Formel E: ‚Atmosphäre war großartig‘- die Fahrerstimmen aus Paris

Lucas di Grassi triumphiert in Paris (c)Abt

Lucas di Grassi ist nicht zu stoppen. Nach Long Beach gewann der Abt-Pilot das Premierenrennen in der französischen Hauptstadt in souveräner Art und Weise vor den beiden Lokalmatadoren Jean-Eric Vergne (DS Virgin) und Sebastien Buemi (e.dams). Es ist das erste Mal in der noch jungen Geschichte der Elektro-Rennserie, dass einem Piloten zwei Siege hintereinander gelangen. Wir haben für euch die schönsten Aussagen nach Rennende zusammengetragen.

Lucas di Grassi (Abt, 1.): „Die Fans, die Atmosphäre, die Location, insgesamt war dieses Rennen in Paris das beste Formel-E-Event bisher. Umso stolzer bin ich auf unseren Sieg. Vielleicht sah es von außen einfach aus, aber das war es ganz und gar nicht. Bei den niedrigen Temperaturen war es schwierig, Reifen und Bremsen auf Temperatur zu bringen, entsprechend hoch war die Quote an Ausrutschern den ganzen Tag. Jetzt kommen wir als Spitzenreiter zum Heimspiel der Mannschaft nach Berlin. Ich weiß, was das für alle Teammitglieder, Partner, Fans und Medien bedeutet.“

Jean-Eric Vergne (Virgin, 2.): „Das ist ein fantastisches Ergebnis für das Team und für DS bei ihrem Heimrennen. Ich hatte eine schwierige Saison und das Team war geduldig mit mir. Ich wollte ihnen etwas zurückgeben und genau das habe ich gemacht. Wenn man vorne mitfährt, möchte ich mehr Podiumsplätze und Siege, das Team hat es sich verdient. Die Atmosphäre hier in Paris hat den Tag verschönert. Auf dem Podium zu stehen war ein sehr wichtiger Moment für mich.“

Sebastien Buemi (e.dams, 3.): „Für uns als Renault-Team war es ein spezielles Rennen. Es ist immer speziell in Frankreich zu fahren. Wir versuchten, eine gute Show zu bieten und hoffentlich haben es die Fans genossen. Andererseits war es ein schwieriges Rennen. Wir kämpften wirklich auf Reifentemperatur zu kommen. Es ist immer schwer, auf diesen Kurs zu überholen, wenn man von Platz acht startet. Am Ende auf dem Podium zu stehen, ist gut. Jetzt konzentriere ich mich auf das Qualifying so gut es geht für das nächste Rennen in Berlin. Ich habe ein gutes Gefühl, dass das Auto dort stark ist.“

Nico Prost (e.dams, 4.): „Das Rennen auf Platz vier zu beenden ist nicht schlecht. Der Tag war nicht einfach für uns, da wir nicht die entsprechende Pace während der Freien Trainingszeiten hatten. Platz drei und vier ist besser als es zuvor ausgesehen hat. Das Ergebnis ist sehr wichtig für das Team und unseren Kampf um die Meisterschaft. Es gibt nur noch vier Rennen und wir müssen sehr stark zurückkommen. Heute fuhren wir in den Straßen von Paris, das schon besonders motivierend war. Ich sagte es bereits, dass die Bilder im TV großartig aussahen. Die Fans entdeckten die Formel E. Ich hoffe, dieser Erfolg des Rennens von Paris bedeutet, dass wir nächstes Jahr wieder hierherkommen.“

Sarrazin (Venturi, 5.): „Ich hatte wirklich einen schlechten Start und verlor eine Position. Ich bekam mit meinem ersten Fahrzeug große Probleme, ich hatte während des freien Trainings einen Unfall. Ich hatte keine gute Pace. Mit dem zweiten Auto war ich schnell, sehr schnell sogar. Leider war es zu spät. Die Jungs vor mir waren zu weit weg. Aber ich bin glücklich, ich erzielte noch Punkte mit Platz fünf.“

Sam Bird (Virgin, 6.): „Ich freue mich für JEV, er verdient es wirklich. Ich forderte ihn für diesen zweiten Platz heraus, weil es Motorsport ist. Das ist es, was wir machen. Insgesamt freut es mich für das gesamte Team. Noch einmal, wir haben wieder unter Beweis gestellt, dass wir Titelanwärter sind und mit der Leistung von uns beiden heute bin ich zuversichtlich auf das bevorstehende Rennen in Berlin.“

