Eurobike: ‚insect‘, erster intelligente Fahrraddiebstahlschutz

Martin Jäger,FahrradJäger (c)Erich Hirsch
Auf der Eurobike 2015 zeigten die Hersteller kürzlich ihre neuesten Produkte für den Radsommer 2016. Neben den Trendthemen e-Bikes und Laufrädern mit neuer 27,5 Plus Zoll-Bereifung, findet auch das Smartphone immer mehr Einzug in die Fahrradwelt. Schon heute nutzen wir für das Rad Navigation, Trittgeschwindigkeitsmessung oder Laufleistung als App auf den Smartphone ganz selbstverständlich.

Ganz neu auf dem Markt kommt der erste intelligente Diebstahlschutz für Fahrräder. Ein Diebstahlschutz, der sich mit dem Smartphone verbindet – und das nicht nur mit dem eigenen, sondern mit allen Smartphones von FahrradJägern in der Nähe. Smart eben.
‚Insect‘-Diebstahlschutz 4.0 heißt das neuentwickelte Produkt, das Fahrraddieben das Handwerk legt.

insect von FahrradJäger (c)Erich Hirsch

FahrradJäger-Mitbegründer Martin Jäger aus Rostock zeigte mir auf der Eurobike den ersten crowdvernetzten Fahrraddiebstahlsschutz im Detail.

‚Insect‘ wird am Fahrrad angebracht und vernetzt das Fahrrad mit den Smartphones der Crowd. „Insect wird am Fahrrad an die Gewindelöcher der Trinkflaschenhalterung angebracht und verschlossen“, erklärt mir Jäger. „Ein potentieller Dieb kommt nicht an die Schrauben heran, das Öffnen funktioniert nur für den Eigentümer per App.“ Dem Vandalismus wird damit der Wind aus den Segeln genommen.

Beim Abstellen des Rades stellt sich ‚insect‘ automatisch in einen Warnmodus. Die Crowd wird bei Diebstahlversuchen in Echtzeit per App gewarnt. Sound- und LED-Module geben zusätzlich lauten und sichtbaren Alarm im Diebstahlfall.
Die Technik, die dahinter steckt, ist Bluetooth LE. Länger als ein Jahr beträgt die Batterielaufzeit, ehe sie im Handumdrehen getauscht werden muss. Ein Lagesensor ist ebenfalls mit an Bord. Ein GPS-Modul zur Ortung hingegen sucht der Technikfreak vergebens. Denn die Jagd läuft über die Crowd. Vernetzte Sicherheit lautet die Zauberformel. Wird das Rad gestohlen, ist ‚insect‘ sein Peilsender. Sobald sich ein FahrradJäger in seiner Nähe befindet, weiß der Eigentümer, wo sich das Fahrrad befindet. Die Mission des Rostocker Jungunternehmens heißt ‚Gemeinsam Fahrräder schützen‘.

Die GPS-Crowd c)Erich Hirsch

Doch nicht nur Fahrradbesitzer profitieren. Mit ‚insect‘ kommt das erste vollautomatische Finderlohnsystem auf den Markt. Geld verdienen im Vorbeigehen quasi. Immer wenn ein FahrradJäger über seine App ein gestohlenes Fahrrad lokalisiert, erhält er einen Teil des ausgesetzten Finderlohns. Aktuell sind über EUR 270.000 auf www.FahrradJäger.de ausgeschrieben. Der App-basierte Diebstahlschutz kommt zu Beginn der Fahrradsaison 2016 auf den Markt. Schon heute kann der crowdvernetzte Diebstahlschutz für EUR 40,00 vorbestellt werden.

Martin Jäger & Steffi Wulff auf der Jagd (c)FahrradJäger

Auf die Idee kam Martin Jäger, als ihm in seiner Studienzeit fünf Räder abhanden kamen. Ärger und Hilflosigkeit verflogen schnell. Mit seiner Mitstudentin Steffi Wulf gründete er das Projekt ‚FahrradJäger‘. Aus dem Projekt wurde das Produkt ‚insect‘ .Via Crowdfunding-Plattform ‚Startnext‘ sammelten sie im letzten Jahr das notwendige Kapital, um ihr Produkt zu verwirklichen. Mit der GPS-Crowd können Fahrradbesitzer zukünftig ihr Rad bedenkenlos abstellen.

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