DTM: Audi-Pilot Jamie Green: Ersten Titel im Visier

 

Audi Warm Up 2013 Jamie Green (c)Erich Hirsch

Audi-Pilot Jamie Green hat für die kommende Saison seinen ersten DTM-Titel fest im Visier. Dem Vizemeister fehlten in der abgelaufenen Saison gerade mal 19 Punkte auf Champion Pascal Wehrlein. Green fuhr dabei die meisten Siege ein, vier an der Anzahl. Wehrlein verbuchte zwei Siege auf seinem Konto, dank seiner Konstanz fuhr der frischgebackene Formel-1-Pilot den DTM-Titel aber sicher nach Hause. Green hatte einen fulminanten Saisonauftakt 2015, gewann drei der ersten vier Rennen. Zum Saisonabschluss in Hockenheim feierte der 33-jährige Brite erneut einen Sieg und war bester Audi-Pilot. Doch mitten in der Saison gab es für Green einige Durchhänger. Ausfälle, oft unverschuldet, kosteten ihm wertvolle Punkte auf der Jagd nach dem ersehnten DTM-Titel.

In seinem vierten Jahr bei Audi will es Green 2016 wissen. Seit 2005 gehört der sympathische Brite mit Wohnsitz in Monaco zum festen DTM-Stammpersonal. Bei Mercedes verbrachte er die meisten Jahre, insgesamt achte Jahre saß er im Cockpit der Schwaben. Ein DTM-Titel blieb ihm dort allerdings verwehrt, Platz drei beim HWA-Team 2012 war sein bestes Resultat. Der ehrgeizige Green wollte unbedingt noch einen großen Titel erringen, daher erfolgte 2013 der Tapetenwechsel ins Audi-Lager.

Der zweifache Familienvater geht in sein drittes Jahr beim Rosberg-Team, bei dem er sich ganz gut aufgehoben fühlt. An seiner Seite kommt mit Adrien Tambay ein neuer Teamkollege, den er aus seiner Zeit vom Abt-Team kennt.
„Es ist klar, dass wir in der vergangenen Saison ein sehr gutes Auto hatten“, sagt Green gegenüber ‚Autosport.com‘. „Die Fahrer- und Herstellermeisterschaft haben wir nur mit viel Pech nicht gewonnen. Unser Speed war in Ordnung. Wir hoffen für dieses Jahr ähnlich gut aufgestellt zu sein“, ergänzt der Titelaspirant.

Jamie Green,Audi (c)Erich Hirsch

Der Brite geht von einer Kräfteverschiebung der Hersteller aus. „Mercedes tritt mit dem AMG C63 Coupe mit einer neuen Karosserie an. Daher besteht die Möglichkeit, dass sich die Verhältnisse ein wenig zu unseren Gunsten verändern könnten“, so Green. Wie schnell sich das Rad in der DTM ändert, zeigt BMW. 2014 dominierten die Münchner das Geschehen nach Belieben, angeführt von DTM-Champion Marco Wittmann. Trotz des Titelgewinns 2014 fiel BMW in der abgelaufenen Saison in ein Loch. Die Münchner gewannen zwar den Herstellertitel 2015 mit fünf Rennen, vier davon allerdings dank der Performance-Gewichte für die Konkurrenz. „Letztes Jahr war die Technologie der Autos eingefroren und dennoch war BMW überraschend langsam, während das Jahr zuvor Marco Wittmann den Titel holte“, resümiert Green. „Wer hätte das für möglich gehalten? In der DTM ist einfach nichts garantiert“, so der Audi-Pilot.

Die Vorbereitungen auf die im Mai beginnende Saison laufen bereits. Auf Lanzarote gab es für alle Audi-Piloten ein Trainingscamp. In sein Arbeitsgerät steigt Green erstmals vom 23. Bis 25.Februar bei einem dreitätigen Herstellertest im spanischen Monteblanco. Die von der ITR offiziellen viertägigen Testfahrten Anfang April in Hockenheim wird der letzte Feinschliff für Green & Co vor der Saisoneröffnung an gleicher Stelle sein. Mehr als zwei Testreihen gibt es für die DTM-Fahrer nicht, im Vorjahr waren es derer noch drei. Green sieht das entspannt. „Das ist mir egal. Meine Performance wird dadurch nicht schlechter. Für mich ist es großartig, dass ich an beiden Tests im Cockpit sitze“, so Green. „Insgesamt fünf Testtage sind für DTM-Verhältnisse bereits eine ganze Menge“, ergänzt der Brite, der dem Saisonstart heftig entgegenfiebert.

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