DTM: Mercedes-Juwel Pascal Wehrlein setzt Bestzeit beim letzten DTM-Testtag in Oschersleben

 Pascal Wehrlein: Motorsports / DTM: german touring cars championship TEST Oschersleben (c)DTM

Die dreitätigen DTM-Testfahrten gingen gestern in Oschersleben zu Ende. Beim letzten Kräftemessen von Audi, BMW und Mercedes vor dem Saisonauftakt am 2. und 3. Mai in Hockenheim setzte Pascal Wehrlein (Mercedes) am letzten Testtag die Bestzeit.

Der Formel-1-Testpilot brannte mit dem Mercedes-AMG C 63 DTM eine Rundenzeit von 1:19.952 Minuten in den Asphalt und verwies Marco Wittmann und Augusto Farfuß (beide BMW) auf die Plätze. Damit konnte der Mercedes in die Phalanx von BMW eingreifen. Die Münchner waren an den ersten beiden Testtagen das Maß aller Dinge durch DTM-Champion Wittmann und Neuzugang Tom Blomqvist.

„Das war heute ein guter Tag, an dem wir viel fahren konnten. Ich bin 144 Runden gefahren und konnte dabei die Bestzeit erzielen. Das ist ein positiver Abschluss für diese Testwoche“ freute sich Wehrlein.

Paul di Resta als Fünftschnellster komplettierte das positive Ergebnis für die Schwaben, die mit viel Zuversicht ihrem Heimrennen beim Auftakt am Hockenheimring entgegenfiebern. Mercedes-AMG-Teamchef Ulrich Fritz: „Das Team hat über den Winter sehr konzentriert gearbeitet. Heute konnten wir die letzte Testwoche vor dem Saisonstart mit einem positiven Ergebnis abschließen. Jetzt gilt es, die gesammelten Erkenntnisse bis zum ersten Rennwochenende auszuwerten und fokussiert weiter in Richtung Hockenheim zu arbeiten. Erst am Auftaktwochenende wird sich dann zeigen, wie konkurrenzfähig wir im Vergleich zu den anderen beiden Herstellern sind.“

DTM Testfahrten Oschersleben, Audi (c)Audi

Etwas ruhiger ließ es Audi angehen. Hatten die Ingolstädter zuletzt bei den Tests in Estoril das Tempo vorgegeben, zeigte sich in Oschersleben ein anderes Bild. Die schnellste Rundenzeit aller Audi-Piloten erzielte Adrien Tambay (Audi Sport Team Abt Sportsline), der damit Siebtschnellster am Donnerstag war. „Mit der kurzen Zeit, die ich im Auto hatte, bin ich sehr zufrieden“, sagte der Franzose. „Positiv ist, dass alle Änderungen, die wir am Auto gemacht haben, in die richtige Richtung gingen. Auch die Zusammenarbeit mit meinem neuen Renningenieur Nicola Palarchi klappt immer besser.“

Kein Grund zur Panik bei Audi, wie Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, versichert:“Eine echte Standortbestimmung war auch dieser letzte Test nicht, auch wegen der besonderen Streckencharakteristik. Oschersleben ist aufgrund der flachen Randsteine, die zum Räubern einladen, bekanntermaßen hart zum Material. Deshalb hatten wir eine ganze Reihe von Schäden an unseren Autos, die man sich so kurz vor dem Saisonstart eigentlich nicht wünscht.“

Zwar blieben die Audianer hinter den Erwartungen, doch die Karten werden erst Anfang Mai neu aufgedeckt. „Auch die Rundenzeiten sind mit Vorsicht zu bewerten. Klar ist, dass es in der DTM auch in diesem Jahr wieder sehr eng wird. Es geht um kleinste Details. Darauf haben wir uns in Oschersleben konzentriert. Und wir haben natürlich versucht, uns auf das neue Format der DTM-Wochenenden vorzubereiten. Mit nur vier Reifensätzen für zwei Qualifyings und zwei Rennen gibt es durchaus verschiedene Denkansätze. Die Fans dürfen sich auf Hockenheim freuen“ ergänzte Gass.

Alle acht Audi RS 5 DTM kommen nun zu einem finalen Check durch die Teams noch einmal zu Audi Sport nach Neuburg, wo sie für den Saisonauftakt in Hockenheim (30. April bis 3. Mai) akribisch vorbereitet werden.

Marco Wittmann, BMW (c)BMW

In einer bestechenden Frühform zeigte sich BMW in Oschersleben. Während Wittmann und Blomqvist die Bestzeit am Dienstag und Mittwoch setzten, landeten die vier BMW-Piloten gestern auf den Plätzen Zwei, Drei, Vier und Sechs.
Wittmann war in Oschersleben überhaupt nicht zu toppen. Der DTM-Titelverteidiger setzte in den drei Testtagen die schnellste Zeit mit 1:19.913 Minuten. „Wir können generell wirklich zufrieden sein. Wir hatten drei tolle Testtage bei Sonnenschein und guten Bedingungen, die hier um die Jahreszeit nicht immer üblich sind. Deshalb war der Test auf jeden Fall positiv, und auch unser Programm, das wir abgespult haben, hat gut funktioniert. Wir konnten uns im Vergleich zum Test in Estoril weiter steigern und sind optimistisch für Hockenheim. Natürlich gibt es noch die kleine Frage, wer wo steht, die erst im Qualifying beim Saisonauftakt beantwortet wird. Aber generell sind wir durchweg positiv gestimmt“ lautete Wittmann’s Fazit.

Der einzige Neuzugang beim BMW Blomqvist zeigte einen glänzenden Einstand, setzte einmal Bestzeit und kommt hoffnungsvoll zu seinem Debütrennen nach Hockenheim. „Ich bin zufrieden damit, wie der Test gelaufen ist. Ich fühle mich mit jeder Runde noch wohler im BMW M4 DTM. Natürlich können wir erst in Hockenheim bewerten, wo wir wirklich stehen. Aber für mich ging es vor allem darum, so viel wie möglich zu lernen. Es war wichtig, dass ich gesehen habe, was ich an den Rennwochenenden tun muss, um so schnell wie möglich auf gute Rundenzeiten zu kommen“ so der Brite.

Ergebnis vom Donnerstag:

1. Pascal Wehrlein (Mercedes)1:19.952
2. Marco Wittmann (BMW) 1:19.990
3. Augusto Farfus (BMW)1:19.997
4. António Félix da Costa (BMW) 1:20.035
5. Paul Di Resta (Mercedes)1:20.204
6. Bruno Spengler (BMW)1:20.208
7. Adrien Tambay (Audi)1:20.270
8. Jamie Green (Audi)1:20.459
9. Miguel Molina (Audi) 1:20.598
10. Mike Rockenfeller (Audi) 1:20.800
11. Edoardo Mortara (Audi) 1:20.994
12. Lucas Auer (Mercedes)1:21.026
13. Daniel Juncadella (Mercedes)1:21.098

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: