Formel E: Rückschlag für DS Virgin in Long Beach

DS Virgin (c)DS Virgin
DS-Virgin-Pilot Sam Bird (siehe Bild) überquerte beim Long Beach ePrix die Ziellinie trotz seiner Pole Position als Sechster, nachdem ihn das Touchieren einer Reifenmauer um seine Siegchancen gebracht hatte.

Nach dem Start behauptete Bird zunächst die Führung gegenüber Lucas di Grassi. In Runde 12 musste er ihn zwar passieren lassen, blieb aber in seinem Windschatten. Nach einem sauberen Fahrzeugwechsel führten sie das enge Duell um die Spitze fort. Dieser Zweikampf fand jedoch in der 23. Runde sein Ende – Bird unterlief ein Fahrfehler, seine Bremsen blockierten und er rutschte in Kurve fünf in eine Reifenmauer. Sein DSV-01 wurde dabei nur leicht beschädigt, Bird verlor aber fünf Plätze und damit jede Chance auf den Sieg.

„Es ist nur schwer zu akzeptieren, dass wir 21 Punkte hätten sammeln können und es stattdessen nur 11 geworden sind. Der zweite Platz war relativ ungefährdet und ich war vor dem Zwischenfall sehr zuversichtlich, auch um den Sieg mitfahren zu können. Das Qualifying hat aber gezeigt, dass wir schnell sind und das ist das Entscheidende“, so Bird.

Nachdem er seine Gruppe im Qualifying dominiert hatte und bei der Superpole die zweitschnellsten Rundenzeit hinlegte, ging Bird zunächst als Zweiter auf die 2,131 Kilometer lange, berühmte Strecke – hinter Antonio Felix da Costa vom Team Aguri. Der Portugiese wurde allerdings aufgrund eines zu niedrigen Reifendrucks ans Ende des Feldes versetzt, was Bird die Pole Position einbrachte.

Trotz seines Fehlers gab Bird nicht auf und setzte das Rennen hinter Bruno Senna fort – er erhöhte den Druck auf seinen Kontrahenten, um ein Überholmanöver zu erzwingen. Senna verteidigte seine Position jedoch bis ins Ziel.
„Natürlich bin ich enttäuscht – ich denke, dass es sich um einen Fahrfehler gehandelt hat und dafür möchte ich mich beim ganzen Team entschuldigen. Das Gesamtresultat hätte viel besser sein können, aber das Qualifying hat bewiesen, dass wir über große Qualität verfügen“, erklärte Bird. „Nach der Pole Position wollten wir zumindest einen Podiumsplatz erreichen – diesen hätte ich ohne den Fahrfehler auch erreicht. Trotz allem bin ich froh darüber, einige Punkte für das Team gesammelt zu haben.“

Birds Teamkollege Jean-Eric Vergne startete von Position elf ins Rennen und kam als Dreizehnter ins Ziel. „Ich freue mich auf Paris – die halbe Saison liegt noch vor uns und ich werde weiter daran arbeiten, das Fahrzeug besser zu verstehen und Fortschritte zu machen. Das heutige Rennen verlief erneut sehr schwierig. Es ist Zeit, diese Tendenz in Europa zu stoppen“, so Vergne.

Alex Tai, Teamchef DS Virgin Racing, bleibt zuversichtlich: „Solche Dinge passieren. Die DS Virgin Piloten arbeiten hart – für Sam Bird verlief das Rennen unglücklich. Beide Fahrer haben hervorragende Leistungen im Qualifying gezeigt. Unser Team ist konkurrenzfähig und darauf müssen wir aufbauen. Sam Bird ist nach wie vor Dritter der Fahrerwertung und das Team liegt in der Gesamtwertung auf Rang vier.“

Trotz der Enttäuschung über den verpassten Podiumsplatz erläuterte Xavier Mestelan Pinon, Direktor DS Performance: „Jean-Eric Vergne beschädigte während des Rennens die Radaufhängung, was ihn benachteiligt hat. Wir arbeiten ständig an der Optimierung der DSV-01 und werden dies auch zukünftig fortführen, ganz besonders im Hinblick auf Paris.“

Die noch ausstehenden Läufe der Formel E-Saison finden in Europa statt. Das kommende Rennen wird auf dem Stadtkurs rund um ‚Les Invalides‘ in Paris, dem Sitz von DS Automobiles, am 23. April ausgetragen.

Fotocredit: DS Virgin

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