Formel E: Di Grassi siegt in Long Beach, Abt Dritter

Lucas di Grassi in Long Beach (c)Abt

Was für ein geiles Rennen. California-Dreams für das Abt-Teams. Der erhoffte Befreiungsschlag für Lucas di Grassi, der sich mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung zurückholte. Zweiter wurde Venturi-Pilot Stephane Sarrazin, der sein bestes Formel-E-Ergebnis feierte vor dem Drittplatzierten Daniel Abt. Der junge Kemptener beendete endlich eine lange Durststrecke und feierte sein bestes Saisonergebnis. Vierter wurde Nick Heidfeld (Mahindra) vor Teamkollege Bruno Senna. Schwarzes Wochenende dagegen für die e.dams-Mannschaft, die mit beiden Fahrern nicht in die Top Ten kam.

„Ich hatte eine Superpace, es war ein Superrennen und es ist ein großartiges Gefühl, wieder ganz oben zu stehen“, strahlte der neue Meisterschaftsführende di Grassi. Der Brasilianer ließ sich auch von einer Safety-Car-Phase in Runde 36 nicht aufhalten, als das Rennen wegen eines Unfalls von Nelson Piquet jr. drei Runden lang neutralisiert wurde. Es gab nur lachende Gesichter beim Abt Schaeffler Audi Sport Team, das mit den Plätzen eins und drei das beste Formel-E-Ergebnis bisher ablieferte. „Ich bin jedem im Team so dankbar. Wir wussten, wir sind stark im Team. Das haben wir heute eindrucksvoll gezeigt.Ich bin heute sehr glücklich“, sagte Abt nach dem Rennen überglücklich.

e.dams-Pilot Sebastien Buemi hatte nicht sein besten Tag. Der bisher souverän führende Tabellenführer beschädigte sich in Runde 12 beim Überholversuch von Robin Frijns (Amlin Andretti) den Frontflügel und musste das Auto vorzeitig wechseln. Damit war das Rennen für den Schweizer und für den Niederländer gelaufen. Buemi betrieb noch Schadensbegrenzung und holte sich mit der schnellsten Rennrunde immerhin noch zwei Meisterschaftspunkte.

Schon vor Rennbeginn gab es einen großen Verlierer. Aguri-Pilot Antonio Felix da Costa verlor die Pole-Position, da der Portugiese mit zu wenig Reifendruck um den Parcours von Long Beach unterwegs war. Alle Zeiten des Überraschungs-Polesetter wurden gestrichen, Felix da Costa musste vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Der Aguri-Pilot zeigte vom letzten Startplatz eine starke Aufholjagd, fuhr bis auf Platz acht vor, ehe ihn ein technisches Problem zur Aufgabe zwang. Die Pole-Position von Felix da Costa erbte Sam Bird (DS Virgin), die dem Briten unverhofft drei weitere Meisterschaftspunkte brachten. Bird hatte im Rennen gegen den heranstürmenden di Grassi aber keine Chance, in Runde 12 musste Bird den Abt-Piloten vorbeiziehen lassen. In Runde 24 leistete sich der Brite sogar einen Verbremser, der ihn bis auf Platz sechs zurückwarf.

Auch der zweite Deutsche Nick Heidfeld zeigte eine tolle Leistung, der sich mit Daniel Abt um den letzten Podiumsplatz duellierte. Ein früher Verbremser gleich zu Beginn des Rennens warf den Mahindra-Piloten, der von Startplatz vier ins Rennen ging, zurück. Im Laufe des Rennes arbeitete sich der Mönchengladbacher kontinuierlich nach vorne und schnupperte an den Podestplätzen. Die beiden Dragon-Piloten Jerome d’Ambrosio und Loic Duval belegten die Plätze sieben und acht. Auch für Andretti-Pilotin Simona de Silvestro platzte der Knoten, die mit Platz neun erstmals in die Top Ten landete. Den letzten Punkt holte sich vor den Augen von Venturi-Anteilseigner Hollywoodstar Leonardo DiCaprio der Brite Mike Conway (Venturi), der damit seine erste Top Ten Plazierung feierte.

Vor dem erstmaligen Gastspiel in Paris (23.April) führt Lucas di Grassi die Meisterschaft mit 101 Punkten, nur einen Punkt dahinter liegt ihm e.dams.Pilot Buemi im Nacken. DS-Virgin-Pilot Bird folgt mit 71 Punkten auf Platz drei.

Durch den erstmaligen Podiumserfolgt des Abt Schaffler Audi Sport Teams und der gleichzeitigen Nullnummer von e.dams hat das deutsche Team wertvollen Boden in der Teammeisterschaft gutgemacht und liegt mit 132 Punkten nur noch sechs Punkte hinter der französischen Truppe um Teamchef Alain Prost (138 Punkte).

Ergebnis 6.Lauf Long Beach:

1. Lucas di Grassi, Abt
2. Stephane Sarrazin, Venturi
3. Daniel Abt, Abt
4. Nick Heidfeld, Mahindra
5. Bruno Senna, Mahindra
6. Sam Bird, DS Virgin
7. Jerome d’Ambrosio, Dragon
8. Loic Duval, Dragon
9. Simona de Silvestro, Andretti
10. Mike Conway, Venturi

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