Formel E: Nick Heidfeld im Interview vor dem Berlin ePrix

Nick Heidfeld_Mahindra(c)FIAformulaE

Vor wenigen Tagen feierte Nick Heidfeld seinen 39.Geburtstag. Der ehemalige Formel-1-Fahrer fährt aktuell in der Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) in der LMP2-Klasse für Rebellion und in der Formel E für Mahindra Racing. Der dreifache Familienvater startet nächste Woche beim Heimrennen der Elektrorennserie im Herzen Berlins. Wir haben uns vor dem Deutschland-Gastspiel exklusiv mit dem Mönchengladbacher unterhalten.

Nick, noch etwas mehr als eine Woche bis zum Berlin ePrix. Steigt allmählich die Vorfreude?

Nick Heidfeld: „Ich freue mich sehr auf mein Heimrennen. Es ist fantastisch vor heimischen Publikum zu fahren und Ihre Unterstützung zu spüren. Ich liebe Berlin und ich freue mich sehr, wieder dort zu sein. Die Strecke liegt in einer großartigen Location, wir werden ein großartiges Wochenende vor uns haben.“

Apropos Strecke Berlin: Wie gefällt die das neue Streckenlayout auf der Karl-Marx-Allee??

Heidfeld: „Die Strecke sieht sehr interessant aus. Sie besteht hauptsächlich aus langen Geraden, die in engen Haarnadelkurven münden. Der Fokus für das Setup richtet sich auf die Bremstabilität und der Traktion aus dem Kurven heraus, da ein flüssiger Kurvenausgang der Schlüssel für gelungene Überholmanöver auf den Geraden ist. Ich bin den Kurs am Simulator noch nicht abgefahren, aber ich lerne die Strecke lieber während der Streckenbegehung.“

Wie fällt deine bisherige Saisonbilanz im ersten Jahr bei Mahindra aus?

Heidfeld: „Wir wollen immer mehr, aber wir müssen zufrieden sein, was wir diese Saison erreicht haben, insbesondere da ich wegen meiner Handverletzung ein Rennen pausieren musste. Unser bestes Ergebnis (Anmerkung: Platz drei in Peking) zeigt das wahre Potenzial unseres Autos. Bei einem guten Qualifying und fehlerlosen Rennen können wir es in die Top 5 schaffen, sogar Top 3-Plätze sind möglich.“

Welcher Unterschied besteht beim Fahren des Mahindra-Antriebes „M2Electro“ gegenüber dem Vorjahresauto von Venturi?

Heidfeld: „Der Antriebsstrang im M2Electro ist eine Evolution vom Antrieb aus der ersten Saison. Die Besonderheit ist, dass wir jetzt mit vier Gängen fahren. Mahindra Racing entwickelte den Antrieb für Saison zwei in der Weise, das eine höhere Drehzahl, ein größeres Drehmoment und generell eine bessere Leistung möglich ist. Wir haben auch viel Arbeit in die Hinterradaufhängung gesteckt. Insgesamt läuft der Antriebsstrang sehr gut und stellte seine Zuverlässigkeit in schwierigen klimatischen Verhältnissen bereits unter Beweis.“

Welche Features sollte die Formel E weiter unternehmen, um das Produkt voranzutreiben?

Heidfeld: „Allgemein denke ich, macht die Formel E einen großartigen Job und verbessert sich kontinuierlich. Es ist schon eine großartige Meisterschaft. Der Paris ePrix war ein wunderschöner Moment für die Meisterschaft. Es bewies, wie erfolgreich die Serie bereits ist. Ich weiß, die Organisatoren sind ernsthaft bemüht, neue Städte für den Rennkalender zu generieren.“

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