Formel E: Piquet jun. macht sein Meisterstück beim Moskau ePrix

©FormulaE

Mission in Moskau erfüllt. Nelson Piquet jun. hat den Moskau ePrix gewonnen und damit seine Führung in der Meisterschaft weiter ausgebaut. Der Nextev-Pilot geht mit einem komfortablen Polster von 12 Punkten Vorsprung in die letzten beiden Saisonrennen beim Doppelrennen in London Ende des Monats. Die Meisterschaft ist dem 29-jährigen Brasilianer kaum noch zu nehmen. In Moskau machte er mit seinem zweiten Saisonsieg sein Meisterstück.

Piquet jun. dominierte das Rennen in der russischen Hauptstadt vom Start weg bis zum Ende mit einer fahrerischen Meisterleistung. Diszipliniert, kontrolliert und taktisch clever spulte der Tabellenführer die 35 Runden in Meistermanier ab. Sein Team wählte diesmal eine andere Strategie. Das asiatische Team war in den vergangenen Rennen im ersten Stint immer darauf bedacht, Energie zu sparen, um nach dem obligatorischen Fahrzeugwechsel mit dem zweiten Fahrzeug voll auf Angriff zu blasen.

In Moskau dagegen attackierte Piquet jun. im ersten Stint, um sich einen Vorsprung herauszufahren und früher als seine schärfsten Verfolger den Pflichtboxenstopp zu wählen. Diese Strategie ging voll auf. Das Nextev-Team ging wegen der engen Boxengasse in Moskau von viel Verkehr während des Boxenstopps aus und holte den Brasilianer früher zum Fahrzeugtausch rein. Im zweiten Stint hieß die Devise Energie zu sparen und das Rennen zu kontrollieren.

Zwar kam sein schärfster Verfolger Lucas di Grassi (Audi Sport Abt) nach dem Boxenstopp näher an seinen Landsmann heran, doch ernsthaft gefährden konnte der Abt-Pilot den Meisterschaftsführenden nie so wirklich. Piquet jun. hatte zwar bis zum Schwenken der schwarz-weiß-karierten Zielflagge nur noch ein paar Prozent Energie in seinem Fahrzeug, di Grassi hatte aber mit Temperaturproblemen an der Batterie zu kämpfen, um einen ernsthaften Schlußangriff auf den Tabellenführer zu starten.

„Wir wußten, dass es hier für uns ein sehr wichtiges Rennen nach der schwachen Leistung in Berlin sein wird. Alles war heute wichtig, das Freies Training, besonders aber das Qualifying, um eine gute Ausgangsposition auf diesen Kurs zu haben. Im Rennen gab es kaum Überholmanöver. Ich hatte eine guten Start, eine gute Reaktion, ein bißchen Glück und das Setup des Fahrzeugs half zusätzlich. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Lucas hat möglicherweise zu viel Energie benötigt oder mit der Batterietemperatur zu kämpfen gehabt, um mich noch einzuholen. Es scheint, alle Teams haben viel dazugelernt und der Unterschied unter den Teams wird geringer. Jeder kommt mit dem Auto und dem Batteriemanagement besser zurecht, es ist echt aufregend“, freute sich Piquet jun. nach seinen Coup in Moskau.

Im Hinblick auf die Doppelrennen in London geht der Meisterschaftsführende aus, auch danach ganz oben zu stehen: „Wenn wir dort nichts Dummes anstellen, bleibe ich vorne. Es gibt keine Geheimnisse, es ist harte Arbeit und perfekte Vorbereitung, das Team weiß, was zu tun ist.“ Mission also erfüllt.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: