Formel E: Stehen die Hersteller bereits Schlange ?

Formel_E-Bolide(c)Erich Hirsch

Die Formel E hat in ihrem Premierenjahr bereits vieles richtig gemacht. Viel Action, drei spannende Rennen, drei verschiedene Sieger und viele hochkarätige Piloten tummeln sich im Fahrerfeld in der neuen elektrischen Rennserie. Die Aufmerksamkeit und das Interesse der Formel E erfreut sich steigender Beliebtheit. Nicht nur im Netz, auch die Hersteller blicken interessiert auf die neue Serie.

Alejandro Agag, Promoter der Formel E, hofft, bei der FIA, den Status einer Weltmeisterschaft zu bekommen. Dazu müssten sich jedoch mindestens vier Hersteller engagieren, es darf keine einheitlichen Fahrzeuge geben.

Die Chancen dazu stehen nicht einmal schlecht. Laut Autosport.com sollen im zweiten Jahr der Formel E mehrere Hersteller großen Interesse an einem Einstieg in die grüne Rennserie zeigen. Es gibt sechs bis acht Herstellern, die sich im zweiten Jahr engagieren wollen“ verriet Agag.

Dabei geht es um die Weiterentwicklung des  elektrischen Antriebsstrangs. Aktuell fahren alle 20 Piloten mit einem Einheitsboliden der Firma Spark ,dem Spark-Renault SRT_01E. Die Batterien kommen von Williams, die identischen Antriebsstränge von McLaren. Alles bekannte Namen aus der Formel 1.

Ab der zweiten Saison, die ab Herbst 2015 beginnt, soll es mehr Konkurrenz am elektrischen Triebwerk geben. „Für die Formel E gibt es  mehrere Anfragen seitens der Hersteller, die Frist dafür endete am 31.Oktober“ sagte Agag.

12 Interessensbekundungen soll es geben. „Es ist ein Mix von Autoherstellern und anderen Technologiefirmen, die für uns eine echte Alternative sind. Die einen entwickeln Batterien, Elektromotoren und sogar komplette Triebwerke und wir werden in den nächsten Wochen die Erfolgreichen herauspicken“ ergänzte der Spanier.

Sechs bis acht Hersteller sollen auserwählt werden, mit denen in Zusammenarbeit mit der FIA ein technischer Fünf-Jahres-Fahrplan aufgestellt wird. Wohin geht die Reise ? „Es muß entschieden werden, welche Bereiche weiterentwickelt werden und welche nicht, der Fokus bleibt ganz klar auf dem elektrischen Antrieb“, verrät Agag.

Obwohl die endgültige Entscheidung bei der FIA liegt, möchte der Formel E-Promoter am Chassis von Spark für ein paar Jahre festhalten. Hauptaugenmerk liegt auf die Entwicklung der elektrichen Antriebe, besonders was ihre Wirtschftlichkeit und ihre Reichweite betrifft. Die Formel E möchte ein ganzes Rennen am Stück durchfahren. Aktuell muss zur Rennhälfte das Auto gewechselt werden, da die Batterien nicht mehr hergeben. Gerade unter diesem Aspekt äußerte sich BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt zurückhaltend über einen Einstieg der Münchner in die Formel E. „Wir sehens uns die Entwicklung der Formel E  ganz genau an, entscheiden dann, ob es Sinn macht, dabei zu sein“ so Marquardt. Immerhin stellt BMW zur Zeit mit den beiden Elektroautos BMW i3 und i8 die Safety-Car-Fahrzeuge für die Formel E-Serie zur Verfügung.

Ob Audi mit einsteigt, ist eher unwahrscheinlich. Obwohl die Ingolstädter das einzige deutsche Team Abt unterstützen und aktuell mit Pilot Lucas di Grassi die Meisterschaft anführen, verlor Motorsportchef Dr. Wolfgang Ulrich letzte Woche bei der Vorstellung der Motorsportaktivitäten von Audi für 2015 kein einziges Wort darüber.

Laut Motorsport-Total könnte der französische Reifengigant Michelin, der aktuell die Reifen für die Formel E bereitstellt, ein möglicher Kandidat für die Formel E sein. Die Franzosen sollen an entsprechenden Konzepten forschen.

„Wir werden kommendes Jahr einige große Namen dabei haben, daher haben wir zahlreiche Triebwerke am Start“ verriet Agag. „Wir haben schon eine große Idee, wohin die Reise hingeht und wir werden sie machen. Natürlich in Zusammenarbeit mit der FIA und den beteiligten Herstellern. Wir werden den Wettbewerb haben, den wir uns immer gewünscht haben. Die Technolgie wird daher weiter vorangetrieben.“ ergänzte der Formel-E-Promoter.

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