BMW feiert 22. Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Spa

24h Spa-Francochamps, Blancpain Endurance Series, Round 4 (c)BMW

22th/26th July, Spa-Francorchamps (BE). 24h Spa-Francorchamps 2015. #46 BMW Z4 GT3, BMW Sports Trophy Team Marc VDS, BMW works driver Lucas Luhr (DE), Markus Palttala (FI), Nick Catsburg (NL)

BMW hat seine Erfolgsgeschichte in Spa-Francorchamps fortgeschrieben: 50 Jahre nach dem ersten Sieg beim 24-Stunden-Klassiker sorgten Nick Catsburg, Lucas Luhr und Markus Palttala vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS für den 22. Gesamterfolg der Marke bei diesem Rennen. Nach 536 Runden auf dem ‚Circuit de Spa-Francorchamps‘ sah der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 46 bei der 67. Auflage des Marathons in den Ardennen trotz einer Durchfahrtsstrafe auf dem ersten Platz die Ziellinie. Damit hat das Fahrzeug bei seinem letzten großen Auftritt eines der bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt für sich entschieden.

Den ersten Erfolg in Spa-Francorchamps hatte BMW 1965 gefeiert, als die Lokalmatadoren Pascal Ickx und Gérard Langlois mit einem BMW 1800 TI/SA vor genau 50 Jahren gesiegt hatten. Zuletzt gewannen Alain Cudini, Marc Duez und Eric van de Poele mit dem BMW 320i im Jahr 1998. Im vergangenen Jahr fehlten dem BMW Sports Trophy Team Marc VDS in einer der engsten Entscheidungen in der Geschichte des Klassikers lediglich 7,077 auf den Sieg: Luhr, Palttala und Werner im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 77 kamen als Zweite in Ziel. Es war der erste Podesterfolg für das BMW Sports Trophy Team Marc VDS beim Heimspiel in den Ardennen. Die Strecke liegt nur etwa 140 Kilometer vom Teamsitz in Gosselies entfernt. In diesem Jahr gelang dem BMW Sports Trophy Team Marc VDS der lang ersehnte erste Sieg.

Großes Pech hatte in diesem Jahr das zweite Fahrzeug der belgischen Mannschaft. Über weite Teile des Rennens lag der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 45 souverän in Führung. Es schien, als sei ihm der Gesamtsieg kaum zu nehmen, bevor in Runde 399 ein technisches Problem, das zu einem Motorschaden führte, alle Hoffnungen auf den Triumph beim Heimspiel zunichte machte. Vom Start weg hatten Werner, Maxime Martin und Augusto Farfus eine erstklassige Leistung gezeigt. Aufgrund starker Regenschauer, die am Samstag immer wieder über Spa-Francorchamps niedergingen, gestalteten sich die Bedingungen auf der 7,004 Kilometer langen Strecke äußerst schwierig. Dennoch konnte Startfahrer Martin von Startplatz zehn schnell Boden gut machen und Kontakt zur Spitze herstellen. Danach verlor er aufgrund der Safety-Car-Phasen unverschuldet wertvolle Zeit. In Runde 37 übernahm das BMW Sports Trophy Team Marc VDS sogar die Doppelführung, bevor beide Fahrzeuge zeitgleich zum Boxenstopp kamen. In der Nacht beruhigte sich das Rennen schließlich. Bei Tagesanbruch lagen Martin, Farfus und Werner mit über 50 Sekunden Vorsprung an der Spitze des Feldes, bis sie der Defekt ereilte.

24h Spa-Francochamps, Blancpain Endurance Series, Round 4 (c)BMW

22th/26th July, Spa-Francorchamps (BE). 24h Spa-Francorchamps 2015. #9 BMW Z4 GT3, ROAL Motorsport, BMW works drivers Alessandro Zanardi (IT), Timo Glock (DE), Bruno Spengler (CA)

Eine starke Vorstellung bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bei einem 24-Stunden-Rennen boten das ‚Dreamteam‘ Alessandro Zanardi, Timo Glock und Bruno Spengler. Bereits im Warm-up vor dem Rennen hatte Spengler bei starkem Regen im #9 BMW Z4 GT3 von ROAL Motorsport die Bestzeit erreicht. In der Nacht fuhr das Fahrzeug zeitweise auf Rang fünf. Zanardi, Glock und Spengler standen in Spa-Francorchamps im Mittelpunkt eines ganz besonderen Motorsport-Projekts: Erstmals teilte sich der beinamputierte Zanardi das Cockpit mit anderen Piloten. Für diese außergewöhnliche Premiere hatten die Ingenieure von BMW Motorsport den BMW Z4 GT3 mit innovativen technischen Lösungen modifiziert. Eine Stunde vor Schluss des Rennens fuhr das Trio in den Top-10, bevor Glock das Auto in der 500. Runde aufgrund eines technischen Problems neben der Strecke abstellen musste.

Stimmen nach dem 24-Stunden-Rennen:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das ist ein fantastisches Ergebnis für Marc VDS Racing, den BMW Z4 GT3 und BMW Motorsport. Herzlich Glückwunsch an die Mannschaft von Marc van der Straten und Bas Leinders zu diesem lang ersehnten, hoch verdienten Triumph. Beim Heimspiel in Spa-Francorchamps zu gewinnen, so lautete das große Ziel des gesamten Teams seit einigen Jahren. Seit Jahren liefert Marc VDS absolute Spitzenleistungen ab und war stets in der Lage, um Top-Resultate zu kämpfen, nur für Sieg hatte es hier bisher, teils denkbar knapp, nicht gereicht. Ich freue mich außerordentlich, dass wir dieses Ziel nun gemeinsam erreichen konnten – und das auch noch im letzten großen Langstreckenrennen für den BMW Z4 GT3.

