Formel E: Di Grassi gewinnt ePrix in Putrajaya

Lucas di Grassi siegt in Putrajaya 8c)Abt

Lucas di Grassi hat in einem ereignisreichen Rennen den ePrix Putrajaya gewonnen. Der Abt-Pilot im Schaeffler-Auto setzte sich in einem 33 Runden langen Hitzerennen vor Sam Bird (DS Virgin) und Robin Frijns (Andretti) durch. Mit seinem ersten Saisonsieg setzte sich di Grassi in der Meisterschaft an die Spitze. „Es war ein sehr schwieriges Rennen, ich bin glücklich gewonnen zu haben“, jubelte di Grassi.

Die beiden deutschen Piloten Daniel Abt (Abt Schaeffler Audi Sport) und Nick Heidfeld (Mahindra) wurden Siebter und Neunter. Pole-Setter Sebastien Buemi führte lange Zeit das Rennen an, ehe er kurz vor dem Fahrzeugwechsel mit seinem Renault e.dams-Boliden wegen Temperaturproblemen an seinem Motor stehenblieb und sich gerade noch in die Box schleppen konnte. Am Ende wurde der Schweizer 12., der sich immerhin mit der Pole und der schnellsten Rennrunde fünf Punkte holte.

Was für ein verrücktes Rennen in Malaysia. Ehe das Rennen begann, erfolgte bereits ein Startabbruch. Der zweitplazierte Stephane Sarrazin (Venturi) winkte wild gestikulierend, da sein Auto nicht von der Stelle kam. Ab in die Boxengasse, Neustart. Buemi setzte sich souverän vor Loic Duval (Dragon) und Felix da Costa (Aguri) durch, di Grassi blieb Fünfter. Pech hingegen für Heidfeld, der in der ersten Kurve einen Dreher fabrizierte und dabei die Aufhängung von Jean-Eric Vergne (DS Virgin) beschädigte. Während Heidfeld bis auf Platz 14 durchgereicht wurde, stapfte Vergne enttäuscht zurück in die Box. Ausfall für den Franzosen.

Buemi setzte sich wie in Peking vom Feld ab, zeitweise betrug der Vorsprung 2,8 Sekunden auf seine Verfolger. Dahinter hatte Felix da Costa (Aguri) alle Hände voll zu tun, Nicolas Prost (Renault e.dams) und di Grassi hinter sich zu lassen. Nächste Aufregung in Runde Fünf, als der Next EV-Pilot Oliver Turvey mit der Mauer Bekanntschaft machte (Bremsprobleme), das Safety-Car kam raus. Dahin war der sichere Vorsprung von Buemi. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, schnappte sich Prost den Portuguiesen Felix da Costa und lag auf Rang Drei.  Di Grassi biss sich hingegen an den Aguri-Piloten die Zähne aus, rundenlang schaute er ins Heck des Portuguiesen, kam einfach nicht vorbei.

Bevor es Zeit wurde, den Fahrzeugwechsel zur Rennmitte vorzunehmen, überschlugen sich die Ereignisse. Wegen Software-Problemen blieb der bis dahin souveräne Buemi einfach stehen und musste seine Verfolger passieren lassen. Der Schweizer konnte zumindest  das Auto wieder anstarten und in die Box retten, um das Fahrzeug zu wechseln. In Runde 17 wechselt der Großteil der Piloten ihr Arbeitsgerät, Duval lässt in der Box mächtig Zeit liegen, aber auch Abt hat Pech, dass sein Bolide nicht startet. Mit Verspätung macht sich der Kemptener auf den Weg in die zweite Rennhälfte.

Das Rennen führt danach Prost vor Felix da Costa an, der jedoch in Runde 19 von di Grassi überholt wird.  Heidfeld, der den FanBoost neben Piquet und Turvey gewann, küsst in Runde 21 die Mauer und muss Bird vorbeiziehen lassen. Für den Mahindra-Piloten kommt es noch dicker. Da er die Standzeit beim Boxenstop nicht eingehalten hat, bekommt er eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt. Derweil macht sich di Grassi in Runde 24 daran, e.dams-Pilot Prost von der Spitze zu verdrängen, der mit Temperaturproblemen zu kämpfen hat.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Felix da Costa zieht ebenfalls an den schwächelnden Prost vorbei, bleibt aber nach der Start-Ziel-Kurve stehen. Immerhin gelingt es den Aguri-Piloten sein Arbeitsgerät wieder anzustarten. Duval und Jerome d’Ambrosio (beide Dragon) schnappen sich Prost und gehen ebenfalls vorbei. Der Franzose wird auch noch vom Niederländer Frijns überholt. Als dieser Duval in Runde 30 passieren will, landet der Andretti-Pilot in der Mauer und beschädigt sich seine rechte Vorderradaufhängung. Dennoch rettet Frijns in Ralleymanier Platz Drei. Glück für Frijns.Zuerst bleibt Duval stehen und in der letzten Runde landet d’Ambrosio auf der Jagd nach di Grassi in der Begrenzungsmauer. Eine ganz starke Vorstellung des Niederländers, der zum zweitenmal in die Punkteränge landete.

Di Grassi rettet mit dem letzten Akkuspeicher seinen ersten Saisonsieg und übernimmt damit die Führung in der Meisterschaft. Auch Abt schaffte es mit Platz Sieben in die Top Ten, damit übernahm das Abt Schaeffler Audi Sport-Team auch die Führung in der Herstellermeisterschaft.

Eine ganz starke Leistung zeigte auch DS Virgin-Pilot Sam Bird. Der Brite ging nur von Startplatz 14 aus ins Rennen und konnte dank eines perfekt abgestimmten Batteriemanagements bis auf Platz zwei vorfahren, der natürlich von d’Ambrosios Mißgeschick profitierte.

Ergebnis Putrajaya, zweiter ePrix:

  1. Lucas di Grassi, Abt Schaeffler Audi Sport
  2. Sam Bird, DS Virgin
  3. Robin Frijns, Andretti
  4. Stephane Sarrazin, Venturi
  5. Bruno Senna, Mahindra
  6. Antonio Felix da Costa, Aguri
  7. Daniel Abt, Abt Schaeffler Audi Sport
  8. Nelson Piquet Jr, Next EV
  9. Nick Heidfeld, Mahindra
  10. Nicolas Prost, Renault e.dams
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