Formel E: Mehrere Hersteller steigen in die Serie ein, Audi und BMW mittendrin

 

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk, FIA-Präsident jean Todt und ADAC-Präsident August Markl stellen die neue Formel E vor(c)Erich Hirsch

Die Formel E ist in ihrer Premierensaison mit einem Einheitsboliden am Start. 20 Top-Piloten fahren mit dem gleichen Material auf den vier Kontinenten (Asien, Süd- und Nordamerika und Europa) bei 10 Rennen um die Meisterschaft. Das wird sich ab der zweiten Saison ändern, wie ’Electric Autosport.com’ auf ihrer Webseite verkündet. Die erste vollelektrische Rennserie hat für die Hersteller eine Plattform ins Leben gerufen, auf der sie neue Technologien für Elektroautos präsentieren und entwickeln können. Ab der zweiten Saison werden die Antriebsstränge der Formel-E-Boliden verbessert.

Aktuell wird der vollelektrische Spark-Renault SRT_01E von allen Piloten gefahren, der aus einem Konsortium namhafter Firmen aus der Motorsportszene gebaut wurde. Beispielsweise Williams, die für die Batterien verantwortlich zeichnen, McLaren beliefert die Elektromotoren und Renault betreut die Systemeinheiten.

Von der Formel E-Organisation gibt es eine kleine Herstellerliste, die bald offziell werden soll.
vorgestellt werden soll.

Was können wir erwarten ?

Die meisten Hersteller sind in der Formel E bereits repräsentiert. Renault war in der Entwicklung der Autos involviert, die aktuell zum Einsatz kommen. Renault ist Partner beim französischen e.dams-Team. Renault zeigt sich demnächst auf der Showmesse, die ab dem ePrix in Miami zum Showteil der Formel E gehört. Die Franzosen werden bei der Weiterentwicklung dabeisein, andere Hersteller entwickeln für die neue Saison Antriebsstränge.

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Besonders interessant sind die beiden bayerischen Hersteller Audi und BMW. Die Ingolstädter und Münchner zählen zu den Herstellern, die von der Formel E auf ihrer Liste bestätigt werden, wie ’Electric Autosport.com’ verriet.
Audi ist Partner und Unterstützer den deutschen Abt-Teams und des Formel E-Tabellenführers Lucas di Grassi. Laut ’Electro Autosport.com’ steht Audi auf der Formel E-Herstellerliste ganz weit oben, genauso wie BMW, die die Formel E mit Safety Cars (BMW i8) und Medical Cars (BMW i3) ausrüsten.

BMW iHybrid (c)BMW
Von den Münchnern weiß man, dass sich Motorsportdirektor Jens Marquardt die weitere Entwicklung der Formel E ganz genau ansieht. Marquart ist der Fahrzeugwechsel bei einem ePrix aufgrund der geringen Reichweite der Batterien noch ein Dorn im Auge.

Mahindra ist ein weiteres Beispiel. Sie stiegen bei der Formel E ein, um ihre eigenen Antriebsstränge zu entwickeln. Der indische Autohersteller hat mehrere Elektroautos entwickelt und gebaut. Ihr Ziel ist es, den Marktanteil weltweit zu erhöhen. Mahindra baut gerade Komponenten zu den Antriebssträngen.

Venturi, das Team von Nick Heidfeld, machte sich selbst einen Namen, nicht nur wegen Co-Gründer Leonardo DiCaprio, den Hollywood-Star. Der monesgassische Hersteller baut Elektroautos und hält aktuell den Geschwindigkeitsrekord in der Kategorie von Elektroautos. Sie sind sehr daran interessiert ihr eigenes Know-How zu nutzen, um ihre eigenen Formel-E-Autos zu verbessern.

Die Formel E hat im November letzten Jahres angekündigt, eine Liste von drei oder vier Herstellern zu veröffentlichen. Die meisten anderen Teams werden Konstrukteure. Im Oktober 2014 kündigte Omni Gear an, mit der Entwicklung an einem elektrischen Getriebe zu beginnen. Zu gegebener Zeit wollen sie dem Team China Racing einen Antriebsstrang zur Verfügung stellen. Dies soll bald offiziell verkündet werden.

Die Gretchenfrage lautet: Werden weitere wenige Hersteller noch dazustoßen ? Möglichweise werden wir in der neuen Saison zahlreiche und verschiedene Modikationen sehen, zumindest gibt es in diesem Bereich großes Interesse.

Formel-E-Bolide bei der FIA Sportkonferenz München 2014(c)Erich Hirsch
Welche Teile werden weiterentwickelt?

Das Batteriemanagement und die maximale Reichweite des Akkus werden in der neuen Saison die gleichen sein. Die Entwicklung in eine neue Batterie ist kostspielig. Es wird ein anderes Bremssystem für die zweite Saison erwartet. Hingegen dauert die Änderung eines neuen Getriebes noch ein paar Jahre. Der Einheitsbolide Spark-Renault SRT_01E ist momentan ein Hinterradantrieb, der jedoch in einem Allrad-Antrieb umgeändert wird. Warum ? Die Technik erlaubt mehr Energie aus den Bremsvorgängen zu regenerieren. Die Aerodynamik bleibt in den kommenden Jahren unverändert. Wobei die ‘mobile Aerodynamik’, die ab der fünften Saison erlaubt wird, ein bisschen mysteriös klingt. Man geht davon aus, dass es ein System ähnlich dem DRS in der DTM oder Formel 1 wird.

Ab der neuen Saison werden wir einige wenige neue Hersteller in der Formel E sehen. Andere Ausrüsterfirmen werden die Möglichkeit bekommen, ihre Komponenten weiterzuentwicken. Die Formel-E-Autos werden gleich aussehen, die meisten Veränderungen passieren unter der Haube des Elektroboliden. An den unterschiedlichen Rundenzeiten kann man das einfach feststellen.

Fazit:
Mit der Zusage mehrerer Autohersteller und den Rennen auf mehreren Kontinenten kann man davon ausgehen, dass die Formel E den Status einer “Weltmeisterschaft” von der FIA erhält. Daran hat die Formel E kontinuierlich hingearbeitet.

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