Formel E: Für Timo Glock ist die Formel E zu unspektakulär und zu langsam

DTM Finale Hockenheim, Timo Glock,BMW-MTEK (c)Erich Hirsch

Es ist ein offenes Geheimnis, dass zahlreiche Top-Piloten in der Motorsport-Szene um ein Cockpit in der Formel E buhlen. Kein Wunder, denn neben den wunderschönen Locations, wo die Formel E gastiert, wird den Fans großartiger Motorsport und Unterhaltung geboten.

Der ehemalige deutsche Formel-1-Pilot Timo Glock und Tourenwagenlegende Klaus Ludwig halten allerdings nicht allzu viel von der Formel E. „Die ersten Rennen habe ich verfolgt, aber ich gebe zu, dass mein Interesse danach abgeflaut ist“, sagt Glock in der aktuellen Ausgabe der ‚Sport News‘, einer Sportzeitung der Deutschen Post. „Mir ist die Serie zu unspektakulär und zu langsam“, begründet der 36-Jährige sein steigendes Desinteresse.

Glock stieg für Toyota, Virgin und Marussia ins Formel-1-Cockpit und bestreitet aktuell sein viertes Jahr als BMW-Werkspilot in der DTM. Immerhin attestiert der 36-Jährige der Formel E, dass sie eine Rolle bei der Weiterentwicklung des Motorsports spielen kann. „Die Formel E kann eventuell die Richtung im Motorsport vorgeben, aber nur unter der Voraussetzung, dass irgendwann auch die Hersteller mit einsteigen“, so Glock. Ab der neuen Saison im Herbst steigt ja bekanntlich mit Jaguar ein sehr renommierter Autohersteller in die Formel E ein. Ob Glocks aktueller Brötchengeber BMW in nächster Zeit dazu stößt, bleibt abzuwarten.

Wesentlich härter als Glock geht Tourenwagenlegende Klaus Ludwig mit der Formel E ins Gericht. Der fünffache DRM- und DTM-Champion ist kein Fan der Elektrorennserie. „Also, mir wäre es ehrlich gesagt lieber, das Geld aus der Formel E würde in Nachwuchsserien wie die GP2 fließen“, sagt Ludwig gegenüber ‚Sport News‘. „Die Rennen sind meiner Ansicht nach nicht wirklich spannend und die Autos, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt, noch sehr gleich. Ein Überholen per Fan-Voting mag ja heutzutage in sein, aber für mich ist das kein wirklicher Motorsport. Ich selbst bin definitiv kein Fan“, begründet der 66-Jährige seine Abneigung.

Für Ludwig, der seine größten Erfolge bei Mercedes feierte, bildet die Formel E keine Konkurrenz zur Formel 1. „Zur Formel E gehen die Besucher, weil sie eh gerade in der Stadt sind. Da fehlt einfach die Loyalität der Formel-1-Fans. Das sind keine Motorsport-Enthusiasten“, sagt Ludwig.

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