Formel E: Audi und BMW zögern noch mit einem Einstieg

 BMW Motorsport (c)BMW

Die Formel E hat im Debütjahr für viel Furore gesorgt. Kein Wunder, dass sich die Elektrorennserie bei den großen Automobilherstellern großer Beliebtheit erfreut. Renault ist mit e.dams als Werksteam in die neue Saison eingestiegen. Citroen gibt mit seinem Ableger DS bei Virgin Racing mächtig Gas. Japanische Hersteller könnten als nächstes Werksteam ab der dritten Saison den Weg in die Formel E finden. Wie sieht es denn mit den deutschen Herstellern um einen Einstieg in die Formel E aus ?

BMW:

Die deutschen Hersteller geben sich noch zurückhaltend. BMW stellt zumindest den Fuhrpark in Form von Safety-Car und Medical-Car für die Elektroserie bereit. Was einen Einstieg in die Formel E betrifft, halten sich die Münchner aber noch bedeckt. Beim neuen Motorsportprogramm der Münchner für 2016, der am Freitag vorgestellt wurde, gab es keine Aussage zur Formel E. BMW wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt, das wäre der perfekte Zeitpunkt für einen Einstieg in die noch junge Rennserie gewesen. Doch die Münchner verfolgen aktuell andere Ziele. DTM und GT-Sport stehen im Focus für 2016. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt hat in der Vergangnenheit immer wieder betont, dass BMW sich die Entwicklung der Serie weiter ansieht. Für die Münchner kommt ein Einstieg frühestens zu dem Zeitpunkt in Frage, wenn der obligatorische Fahrzeugwechsel wegfällt. Mit BMW-Werkspilot Antonio Felix da Costa, der bei Aguri ins Cockpit steigt,  gibt es immerhin einen Piloten der Münchner im 20-köpfigen Fahrerfeld der Formel E.

Audi-Motorsportchef Dr.Wolfgang Ullrich mit Frau Antje (c)Erich Hirsch

Audi:

Audi unterstützt tatkräftig das einzige deutsche Formel E-Team, Abt Schaeffler Audi Sport. Sowohl die hauseigene Teststrecke in Neuburg an der Donau stellen die Ingolstädter dem Abt-Team für Testzwecke zur Verfügung, als auch Werkspilot Lucas di Grassi, der bei Audi in der Langstreckenweltmeisterschaft (WEC) im Einsatz ist, wird als Fahrer für die ‚Äbte‘ freigestellt. Loic Duval, ein weiterer Werkspilot bei Audi in der WEC und Teamkollege von di Grassi, greift beim US-Team Dragon Racing in der Formel E ins Steuer. Mit Abts Technologiepartner Schaeffler, der für den neu entwickelten Antriebsstrang beim deutschen Team verantwortlich zeichnet, gibt es zudem eine starke Partnerschaft mit Audi. Daher stellt sich die berechtigte Frage, wann der Hersteller mit den Vier Ringen einen Einstieg in die Elektroserie anstrebt? Im lokalen Donaukurier äußert sich Audis Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich, dass aktuell noch kein Einstieg geplant sei oder eine Entscheidung diesbezüglich gefallen wäre.  „Aber wir beobachten die Rennserie genau, weil sie interessant ist. Wichtig wird sein, wie sich das Reglement entwickelt“, ergänzt der 65-jährige Österreicher.

Mercedes:

Der schwäbische Automobilkonzern gibt sich sehr bedeckt, was das Thema Formel E betrifft. Formel 1 und DTM stehen im Focus von Mercedes Motorsportchef Toto Wolff. Bei den Sterne-Fahrern kommt die Elektrorennserie gut an. Formel 1-Vizeweltmeister Nico Rosberg prognostiziert der Formel E eine glänzende Zukunft, wie er uns kürzlich beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim verriet.

 

 
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