Formel E: Sam Bird in Malaysia nicht zu bremsen, ABT-Team erobert Teamführung

 Die ersten Drei von Malaysia (c)Formulae

Virgin-Racing-Pilot Sam Bird war mit seinem ersten Saisonsieg beim ePrix in Malaysia nicht zu bremsen. Der Brite kreuzte zum Sieg in Putrajaya vor dem WM-führenden, Lucas di Grassi vom Audi Sport ABT Team und Sebastien Buemi (e.dams-Renault).

„Das Wochenende lief sehr gut, wir waren schnell von den ersten Session an. Im Freien Trainig waren wir die Schnellsten. Im Qualifying ging es nicht ganz nach vorne, da wir nicht in der richtigen Qualy-Gruppe waren, um ganz nach vorne zu fahren. Im ersten Rennstint könnte ich in die Lücke stoßen, machte keine dummen Fehler und konnte den Sieg locker nach hause fahren. Ich widme diesen Sieg meinem Freund, der leider sehr krank ist. Es ist sehr traurig, was mit ihm passiert ist und dieser Sieg ist für Jules Bianchi.“ so Bird.

Audi Sport ABT-Fahrer Lucas di Grassi und e.dams-Renault-Pilot Sebastien Buemi, die von Startplatz 18 und 19 das Rennen begannen, gelang es, sich durchs Feld zu pflügen und auf das Podium zu fahren. Der Meisterschaftsführende sagte:“ Es war das, was ich erwartet habe. Jeder ist hier, um zu gewinnen, jeder fährt bis an seine Grenzen, wie dieser Track bewiesen hat. Der kleinste Fehler kann dein ganzes Wochenende ruinieren und genau das ist bei mir eingetreten. Von hinter im Feld auf den zweiten Platz zu fahren, ist ein unglaubliches Gefühl. Ich hatte das Gefühl, eine besseres Rennen zu haben, als in Peking, wo ich gewann.“

Auch der Schweizer Buemi zeigte sich erleichtert: „Ich bin wirklich froh, dass ich muss sagen. Wir waren wirklich gut in den Tests und als wir zum ersten Rennen kamen, lief es überhaupt nicht. Zuerst leif es auch im Qualifying nicht, was sehr seltsam war. Wir machten einige Setup-Änderungen am Auto, die nicht so griffen. Ich fühlte mich, dass ich der Stärkste im Feld war und wurde schließlich Dritter.“

Sam Bird schob sich mit seinem Sieg hinter den Meisterschaftsführenden Lucas di Grassi auf Platz Zwei, der Rückstand beträgt nur 3 Punkte.

Nicolas Prost brannte erneut die schnellste Zeit im Qualifying in den Asphalt wie zuletzt in Peking, wegen seins Unfalss aus dem China-Rennen mit Nick Heidfeld wurde der Franzose um 10 Plätze zurückversetzt. Von Platz 11 fuhr Prost ein hervorragendes Rennen und sicherte sich am Ende Platz Vier.
Nick Heidfeld hatte erneut kein Glück und mußte früh seine Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis begraben. Franck Montagny schob ihn unmotiviert in die Streckenbegrenzung. Heidfeld wurde von der Rennleitung nachträglich bestraft. Da sein Boxenstopp außerhalb der erlaubten Zone vorgenommen wurde, stieg er kurzerhand ins Ersatzauto. Sein 19.Platz wird daher nicht als Streichresultat am Jahresende herangezogen.

Wieder kein Glück für den zweiten Piloten im Formel-E-Feld. Daniel Abt ging nach einer ausgezeichneten Leistung im Qualifying als Dritter ins Rennen. Der Start mißlang, da im die Elektrik einen Strich durch die Rechnung machte. Er wurde bis auf den letzten Platz durchgereicht, ehe der Kemptener vom Fleck kam. Die beiden Safety-Car-Phasen spülten ihn wieder etwas nach vorne und mit einer aggressiven Strategie wollte das Abt-Team das Unmögliche schaffen. Bereits in Runde 10 wechselte er ins zweite Auto, mußte aber 21 Runden lang mit der Energie haushalten. Zunächst gelang der Plan, bis fünf Runden vor Rennende lag Abt in Führung. Doch dann machte sich der Energieüberschuß der Verfolger bemerkbar, einer nach dem anderen schob sich an Abt vorbei. Da Bruno Senna in der letzten Runde zuviel wollte und sein Auto in die Mauer bremste, rettete Abt Platz 10 und damit immerhin einen Meisterschaftspunkt. „Wir haben mit einer verrückten Strategie gepokert, doch am Ende hätten wir ein Safety-Car gebraucht“, verkündete Abt seine Fans via Twitter. Dennoch: Der Punkt für Platz zehn ist der verdiente Lohn eines erneut bärenstarken Auftritts.

Nach zwei von zehn Rennen führt Lucas di Grassi, der bereits den Auftakt in Peking Mitte September gewonnen hatte, weiter die Fahrerwertung an. In der Teamwertung hat ABT Sportsline dank der beiden Punktlandungen seiner Piloten jetzt auch die Führung in der Teamwertung mit 45 Punkten übernommen. Die Mannschaften von Virgin Racing mit 44 Punkten und e.dams-Renault mit 33 Punkten folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Bereits in drei Wochen, am 13.Dezember geht der dritte Lauf in Punta del Este in Uruquay in Szene.

Hier die Stimmen der Abt-Piloten und des Teamchefs:

Hans-Jürgen Abt, Teamchef: „Dieser Erfolg gehört einmal mehr dem ganzen Team. Daniel hat im Qualifying einen tollen Job gemacht und sich auch durch den Rückschlag am Start nicht aus der Ruhe bringen lassen. Und auch Lucas hat enorme Nervenstärke gezeigt: Sich nach einem Ausrutscher im Zeittraining nur drei Stunden später wieder so zu präsentieren – das zeugt von echter Stärke. Last but not least hat sich auch die Mannschaft in der Box auf alle Eventualitäten perfekt vorbereitet und in einem hitzigen Rennen genau die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich bin stolz auf alle Mitglieder unserer Mannschaft, die in der Hitze von Malaysia cool geblieben sind.“

Lucas di Grassi: „Gratulation an die Rennsieger, aber auch an die Organisatoren dieses perfekten Rennwochenendes. Von so einem Ergebnis habe ich nach dem Zeittraining natürlich nicht zu träumen gewagt. Wir haben uns vor dem Rennen gesagt, dass wir niemals aufgeben werden – diese Willenskraft hat sich ausgezahlt und ist eine unserer großen Stärken. Es macht einfach nur riesigen Spaß, mit diesem Team zusammenzuarbeiten. Mit zwei weiteren Rennen in den nächsten sieben Wochen nimmt die Formel E jetzt richtig Fahrt auf – ich kann es kaum abwarten.“

Daniel Abt: „Das war ein Tag mit Höhen und Tiefen. Ich war glücklich, in diesem starken Feld wieder vom dritten Platz zu starten. Leider bin ich dann am Start durch ein technisches Problem zurückgefallen. Der frühe Boxenstopp war natürlich ein Risiko, aber unsere einzige Chance, wieder nach vorn zu kommen. Schade, dass es am Ende wieder nur zum zehnten Platz gereicht hat. Ein schönes Gefühl, mit dem Team an der Tabellenspitze zu stehen – in Uruguay greifen wir wieder an.“

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