Formel E: Vergne hat Podestplatz im Visier

Jean-Eric Vergne (c)Citroenpresse

Für Jean-Eric Vergne lief die erste Saisonhälfte bei seinem neuen Arbeitgeber DS Virgin nicht nach Wunsch. Lediglich ein siebter Platz beim ePrix in Punta del Este war die bisher magere Ausbeute des Franzosen. Bei allen restlichen Rennen landete der Ex-Formel-1-Pilot außerhalb der Top Ten. Enttäuschend, wenn man bedenkt, dass Vergne vor Saisonbeginn noch zum engeren Favoritenkreis auf den Titel zählte. Am Arbeitsgerät, dem Virgin Racing Engineering DSV-01 mit Doppelmotor, kann es allein nicht liegen. Teamkollege Sam Bird ist der beste Beweis dafür, der Brite gewann bereits ein Rennen (Buenos Aires) und erzielte in Putrajaya mit Platz zwei einen weiteren Podestplatz.

In Long Beach könnte Vergne auf die Erfolgsspur zurückkehren. Im Vorjahr feierte der Franzose dort mit Platz zwei sein bisher bestes Formel-E-Resultat. Damals griff der 25-Jährige noch ins Lenkrad von Andretti. Zuletzt gab es für Vergne in Mexico-City nichts zu erben, der DS-Virgin-Pilot musste mit Platz 16 vorliebnehmen. Dennoch schielt der 25-Jährige mit einem Auge auf einen Podestsplatz in Kalifornien. „Ich weiß, ich kann auf diesen Kurs schnell fahren“, so der Franzose. „Im Vorjahr war Long Beach großartig für mich. Obwohl einige Veränderungen an der Strecke durchgeführt wurden, gibt es noch starke Parallelen zu damals. Im Qualifying war ich in Mexico gut unterwegs und genau das möchte ich in Long Beach wiederholen. Ich möchte einen Podestplatz“, fügt Vergne hinzu. Über mangelnde Unterstützung der Fans kann sich Vergne nicht beklagen. Dreimal konnte er den FanBoost bereits gewinnen, ohne davon entscheidend zu profitieren.

Teamchef Alex Tai gibt deutlich die Parole aus, dass sowohl Vergne als auch Bird punkten müssen. „Unser Team ist zu mehr fähig als unser letztes Abschneiden in Mexico“, sagt Tai. „Hier in Long Beach müssen wir uns voll konzentrieren und auf die Erfolgsspur zurückkehren. Ich versichere, dass beide Fahrer das Bestmögliche herausholen werden. Wenn wir jetzt die zweite Saisonhälfte einläuten, bevor wir die Europatournee starten, ist es ganz wichtig, gute Ergebnisse einzufahren. Wir wollen an die führenden Teams dranbleiben“, ergänzt der DS-Virgin-Verantwortliche.

Bird weiß um die Verpflichtung in den USA. „Der Schlüssel ist Fehler zu vermeiden“, sagt der Brite. „Ich denke nicht, dass unsere Leistung in Mexico das repräsentiert, was unser Team imstande ist zu leisten. Der Long Beach ePrix wird für uns gut ausgehen. Das Team ist entschlossener denn je und ich kann es kaum erwarten im Auto zu sitzen. Ich fühle, mein Auto ist für einen weiteren Podiumsplatz bereit“, zeigt sich der 29-Jährige zuversichtlich.

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