Formel E: e.dams baut Führung aus

Ich glaube, wir haben hier in Mexiko nicht das perfekte Set-up gefunden. Dennoch ist das Rennen zu meinen Gunsten verlaufen. Die Streckenführung erschwert Überholmanöver, zugleich hatte ich einige Schwierigkeiten im Duell mit Jérôme d’Ambrosio. Aber das gehört zum Rennsport, auch wenn es bisweilen etwas frustriert. Alles in allem bin ich sehr zufrieden, dass wir unsere Führungen in beiden WM-Wertungen verteidigt und ausgebaut haben.“

Das Team Renault e.dams hat den fünften Lauf Formel E in Mexiko auf den Plätzen zwei und drei für Sebastien Buemi und Nicolas Prost beendet sowie die schnellste Rennrunde absolviert. Von der ersten Runde an stellten Buemi und Prost auf dem speziell adaptierten Formel 1-Kurs im Autodromo Hemanos Rodriguez von Mexiko City die Konkurrenzfähigkeit des Renault Z.E.15 unter Beweis. Beide e.dams-Piloten, das muss man fairerweise festhalten, profitierten von der nachträglichen Disqualifikation des Siegers Lucas di Grassi (Abt Schaeffler Audi Sport). Big Point für die Franzosen.

Buemi entschied beide Freien Trainings sowie das Qualifying souverän für sich und auch seinem 34-jährigen Teamkollegen gelang als Zweitem des Zeittrainings der Sprung in den Super-Pole-Wettbewerb der schnellsten Fünf. Dort nahm Prost als Vierter seine fliegende Runde in Angriff und setzte hinter Jérôme D’Ambrosio (Dragon) die zweitbeste Zeit. Buemi ging als Letzter auf die Strecke, leistete sich jedoch einen kapitalen Fehler und reihte sich für das 43-Runden-Rennen als Fünfter ein.

In der hitzigen Startphase konnten beide Renault e.dams-Piloten ihre Positionen verteidigen, obwohl die eigens für die Formel E installierte Schikane gleich zu Beginn einiges Durcheinander verursachte. Nach wenigen Runden schob sich der 27-jährige Schweizer an Daniel Abt vorbei auf Rang vier. Prost widerstand unterdessen dem attackierenden Abt-Schaeffler-Fahrer Lucas di Grassi und verteidigte seine zweite Position hinter D’Ambrosio. Bis zur Rennhalbzeit blieben die Top 5 eng beisammen. Erst beim obligatorischen Fahrzeugtausch wurden die Karten neu gemischt.

Buemi gelang der Wechsel einen Hauch schneller als Prost. Er kehrte als Drittplatzierter hinter Di Grassi und D’Ambrosio auf die Strecke zurück, während sein Teamkollege für ein Boxenstopp-Vergehen von der Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde. Der Sohn des vierfachen Formel 1-Weltmeisters Alain Prost rutschte zunächst auf Rang fünf hinter seinen Landsmann Loïc Duval ab.

An der Spitze war zeitgleich ein heftiges Duell um die zweite Position zwischen D’Ambrosio und Buemi entbrannt, wodurch Di Grassi seine Führung ausbauen konnte. Bis zur Zieldurchfahrt blieb die Reihenfolge unverändert. Nach dem Rennen stellten die Technischen Kommissare jedoch am Auto des Teams Abt Schaeffler ein Untergewicht fest und disqualifizierten den Brasilianer, Duval erhielt für das Verlassen der Streckenlimits nachträglich eine 15-Sekunden-Strafe. Dadurch rückte Buemi auf Rang zwei und Prost – der für die schnellste Runde des Rennens zwei WM-Zusatzpunkte erhielt – auf Platz drei vor. Das e.dams-Team baute sowohl in der Fahrer- als auch in der Teammeisterschaft ihren Vorsprung aus.

Tabellenführer Buemi:
„Ich glaube, wir haben hier in Mexiko nicht das perfekte Set-up gefunden. Dennoch ist das Rennen zu meinen Gunsten verlaufen. Die Streckenführung erschwert Überholmanöver, zugleich hatte ich einige Schwierigkeiten im Duell mit Jérôme d’Ambrosio. Aber das gehört zum Rennsport, auch wenn es bisweilen etwas frustriert. Alles in allem bin ich sehr zufrieden, dass wir unsere Führungen in beiden WM-Wertungen verteidigt und ausgebaut haben.“

Nicolas Prost: „Mit Ausnahme von Punta del Este, dem uruguaischen Lauf der Formel E-WM, konnte ich bei jedem Rennen um das Podium kämpfen – dank der Entscheidung der Sportkommissare habe ich den Sprung dieses Mal geschafft. Nach all den guten Qualifying-Sessions wussten wir, dass ich schnell genug bin. Jetzt haben wir auch das Resultat errungen, das meinem Selbstvertrauen wieder den nötigen Schub gibt.“

Vincent Gaillardot, Projektleiter Renault Sport:
„Bereits im Freien Training konnten wir sehen, dass wir schnell sind. Sébastien Buemis Patzer auf seiner Super-Pole-Runde hat uns etwas zurückgeworfen, denn Überholen ist bei diesem Strecken-Layout sehr schwierig. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, das gesamte Rennwochenende fehlerfrei zu bleiben – der Startplatz besitzt eine vorentscheidende Bedeutung.“


Alain Prost, Team-Manager:
„Die Entscheidungen der Sportkommissare haben unser Rennergebnis stark verbessert. Wir besitzen ein starkes Team und ein schnelles Auto, das spiegelt sich jetzt klarer wider. Der eGP von Mexiko war erneut eine tolle Werbung für die Formel E. Die Fans hier sind fantastisch. Dem Druck, auf dieser Strecke direkt auf die Formel 1 zu folgen, hat diese Meisterschaft standgehalten und allen Beteiligten eine echte Show geboten.“


Jean-Paul Driot, Team-Manager:
„Vermutlich hat uns ein kleines Bremsproblem im Qualifying hier in Mexiko den Sieg gekostet. Wir werden dies genau analysieren. Sébastien Buemi und Nicolas Prost fuhren ein kämpferisches Rennen. Mit den Plätzen zwei und drei sowie der schnellsten Rennrunde konnten wir unsere Position als Meisterschaftsführender ausbauen. Wir schauen uns jetzt alles an und treten in Long Beach beim nächsten Rennen noch besser und nochmals motivierter an.“

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