Formel E: Vorschau auf den ePrix in Buenos Aires

Aerial View Buenos Aires Argentina with Obelisco (c)Formula E

Der Countdown läuft. Die Formel E trifft sich kommendes Wochenende zum ersten Rennen des neuen Jahres beim vierten ePrix in Buenos Aires. Drei Rennen, drei verschiedene Sieger. Die Formel E hat bisher vieles richtig gemacht. Wunderschöne Locations, spannende Rennen, actiongeladen, tolle Überholmanöver. Wer fährt Tango in Argentinien?

Vor dem zweiten ePrix in Südamerika kommt Lucas di Grassi vom Audi Sport Team ABT als Gesamtführender in die argentinische Hauptstadt. Der Brasilianer konnte in allen drei ePrix’s einen Podestplatz erzielen und führt die Meisterschaft mit 18 Punkten Vorsprung auf Punta del Este-Sieger Sebastien Buemi an. Der aus Sao Paulo stammende Di Grassi kann in Buenos Aires auf die Unterstützung zahlreicher Fans und Verwandten zählen und möchte seiner Erfolgsserie auch im neuen Jahr fortsetzen. Der Abt-Pilot ist neben Jerome D’Ambrosio und Oriol Servia (beide Dragon Racing) der einzige Fahrer, der in allen drei Rennen punktete.

Formel E in Action (c)Formula E

Doch die Konkurrenz, allen voran das französische e.dams-Renault-Team mit Sebastien Buemi und Nicolas Prost und Sam Bird (Virgin Racing) sitzen di Grassi dicht im Nacken. Buemi hat nach seinem verpatzten Auftakt in Peking (Ausfall) zu seiner Bestform bei den Sommertestfahrten in Donington (vier von fünf Bestzeiten) zurückgefunden und schaffte mit Platz 3 (Putrajaya) und Platz 2 (Punta del Este) zwei Podestplätze. Buemi’s Teamkollege Prost liegt aktuell auf Platz Vier der Tabelle und steht Buemi in nichts nach. Beide Piloten zählen auch in Argentinien zu den heißesten Sieganwärtern.
Dazu zählt auch der Brite Sam Bird, der übrigens vor Jahreswechsel für BMW Testfahrten in einem DTM-BMW M4 machte. Bird gewann den ePrix in Putrajaya in beeindruckender Weise, erlebte zuletzt in Punta del Este mit einem Ausfall eine herbe Enttäuschung. Dennoch gilt der Virgin Racing-Pilot zu den Toppiloten mit Siegeschancen.

Ein weitere Brasilianer, Nelson Piquet Jr., zählt nach seinem zweiten Platz in Uruquay ebenso zu den Sieganwärtern in der südamerikanischen Metropole. Dem China-Racing-Piloten liegen scheinbar südamerikanische Strecken, ein Rennen quasi vor der Haustür.Aktuell liegt der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters auf Platz Fünf in der Meisterschaft.

Aufpassen müssen die Formel-E-Fans auch auf Jean Eric Vergne. Der ehemalige Formel1-Pilot (Torro Rosso) glänzte in Punta del Este gleich beim ersten Auftritt im Andretti-Auto mit der Pole-Position und lag auf Siegeskurs. In der letzten Runde erwischte es den Franzosen mit Elektronikproblemen und konnte um den Sieg nicht mehr mitfighten. Bis dahin fuhr Vergne ein tolles Rennen. Zusätzlich gibt ihm die kürzliche Bekanntgabe als Testpilot bei Ferrari Auftrieb.

Die beiden deutschen Piloten Daniel Abt (Audi Sport Team ABT) und Nick Heidfeld (Venturi GP) reisen mit unterschiedlichen Vorraussetzungen nach Buenos Aires. Während Heidfeld zuletzt in Punta del Este mit Platz 10 endlich seinen ersten Meisterschaftspunkt erzielte, gab es für Abt einen enttäuschenden 15.Platz. Heidfeld lag zwischenzeitlich sogar in Führung, ehe ihn zwei Durchfahrtsstrafen ausbremsten. Heidfeld kommt von Renen zu Rennen immer besser in Schwung, es ist eine Frage der Zeit, wann der ehemalige Formel-1-Pilot oben am Siegerpodest steht.

Daniel Abt hingegen kam beim Start wegen Elektronikprobleme nicht so recht vom Platz weg und mußte das Rennen von ganz hinten beginnen. Immerhin erzielte der Sohn von Teamchef Hans-Jürgen Abt die schnellste Rennrunde und sicherte sich damit zwei wertvolle Meisterschaftspunkte. Abt möchte in Buenos Aires wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und mit einer Top Ten-Plazierung Boden gutmachen. Das Abt-Auto läuft grundsätzlich hervorragend, man sieht es am Besten bei Teamkollege Lucas di Grassi.

 

buenos_aires_track_layout (c)FormulaE
Der ePrix in Buenos Aires wird am 10.Januar im Stadtdistrikt Puerto Madero ausgetragen. Die Streckenlänge beträgt 2,44 km und umfasst 12 Kurven.
Ein Streckenüberblick gibt uns Nelson Piquet Jr:“Auf den ersten Blick scheint es ein schneller Kurs mit vielen Geraden und wenigen Schikanen zu sein. Es gibt einige Ecken, die richtiges Racing versprechen als nur 90-Grad-Kurven oder Schikane an Schikane. Die besten Überholmöglichkeiten bestehen auf der Start- und Ziel-Geraden und in Kurve 1. In Kurve 4, eine Linkskurve gibt wahrscheinlich eine weitere Überholmöglichkeit. Es ist schwer vorauszusagen, ohne die Belagoberfläche gesehen zu haben und wie breit der Track tatsächlich ist.“

Zu sehen gibt es den ePrix von Buenos Aires bei Pay-TV-Sender Sky, Sport 1 zeigt am Sonntag (11.Januar) die Höhepunkte.

Zeitplan Buenos Aires (deutscher Zeit):

  • 12:15 – 13:00 Uhr 1.Freies Training
  • 14:30 – 15:00 Uhr 2.Freies Training
  • 16:00 – 16:10 Uhr Qualifying Gruppe 1
  • 16:15 – 16:25 Uhr Qualifying Gruppe 2
  • 16:30 – 16:40 Uhr Qualifying Gruppe 3
  • 16:45 – 16:55 Uhr Qualifying Gruppe 4
  • 20:00 Uhr Rennen (35 Runden)
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