Formel E: Aguri liebäugelt mit Antriebsstrang von Renault für Saison drei

Aguri mit Felix da Costa (c)FIAformulaE

Das japanisch-englisch Team Aguri beabsichtigt für Saison drei das Antriebsaggregat von Renault einzusetzen. Die Schützlinge von Teamchef Mark Preston fahren noch mit dem Antriebsstrang aus der Premierensaison, während die Konkurrenz bereits mit Eigenentwicklungen antritt. Zwar erreichte Stammpilot Antonio Felix da Costa in der laufenden Saison zwei sechste Plätze, doch im Kampf um Podestplätze reicht die Leistung des Spark SRT_01E mit den Software-Modifikationen allein nicht mehr aus. Preston geht davon aus, dass seine beiden Piloten mit dem aktuellen Antriebsstrang für die nächste Saison nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. „Die technologische Weiterentwicklung der Antriebseinheiten nehme gehörig zu“, wird Preston in ‚Autosport.com‘ zitiert.

„Wir nehmen nur den schnellsten Motor, der Renault-Elektromotor scheint aktuell das Maß aller Dinge zu sein. Wir stehen gerade in Verhandlungen“, sagt der 47-jährige Australier. Bis Ende März 2016 hat das Team Aguri nun Zeit, sich für den neuen Antrieb zu entscheiden. Möglichweise fällt eine Entscheidung zugunsten des neuen Renault Z.E.15 viel früher. „Wir werden wahrscheinlich nach dem Buenos Aires ePrix Anfang Februar eine Entscheidung treffen“, so Preston.

Formel E Motor (c)FIAformulaE

Seit dieser Saison können die Konstrukteure bekanntlich ihren in Eigenregie entwickelten Antriebsstrang einsetzen. Der Großteil der Formel E-Teams setzt auch neue Antriebsaggregate ein. Dragon nutzt als einziges Team den Kundenmotor von Venturi, während Andretti und Aguri noch den alten Antrieb aus Saison eins einsetzen. Im Reglement ist vorgeschrieben, dass die Konstrukteure ihre Neuentwicklungen der Konkurrenz zum Kauf anbieten müssen. Dabei gibt es eine Höchstgrenze von maximal gut 160.000 € für den Kauf bzw. knapp 100.000 € pro Saison als Leasingrate, um eine Kostenexplosion zu vermeiden.

Aguri verzichtet bewusst auf eine Eigenentwicklung, da laut Preston die Kosten dafür unerschwinglich seien. Die Entwicklung eines Antriebs umfasst Motor, Getriebe, Inverter und Kühlsystem, verschlingt daher enorme Summen. „Wir waren dafür nicht in der Lage, wenn aber ein Hersteller kommt und uns fragt, sind wir gerne bereit, darüber zu verhandeln“, fügt der Aguri-Teamchef hinzu.

Unterdessen betreibt er seit dem Punta ePrix eine Reorganisation des Teams. Gerry Hughes, bisher Technischer Direktor, wechselte soeben zum chinesischen NextEV TCR-Team, wo er eine leitende Ingenieursstelle bekam. „Wir haben einige neue Ingenieure und neue Mechaniker eingestellt“, bestätigt Preston. Felix da Costa wird daher in Argentinien bereits mit einem neuen Renningenieur zusammenarbeiten. „Das Team wächst und verändert sich, Leute kommen und gehen. Wir bereiten uns bereits für Saison drei vor, das Team wird mit mehr Personal ausgestattet“, erklärt der Aguri-Teamchef die Personalmaßnahmen.

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