Formel E: Andretti beantragt neuerliche Antriebs-Homologation

AmlRobin Frijns, Amlin Andretti (c)FIAformulaE
Das Andretti-Team hat bei der FIA erneut eine Homologation für ihren Antriebsstrang ATEC-01 eingereicht. Ab der Saison drei will das US-Team um Teamchef Roger Griffths mit einem eigenen Triebwerk die Konkurrenz aufmischen, wie ‚Motorsport.com‘ meldet.

Andretti ist neben dem Aguri-Team die einzige Formel-E-Mannschaft, die noch auf den Antrieb aus der Premierensaison setzt. Notgedrungen, denn eigentlich hätte Andretti den ATEC-01 bereits in der laufenden Saison einsetzen wollen. Doch bei den offiziellen Vorsaison-Testfahrten in Donington im August letzten Jahres tauchten unerwartet größere Probleme mit dem neuentwickelten Antriebsstrang auf. So entschieden die Amerikaner wieder auf die altbewährte Technik aus Saison eins zu setzen.

Nichtsdestotrotz tüftelten und feilten die Andretti-Ingenieure an den ATEC-01 weiter, um den Elektromotor und den Inverter als zuverlässige Einheit zum Saisonstart 2016/2017 zu präsentieren. Der Antriebsstrang wird in Zusammenarbeit mit TE Connectivity, einem weltweit führenden Technologieunternehmen auf dem Gebiet von Steckverbindungen, Sensoren und Elektronikkomponenten, und Houston Mechatronics entwickelt.

Durch die neuerliche Beantragung auf Homologation des Antriebs steht dem Andretti-Team alle technischen Freiheiten offen, ein besseres Paket zu schnüren. „Es gab zwei Optionen, die wir mit dem ATEC-01 hatten“, sagt Teamchef Griffiths. „Wir könnten mit der aktuellen Homologation weitermachen, doch dabei sind uns unsere Hände in technischer Hinsicht gebunden. Wir entschieden uns für eine neue Homologation, die uns mehr Spielraum erlaubt. Das Design des Motors und des Inverters kann dadurch effektiver gestaltet werden“, ergänzt der Andretti-Teamchef.

Seit Jahresbeginn kann das US-Team mit Genehmigung der Formel E eigene Testfahrten durchführen, die so schnell wie möglich über die Bühne gehen sollen. „Wir werden die Testfahrten machen und unsere 15 zur Verfügung stehenden Testtage wahrscheinlich zum Frühlingsende beginnen“, so Griffiths.

Dabei sieht es mit dem neuen Antriebspaket laut dem Andretti-Verantwortlichen bisher ganz gut aus. Nach dem Punta ePrix in Uruguay gab es dort nach dem Rennen einen offiziellen Testtag, der für Andretti sehr vielversprechend verlaufen ist. „Wir erzielten wirklich gute Testergebnisse, wir konnten größere Leistungszuwächse erreichen. Einiges klappte ganz gut, anderes ging voll daneben. Aber im Großen und Ganzen verliefen die Tests sehr erfreulich für uns“, so der Teamchef von Andretti.

Erfreulich verlief bisher auch die Saison für das US-Team, Neuzugang Robin Frijns erzielte in seiner Premierensaison bereits einen Podestplatz mit Platz drei in Putrajaya. Zuletzt holte der Niederländer in Punta del Este mit Platz zehn einen Meisterschaftspunkt, den er auch beim Saisonauftakt in Peking errang. Die zweite Andretti-Pilotin Simona de Silvestro kam bisher noch nicht in die Punkteränge, verpasste aber zuletzt in Uruguay mit Platz elf hinter ihrem Teamkollegen Frijns knapp die Top Ten.

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