FE: Nelson Piquet Jr. gewinnt Long Beach ePrix

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Nelson Piquet Jr. gewann den ePrix in Long Beach vor Jean-Eric Vergne (Andretti Autosport) und Lucas di Grassi (Audi Sport Abt). 35 Jahre nach dem einzigen Sieg seines Vaters Nelson Piquet in der Formel 1 an gleicher Stelle, wiederholte der Brasilianer das Kunststück in der Formel E. „Mein Start war großartig.Ich hatte alles unter Kontrolle. Sechs Runden vor Rennende glaubte ich das erste Mal an den Sieg. “, jubelte Piquet Jr.

Sechs verschiedene Sieger im sechsten  Rennen, das gibt es nur in der Formel E.
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Den Grundstein für seinen Premierensieg legte Piquet Jr. bereits nach dem Start, als er vor der ersten Schikane an Pole-Setter Abt vorbeikam und sich die Führung bis zum Schluss nicht mehr nehmen ließ. Der Brasilianer schob sich mit dem Sieg auf den zweiten Platz in der Meisterschaft. Abt lieferte in der ersten Rennhälfte eine starke Leistung ab, hielt di Grassi und Vergne auf Distanz. Durch den nicht ganz optimal verlaufenen Boxenstopp in Runde 22 verlor der Kemptener den zweiten Platz an Vergne.

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Für den jungen Kemptener kam es noch schlimmer. Sieben Runden vor Rennende bekam er wegen überhöhten Energieverbrauch eine Durchfahtsstrafe aufgebrummt. Damit waren alle Hoffnungen dahin. Platz 15 war für ihn eine herbe Enttäuschung.

Teamkollege di Grassi war einer der großen Gewinner in Kalifornien. Der Brasilianer lieferte sich sowohl mit Abt als auch mit Vergne und Buemi (e.dams) heiße Duelle, die alle sehr fair verliefen. An Vergne kam er nicht mehr heran, gegen Buemi musste er hart kämpfen, um Platz drei nach Hause zu fahren. Da der bisherige Tabellenführer Nicolas Prost patzte (nur 14.), der nach einer Kollision mit d’Ambrosio (Dragon Racing) eine Durchfahrtsstrafe erhielt, holte sich di Grassi die Führung in der Meisterschaft zurück.

Ein rabenschwarzes Wochenende hatte auch Sam Bird (Virgin Racing), der nach einem Aufhängungsbruch vorzeitig das Arbeitsgerät abstellen musste und somit punktlos blieb.

Pech hatte wieder einmal Nick Heidfeld (Platz 11), der sich nach einem guten Rennen durch das halbe Feld pflügte und auf Platz 7 lag, ehe ihn d’Ambrosio in der Haarnadelkurve beiseite schob. Unter den Augen von Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio, den Gründer des Venturi-Teams, blieb Heidfeld erneut glücklos. Jetzt soll es das Heimrennen in Monaco richten.

Während Vergne für das Andretti-Team die Kastanien aus dem Feuer holte, kam Lokalmatador Scott Speed nicht in die Gänge. Der Zweite von Miami löste in Runde Vier die erste Safety-Car-Phase aus, als er in Kurve 1 zu heftig über die Kerbs donnerte und in der Mauer landete. Kein Happy-End diesmal für Speed.

Die zweite Safety-Car-Phase löste Charles Pic (China Racing) aus, der kurze Zeit später völlig unmotiviert Jarno Trulli in der Haarnadelkurve aus dem Rennen boxte.

In der Meisterschaft führt di Grassi mit 75 Punkten, mit einem Punkt Vorsprung auf Piquet Jr., dahinter folgt Prost mit sechs Punkten Rückstand.
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