Formel E: Steigen BMW und Nissan in die Formel E ein?

Jens Marquardt,BMW (c)Erich Hirsch
Der deutsche Autohersteller BMW und der japanischer Hersteller Nissan könnten bald in die Formel E einsteigen. Wie ‚autosport.com‘ berichtet, stehen beide Unternehmen in intensiven Verhandlungen. BMW stellt bereits den Fuhrpark der Elektrorennserie zur Verfügung. Der BMW i8 kommt als Safety-Car, der BMW i3 als Medical-Car zum Einsatz. Jetzt könnte die Zusammenarbeit weiter intensiviert werden. Mit Andretti führen die Münchner schon längere Zeit Gespräche über eine mögliche Partnerschaft. Die Eigenentwicklung des neuen Andretti-Antriebs ATEC-01 soll zwar bei den Amerikanern in Saison 3 eingesetzt werden, dennoch ist Andretti auf der Suche nach einem starken Technologierpartner, der BMW heißen könnte.

Eine Einigung gebe es demnach noch nicht. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt (siehe Bild) hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass ein Einstieg unter anderem von der Abschaffung des obligatorischen Fahrzeugwechsels abhängt. Bisher schaffen es die Elektroboliden nämlich noch nicht, auf Grund ihrer Batterieleistung, ein Rennen komplett zu beenden. Mit der geänderten Roadmap der Formel E, die kürzlich verkündet wurde, könnte es mit einem Einstieg der Münchner jetzt doch schneller gehen. Die Batterieentwicklung wird ab Saison fünf neu vergeben, ein einziger Hersteller soll die Formel E mit dem Akkuspeicher beliefern. Zwar wolle man weder an der Ausschreibung der Batterieentwicklung noch am Einheitschassis teilnehmen, doch das erklärtes Ziel der Formel E in Saison 2018/2019 mit nur einer Batterie ein Rennen zu Ende zu fahren, kommt BMW auch aus Marketinggründen sehr entgegen. Eine entsprechende Anfrage an die Münchner PR-Abteilung blieb unbeantwortet.

Formel-E-Boss Alejandro Agag verriet gegenüber ‚autosport.com‘, dass einige große Autohersteller gerne kommen würden. „Die geänderte Roadmap passt den Herstellern ins Konzept, der Schlüssel ist die Kostenkontrolle“, sagt Agag. „Ich möchte nicht überschwänglich werden, aber ich glaube, wir haben Ihnen eine ideale Spielwiese geschaffen“, fährt Agag fort. „Die Hersteller, die bereits da sind, sind sehr glücklich. Die Partner, die wir haben, verlängerten die Verträge. Keiner von Ihnen ist ausgestiegen“, stellt der Serienboss der Elektrorennserie zufrieden fest.

Nissan:

Bei Nissan könnte es tatsächlich in Saison drei schon mit einem Einstieg klappen. Der Autogigant zählt zu den größten Elektroautoherstellern weltweit und sucht ein Engagement in der Formel E. Mit Renault bilden die Japaner bereits im Automarkt die Renault-Nissan-Allianz. Eine Partnerschaft könnte sich demnach mit dem Team Aguri ergeben.

Teamchef Mark Preston geht alternativlos mit einem neuen Antriebsaggregat in die ab Oktober beginnende neue Saison. Auf der Suche nach einem performanten Antrieb schielt das japanische Aguri-Team offenbar auf Renaults Elektromotor Z.E 15. Dieser gilt aktuell als der Beste in der Szene und es verwundert daher nicht, dass Aguri darauf scharf ist. Es spricht vieles für ein rein japanisches Team.

Mit Nissan im Rücken könnte Aguri zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits kann Star-Pilot Antonio Felix da Costa bei Aguri gehalten werden, der nur mit einem konkurrenzfähigen Auto im Aguri-Rennstall verbleibt. Andererseits könnten die Bestrebungen stärker intensiviert werden, einen ePrix nach Tokio zu lotsen. Im August letzten Jahres bestritt Aguri  einen Showrun in der japanischen Hauptstadt.

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