu?

„Der erste Kontakt mit Venturi war schon vor über einem Jahr. Im letzten Sommer durfte ich 20, 30 Runden testen, um ein Gefühl für das Formel-E-Auto bekommen. Ich bin dem Team wirklich sehr dankbar für diese Gelegenheit. Anfang 2016 bot mir Venturi dann an, bei den Entwicklungsfahrten für Saison drei mitzuwirken. Das war natürlich eine tolle Gelegenheit, in die Prozesse Einsicht zu erhalten.“

Dann brauchen wir ja fast gar nicht nachfragen – hast du die Formel E im letzten Jahr als Zuschauer verfolgt?

„Ja, natürlich. Ich verfolge die Formel E schon seit dem ersten Jahr. Die Serie hat viele wahnsinnig gute Fahrer, tolle Teams und Städte und immer mehr Hersteller. Da ist es klar, dass ich als Motorsportfan auch die Formel E verfolgt habe – und seit meinem Kontakt mit Venturi natürlich umso intensiver.“

Apropos Kontakt: Hast du schon etwas mit den anderen Formel-E-Fahrern zu tun gehabt? Vielleicht mit den anderen beiden Deutschen Abt und Heidfeld?

„Klar. Ich kenne viele der Jungs in der Formel E seit Jahren persönlich, darunter meine alten Formel-3-Teamkollegen Sam Bird, Lucas di Grassi oder Sebastien Buemi, mit denen ich mich auch schon über die Formel E ausgetauscht habe. Auch zu Daniel Abt herrscht guter Kontakt.“

Wie konkurrenzfähig sieht das Gesamtpaket von Venturi für Saison 3 aus?

„Venturi hat wirklich super gearbeitet. Es gibt eine wirklich tolle Dynamik im Team. Wir haben viele Sachen verbessert und optimiert, aber um wirkliche Prognosen zu machen, ist es glaube ich zu früh. Die anderen Teams haben auch sehr fleißig gearbeitet. Ich denke, dass wir vielleicht erst beim Qualifying in Hongkong wissen werden, wie wir im Vergleich zum Rest stehen. Wir wollen natürlich erfolgreich sein und auf Saison zwei aufbauen.“

Du hast 2007 zuletzt an Formel-Rennen teilgenommen. Wie schwer war für dich der Umstieg vom GT-Fahrzeug in den Formel-E-Wagen?

„Bei den Tests ist mir die Umstellung eigentlich sehr gut gelungen. Ich konnte überraschend schnell in den Formel-3-Modus, in dem ich den Formelsport 2007 verlassen habe, zurückfinden. Trotzdem ist im Rennsport die Erfahrung sehr wichtig: Und mit jedem Kilometer fühle ich mich wohler im Auto. Der Prozess dauert noch an.“

Hast du noch ein paar abschließende Worte an die deutschen Fans?

„Ich freue mich riesig, als nächster Deutscher in diese interessante Serie einsteigen zu können. Die Formel E ist jung, neu, offen und hat ein tolles Konzept. In Deutschland gibt es ja schon eine große Fanbase. Ich hoffe, dass ihr alle die Formel E weiter verfolgt, mir und dem Team die Daumen drückt und hoffentlich zahlreich nach Berlin kommt. Wir können jede Unterstützung brauchen.“

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