Es war wieder einmal ein extrem spannendes, äußerst hart umkämpftes Rennen auf dieser wunderbaren Strecke – und das von der ersten bis zur letzten Runde. Markus Paltalla, Nick Catsburg und Lucas Luhr haben sich keine Fehler geleistet und das Potenzial des BMW Z4 GT3 in jeder Phase des Rennens optimal ausgenutzt. Und wenn alles zusammenpasst, dann erhält man auch bei einem solch harten Rennen die Chance auf den Sieg. Auch die weiteren BMW Sports Trophy Teams haben in Spa eine starke Leistung gezeigt. Zeitweilig fuhren wir mit fünf BMW Z4 GT3 in den Top-Ten. Das zeigt, wie konkurrenzfähig unser Fahrzeug auch am Ende seines Lebenszyklus noch ist.

Es war ein ganz besonderes Rennen für uns, in mehrerlei Hinsicht. Zum einen hat hier vor 50 Jahren ein BMW 1800 den ersten von insgesamt nun 22 Gesamtsiegen für BMW gefeiert. Zum anderen war für uns und auch viele Fans der Einsatz von Alex Zanardi, der sich einen BMW Z4 GT3 mit Bruno Spengler und Timo Glock geteilt hat, ein absolutes Highlight und ein Publikumsmagnet. Zwar konnte das Fahrzeug das Rennen aufgrund eines technischen Defekts in der letzten Rennstunde nicht beenden. Bis dahin war das Trio aber sehr stark unterwegs, alle Beteiligten haben einen fantastischen Job mit viel Leidenschaft und Herzblut geleistet. Auch wenn der Ausfall natürlich sehr schade ist – das Projekt war dennoch ein großer Erfolg, wir haben viele sehr positive Reaktionen erhalten. Ich bin sehr stolz auf das ganze Team. Auch der Einsatz eines dritten Fahrzeugs von Marc VDS im Rahmen einer Charity-Aktion war sehr gelungen. Auf einen BMW Sieg bei dieser Veranstaltung haben die Fans eine Zeitlang warten müssen. Jetzt darf gefeiert werden.“

Lucas Luhr: „Ich bin überglücklich. Es gab hier so viele Rennen, in denen BMW sehr nah am Sieg gewesen ist. Und auch am Nürburgring wurden wir in diesem Jahr knapp geschlagen. Aber diesmal waren wir einfach an der Reihe. Ich bin extrem stolz auf das ganze Team und auf BMW Motorsport. Es ist fantastisch, den BMW Z4 GT3 fahren zu dürfen. Ein Riesenkompliment geht an die gesamte Mannschaft und natürlich an meine Teamkollegen Markus Palttala und Nicky Catsburg. Hier hat jeder einen großartigen Job gemacht.“

Alessandro Zanardi: „Das war ein ziemlich aufregendes 24-Stunden-Rennen und ein tolle Erfahrung für mich. Es ist schade, dass wir eine Stunde vor dem Ende vorzeitig ausgeschieden sind, doch das kann in einem so langen Rennen immer passieren. Was die Performance angeht, waren wir zeitweise sogar das schnellste Auto auf der Strecke. Danke an BMW Motorsport und meine Jungs von ROAL. Ich habe in Timo Glock und Bruno Spengler zwei neue Freunde gewonnen, die zudem noch außergewöhnliche Rennfahrer sind. Der BMW Z4 GT3 ist ein fantastisches Fahrzeug – wir werden es vermissen. Sein Nachfolger, der BMW M6 GT3, wird mit Sicherheit noch besser, ansonsten würde ihn BMW nicht ins Rennen schicken.“

Timo Glock: „Alle im Team haben einen sensationellen Job gemacht. Eigentlich lief alles glatt, wir hatten nur ein kleineres technisches Problem am Morgen, das wir schnell beheben konnten. Vor dem Ausfall hat sich das Auto seltsam angehört – ich konnte nichts tun. Es tut mir vor allem leid für Alex Zanardi, er hätte es verdient, das Rennen zu beenden. Ich denke, das war für uns alle eine großartige Erfahrung. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir alle uns das erste Mal beim Roll-out getroffen haben. Es fühlt sich so an, als würden wir seit zehn Jahren zusammenarbeiten. Alles hat wunderbar funktioniert.“

Bruno Spengler: „Das Auto mit Alex Zanardi und Timo Glock zu teilen, hat großen Spaß gemacht. Danke BMW Motorsport, dass wir die Möglichkeit dazu bekommen haben. Auch die Livery war einfach fantastisch. Mir tut es leid für die Mechaniker, die Tag und Nacht gearbeitet haben. Gerade sie hätten es verdient, dass wir ins Ziel kommen. Natürlich sind wir als Rennfahrer enttäuscht, wenn wir ausscheiden. Aber was bleibt, ist die Erfahrung, die wir gemacht haben, und die Erinnerungen daran, die wie alle teilen.“

Augusto Farfus: „Ich habe 2011 in Dubai das erste 24-Stunden-Rennen mit dem BMW Z4 GT3 gewonnen. Gerne hätte ich den letzten Einsatz des Fahrzeugs als Sieger beendet. Über weite Strecken sah es für uns sehr gut aus. Die Pace hat gestimmt. Im Morgengrauen haben wir dann angefangen zu pushen, um den Abstand auf den Zweitplatzierten auszubauen. Alles lief nach Plan. Doch dann kam das überraschende Aus. Aber nach dem Sieg von Lucas, Nick und Markus haben wir bei Marc VDS heute allen Grund zu feiern. Glückwunsch Jungs, gut gemacht!“

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