Antonio Felix da Costa (Aguri, 8.): „Wir hatten ein großartiges und enges Rennen. Wir zeigten heute unser Potential, sogar mehr Punkte waren möglich. Es ist klasse, zurück in die Top Ten zu sein und wichtige, wertvolle Punkte für das Team zu sammeln.“

Bruno Senna (Mahindra, 9.): „Für mich ist es gut, zum vierten Mal hintereinander in diesem Jahr Punkte zu erzielen. Natürlich wollen wir immer mehr und die Pace heute morgen zeigte, dass mehr möglich war. Diese Art Konstanz müssen wir zumindest aufrechterhalten. Für mich war es ein frustrierendes Rennen, da ich von einem überrundeten Auto aufgehalten wurde, das die blauen Flaggen missachtete. Wir verloren dadurch Energie und Zeit. Das passiert im Rennsport, aber unsere Pace war gut. Insgesamt fühlte sich das Auto trotz der kalten Temperaturen und des welligen Asphalts gut an. Der Kurs macht Spaß und ist sehr herausfordernd. Es verlangt viel Einsatz bei einigen Kurven. Ich freue mich, in Zukunft wieder hierher zu kommen.“

Daniel Abt (Abt, 10): „Natürlich ist es nicht das, was ich mir erhofft hatte. Wir werden uns jetzt anschauen, woran es lag, und dann in Berlin wieder vorn angreifen. Dass wir das Paket dafür haben, wissen wir.“

Nick Heidfeld (Mahindra, 12.): „Das Rennen verlief gut angesichts dessen, dass ich wegen meines Fehlers im Qualifying von ganz hinten startete. Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, auf diesen Kurs zu Überholen. Und es war sogar schwieriger als erwartet. Mein ursprünglicher Plan war, zusätzlich Energie zu nutzen, um Positionen zu gewinnen. Ich sah aber die Jungs neben mir mit durchdrehenden Rädern, die zur Seite rutschten oder Kontakt mit anderen Fahrern hatten, als ich Gas gab. Daher entschied ich mich das Risiko nicht einzugehen. Es war sehr schwierig, genügend Positionen gutzumachen, um in die Punkteränge zu gelangen. Ich hätte ein oder zwei Plätze noch besser sein können, aber auch ein Unfall war möglich.

Was mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte, war, dass ich die schnellste Rennrunde erzielte. Es zeigt, dass wir schnell und wettbewerbsfähig sind. Es ist eine schöne Belohnung für das Team. Es ist immer schön, eine Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Es war eines der interessantesten Events, die wir jemals im Formel-E-Kalender hatten.

Oliver Turvey (NextEV, 13.): „Ich hatte eine gute Qualifying-Session und es war überraschend, vor Buemi zu liegen. Der Start war klasse und ich schob mich bis auf Platz fünf in der ersten Kurve vor. Die ersten Runden fuhr ich stark, aber dann war es offensichtlich, dass die Jungs um mich eine bessere Pace hatten. Die Jungs, die vorne standen, zogen davon. Ich begann meine Position gegen die Fahrer, die hinter mir lagen, zu verteidigen. Ich hatte einige gute Duelle auf der Strecke. Leider hatten wir einen schwachen Boxenstopp, ich verlor einige Plätze. Im zweiten Stint gab ich alles, um meine Position zu halten. Positives können wir aus dem starken Qualifying mitnehmen und schauen auf das nächste Rennen.“

Mike Conway(Venturi, 14.): „Wir hätten ein bisschen mehr machen können, aber es ist schwer von ganz hinten zu starten, da wir mit der Energie haushalten mussten. Ich steckte im Verkehr fest. Das war nicht angenehm. Aber wie ich bereits gesagt habe, verloren wir einige Möglichkeiten während des Qualifyings. So ist Rennsport.“

Nelson Piquet jr. (NextEV, Ausfall): „Die Atmosphäre und die Zuschauer heute in Paris waren großartig. Ich bin sehr glücklich, hier zu fahren. Ich liebte den Kurs, er zählt neben Moskau und Monaco zu einer meiner Lieblingskurse. Zweifellos ist es schöner, in die Top Drei zu fahren. Leider haben wir nicht die Pace, um vorne mitzukämpfen. Riesenkompliment an alle, die dieses Event möglich gemacht haben.“

Qing Hua Ma (Aguri, Ausfall): ‘Ich bin zufrieden, in meinen ersten Formel-E-Rennen so eine gute Pace abzuliefern. Wir hatten ein gutes Wochenende und ich freue mich nach diesem vielversprechenden Start auf die nächsten Rennen.“

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