Formel E: Die neue Saison wirft ihre Schatten voraus

Formel-E-Bolide bei der FIA Sportkonferenz München 2014(c)Erich Hirsch

(c)Erich Hirsch

Die Formel E hat in ihrer Premierensaison noch nicht mal Halbzeit, da werden bereits die Weichen für die kommende Saison gestellt.

In Genf hat der Motorsportweltverband (WMSC) bei einem Treffen sportliche und technische Maßnahmen für die Formel E beschlossen, die für die aktuelle und neue Saison greifen.

Der ePrix in Moskau wurde für den 6.Juni 2015 bestätigt. Für die deutschen Fans wichtig: der ePrix in Berlin findet wie gemeldet am 23.Mai 2015 im Berliner Tempelhof statt.

Für die neue Saison wird die Bewerbungsfrist für die Teams auf den 29.Mai festgesetzt. Es sind maximal 10 Teams zugelassen. Aller Voraussicht nach werden es die gleichen 10 Teams sein, die aktuell im Wettbewerb stehen.

Dazu können die Teams ihr Personal von 13 auf 15 Teammitglieder aufstocken. Die acht Herstellerteams (mit Ausnahme von Amlin Aguri und Dragon Racing sind das alle aktuellen Teams) dürfen sogar zwei weitere Teammitglieder für die Konstrukteursseite aufnehmen.

Im sportlichen Bereich endet das Qualifying bereits vorzeitig, wenn alle Autos im Parc-Ferme geparkt haben. Damit wird das Prozedere des Qualifikations-Rennens beschleunigt, es bleibt mehr Zeit für die Rennvorbereitungen.

Formel E in Action (c)Formula E

Der Shakedown, also das Kennenlernen des Rennkurses mit dem Auto (vergleichbar mit dem Warm-Up in der Formel-1), wird in die sportlichen Regularien aufgenommen. Pikanterweise gab es beim ePrix in Miami keinen Shakedown.

Im technischen Bereich dürfen die Hersteller kein Titanium verwenden, das gilt auch für die Reifen. Titanium besitzt die Eigenschaft, eine hohe Festigkeit und leichtes Gewicht zu haben. Aus Kostengründen entschieden sich die Motorsportdelegierten aber dagegen.

Hingegen dürfen mehrere MGU’s, also die Elektromotor-Generation-Unit, in der neuen Saison eingesetzt werden, die bisher auf zwei Stück limitiert waren. Beim Differential bleibt alles beim Alten, es ist nur eine Einheit erlaubt.

Die Homologation-Inspektion für die neuen Autos ist für den 1.Juni 2015 angesetzt. Die Hersteller bekommen 15 Testtage zur Verfügung, die bis zum 1.August genutzt werden können. Sie dürfen sogar aktuelle Formel-E-Piloten für Testzwecke einbinden. Auf den aktuellen Strassenkursen der Formel E sind keine Tests erlaubt.

Beim Thema Sicherheit ist mit der Formel E nicht zu spaßen. Daher können Teams, die gegen die Sicherheit in den Boxen verstoßen, bestraft werden.

Im sportlichen Bereich gibt es einen Leistungsschub der Formel-E-Boliden. Die Leistung steigert sich von aktuell 150 kWh auf 170 kWh im Rennmodus. Dagegen bleibt der Leistungsschub via FanBoost mit 180 kWh für 5 Sekunden unverändert. Damit wird der FanBoost in der neuen Saison keinen so großen Einfluß mehr auf das Renngeschehen nehmen.

Ab der dritten Saison gibt es einen weiteren Leistungszuwachs. Sowohl im Qualifying als auch im Rennmodus sind 200 kWh erlaubt, der FanBoost steigert sich sogar auf 250 kWh.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: