DTM: Audi vor schwerer Aufgabe in Russland

Dieter Gass im Gespräch mit Jürgen Pippig, Audi (c)Erich Hirsch
Audi-Pilot Mattias Ekström will bei den DTM-Rennen in Moskau ganz oben auf das Podium: Mit einem Sieg auf dem Red Bull Ring hat der Schwede Ende Juli die Führung in der Meisterschaft übernommen. Nun steht das Russland-Gastspiel der DTM auf dem Programm.

Bei der Russland-Premiere der DTM auf dem Moscow Raceway komplettierte der Schwede in der Saison 2013 mit Platz zwei einen souveränen Audi-Doppelsieg. Auch im vergangenen Jahr stand Ekström in Moskau auf dem Podium: Vom elften Startplatz kämpfte er sich im Rennen auf Platz drei nach vorn. „Fehlt eigentlich nur noch ein Sieg“, meint der DTM-Tabellenführer – wohl wissend, dass das keine leichte Aufgabe wird: Denn die Audi RS 5 DTM sind nach den Erfolgen in Spielberg einmal mehr in dieser Saison die schwersten Autos im Feld.

Ekström rechnet sich für den 3,931 Kilometer langen Moscow Raceway trotz des hohen Gewichts Chancen aus. „Ich hatte schon in Spielberg das schwerste Auto im Feld und hätte dort eigentlich nicht gewinnen dürfen“, sagt er. „Wir müssen einfach wieder den besten Job machen, dann ist alles möglich. Jeder Punkt zählt. In diesem Jahr wird derjenige den Titel holen, der auch mit viel Gewicht noch gute Ergebnisse erzielt.“

„Das wird eine ganz harte Nuss“, glaubt Dieter Gass. Der Leiter DTM bei Audi Sport fehlte zuletzt in Spielberg krankheitsbedingt und kehrt in Russland an den Kommandostand zurück. „Wir haben auf dem Moscow Raceway schon gewonnen, im vergangenen Jahr aber auch ein ziemlich schwieriges Rennen erlebt. Unser Ziel ist ein weiterer Sieg.“

Mit Edoardo Mortara und Jamie Green liegen zwei weitere Audi-Piloten in den Top Vier der DTM-Fahrerwertung und damit aussichtsreich im Titelkampf. Mortara holte in Spielberg 40 von 50 möglichen Punkten und möchte daran auf dem Moscow Raceway anknüpfen. Green blieb zuletzt fünfmal in Folge ohne Punkte und will seine Pechsträhne endlich beenden.

Die drei Titelaspiranten hatten zwischen Spielberg und Moskau höchst unterschiedliche Programme: Ekström absolvierte mit seinem eigenen Team zwei Läufe der Rallycross-Weltmeisterschaft in Kanada und Norwegen. Mortara durfte in Österreich mit einem Kunstflugzeug von Red Bull mitfliegen und sich damit einen Traum erfüllen. Green feilte bei einem Intensivkurs der Audi Akademie in Ingolstadt an seinen Deutschkenntnissen.

Nach dem heißdiskutierten und oft überstrapazierten Diskussionsthema des Scheider-Manövers gegen Wehrlein und Wickens wird man gespannt sein, wie sich beide Hersteller auf der Strecke verhalten.

Am kommenden Wochenende treffen sie sich in Russland wieder. Während die Fahrer bequem per Flugzeug anreisen, mussten die Trucks der Teams die rund 2.500 Kilometer im Konvoi zurücklegen – auf den teils unwegsamen Straßen eine extreme Belastung für Mensch und Material.

Der Moscow Raceway liegt rund eineinhalb Autostunden vom Moskauer Stadtzentrum entfernt. Eine Besonderheit der modernen Rennstrecke ist eine lange Gerade vor Start und Ziel, auf der die Piloten vor dem Anbremsen über 240 km/h erreichen. Hier gibt es in der Regel die meisten Überholmanöver.

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