DTM: Balance-Akt am Lausitzring mit Traktion und Aerodynamik

Nach dem rasanten Saison-Start auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Hockenheim ist der technisch anspruchsvolle Lausitzring an diesem Wochenende die zweite Station im Tour-Kalender der DTM. Auf dem 3,478 Kilometer langen DTM-Kurs in der Lausitz gibt es nur wenige schnelle Passagen, dafür aber viele anspruchsvolle Kurven. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf der Start-und-Ziel-Geraden mit knapp 250 Kilometern pro Stunde erreicht, im engen Infield müssen die Fahrer bis auf 75 km/h abbremsen.

Der Reifen spielt hier eine entscheidende Rolle. Der Rennreifen des DTM-Ausrüsters Hankook lieferte den Piloten in den vergangenen Jahren konstant viel Traktion, was ein schnelles Herausbeschleunigen aus den langsamen Abschnitten möglich macht. Trotz hoher Beanspruchung von Lauffläche und Konstruktion wies der Ventus Race in den zurückliegenden DTM-Läufen jeweils nur einen sehr geringen Verschleiß auf.

Der Lausitzring verläuft gegen den Uhrzeigersinn ist damit einer von drei Links-Kursen auf der DTM-Tour. Die beiden Rennen am Samstag und Sonntag werden auf der Grand-Prix-Strecke ausgetragen, deren dunkler Asphalt glatt und feinporig ist. Für die Piloten ist es daher wichtig, den Hankook Slick schnell auf die optimale Temperatur zu bringen, die zwischen 90 und 100 Grad liegt. „In diesem Bereich arbeitet der Reifen am besten und liefert das höchste Grip-Niveau. Die Teams müssen deshalb die ideale Kombination aus korrektem Luftdruck, Fahrzeug-Setup in Hinsicht auf die Traktion und Aerodynamik finden. Allerdings sorgt der dunkle Fahrbahn-Belag auch für etwas höhere Asphalttemperaturen“, erklärt Hankooks DTM-Renningenieur Thomas Baltes.

Eine Schlüsselstelle folgt gleich am Ende der Start-Ziel-Geraden, wo die Piloten mit einem scharfen Linksknick in das kurvige Infield einbiegen. Hier bieten sich beim Anbremsen und Einlenken gute Überholmöglichkeiten. Teilweise werden auch die Kerbs mit in die Fahrlinie einbezogen, was zu einer höheren Belastung der Reifenkonstruktion führt, für den Ventus Race aber keine besondere Herausforderung darstellt. Thomas Baltes: „Im langsamen Teil der Strecke, im Infield, brauchen die Fahrer viel Traktion, auf den Geraden Top-Speed, deshalb ist am Lausitzring die richtige Balance zwischen mechanischem Grip und aerodynamischem Abtrieb entscheidend.“

Auch der Hankook Rennreifen muss auf der 3,478 Kilometer Strecke eine Allround-Perfomance zeigen. Beim starken Bouncing – also bei den gefürchteten schnellen Auf- und Abwärtsbewegungen im Bereich der Fahrzeugfront – auf der Geraden und in einigen leicht überhängenden Kurven wird die Konstruktion der Rennreifen beansprucht, die vielen Brems- und Beschleunigungsphasen belasten dagegen die Lauffläche. „In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass der Reifenverschleiß vorne links am stärksten war, teilweise gab es hier sogar die eine oder andere Bremsplatte. Das passiert beim harten Anbremsen vor langsamen Kurven, ist aber auch sehr stark vom Fahrstil des Piloten abhängig“, weiß Hankooks DTM-Renningenieur.

Ein weiterer Faktor, der in der Lausitz eine entscheidende Rolle spielen könnte, ist das unbeständige Wetter. Auch bei kurzen Schauern sammelt sich im Infield viel Wasser und kann schnell auf eine Höhe von mehreren Zentimetern ansteigen. Bei diesen Bedingungen können sich die Fahrer jedoch voll auf die Performance des Regenreifens von Premiumhersteller Hankook verlassen. Thomas Baltes: „Wir sind hier mehrfach unter full wet gefahren und es gab überhaupt keine Probleme. Unser Regenreifen funktionierte auch hier optimal.“

 

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