Red Bull Crashed Ice: Cameron Naasz gewinnt Tour in München

Sieger von Munich_Scott Croxall, Cameron Naasz,Kyle Croxall (c)Erich Hirsch

Der US-Boy Cameron Naasz gewann vor 16.000 begeisterten Fans die Red Bull Crashed Ice-Tour im Münchner Olympiapark vor den beiden kanadischen Brüdern Scott und Kyle Croxall. Nach dem Auftakterfolg in Quebec City (Kanada) war der 26-jährige Amerikaner auch in München das Maß aller Dinge und war auf der 370 m langen Strecke mit 45 m Höhenunterschied zwischen Start und Ziel in allen vier K.o.-Runden eine Klasse für sich. Mit dem zweiten Sieg in Folge führt Naasz auch souverän die Gesamtwertung mit der maximalen Ausbeute von 2.000 Punkten. Für Lokalmatador Martin Niefnecker der Weltmeister aus dem Jahr 2010, war bereits im Achtelfinale Endstation. Bester Deutscher wurde Fabian Mels, der auf Platz 11 landete. Dennoch herrschte bei der Rückkehr der schnellsten Sportart auf Kufen eine bombastische Stimmung im Olympiapark München.

16.000 Zuschauer beim Red Bull_Crashed Ice im Olmypiapark (c)Erich Hirsch

Im Finale der Männer setzte sich der US-Amerikaner Cameron Naasz mit einem explosiven Antritt nach dem Start vom restlichen Feld ab und behauptete seinen Vorsprung souverän bis ins Ziel. Zweiter hinter Naasz wurde der amtierende Weltmeister Scott Croxall. Der Kanadier liegt nun auf Rang zwei in der WM-Gesamtwertung mit 1.400 Punkten. Sein Bruder, Kyle Croxall, wurde Dritter in München. Auf Platz 4 landete der Franzose Tristan Dugerdil. In der Gesamtwertung ist Dean Moriarity aus Kanada, der am Samstag Rang 6 belegte, nach wie vor auf Platz 3. In der Saison 2015/16 stehen noch zwei Red Bull Crashed Ice und fünf Riders Cup Rennen an. Damit ist die diesjährige Ice Cross Downhill World Championship größer als je zuvor. In München wurden gleich zwei neue Rekorde aufgestellt: Maxwell Dunne (USA) wurde mit 82 km/h geblitzt und Tory Merz (USA) flog beim Zielsprung rekordverdächtige 27 m durch die Luft. Jede Menge High-Speed-Action in München also. Unter den Fans weilten Audi-DTM-Pilot  Mattias Ekström und der deutsche Moto-GP-Pilot Stefan Bradl, die ganz hingerissen von den Leistungen waren.

„Auf der Strecke wird um jeden Zentimeter gekämpft. Dieser Kurs war richtig schnell – so viel Angst hatte ich noch nie bei einem Rennen“, so Naasz, der als erster US-Amerikaner die WM-Gesamtwertung anführt und auch das letzte Red Bull Crashed Ice der Saison 2014/15 gewinnen konnte. In der bayerischen Landeshauptstadt waren auf der schwierigsten Strecke bisher bei Red Bull Crashed Ice gleich mehrere Athleten mit mehr als 80 km/h unterwegs.

Martin Niefnecker und Fabian Mels_(c)Erich Hirsch

Niefnecker (im Bild links zusammen mit Fabian Mels), der mit Grippe in die Heats ging, war vor heimischen Publikum enttäuscht über seine Vorstellung: „Ich bin schon sehr enttäuscht, dass ich heute eine so schwache Vorstellung geboten habe. Ich habe mir eigentlich Chancen für das Viertelfinale ausgerechnet. Die Stimmung unten war dafür fantastisch“, so der 25-jährige Garmischer.

„Ich habe mir wie Martin auch mehr erhofft“, sagte Niefneckers Landsmann Fabian Mels, der zumindest im Teamwettbewerb am Freitag Platz zwei errang.

Legere aus Kanada (c)Erich Hirsch

Wer meint, der Ice Cross Downhill sei nur etwas für hartgesottene Männer, irrt gewaltig. Auch die Damen zeigten in München erstmals ihr Können. Es gewann die Kanadierin Jacqueline Legere ein packendes Finale mit einer Aufholjagd der Superlative gegen ihre Landesfrau Myriam Trepanier. Dritte wurde die US-Amerikanerin Drittey O’Keefe, Vierte Elaine Topolnisky. Im Finale führte Legere das Feld lange Zeit an, wurde aber knapp vor der Ziellinie von Trepanier doch noch eingefangen und überholt. Beim letzten großen Zielsprung stürzten beide Frauen, Legere konnte ihren Körper aber schneller drehen und mit nur einem Schlittschuh die Linie knapp vor Trepanier überqueren.

Das Rennwochenende wurde von den Athleten aus den USA dominiert. Das rein US-amerikanische Team UNRL (‚Unreal‘) bestehend aus Tommy Mertz, Maxwell Dunne und Daniel Bergeson setzte sich am Freitagabend im Teambewerb gegen das internationale Team Ice Crew mit dem Deutschen Fabian Mels und dem Kanadier Coleton Haywood durch. Auf Platz drei landete das Team Living the Dream rund um Cameron Naasz und die beiden Croxall-Brüder Scott und Kyle.

Der nächste Stopp der Ice Cross Downhill World Championship ist ein Riders Cup Rennen nächste Woche in Avoriaz, Frankreich, gefolgt von einem weiteren Riders Cup Rennen in Rautalampi, Finnland. Ebenfalls in Finnland steigt das nächste Red Bull Crashed Ice am 29./30. Januar in Jyväskylä-Laajis. Danach zieht die Weltmeisterschaft nach Saint Paul (USA).

 

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