Formel E: NextEV TCR verzichtet möglicherweise auf Twin-Motor für Saison 3

Oliver Turvey_NextEV (c)FIAformulaE

Das chinesische Team NextEV TCR mit  Titelverteidiger Nelson Piquet jr.  konnte den hohen Erwartungen in der zweiten Saison bisher nicht gerecht werden. Zwölf magere Punkte in den ersten drei ePrix bedeuten den neunten und letzen Platz in der Teamwertung. Oliver Turvey (siehe Foto) erzielte mit Platz sechs beim Auftaktrennen in Peking die beste Plazierung für den chinesischen Rennstall. Piquet jr. punktete mit Platz acht lediglich in Putrajaya, zuletzt leistete sich der amtierende Meister in Puntas del Este im Kampf mit DS Virgin-Pilot Jean-Eric Vergne im Kampf um Platz sechs einen schweren Patzer und crashte den Boliden an die Mauer. Gott sei Dank blieb der 30-Jährige unverletzt.

Was ist los bei NextEV TCR? Warum ist bei der Truppe um Teamchef Steven Lu Sand im Getriebe ? Besser gesagt, der Motor stottert. Das chinesische Elektrotechnologie-Unternehmen Nextev hat den Twin-Motor entwickelt und gebaut, doch der Antriebsstrang läuft nicht auf Touren. Zu schwer, 20 Kilogramm bringt der NextEV-Antrieb pro Motor auf die Waage. Im Fahrerfeld müssen Piquet jr. und Turvey daher den schwersten Boliden um die Stadtkurse pilotieren. Das geht zu Lasten der Performance.

Daher überlegt Teamchef Lu, für Saison drei auf ein anderes Motorenkonzept zu setzen, wie ‚autosport.com‘ meldet. „Das Gewicht ist ein Parameter, den wir für Saison drei verbessern müssen“, sagt Lu. „Die Effizienz ist ein weiterer Parameter, um den wir uns kümmern müssen. Uns stehen momentan ein paar wenige Optionen zur Verfügung. Wir versuchen, dazu eine Entscheidung zu treffen. Wir haben einen wirklich innovativen Ansatz auf Lager, den wir jetzt ausprobieren, ob er funktioniert oder nicht. In den nächsten Tagen noch vor Jahreswechsel geben wir eine Entscheidung bekannt“, ergänzt der NextEV-Teamchef.

Lu schafft Fakten. Die finale Homologation des Antriebsstrangs für Saison drei steht zwar erst am 1. Juli 2016 an, doch die  obligatorischen Crashtests für die Antriebskonzepte müssen bis zum 1.April 2016 absolviert sein. Danach sind den Herstellern beim Feintuning mit wenigen Ausnahmen die Hände gebunden. Nicht mehr viel Zeit, das weiß auch Lu.

Die Chinesen haben Saison zwei abgeschrieben, der Fokus liegt bereits auf Saison drei. Personalmaßnahmen wurden sofort eingeleitet. Gerry Hughes, bisher Technischer Direktor beim Konkurrenten Aguri, wechselte gerade ins Team, wo er eine leitende Ingenieursstelle bekam. „Gerry kümmert sich mehr um die nächste Saison, doch er feilt auch an Lösungen für die aktuelle Situation“, bestätigt Lu.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: