Formel E: Abt und di Grassi mit Vorfreude nach Monaco

Di Grassi und Abt (c)FIAformulaE
Die Formel E reist nach Europa. Der Klassiker in Monaco  wird Schauplatz des ersten ePrix in Europa, danach folgen Berlin, Moskau und London. Fünf Rennen stehen noch aus, dann steht der erste Sieger der neuen, vollelektrischen Serie fest.

Monaco, da schnalzen die Motorsportfans mit der Zunge. Legenden, Mythen und Tragödien haben sich auf dem engen Stadtkurs von Monte Carlo schon zugetragen. Ayrton Senna, die Rennsportlegende der Formel 1 schlechthin, wurde zur Legende. Jetzt kommt erstmals die Formel E an die Cote d’Azur.

Es ist die entscheidende Phase in der Meisteschaft. Kann Tabellenführer Lucas di Grassi (Audi Sport Abt) seine knappe Führung verteidigen? Der Wahlmonegasse hat einen kleinen Vorteil. Er kennt jeden Winkel der Strecke. „Ich lebe seit Jahre in Monaco und fahre viele Passagen des Kurses oft mit dem Rad. Es ist großartig, dass die Formel E jetzt endlich in Europa fährt“, freut sich der Brasilianer auf den Klassiker. „Du spürtst das enorme Interesse der Fans und Medien. Aus sportlicher Sicht ist das Rennen ein Meilenstein. Mit einer soliden Mannschaftsleistung versuchen wir die bestmöglichen Ergebnisse zum Saisonendspurt herauszuholen“, sagte der Tabellenführer gegenüber ‚electricautosport‘.

2010 bestritt di Grassi einen Formel 1 GP in Monte Carlo. Insgesamt sieben Piloten aus dem aktuellen Formel-E-Starterfeld fuhren damals in der Formel 1 den Klassiker.
Daniel Abt, Formel E (c)Erich Hirsch
Teamkollege Daniel Abt kennt sich ebenfalls gut in Monaco aus. „Ich habe gute Erinnerungen an Monaco, mit der GP3 stand ich schon auf dem Podium. Ein erfolgreiches Abschneiden wäre die Initialzündung für Berlin“, freut sich der junge Kemptener auf Monaco.

Nur zwei Wochen nach dem Klassiker gastiert die Formel E in der deutschen Bundeshauptstadt. Abt sorgte zuletzt in den USA für positive Schlagzeilen. Bei Miami ePrix platzte endlich der Knoten und der 22-Jährige feierte im Sonnenstaat mit Platz drei sein bisher bestes Saisonergebnis. Danach eroberte er sich in Long Beach die erste Pole-Position, eine unverschuldete Durchfahrtsstrafe warf ihn allerdings im Rennen weit zurück. Abgehakt, der Blick geht nach vorne.

Den 20 Piloten erwartet der bisher kürzeste Kurs der Saison. 1,76 Kilometer lang ist der Stadtkurs. Nach der Start-Ziel-Geraden, die man aus der Formel 1 kennt, geht es rechts direkt zum Hafen. Nach einer Haarnadelkurve geht es an den bekannten Passagen wie Tabacs-Kurve und Schwimmbad vorbei, dann Rascasse-Kurve, ehe es wieder auf die Start-Ziel-Gerade geht. Der Simulator gibt ungefähr 48 Sekunden für eine schnelle Runde in den Strassen von Monte Carlo aus. 47 Runden werden  di Grassi & Co. am Samstag hier abspulen.

Teamchef Hans-Jürgen Abt (c)FormulaE

„Monaco hat ein sehr speziellen Platz im Motorsport“, sagt Hans-Jürgen Abt, Teamchef von di Grassi und Abt. „Es ist fantastisch, dass wir jetzt Teil dieser Tradition werden. Ein Highlight für das ganze Team“, ergänzt der Abt-Verantwortliche. Die Vorbereitungen für die Europa-Premiere waren äußerst gründlich. Nichts soll den Zufall überlassen werden.  Während eines kurzen Zwischenstopps in Donington Park, dem Hauptquartier der Formel E, wurden alle vier Autos von di Grassi und Abt noch einmal genau unter die Lupe genommen. „Es ist unglaublich eng in der Formel E. Ein kleiner Defekt kann Rennen entscheiden“, sagt Abt. „Daher geben wir zum Saisonendspurt nicht nur 100%, sondern gleich 110%“ fügt der Teamchef hinzu.

Das Audi Sport Abt Team liegt in der Herstellermeisterschaft in Lauerstellung auf Platz zwei hinter e.dams-Renault, in der Fahrerwertung führt di Grassi dank des Auftakterfolges in Peking und drei weiteren Podiumsplätzen. Allerdings beträgt der Vorsprung auf Long Beach-Sieger Nelson Piquet Jr (China racing)  lediglich ein kleines Pünktchen. Spannung ist also garantiert im Fürstentum.

 

 

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