Formel E: Bienvenue Paris, die Vorschau

Sieger Sebastien Buemi(c)FIAformulaE

‚Ganz Paris träumt von der Liebe‘ lautete ein alter Schlager von Caterina Valente aus dem Jahr 1954. Bienvenue Paris. Die Formel E hat sich ihren Liebestraum erfüllt, einen ePrix in der französischen Hauptstadt auszutragen. Am kommenden Wochenende ist es soweit. Die Weltmetropole im Herzen Europas feiert gleich zwei Premieren. Die Premiere in der französischen Hauptstadt elektrisiert den ganzen Formel-E-Zirkus. Alle 10.000 Karten waren im Nu vergriffen, das Rennen ist komplett ausverkauft. Zudem startet in Paris die Europa-Tournee der Elektrorennserie, danach folgen noch Rennen in Berlin, Moskau und das Saisonfinale mit zwei Rennen in London.

Paris Kurs (c)E Prix Paris, FIAformulaE

Erstmals gastiert der Formel-E-Zirkus in Frankreich. Es ist zugleich das Heimrennen von e.dams-Renault und DS Virgin. Die FIA, die hinter der Formel E steht, hat ihren Hauptsitz in Paris. Vier französische Piloten feiern zudem Heimpremiere. Nicolas Prost (e.dams), Stephane Sarrazin (Venturi), Loic Duval (Dragon) und Jean-Eric Vergne (DS Virgin). Schauplatz des spektakulären Paris ePrix ist das Viertel um den Invalidendom. Der Kuppelbau liegt im 7. Arrondissement von Paris und dient seit 1840 als Grabstätte für Kaiser Napoleon I. Eines ist sicher. Die Formel E liefert den TV-Zuschauern spektakuläre Bilder aus Paris. 45 Runden umrunden die Piloten um den Invalidendom. Der Kurs umfasst 14 Kurven, die Streckenlänge beträgt 1.920 Meter lang.

„Die Atmosphäre wird sehr speziell sein“,sagte Formel-E-Boss Alejandro Agag bei der offiziellen Präsentation der französischen Hauptstadt. „Paris ist ein einzigartiger Ort. Daher wird es ganz anders sein als bei allen anderen bisherigen Locations“, ergänzte Agag.

Stephane Sarrazin, Venturi (c)Venturi

In Paris werden die Karten ganz neu gemischt. Da das e.dams-Team, allen voran Sebastien Buemi, zuletzt in Long Beach komplett Federn ließ, dagegen das Abt-Team in der kalifornischen Sonne ihren ersten Doppelpodiumserfolg feierten, bleibt der Titelkampf offen. Lucas di Grassi (Abt) hat sich nach seinem zweiten Saisonerfolg die Tabellenführung zurückgeholt, der Brasilianer führt mit einem Punkt vor Buemi. Der Schweizer will die Scharte von Long Beach wieder auswetzen, gerade vor dem Heimrennen von e.dams-Renault sind alle Blicke auf Buemi gerichtet.

„Renault wird in Paris stark zurückkommen“, weiß Thomas Biermeier, Sportdirektor vom Abt-Team. „Für uns würde es nichts Schöneres geben, Renault in Paris zu ärgern. Wir werden wieder alles versuchen, es wird aber sicherlich hart“, ergänzt Biermeier. Dabei vermutet der 37-Jährige Bayer, dass e.dams nach dem Long Beach-Fiasko als Lokalmatador unter besonders hohen Druck in Paris steht. „Wir haben gesehen, wir sind konkurrenzfähig. Wir reisen mit viel Selbstvertrauen nach Paris und hoffen, dass wir wieder vorne mitfahren können“, so Bielmeier.

Venturi:

In einer guten Position kommt Sarrazin vom Venturi-Team nach Paris. Der 40-Jährige ist nach seinem zweiten Platz von Long Beach bereits Fünfter in der Meisterschaft. Sarrazin ist reif für seinen Premierensieg in der Formel E und gerade vor heimischen Publikum wäre es das Größte für den Venturi-Piloten.

Lokalmatadoren:

Gutzumachen haben nach dem enttäuschenden Abschneiden in Long Beach Prost und Vergne. Beide Franzosen sammelten keine Punkte in den USA. Während Prost in Mexiko immerhin mit Platz drei sein bisher bestes Saisonergebnis erzielte, läuft es für den hoch eingeschätzten Vergne im DS-Virgin-Team überhaupt nicht. Ein siebter Platz in Punta del Este als bestes Resultat, ansonsten lauter Nullnummern ist die magere Ausbeute des vor der Saison als Titelkandidaten eingeschätzten Franzosen. Vielleicht gelingt Vergne vor den Augen seiner Landsleute der Befreiungsschlag, der zwei Tage nach dem Paris ePrix seinen 26. Geburtstag feiert.

Eine gute Saison fährt der vierte Franzose im Bunde. Duval feierte im Dragon-Boliden bereits dreimal auf Platz vierund liegt in der Meisterschaft auf Platz sechs. Duval könnte bei seinem Heimrennen für eine Überraschung sorgen. Das der Venturi-Antrieb konkurrenzfähig ist, zeigte bereits Teamkollege Jerome d’Ambrosio. Der Belgier erbte den Sieg in Mexiko, nachdem der ursprüngliche Gewinner di Grassi wegen Untergewicht disqualifiziert wurde.

Deutsche Aussichten:

Beim zweiten Abt-Piloten Daniel Abt ist in Long Beach endlich der Knoten geplatzt. Platz drei bedeutete das bisher beste Saisonergebnis und dementsprechend zuversichtlich reist der Kemptener an die Seine.
Der zweite deutsche Nick Heidfeld zeigt ebenfalls aufsteigende Form. Der Mahindra-Pilot fuhr in Long Beach auf Platz vier und verpasste knapp hinter Abt einen Podestplatz. Beide deutsche Piloten wollen ihre aufsteigende Form in Paris bestätigen, um bestens gerüstet für ihr Heimrennen in Berlin (21. Mai) an den Start zu gehen.

Eurosport berichtet live im Free-TV ab 16:00 Uhr vom ersten Europa-Rennen.

Hier der Zeitplan des Paris ePrix, 23.April:

Zeitplan Paris (c)FIAformulaE

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