Formel E: Sam Bird feiert Start-Ziel-Sieg in Buenos Aires

Sebastien Buemi, Sam Bird, Lucas di Grassi (c)Abt

Sam Bird (DS  Virgin) feierte in Buenos Aires eine  Start-Ziel-Sieg vor Sebastien Buemi (e.dams) und Lucas di Grassi (Abt Schaeffler Audi Sport). In einem spannenden Rennen gewann der Pole-Sitter knapp vor dem Schweizer Buemi, der vom letzten Startplatz aus das Rennen seiner Formel-E-Karriere fuhr. „Ich bin froh, dass es vorbei ist. Ich machte in der letzten Runde noch einen Fehler, konnte das Auto gerade noch auf der Strasse halten“, freute sich Bird nach seinem ersten Saisonsieg. Nick Heidfeld feierte nach seiner Handgelenksverletzung ein gelungenes Comeback und wurde siebter, Daniel Abt im zweiten Abt-Auto kam grippegeschwächt nicht in die Punkteränge und wurde 13.

Bird ließ keine Zweifel aufkommen, wer der Herr im Haus ist. Gegen Ende des 35 Runden lang dauernden Rennens wehrte der DS-Virgin-Pilot Angriffe von di Grassi und Buemi bravorös ab. Pechvogel des Tages war Vorjahressieger Antonio Felix da Costa, der im Aguri-Auto auf Platz zwei liegend in der Haarnadelkurve liegenblieb (Leistungsverlust). Als danach Gelbe Flaggen gezeigt wurden, nutzen das die Protagonisten zum obligatorischen Fahrzeugwechsel.

Bird blieb vorne, Di Grassi schob sich nach dem Boxenstopp auf Platz zwei, knapp vor Sarrazin (Venturi) und den fliegenden Buemi. Der Tabellenführer profitierte von der Safety-Car-Phase, den der Zehn-Sekunden-Rückstand auf di Grassi und Sarrazin war daraufhin Makulatur. Buemi hatte leichtes Spiel mit Sarrazin und schob sich in Runde 23 vorbei an den Franzosen. Di Grassi seinerseits versuchte einen Angriff auf Bird, doch der Brite ließ sich nicht beirren und kontrollierte weiter das Geschehen. Eine kleine Unaufmerksamkeit von di Grassi nutzte Buemi in Runde 28 gnadenlos aus und überholte den Brasilianer. Der Abt-Pilot ließ es danach ruhiger angehen, war mit Platz drei zufrieden und rettete die wichtigen 15 Meisterschaftspunkte. „Es war ein großartiges Rennen, ich gab alles und bin mit dem dritten Platz sehr zufrieden“, so di Grassi.

Buemi wollte mehr, der Schweizer wollte den Sieg und bedrängte kurz vor Rennende Bird, der mit allen fairen Mittel die Tür zumachte und den ersten Sieg unter dem DS Virgin Logo nach Hause fuhr.

„Ehrlich gesagt hätte ich es nicht geglaubt, vom letzten Startplatz nach vorne zu kommen ich habe es gehofft. Das Safety-Car half mir enorm nach vorne zu kommen, ansonsten wäre es nicht mehr möglich gewesen, um den Sieg zu fahren“, strahlte ein glücklicher Buemi. Noch nie hat ein Pilot vom letzten Startplatz aus ein Rennen gewonnen, Buemi wäre es um ein Haar geglückt. Ein Wahnsinnsritt des Schweizers.

Die Neulinge hatten kein Glück auf ihrer Seite. Venturi-Neuling Mike Conway schaffte bei seiner Formel-E-Premiere mit Platz fünf im Qualifying auf Anhieb den Sprung in das Shoot-Out. Im Rennen lag er nach 21 Runden auf Platz fünf, doch dann am Ende reichte es nur für Platz 15. Dennoch ein starker Einstand des Briten. Aguri-Heimkehrer Salavador Duran musste nach 14 Runden seinen Boliden abstellen und fiel aus. Beide Aguri-Autos schafften es nicht bis ins Ziel.

Enttäuschung machte sich auch bei Dragon-Pilot Jerome d’Ambrosio breit, der das ganze Wochenende nicht mit der Strecke und dem Auto zurechtkam und auf einen enttäuschenden 16.Platz landete. Immerhin nahm der Belgier mit der schnellsten Rennrunde noch zwei Punkte mit nach Hause. Die einzige Dame des Feldes, Simona da Silvestro kam auf Platz 14, besser machte es ihr Teamkollege Frijns, der mit Platz acht erneut in die Punkteränge fuhr. Eine weitere Enttäuschung gab es für Titelverteidiger Nelson Piquet jr, der im Next EV TCR mit Platz 12 vorliebnehmen musste. Birds Teamkollege Vergne, der trotz einer Lebensmittelvergiftung an den Start ging, konnte daher keine Bäume ausreißen und musste sich mit Platz elf zufriedengeben.  Insgesamt war es ein ausfallarmes Rennen, keine Unfälle auf dem schnellen Stadtkurs von Buenos Aires sprechen für die Qualität der Piloten.

In der Meisterschaft baute der e.dams-Pilot (80 Punkte) seinen Vorsprung auf vier Punkte auf Verfolger di Grassi aus, Bird schob sich nach seinen ersten Saisonsieg mit 52 Punkten auf Platz drei. Da Buemis Teamkollege Nicolas Prost Fünfter wurde und Abt diesmal punktelos blieb, führt das e.dams-Renault-Team auch die Teammeisterschaft mit 15 Punkten Vorsprung auf das Abt Schaeffler Audi Sport-Team.

4. Lauf Buenos Aires:

  • 1. Sam Bird, DS Virgin
  • 2. Sebastien Buemi, e.dams-Renault
  • 3. Lucas di Grassi, Abt Schaeffler Audi Sport
  • 4. Stephane Sarrazin, Venturi
  • 5. Nicolas Prost, e.dams-Renault
  • 6. Loic Ducal, Dragon
  • 7. Nick Heidfeld, Mahindra
  • 8. Robin Frijns, Amlin Andretti
  • 9. Oliver Turvey, Next EV TCT
  • 10. Bruno Senna, Mahindra
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